31. März 2009

IniRadio #63: Therion - Feuer Overtüre / Prometheus Entfesselt

Endlich Hochkulturr auf däsem Blog.
Ich hätte nicht mähr damät gerrechnet.
(Literaturkritiker, der normalerweise keine Blogs liest und deshalb ungenannt bleiben möchte)

Willkommen im Schweutsch-Leistungskurs, der erregenden Mixtur aus Schwedisch, Deutsch, Metal, Oper und Goethe.

Hibbeligen Kursteilnehmern sei gleich gesagt: nein, das sind nicht Rammstein, sondern Schweden, die eben deutsch singen. Und wer den Text auf Anhieb versteht, bekommt ein Fleißkärtchen, auf dem bescheinigt wird, dass der Betreffende ein großartiger Lügner ist. Weil selbst ich das nicht geschafft habe, sondern in die Lösung linsen musste. Aber bitte, wer es probieren will...

30. März 2009

Überlebt!

Erbauliches für den Wochenbeginn, um sich zumindest schon mal eine Leistung für den Tag ans Revers heften zu dürfen - nämlich das Überleben:

Dead at your Age, die Seite, die mit fortschreitendem Alter immer wertvoller wird. Wer dann noch in Stimmung ist, kann sich in Lieder zum Themenkomplex Tod und Leben einhören.

Endlich die digitale Alternative für Leute wie mich, die sich noch zu jung für das Studium der Todesanzeigen fühlen. Ich habe z.B. den Wrestling-Star Eddie Guerrero um einen Tag überlebt. Das kommt heute in mein Leistungsnachweisbüchlein.

27. März 2009

Family Guy vs. Star Trek: NG

Hat schon seine Vorteile, wenn man die Tweets von Wesley Crusher verfolgt: am Wochenende trifft Family Guy auf Star Trek: Next Generation.
Kann nur gut werden.

Schalke rebooted

Wieder ganz schön was los auf Schalke.
Manager weg, seit gestern Trainer weg und heute Morgen scheint die Sonne. Ich will keine Kausalitätszusammenhänge heraufbeschwören, aber ich fühle mich auch besser. Denn das Gekicke der Knappen konnte man sich wirklich nicht mehr anschauen. Letzten Sonntag gegen den HSV musste ich mich schon mit dem Gedanken trösten, dass so wenigstens ein weiterer Kontrahent um die Meisterschaft im Rennen bleibt und die Bayern nicht wieder die Patschehände an die Schale kriegen, weil alle anderen sie vor Schreck weggezogen haben.

Ich glaub, der Rutten hat am Ende unter sich selbst gelitten. Wie der am Spielfeldrand die Niederlagen quittiert hat, das war eine Mischung aus gehetztem Hasen in den Augen und erschlagenem Wiesel in der Körperhaltung. Vom Makel der Expertenkenntnis bin ich ja verschont, mir haben sich aber schon ein paar Fragen gestellt:

  1. Weshalb spielte der Engelaar so oft? Ernsthaft. Das will ich wissen.
  2. Warum durften die ohne offensives Mittelfeld auflaufen? Das hätte wenigstens der vierte Offizielle irgendwann mal monieren müssen.
  3. Weshalb dauerte es so lange, bis man erkannte, dass der Sanchez es zumindest versucht, mal flott Richtung Strafraum zu kommen?
  4. Weshalb wurde eigentlich dieser Ze Roberto so schnell abgeschoben und durfte nie mehr spielen? (Der hat Ende der letzten Saison doch noch ein tolles Tor erzielt, lief der im Training nur rückwärts, fiel der beim Betreten des Rasens immer um oder was war da?)
  5. Wozu hat man den Streit gekauft? Flauschige Decken zum Anwärmen der Ersatzbank kosten doch nicht viel.
Und jetzt? Soll der Kahn Manager werden. Nein, ich schlag nicht die Hände vor dem Kopf zusammen, obwohl das bei mir in letzter Zeit zum Reflex geworden ist, wenn ich Nachrichten aus dem blau-weißen Umfeld gelesen habe. So wie die Nummer, dass Tönnies den Arsène Wenger angerufen haben soll (Hello, this is Tönnies Fleischwerk GmbH & Co. KG from Rheda-Wiedenbrück calling, would you like to train our eleven, äh, team? There's a big fleischwurst in it for you!).
Über den Kahn kann man ja viel sagen, aber ehrgeizig ist der. Den kann man zur Motivation auch gerne mal zur Halbzeit in die Kabine schicken. Da zucken aber die freigelegten Halsschlagadern! Jedenfalls steht der nicht nach einem 0:0 gegen Erkenschwick Südwest vor der Kamera und brummelt was von "Wir haben unser Bestes gegeben, aber der Gegner durfte auch 11 Spieler auf den Platz lassen und die haben sich auch noch gewehrt, also muss man zufrieden sein".
Als Trainer bitte dann eine Mischung aus Hans Meyer, Felix Magath und Ralf Rangnick. Also einer der mit dem Umfeld kann und Emotion reinbringt, der die Mannschaft fit quält und den Jungens beibringt, nach einem Führungstreffer nicht gleich geschlossen nach hinten zu laufen. Zugegebenermaßen weiß ich auch nicht, wo dieses Persönlichkeitsprofil im Trainingsanzug gerade herumhüpft, aber bitte nicht nochmal so was Lasches aus dem Oranjeladen mitbringen.

25. März 2009

IniRadio #62: Sahara Hotnights - Rockaway Beach

Gestern ein wenig in meiner MP3-Schatzkiste der Coversongs gewühlt, heute den Wettergott getadelt (Schnee im Saarland? Come on!!!) und gleichzeitig noch den Gegenentwurf zu Alphs heutiger Ausgabe der Woche der Musik gezimmert:


Sahara Hotnights - Rockaway Beach

24. März 2009

Subtile Kritik an der Größe von USK-Logos



Die PC-Fassung sah noch so aus:



Dafür mach ich gerne Werbung.

via nintendo-power.de

Ich weiß immer noch nicht, wie du das letzten Sommer mit dem Löffel angestellt hast

Horror, der dich dazu bringen wird, heute Abend vor dem Zubettgehen noch schnell alle Löffel einzuschmelzen. Und zwar rückstandslos!

It's:
The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon
by Richard Gale

Warnung: nix für Kinder, Löffelphobiker und Löffelchenstellungsverächter!


Der Löffelmörder - Trailer :) - MyVideo

23. März 2009

Unser Kind wird klug und erfolgreich werden, Mama

Zwar schon getwittert, aber ich finde es einfach zu putzig.
Da hat der Papa beim Aufsetzen der Stellenanzeige für den Posten seiner Chefsekretärin gleich noch die Namensgebung für seine Tochter miterledigt.

[Achtung: Link enthält zwei Paar aneinandergepresste sekundäre weibliche Geschlechtsorgane]
[Achtung2: Webseite könnte Männer mit erhöhter Testosteronspannung den ganzen Tag von der Arbeit abhalten]

20. März 2009

Bilder ohne Sinn

Neu auf meiner Lesezeichen-Liste/Blogroll/Readerdingens/Wasauchimmer:
Picture Is Unrelated - WTF Pictures

IniRadio #62: Racey - Runaround Sue

Jetzt wird's ganz alt, aber wo ich schon das Album eines 63-Jährigen zur CD des Monats küre, schließen wir den Kreis mit ein paar Musikern, die mittlerweile auch als alte Säcke durchgehen dürften.

Racey hatten Ende der 70er einige Hits, ihr "Smash & Grab" war die erste Langspielplatte, die ich mir gekauft habe, "Runaround Sue" ist natürlich eine Coverversion des Klassikers von Dion & The Belmonts und das erwähne ich nur deshalb, um davon abzulenken, dass ich gerade eben wirklich Langspielplatte geschrieben und infolgedessen massenweise street cred bei den kids verloren habe.

Ah, fuck it...


Racey - Runaround Sue

19. März 2009

Papst trifft mal wieder ins Schwarze

Beziehungsweise ermutigt die afrikanische Landbevölkerung dazu.



Heut' Morgen bin ich böse.

[via extra3 blog]

18. März 2009

Better off Ted

Witziges Setting, mir bekannte Seriendarsteller (u.a. Arrested Development, Andy Richter Controls The Universe, The Class), Wortspiel schon im Titel, läuft im Doppelpack mit Scrubs, gelungener Trailer.

Das guck ich mir mal an...

Wallace & Gromit's Grand Adventures Demo



Hoppala, da schaut man einen Moment nicht hin und schon veröffentlichen Telltale Games eine Demo zur neuen Wallace & Gromit-Serie, kündigen den ersten offiziellen Teil für den 24.3. an und bieten zeitlich beschränkt die komplette Staffel zum Sonderpreis von 26$ (ca. 18 Euro) zum Download (inklusive je einer Episode aus der Sam'n'Max/Strong Bad-Reihe für umsonst).

Mehr Infos hier.

Darauf einen Cracker mit Käse.
Wo hab ich denn den Wensleydale?
Gromit?
GROOOMIT?

[Edit: das Spiel soll sogar deutsche Menüs und deutsche Untertitel haben. Letzteres mag bei Gromit nicht so viel Sinn machen, ist aber erwähnenswert]

17. März 2009

CD des Monats: BOB SEGER - Face The Promise

Der graue Wuschelbart hat es tatsächlich geschafft. Mit seinem 18. Album und zarten 63 Lenzen auf dem Buckel konnte sich der Mann aus Detroit endlich die Auszeichnung "CD des Monats" sichern. Das hätte wahrlich schon früher passieren können, doch zu Bobs Glanzzeiten in den 70ern und 80ern war ich hauptsächlich mit professioneller Windeldurchfeuchtung, Kindergärtnerinnenverwirrung sowie später Lustiges Taschenbuch-Lesungen und Captain Future-Sichtungen ausgelastet.

Mitbekommen durfte ich allerdings, wie Seger es schaffte, fanatische Sektenanhänger und blonde Frauen, die wo mal den Seal geheiratet haben, zum ungezwungenen Tanzen in Unterwäsche zu verleiten. Beziehungsweise langhaarige Teufelsanbeter zum nachdenklichen Sinnieren über den Touralltag brachte.

2006 also dann Face The Promise. Und wo andere was versprechen, da liefert der alte Mann. Nämlich kernigen, straighten, oldschooligen Rock'n'Roll, über den man vom amerikanischen Korngürtel über die russische Taiga hinaus durchgehend nur männliche Grunzgeräusche der Anerkennung vernehmen kann. Der Opener "Wreck This Heart" zeigt schon gleich, dass die alte Pumpe noch gut mit Blut versorgt ist. "No Matter Who You Are" löst bei mir heftige Luftklavier-Gelüste aus, ich haue wirklich instinktiv immer die beiden tiefen Anschläge mit. Mein Ratschlag für die Macher des zukünftigen Piano Hero - die Nummer muss mit drauf, die packe ich auch auf dem Pro-Level! "No More" ist eine anrührende Hymne gegen die Kriege in Vietnam und Irak. "Won't Stop" kann man wunderbar als Anschlussstück zum mit Kid Rock eingesungenen Sauflied "Real Mean Bottle" sehen. "Simplicity" liefert eine funkige Bassline plus Bläserfraktion in Aktion, während die Country-Fans beim Duett "Answer's In The Question" mit Patty Loveless sich eins in die Folk Fiddle weinen dürfen.

Zeitlose Musik, die alte Männer wie ich noch in 30 Jahren singen werden.
Today's music ain't got the same soul I like that old time rock'n'roll

16. März 2009

Deshalb mag ich... THE OFFICE

Gute Nachrichten von Dunder Mifflin! Die Filiale in Scranton produziert wieder hochwertige Lach- und Spaßprodukte. Hier ein Auszug aus der Palette "Knock Knock" und "Ding Dong".



THE KGB VILL VAIT FOR NO ONE!!!

14. März 2009

Vom 7-fachen Schlüsselverwahrer zur Verabschiedung von Müttern, deren Töchter einem immer noch anrüchigen Beruf nachgehen, in schlechtem Spanisch

Es ist mittlerweile nun doch etwas über lockere 20 Jährchen her, dass ich meine erste Rezension zu einer CD geschrieben habe. Keeper Of The Seven Keys Part 1 der Hamburger Kürbisköpfe Helloween war es damals, veröffentlicht in der in Hardrockkreisen kaum hoch angesehenen Schülerzeitung des Christian von Mannlich-Gymnasiums. Mein damals bester Kumpel Peter Keller war zusammen mit mir in diesem Projekt gefangen engagiert und musste durfte über New Jersey von Bon Jovi schreiben. Im Nachhinein bin ich immer noch der festen Überzeugung, besser davongekommen zu sein.

[Peter, falls du das liest: meld dich mal. Bei deinem Allerweltsnamen ist es schwer, in irgendwelchen Social Networks Dingens - die ich eh weiträumig zu meiden pflege - fündig zu werden. Einer von uns muss doch Karriere gemacht haben... Wer alternativ einen Peter Keller kennt, der im Saarland gelebt, Handball gespielt und nach dem Gymnasium Wirtschaftsinformatik in Karlsruhe studiert hat, möge Bescheid geben]

Was ich anstelle dieser Einleitung eigentlich schreiben wollte:
Ruhmreich habe ich endlich eine weitere CD-Besprechungs-Erfolgsstufe erklommen! Denn Andrea und Carsten von venue music waren so nett, eine Rezension von mir zu veröffentlichen:

Ministry - Adios... Putas Madres

Weitere (weltexklusive!!!) dürften folgen, also immer schön auf und in der Webseite herumklicken. Lohnt sich.

13. März 2009

IniRadio #61: Bob Seger feat. Kid Rock - Real Mean Bottle

Das Wetter - nass,
Der Schirm - er klemmt,
Ini trägt's Holzfällerhemd.

Das Versmaß dürfte Deutschlehrern sämtlicher Generationen die Rotstifte aufleuchten lassen, aber egal. Ich habe mein schwarz-rot-weiß-gelb-kariertes Holzfällerhemd an und wie allgemein bekannt will ich dann kernige Rockmusik alter Schule hören. Da kommt mir der gute alte Bob Seger mit dieser Nummer aus seinem letzten Album "Face The Promise" gerade recht. Und weil Kid Rock bei seinem Sommerhit wohl die Rechte an "Werewolves of London" gewahrt und nicht geklaut hat, darf er auch auftreten.


Bob Seger feat. Kid Rock: Real Mean Bottle

12. März 2009

Produktpflege

Heute in auf den Tag genau einem Jahr wird die Fußball-WM in Südafrika immer noch nicht begonnen haben. Zur Einstimmung darauf verweise ich auf meinen 2006 verfassten Beitrag "Kleben und kleben lassen Teil 1 und 2", über den ich gerade selbst wieder lachen musste und für den ich justamente nach doch erst knapp 3 Jahren endlich Links zu den Bildern von Jermaine Defoe und Ivica Olic gesetzt habe.

Ja, mir fällt heute außer Produktpflege nix ein...

11. März 2009

Die Weltfinanzkrise als Strafe Gottes für zu Kultrockmusik herumschwankende Anzugträger?

Ich muss was gestehen.
Ich habe bei diesem YouTube-Dingens (unter dem Nick VTugelbend, Terry Pratchett-Fans werden damit etwas anfangen können) wirklich mal was hochgeladen. Okay, eigentlich sogar zwei Mal, aber das Video, in dem Tina Fey als Liz Lemon in 30Rock Deutsch spricht, wurde entfernt.

Immer noch da - nach über 2 Jahren und 3 Monaten - ist allerdings dieser Clip, der seinerzeit bei CNCB Europe exzessiv lief (vor allem in den Werbeunterbrechungen bei Conan O'Brien) und mich furchtbar genervt hat. Weshalb ich ihn - anders als hier beschrieben - auf der HKInvest-Seite runterladen, umkonvertieren und bei YouTube einstellen musste. Das war noch zu einer Zeit, als in der ARD das Wetter "von den Finanzexperten der Commerzbank präsentiert" wurde und niemand darüber in Gelächter ausbrach.



Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage sehe ich dieses Video mittlerweile mit ganz anderen Augen. Zwar bin ich ja so tiefgläubig wie der durchschnittliche Taliban technikversessen, aber das Konzept, dass die Weltfinanzkrise deshalb entstanden sein könnte, weil der liebe Gott Rockmusikfan ist und diese herumschwankenden Finanzmanagernasen abstrafen wollte - das hätte doch was für sich. Oder?

Mein Lieblingskommentar ist übrigens der hier:


beerhead79 (vor 2 Monaten)

i gave it one star. only cause it had pretty little asian/chinese/ japanese whatever girls dancing. 1 star. queen song gets 5 stars.

10. März 2009

Personal Tetris Fail

Endlich bewiesen: meine Tetris-Künste sind unter aller Sau.
Selbst auf weitläufigem Terrain.





(Screenshot aus Tetris HD)

Hemmungsloser, triebhafter, widernatürlicher Sex ... für Schildkrötenfans

Fast zwei Minuten lang, von polnischen Dokumentarfilmern einfühlsam auf Video gebannt. Ich sehe bereits Vertreter von Turnschuhrechtsorganisationen mein Haus mit Dreck bewerfen.

9. März 2009

Breaking Bad



Das Fach Chemie fand ich in der Schule immer irgendwie ... wie soll ich es ausdrücken... doof. Die Lehrerin war tatterig, hatte den Sympathiewert einer amoklaufenden Chefsekretärinnenglucke, es stank und die ganze Formelkritzelei hatte ich eh nie durchschaut. Nach geglückter Abwahl war ich mir sicher, alleine mit dem Wissen, dass H2O Wasser ist und CO2 Sprudel draus macht, gut durchs Leben zu kommen.

Meine Abneigung fand allerdings dank Breaking Bad, der Dramaserie von amc mit dem für seine Rolle mit einem Emmy prämierten Darsteller Bryan Cranston (Hal aus Malcolm In The Middle) und Produzent Vince Gilligan (ex-X-Files) erhebliche Linderung. Denn die Geschichte um den Chemielehrer Walter White, der nach der Diagnose Lungenkrebs zusammen mit einem (vom Bildungssystem kaum berührten) ex-Schüler Crystal Meth kocht, damit er finanziell über die Runden kommt und seine Familie durchbringt, ist großartig inszeniert, beklemmend spannend und von bedrückender Tiefe. Hier geht es nicht wie bei Weeds um kleine Deals unter Nachbarn, sondern das nackte Überleben. Denn Walters Schwager arbeitet beim Drogendezernat und kommt dem Treiben langsam auf die Spur.

Lag der Schwerpunkt der ersten Staffel, die nur 7 Episoden umfasste, zunächst stark auf der Charakterskizzierung, mündete die Story später in ein actionreiches, fulminantes Finale. Staffel Nr. 2 ist gestern gestartet. Ich freue mir gerade ein Loch in den Erlenmeyerkolben.

Hier der Rückblick auf die erste Season:

8. März 2009

IniRadio #60: Warren Zevon - Mr. Bad Example

Teil 2 meiner Zevonsschen Lobpreisung für Text, Ausdruck und Story mit der ausführlich erzählten Geschichte eines Hochstaplers, die seit ihrem Erscheinen im Jahr 1991 eigentlich nichts an Aktualität eingebüßt hat:



I started as an altar boy, working at the church
Learning all my holy moves, doing some research
Which led me to a cash box, labeled "Children's Fund"
I'd leave the change, and tuck the bills inside my cummerbund

I got a part-time job at my father's carpet store
Laying tackless stripping, and housewives by the score
I loaded up their furniture, and took it to Spokane
And auctioned off every last naugahyde divan

I'm very well acquainted with the seven deadly sins
I keep a busy schedule trying to fit them in
I'm proud to be a glutton, and I don't have time for sloth
I'm greedy, and I'm angry, and I don't care who I cross

I'm Mr. Bad Example, intruder in the dirt
I like to have a good time, and I don't care who gets hurt
I'm Mr. Bad Example, take a look at me
I'll live to be a hundred, and go down in infamy

Of course I went to law school and took a law degree
And counseled all my clients to plead insanity
Then worked in hair replacement, swindling the bald
Where very few are chosen, and fewer still are called

Then on to Monte Carlo to play chemin de fer
I threw away the fortune I made transplanting hair
I put my last few francs down on a prostitute
Who took me up to her room to perform the flag salute

Whereupon I stole her passport and her wig
And headed for the airport and the midnight flight, you dig?
And fourteen hours later I was down in Adelaide
Looking through the want ads sipping Fosters in the shade

I opened up an agency somewhere down the line
To hire aboriginals to work the opal mines
But I attached their wages and took a whopping cut
And whisked away their workman's comp and pauperized the lot

I'm Mr. Bad Example, intruder in the dirt
I like to have a good time, and I don't care who gets hurt
I'm Mr. Bad Example, take a look at me
I'll live to be a hundred and go down in infamy

I bought a first class ticket on Malaysian Air
And landed in Sri Lanka none the worse for wear
I'm thinking of retiring from all my dirty deals
I'll see you in the next life, wake me up for meals

7. März 2009

IniRadio #59: Warren Zevon feat. David Letterman & Paul Shaffer: Hit Somebody (The Hockey Song)

Es ist schlimm, aber ich kann es nicht leugnen. Mein im Dezember letzten Jahres ausgebrochenes Warren Zevon-Fieber ist immer noch nicht überwunden. Wobei nicht gerade geholfen hat, dass ich aktuell seine Biografie auf dem Nachttisch liegen habe. Deshalb müssen jetzt heute und morgen je ein Song aus meinem System, die beide die Brillianz von Zevons Textkunst widerspiegeln (siehe angehängte Lyrics).

Zuerst die anrührende Story des rauhbeinigen Eishockeyverteidigers Buddy:
(mit David Letterman am Mikro und Paul Shaffer an den Tasten)


He was born in Big Beaver by the borderline
He started playing hockey by the time he was nine
His dad took the hose and froze the back yard
And Little Buddy dreamed he was Rocket Richard
He grew up big and he grew up tough
He saw himself scoring for the Wings or Canucks
But he wasn't that good with a puck

Buddy's real talent was beating people up
His heart wasn't in it but the crowd ate it up
Through pee-wee's and juniors, midgets and mites
He must have racked up more than three hundred fights
A scout from the flames came down from Saskatoon
Said, "There's always room on our team for a goon
Son, we've always got room for a goon"

There were Swedes to the left of him
Russians to the right
A Czech at the blue line looking for a fight
Brains over brawn--that might work for you
But what's a Canadian farm boy to do?
What else can a farm boy from Canada do?
But what's a Canadian farm boy to do?
What else can a farm boy from Canada do?

Hit somebody! was what the crowd roared
When Buddy the goon came over the boards
"Coach," he'd say, "I wanna score goals"
The coach said, "Buddy, remember your role,
The fast guys get paid, they shoot, and they score
Protect them, Buddy, that's what you're here for

Protection is what you're here for
Protection--it's the stars who score
Protection--go and kick somebody's ass
Protection--don't put the biscuit in the basket just
Hit some, Buddy! it rang in his ears
Blood on the ice ran down through the years
The king of the goons with a box for a throne
A thousand stitches and broken bones
He never lost a fight on his icy patrol
But deep inside, Buddy only dreamed of a goal
He just wanted one damn goal

There were Swedes at the blue line
Finns at the red
A Russian with a stick heading straight for his head
Brains over Brawn--that might work for you
But what's a Canadian farm boy to do?
What else can a farm boy from Canada do?
But what's a Canadian farm boy to do?
What else can a farm boy from Canada do?

In his final season, on his final night
Buddy and a Finn goon were pegged for a fight
Thirty seconds left, the puck took a roll
And suddenly Buddy had a shot on goal

The goalie committed, Buddy picked his spot
Twenty years of waiting went into that shot
The fans jumped up, the Finn jumped too
And cold-cocked Buddy on his followthrough
The big man crumbled but he felt all right
'Cause the last thing he saw
was the flashing red light
He saw that heavenly light

There were Swedes to the left of him
Russians to the right
A Czech at the blue line looking for a fight
Take care of your teeth--that might work for you
But what's a Canadian farm boy to do?
What else can a farm boy from Canada do?
But what's a Canadian farm boy to do?
What else can a farm boy from Canada do?

6. März 2009

Und jetzt zum Wetter

Missmutig schaute Chefmeteorologin Dr. Bettina Nass-Kalt aus dem Fenster ihres Büros. Heute würden sich die Kollegen wieder über ihren hart erheirateten Doppelnamen lustig machen.

irgendwie unterbewusst inspiriert von erdgeschossrechts
[Herr Schoss, gehen Sie mir aus dem Kopf!]

5. März 2009

Saturday Morning Watchmen



Bisher konnte ich dem Hype um "Watchmen" ja widerstehen.
Aber dieser Trailer (auf WATCH THIS MOVIE klicken) führt mich jetzt doch langsam in Versuchung.

via newgrounds.com
Alternativlink: DirectYouTubeSaturdayMorning

IniRadio #58: Annihilator - Striker

Ich dachte eigentlich immer, dass kanadische Thrash-Metalbands keine Ahnung von Fußball haben. Doch der Schein trügt!

Denn Annihilator verraten schon im Titel, was meinen Schalkern im Moment fehlt, setzen die Planlosigkeit des Aufbauspiels der Knappen musikalisch treffsicher in einem kleinen Interludium zwischen Minute 2:51 und 3:14 um und fordern danach mittels gesteigertem Drumbeat, dass jemand kommt, der wieder Schwung in die Truppe bringt.

So interpretiere ich das Ganze jetzt jedenfalls mal...


Annihilator - Striker

4. März 2009

Seriencheck (XXI)

Gut zwei Monate nach dem letzten Seriencheck hier nun der erste Schub an Seheindrücken hinsichtlich der Shows, die erst im neuen Jahr gestartet sind. Weitere Schübe mit u.a. Dollhouse, Monk, Breaking Bad, Eastbound & Down und Reaper folgen, wenn ich mir selbige alle eingeschoben habe.

24
Season 7
[Eps. 1-10]

Entwarnung für alle Freunde der gepflegten Terroristenbekämpfung. Als Zuschauer darf man Jack Bauer nach der verkorksten 6. Staffel wieder getrost mit seiner Unterhaltung beauftragen. Die CTU hat als Brutstätte für angehende Landesverräter ausgedient, dafür konnten höchste Regierungskreise und das FBI zur kompetenten Ausfüllung dieser Lücke gewonnen werden.
Die Pause hat der Show in jedem Fall gut getan. Ob meine Zufriedenheit einfach nur darin begründet liegt, dass ich den alten Haudegen Jack nach seiner langen Abwesenheit (immerhin musste der Mann 6 volle Tage ohne Klopause aufarbeiten) vermisst habe oder doch wieder die gute alte Mischung aus Action, Terror, Folter und Maulwurfaushebung zündet, werde ich natürlich erst ganz am Ende eindeutig wissen.

Mir brachten die bisherigen 10 Folgen aber wieder soliden Spaß. Wenn es etwas zu bekritteln gilt, dann wäre das zweierlei: zunächst die Glaubwürdigkeit des Grundplots - bin ich der Einzige, der nicht so recht glauben kann, dass eine amerikanische Regierung aus rein humanitären Gründen einen afrikanischen Diktatoren mit Militärgewalt absetzen will und eher das Leben von unschuldigen amerikanischen Zivilisten riskiert, als die Invasion zu verschieben? Vielleicht hat mich die Bush-Ära auch zu unempfänglich für dieses Szenario werden lassen.
Zweitens hätte man in früheren Staffeln einen Crash zweier Flugzeuge sicherlich mit mehr Bumm inszeniert als eine Rauchwolke in die Luft zu zaubern, die von den Amtsträgern im Weißen Haus aus mit Bestürzung betrachtet wird. Ich bleibe in jedem Fall dran, wie es nach dem Break zum Ende der 10. Stunde weitergeht.

Battlestar Galactica
Season 4
[Eps. 10-16]

Keine Show hat mich in den letzten Wochen so hin- und hergerissen wie Battlestar Galactica. Denn es stehen die endgültig finalen 10 x 45 Minuten im Konvoi an und natürlich erwarte ich für das Ende den ganz großen "Mir reißt es das rote Licht aus dem Zylonenschädel"-Moment der Erkenntnis. Nach dem tief deprimierenden und schauspielerisch wie gewohnt glanzvoll umgesetzten Einstieg setzt es mal wieder eine Rebellion an Bord. Gnaa. Nett inszeniert ja, blutiger Abschluss schön, aber das Thema hatten wir doch schon.
Dann die große Enthüllungshow namens "No Exit", die mir vor Informationsüberflutung den Verarbeitungsspeicher im Kleinhirn kurz schloss. Mit Kribbeln in den Fingern erwarte ich die nächsten Folgen, halte schon mal Stift und Notizblock bereit, öle die Rückspultaste, um alles mitzubekommen - und bekomme zwei Episoden Soap Opera präsentiert. Das mag den Anhängern der Charakterentwicklung tiefe Freude bereiten, mich langweilt es schlicht und ergreifend. Die letzten vier Folgen werden entscheiden, ob die Show grandios oder doch insgesamt mit zuviel Höhen und Tiefen behaftet war.

Flight Of The Conchords
Season 2
[Eps. 1-5]

Großartig gestartet sind die immer noch glorreich erfolglosen neuseeländischen Folkmusikanten. Für die ersten drei Episoden musste ich durchgehend die Höchstwertung ziehen, mit "Unnatural Love" kam dann doch ein Dämpfer. Murray Hewitt als Manager der Conchords ist für mich einer der genialsten Charaktere der jüngeren Seriengeschichte. So inkompetent, so ahnungslos, so formalisiert und von sich selbst überzeugt - man muss ihn einfach gern haben. Und die dargebotenen Songs sind in ihrer Absurdität längst schon Kunstwerke für sich. Hoffentlich lässt man sich für den DVD-Release diesmal ein paar nette Extras einfallen, die Ausstattung zur 1. Staffel war in der Hinsicht doch enttäuschend.

Heroes
Season 3 (Volume 4: Fugitives)
[Eps. 14-17]

Ach, Heroes. Ich glaub, das wird nix mehr. Der Reset nach dem unterirdischen 3. Akt leitet die Story und die Charaktere zwar wieder auf deutlich überschaubare Bahnen: die Bösen auf der einen, die Guten auf der anderen Seite. Wirre Wechselsprünge der Protagonisten sind bisher dankenswerterweise noch nicht auszumachen. Das Problem: die Show packt mich einfach nicht mehr. Zuviele Versatzstücke werden wiederholt, das Szenario ist aus X-Men und The 4400 bekannt und im Hinterkopf spielt natürlich der Gedanke eine Rolle, dass einem die Charaktere in den zahlreichen mäßigen Folgen nach Ende der 1. Staffel einfach entwachsen sind oder nur noch langweilen.

Wer schon nach der 2. Staffel keine Lust mehr hatte, kann zwar wieder reinschauen; Begeisterung kann ich aber nicht garantieren. Ich für meinen Teil verfolge die aktuellen Episoden mit einem Enthusiasmus, der sich darin niederschlägt, dass ich mir während des Guckens die Zehennägel schneide. Bisher bin ich ob des Gesehenen noch nicht vor Begeisterung abgerutscht.

Lost
Season 5
[Eps. 1-7]

Nach vier kompletten Staffeln gemeinsam mit den Inselbewohnern durchgestandener Abenteuer hat Lost für Fans wie mich eine eigene Faszination entwickelt, die Außenstehende und Malreingucker nicht mehr nachvollziehen können. Bildeten in der letzten Staffel noch die Flashforwards den Antrieb für Spekulationen und Verwirrungen, sind nun die Zeitsprünge und ihre Auswirkungen das neue kreative Spielzeug der Produzenten. Erlauben Sie doch einen Blick in die Vergangenheit (und Zukunft?) der Insel sowie die beliebten "was ist denn hier jetzt los?"-Konfusionsmomente zu Beginn bzw. Ende einer Episode.

Ganz im Gegensatz zu oben erwähnten Heroes ist mir die Belegschaft hier schon so ans Herz gewachsen, dass ich auch über die weniger guten Momente (der popelige Inselverschwindibus-Mechanismus, die Art der Rückkehr auf die Insel) hinwegsehen kann. Da nun auch geklärt ist, was mit John Locke passiert ist und wie die Ausflügler zurück ins Nest gefunden haben, harre ich gespannt der nächsten Handlungsbögen und freue mich auf jede neue Episode wie Hurley auf einen haltbarkeitsmäßig noch nicht allzu lange abgelaufenen Schokoriegel.

Scrubs
Season 8
[Eps. 1-10]

Man spürt, dass Zach Braff und Co. durch den Senderwechsel frische Energie getankt haben. Vieles erinnert wieder an die guten alten Zeiten im Sacred Heart, gäbe es da nicht diesen einen kleinen Haken: nämlich den verzweifelten Versuch, die neuen Interns als Hoffnungsträger für die Zeit nach dem feststehenden Abschied von John Dorian zu etablieren.
Sorry, aber da ziehe ich mir den strammen Traditionalistenkittel an, verweigere mich alternativer Behandlungsmethoden und würde mich für eine 8. Staffel wohl nicht mehr einliefern lassen. Zumal mich die Neuzugänge allesamt nicht überzeugen bzw. sogar richtig nerven. Mein Vorschlag an die Macher: denkt an die Stammpatienten, konzentriert euch auf den liebgewonnenen Cast, zündet noch ein paar gute Gags, abstruse Situationen oder Herzschmerzmomente und lasst die Show dann mit einem rührenden EKG-Schlusspiepser enden.

3. März 2009

Hot Rockin'

Ich liebe es ja, in YouTube rumzustöbern und all die Musikvideos zu finden, von denen ich damals nur die Songs und noch nicht ihren grandiosen optischen Unterhaltungswert kannte. Wie zum Beispiel dieses Frühwerk der Judasschen Priester, bei dem man eigentlich hätte erahnen können, dass Leadsänger Rob Halford unter Umständen wenn auch nur ein klein wenig sexuell gerne mal am anderen Ufer angelt.



Neben dem legendären Iron Maiden-Auftritt bei Peter Illmann schon jetzt einer meiner Lieblinge.

1. März 2009

"Vertrauen Sie mir, ich weiß nicht, was ich hier tue"

Das sind meine ersten Worte in Twitter.
Sledge Hammer, steh mir bei.
Übe, kürzer zu schreiben.
140 Zeichen sind wenig.
Folgt mir & ich folge.
Wird schon werden.
Geht noch kürzer.
Lss Vkl nfch wg.
dr stzzchn
cya

Geek-Witz

Schon über ein Jahr keinen Eintrag mehr in der Kategorie Witze gehabt.
Jetzt aber:

Was ist das Lieblingslied der Webdesigner?

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