27. November 2009

Ü-Man in: Ü-Man schult auf Vampir um



Ein weiteres demütigendes Kapitel aus den Abenteuern von Ü-Man

25. November 2009

CDs des Monats: WOLFMOTHER - Cosmic Egg / SLAYER - World Painted Blood

Ich entschuldige mich vorab, aber als musikalisches Kind der 70er und 80er Jahre konnte ich es diesmal wirklich nicht übers Herz bringen, nur eine CD des Monats zu küren. Vorhang auf deshalb für Old School Heavy Rock & Thrash Metal.



Wolfmother kennt wohl so ziemlich jeder seit ihrem Hit "Woman". Eine Nummer, die Ozzy Osbourne wahrhaft nicht lieblicher hätte krakeelen können. Nun legen die Australier mit Cosmic Egg ihr zweites Album vor und bedienen sich erneut bei den Altmeistern des etwas zäher aus den Boxen fließenden Rock'n'Rolls. Schon der basslinienfreudige Opener "California Queen" wartet mit einem doomigen Part auf, als hätte Tony Iommi von Black Sabbath nochmal mit der linken Hand des Teufels in die Saiten gegriffen. Ebenso gehuldigt wird den Göttern Led Zeppelin, die vor allem bei dem Track "10.000 Feet" so durchscheinen, dass man reflexartig Wikipedia nach der Flughöhe von bleiernen Luftschiffen durchforsten möchte. "White Feather" strömt das Flair einer tanzbaren Nummer aus, in "Far Away" finden sogar Balladenfreunde ein Zuhause, ohne dass der Song ins Kitschige abdriftet.

Sänger, Gitarrist und Wuschelkopf Andrew Stockdale nölt sich gekonnt hochtönig durch die zwölf Songs und gönnt seinem Instrument wie bei "Sundial" und dem Titeltrack gerne auch mal die Einstellung "White Stripes Lo-Fi". Das ganze Album versprüht eine unwiderstehliche 70er-Jahre-Heavy Rock-Coolness, das man sich wünschte, die Zeit zurückdrehen zu können. Damals, als Musik noch nicht über kantenfreie Gesichter, geglättete Stimmen und Tanzchoreografien definiert wurde.





Eine Vorbesprechung zu einem neuen Studioalbum von Slayer stellte ich mir in den letzten Jahren eigentlich so vor: Die Jungs treffen sich im schicken Szenecafé, sinnieren darüber, wie geil die "Reign In Blood" von 1986 doch war und finden sich resigniert damit ab, dass man so einen Hammer eben leider nicht nochmal eindreschen kann. Sänger Tom Araya fängt dann von seinen Pilgerfahrten und den wunderschönen Sakralbauten in Nordspanien an, Gitarrist Jeff Hanneman hat schon wieder einen ekligen Songtext über Haarspliss geschrieben, Gitarrist Kerry King gibt mit seinen neuen, selbst gedrehten Stacheln an seinem Armband an und Drummer Dave Lombardo sagt wie üblich nichts, sondern trommelt mit den Fingern auf dem Tisch, bis der Latte Macchiato aus der Tasse schwappt. Am Ende vereinbart man eben das nächste Treffen im Studio und malt ein umgedrehtes Kreuz samt Pentagramm auf die Rechnung, um die Bedienung zu schockieren.

Okay, so schlimm ist es dann doch nicht. Der letzte Output "Christ Illusion" hatte durchaus Dampf unterm Pferdefuß; doch es fehlten die dreckigen, überdrehten 2-Minuten-nochwas-Prügelnummern, nach denen man als Hörer zuerst mal kurz durchatmen muss. Genau die sind auf "World Painted Blood" wieder vorhanden. Egal ob "Unit 731", "Hate Worldwide", "Public Display Of Dismemberment" oder "Psychopathy Red" - Araya spuckt geifernd Textzeilen schnell und präzise wie ein Maschinengewehr, King & Hanneman riffen wild, fabrizieren Soli, die man mit unstrukturiert noch sehr liebevoll umschreibt, über allem thront der Trommelgott Lombardo und knüppelt alles nieder, was nicht schon beim ersten Ton aus dem Schallbereich geflohen ist. DAS IST SLAYER!

Lobenswertes gibt es auch bei den dezent gemächlicheren Tracks: der Titelsong kriecht mit einem langsamen Intro heran, prescht los, nimmt sich dann zurück und entwickelt Ohrwurmqualitäten. "Snuff" schmeißt einem gleich zur Begrüßung eine Portion rohes Gitarrengeschreddere ins Gesicht und wartet später mit einem starken Refrain auf. "Americon" und "Human Strain" sind fast schon erschreckend melodisch geraten und brechen anders als das schwere "Beauty Through Order" nicht noch in einen Geschwindigkeitsrausch aus. Lediglich mit dem slayeruntypisch benannten "Playing With Dolls" komme ich nicht zurecht - für einen entspannt singenden Tom Araya bin ich wohl doch noch nicht soweit.

Als Gesamtwerk meiner bescheidenen Meinung nach das Beste, was die Truppe seit "Reign in Blood" eingespielt hat. Und für eine Band voller Ü40er eine wirklich aller Ehren werte Scheibe.

Muppets singen Bohemian Rhapsody

Ich drück mir ein Tränchen aus den Augenwinkeln. Kultpuppen covern Kultmusik.



via Nerdcore

23. November 2009

IniRadio #123: Therion - Voyage Of Gurdjieff (The Fourth Way)

Zum Wocheneinstieg etwas musikalisch leicht bekömmliches mit Operngesang, Chor, Power Metal, Waldhorn und Esoterik. Die Mischung kriegen nur Therion hin.




Wer mitsingen will (ich sehe dabei im Auto immer völlig bekloppt aus und warte auf den Tag, an dem ich mit diesem Gesichtsausdruck geknipst werde):

Walk all alone on a quest to wake up, as the day you said: /"Life is only real then, when 'I am'
When I walk on the way, of the Fourth Way"/When your journey begins you'll meer the world
You'll see the sleep

[verse:]
Dance a sufi dance and fall into a trance/ Like a Derwish you dance
Dance with Yezidis and learn their secret lore.../Voyage of Gurdjieff

Learn how to live, how to use the Octave/ Listen to the tale (of) The lord of Flies tonight
Nine pointed star, it will shine on your soul/And you'll find your way like a Herald of Light
Who show the way like Gurdjieff

[verse repeat]

Learn how to live, how to use the Octave/ On the Fourth Way the life is only real
Then, when 'I am', when I walk on the way/ On the Fourth Way, like a Herald of Light and the Dark

Is there life on Earth? The World will set you free/ Voyage of Gurdjieff, are we like machines?
No, we can build a soul like black diamond

Zur Interpretation freigegeben

Das Drehbuchgold von 2012

Es gibt diese Filme, da wäre ich gerne Drehbuchautor. Aktuelles Beispiel: 2012.
Ich meine, gibt es eine entspannendere Aufgabe, als einen Film mit Dialogen zu betexten, den die Leute eh nur wegen des reichlich bebilderten Katastrophenorgasmus sehen wollen? Da kann man durchaus auf lustige Gedanken kommen und für auf der gleichen Humorschiene laufende Menschen einen Knallergag einbauen. Ist mir jedenfalls bei dem neuen Emmerich-Streifen passiert.

Auslöser: eine ganz harmlose Szene.
Geschiedene Mama sorgt sich um das Töchterlein, das mit dem geschiedenem Papa auf einen Campingtrip gehen soll. Denn die 8-jährige pullert des Nachts gerne mal aus Angst noch das Bettzeug nass - weshalb Mami den ob dieser Enthüllung emotional aufgewühlten Papa auf eine Packung abgedichteter Überzieh-Schlüpper im Gepäck hinweist. Von diesem zwischenmenschlichen Drama berührt, war ich wirklich geneigt, folgenden Ausruf in den Kinosaal zu entlassen:

NACH DEM FILM NICHT MEHR, KINDCHEN!

In der allerletzten Szene, die Welt liegt in Trümmern, die Menschheit ist dezimiert auf intelligente und/oder reiche Menschen, man fragt sich "Wo ist die Hoffnung, was treibt uns jetzt noch an?" - da fällt er, der Satz, auf den ich die gesamten 158 Minuten gewartet, nein nach dem ich mich verzehrt habe.

[Achtung, SPOILER]

Are you scared?
I'm not....No more pull-ups.


Keine Windeln mehr.
Danke, Roland Emmerich, danke Harald Kloser.

20. November 2009

Projekt Hörsturz (Runde 8)

Wieder begutachte ich sicherlich viel zu milde die Kandidaten der mittlerweile 8. Ausgabe des Projekts Hörsturz von beetFreeQ. Garantiert geht das schon direkt beim ersten Titel los, denn der ist von mir vorgeschlagen worden.

And You Will Know Us By The Trail Of Dead - Intro: A Song Of Fire And Wine / Stand In Silence
(vorgeschlagen von Inishmore)

Progressive Rock aus Texas. Aus Texas, das betone ich gerne nochmal. Ein ellenlanger Titel, mit dem ich meine frisch eingestellte Breitenerweiterung in diesem Blog teste. Das Intro hätte ich mir sicher sparen können, aber mir gefällt dieser schleichende Wandel von Gemurmel über Geklatsche bis hin zur Ekstase kurz vor dem Einstiegsriff. Der Gesang ist eher indiemäßig, die Rhythmusfraktion hat ordentlich Druck unter den Füßen, dazwischen noch ein trauermarschähnliches Zwischenspiel, bevor erneut das Ende herbeigebollert wird.

4,5 von 5 Punkten

Livingstone - Disease
(vorgeschlagen von Hannah)

Schönes Geschrammel zum Einstieg, vom Gesang bin ich nicht vom ersten Ton an überzeugt, aber das legt sich dann doch. Die Nummer hätte auch von Matchbox Twenty stammen können, will sagen: gut gemachter Poprock. Gehässige Menschen würden jetzt die Umschreibung "Stört die Hausfrau nicht beim Bügeln" anbringen.
Der Refrain zieht allerdings doch ein wenig zu leicht an mir vorbei, ein paar Kanten hier und da hätten auch nicht geschadet und der Sänger ist eben doch nicht ganz Rob Thomas. Der Song wird wahrscheinlich von einigen als belangloser Seifenblasenrock hingerichtet werden, aber ich kann ganz ordentlich mit ihm leben.

3,5 von 5 Punkten

MSTRKRFT feat. John Legend - Heartbreaker
(vorgeschlagen von Laura)

Ich kaufe ein EI, ein E, ein A, verkaufe das Ganze dann als MEISTERKRAFT an Rammstein-Abhängige und weide mich an den Gesichtern, wenn die Musik beginnt. Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich schon beim Einsetzen des Beats innerlich abgeschaltet. Da gehen bei mir in den Synapsen die roten GÄHN-Lichter auf, sorry. Der Gesang ist mit unspektakulär noch charmant umschrieben, der Song selbst knallt bei mir in etwa so wie eine Flasche Volvic beim Öffnen. Weh tut es nicht, schrammt aber deutlich an meinem musikalischen Wohlfühlzentrum vorbei. Ein klassischer Fall von "Lässt mich kalt" und logischerweise daher

2 von 5 Punkten

Metallica - The Unforgiven
(vorgeschlagen von Melli)

Metallica. Vom feinen schwarzen Album. Klassiker. Da ich auch nicht zu denen gehöre, die da meinen, dass die Band nur bis zur And Justice For All gute Musik gemacht hat, kann es nur in die höheren Wertungsregionen gehen. Ein halbes Pünktchen ziehe ich aber doch ab, weil ich ja mehr auf die schnelleren Metallica stehe. Ich sag schon mal Glückwunsch zur Gesamtchartsführung.

4,5 von 5 Punkten

Dalriada - Búcsúzó
(vorgeschlagen von Alph)

Folk Death Metal aus Ungarn, da kriege ich beim Lesen ja schon Appetit. Mein Ungarisch ist zu 100% verbesserungsfähig, aber auch wenn ich kein Wort verstehe, bei der Musik bin ich sofort am Haken. Anregendes Akustikgitarrengeschmeichele, dann haut es wummsdich die Geige und die elektrisch verstärkten Gitarren rein, der Drummer meldet sich zur Akkordarbeit, eine Frau singt melodisch - es ist nicht mal eine Minute rum und ich weiß jetzt schon, dass mir das Stück gefallen wird. Der Kollege aus der männlichen Gesangsabteilung hätte ruhig krankfeiern oder sich auf die Chorusarbeit beschränken können, der zieht gegen die Dame stimmlich kein Gulasch aus der Kanone. Dafür knüppelt der Mann an den Kesseln im hinteren Drittel noch eifrig ein paar Stöcke kürzer. Ach ja, wenn sich hoffentlich bald der große Erfolg einstellt, kann man dem Keyboarder vielleicht ein Orchester auf die Tasten legen, dann wäre der Song noch ein Stückchen stärker.
Würden die Jungs und das Mädel beim Eurovision Song Contest für Ungarn antreten, ich würde glatt dafür anrufen. Und das will bei mir was heißen...

4,5 von 5 Punkten

Für die Geburtstagssonderrunde schlage ich nochmal meinen Lieblingsmix aus E-Gitarre und Bläserfraktion vor:

Riot - Killer

19. November 2009

Twitter-Promis empfehlen heute...

Tote Leute sehen zu können ist ja spätestens seit The Sixth Sense alter Käse. Deshalb hier eine optische Illusion, die nicht nur verkniffen guckende Jungschauspieler hinbekommen. Klickt mal das folgende Bild an, starrt auf den schwarzen Punkt und sortiert danach eure Synapsen neu.




empfohlen von Edward Norton (IMDB)/ Elizabeth Banks (IMDB)

18. November 2009

Oben

Enjoy the amazing view from the top of Burj Dubai Spire.
offizieller YouTube-Begleittext
Or put an orange bucket in reach in case of acrophobia.
meine inoffizielle Empfehlung nach Sichtung

[Hinweis]
Unser Kotzeimer im Haus war damals orange, mein Bruder kriegt von orangefarbenen Eimern alleine schon den Koller.

Mehr zum Burj Dubai hier.

Deshalb mag ich... HOW I MET YOUR MOTHER

Daddy's home, Barney Stinson is back! Und Neil Patrick Harris seit neuestem auf Twitter, wo seine durch reine Awesomeness generierten Followerzahlen gerade Stars wie Nathan Fillion neidisch machen.

17. November 2009

IniRadio #122: Axel Rudi Pell - The Line

Die Heizung streikt, die Wasserleitung leckt, der Handwerker gibt kryptische Hinweise, wann er kommt und ich deute sie natürlich in meiner Unvollkommenheit völlig falsch. Fürs nächste Leben strebe ich an, selbst Handwerker zu werden und suche insofern einen preisgünstigen Anbieter zwecks Vorbestellung eines Satzes dazu passender Hände (also diesmal NICHT die links-links Kombination).

Lange habe ich nach einem Titel gesucht, der dieses Drama musikalisch interpretiert. Dann wurde es mir zu blöd und ich entschied mich für The Line vom Axel, vom Rudi, vom Pell.
The Line heißt ja schließlich die Leitung.



[Ich stehe übrigens voll auf das quietschige Geräusch beim Haupt-Riff. Alleine damit hat mich der Axel jahrelang zum Albumkauf verführt.]

15. November 2009

Maniac Mansion - DOTT-Style

Da läuft doch vor lauter Freude meine Kettensäge ohne Benzin!
Deutsche Fans des göttlichen LucasArts-Klassikers sind gerade dabei, in Eigenregie Maniac Mansion neu aufzulegen. Diesmal jedoch im Stil des Nachfolgers Day Of The Tentacle.



Die Hintergründe sind laut Aussage der Entwickler soweit fertig, zusätzlich soll es mehr Puzzles, mehr Dialoge, mehr Animationen und mehr Sound/Musik geben. Weitere Infos hier.

Ein tolles Projekt, das hoffentlich zu Ende geführt wird - von mir aus auch als reines Remake ohne weitere Features. Ich drücke den Machern alle Daumen.

(via Adventure-Treff)

14. November 2009

Heute in der Post...


“Craig Ferguson is so much more than a talk show host. Craig Ferguson is so much more than an author. Craig Ferguson is so much more than a god-like creature. Craig Ferguson is so much more than a mysterious force controlling tides and seasons. Craig Ferguson is so much more than an all-powerful, all-knowing, cosmic, intergalactic time traveler for the ages. Craig Ferguson is so much more than a harmonic vibration of the stars, the universe, the heavens, and eternity. Craig Ferguson is full of shit. Enjoy the book.”

- David Letterman


Das gönne ich mir als Lektüre unterm Weihnachtsbaum.

13. November 2009

Was ist grün, müffelt die Küche zu und trägt einen unattraktiven Namen?

Nein, nicht Spinat. Der war jahrelang meine Einstiegsdroge. Erst vor ein paar Monaten hatte ich da ganz schlimme Phasen der Rückfälligkeit. Regungslos stand ich mit glasigen Augen vor den Tiefkühlregalen: Blatt mit Gorgonzola oder Mozzarella oder Philadelphia, Rahm, Rahm-Blatt, Mini, Jung, Würz - als Iglo-Junkie konnte ich alle verdammten Sorten runterrattern. Mütter hasteten, eine Hand am Einkaufswagen, die andere schützend ihren Kindern vor die Augen gelegt, an mir vorbei.

Jetzt ist es viel, viel schlimmer: ein Kreuzblütengewächs namens brassica oleracea, dazu Speck, Grütze von Hafer oder Gerste, Rindertalg, Schweineschmalz, Zwiebeln, Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen. Macht zusammen das hier.

Werde morgen ganz langsam am örtlichen Burger King oder McDonald's vorbeifahren, vielleicht hilft es ja und ich komme wieder davon los. Drückt mir die Daumen.

11. November 2009

IniRadio #121: Noiseworks - Rest In Peace

Diesmal ohne viele Worte. Die fehlen mir nach dem Tod von Robert Enke immer noch.

10. November 2009

Craig Ferguson über den Mauerfall

Alle paar Monate muss hier einer der famosen Monologe von Craig Ferguson rein. Vor allem, wenn der Meister wie gestern über Deutschland und den Fall der Mauer referiert.

Spring, Fliegendreck, SPRING

Scheiß Kisten!
Fliegt, Vögelein, fliegt, haha!
Tief liegende Fenster, ich HASSE tief liegende Fenster!
Das wird knaaaaaaaappppp!
Nicht in den Krater, nicht in den Krater. In den Krater.
Wer bitte baut denn Wolkenkratzer so weit auseinander?
Dich soll doch der Düsenjet holen!
AAAAAAABBBSTUUUUUURRRRZ!
NEEEEEEEEEEEEEIIIIIIINN!

Und viele andere Ausrufe füllen den Raum, wenn man erstmal Canabalt angefangen hat zu spielen. Eine (Maus-)Taste zum Springen, geile Musik, der Rest ist... siehe oben.

9. November 2009

Heute vor 20 Jahren

Nein, nein, nein.
Ich werde zum Tag des Mauerfalls vor 20 Jahren hier drin NICHT "Looking for Freedom" einbinden. Stattdessen gibt's "Shadow on the Wall" mit Mike Oldfield an der Klampfe und Roger Chapman als Schreibolzen. Das Gitarrensolo ist auch noch nach 25 Jahren großartig.

Ursel ist für alle da

Indizierte Alben euphorisch zu rezensieren gehört sich einfach nicht.Deshalb führt der Link zur Besprechung der neuen Rammstein-CD ab jetzt direkt auf eine neue Ausgabe von Ursel TV.
Zumindest temporär.
Und weil es Spaß gemacht hat.

6. November 2009

Projekt Hörsturz (Runde 7)

Sehr geehrter Herr beetFreeQ,

unser Blogbetreiber Inishmore konnte wegen anhaltender
körperlicher Schmerzen leider nicht an der 6. Ausgabe des Projekts Hörsturz teilnehmen. Wir bitten dies hiermit zu entschuldigen. Entlastend möchten wir anführen, dass er sich in der Zeit wenigstens selbst künstlerisch betätigt und hingebungsvoll AUA-Tonleitern gestöhnt hat. Dass wir dem Lauser nicht beigebracht haben, Projekte nicht immer auf den letzten Drücker einzureichen, sehen wir vollumfänglich als unsere Schuld an.

[Sollten Sie diese Entschuldigung nicht akzeptieren wollen, haben wir Verständnis, doch bedenken Sie: wir haben in den letzten Jahren ganz schön viele Daten über Sie gesammelt]

Mit freundlichen Grüßen,

Blogger.com / Google Deutschland

Nach dieser Formalität nun auf in die 7. Runde von Beetys Hörsturz:

Red – Already Over
(vorgeschlagen von Konna)

Red kenn ich, von denen fand ich damals Breathe Into Me so klasse und hatte den Song daher in meiner MP3-Linkliste hier drinnen aufgenommen (aargh, sehe gerade, dass der Link nicht mehr funktioniert). Streicher und Klavier kommen bei mir immer gut, jetzt bitte noch ein saftiges Riff und schon schlägt der Zähler wertungsmäßig weit nach oben aus. Na, das geht jetzt doch eher in die handzahme Breaking Benjamin oder gar Vertical Horizon-Richtung. Die Jungs kloppen im Video ja enthusiastisch kraftvoll auf die Gitarren, dem Lied hört man es leider nicht so sehr an. Ein wenig mehr Pfeffer auf den strombetriebenen Geräten und der Song hätte Super bei mir getankt. So trifft es meinen Geschmack aber auch ganz gut.

4 von 6 Punkten

Daniel Wirtz – Wo ich steh
(vorgeschlagen von Tapedeck)

Deutsches Liedgut, oha. Da muss ich vorab einwerfen, dass ich damit für gewöhnlich nur sehr wenig anfangen kann. Tapedeck wird spätestens jetzt vollkommen zurecht was von wegen Perlen und Säuen murmeln. Aber ich versuch's mal zu bewerten.
Entwarnung, rein musikalisch geht das ja doch sehr gut ab und haut rein, ich hatte bei dem Titel jetzt unvorbereitet eher was in Richtung einfühlsame Soul- und Jammerballade erwartet. So in der Richtung "Wo ich steh, tut mein Herz mir weh- du bist nun weg, allein steh ich am Steg". Also sorry nochmal.
ABER: obwohl ich durch die Rammsteinsche Blut- und Samenlyrik einigermaßen gestählt bin, gibt es für den Lurch-Reim und andere wenig ohrperlende Dichtungen doch ordentlich Abzug. Könnte ich wie bei englischen Titeln mein Übersetzungsmodul im Hirn ausschalten, wäre die Wertung wohl höher ausgefallen. Ist gemein, ich weiß.

2,5 von 6 Punkten

Reinhard Mey – Ein Stück Musik von Hand gemacht (live)
(vorgeschlagen von Stefan)

Momentchen, ich schiebe nur kurz meine Intellektuellenbrille auf die Nase, jetzt wird es doch sicherlich anspruchsvoll. Als alter Sack kenn ich natürlich den Reinhard Mey und wenn ich jetzt meine Schallplattensammlung durchsuchen könnte, es würde mich nicht wundern, wenn ich sogar eine LP von ihm finden würde. Das ist Musik, wo man eigentlich nur den Text bewerten kann und der ist natürlich altmeisterlich ausgefallen. Ich hätte dabei natürlich nicht den Rocker gedisst (so alt bin ich dann doch noch nicht), sondern eher die Plastiksülze, die aus den Castingformaten tropft. Aber wie auch immer: textkunstmäßig topp, bei den Reimen könnte sich der Kollege obendrüber mehr als ein bisschen was abschneiden. Ein Lied zum Nachdenken, das ich mir gerne ein weiteres Mal angehört habe. Dann musste aber doch wieder der elektrisch verstärkte Krach her.

4 von 6 Punkten

Bromheads Jacket – Fight Music For The Fight
(vorgeschlagen von Kamil)

Der Sänger trägt ja einen putzigen Akzent auf, aber die Gesangslinien leiert er mir dermaßen in Grund und Boden auf den rohen Punkuntergrund, dass am Ende gar nichts hängenbleibt. Damit hätte ich in einem Satz eigentlich schon alles gesagt. Okay, der um Abwechslung bemühte "Nananana"-Einschub hat mich auch nicht begeistern können. Kurz gefasst: es röhrt ganz nett, aber auch ohne Haltestelle durch die Gehörgänge durch.

3 von 6 Punkten

Utada Hikaru – Sanctuary
(vorgeschlagen von Melli)

Was Exotisches zum Schluss. Klingt atmosphärisch, eine Gitarre stößt durch den wabrigen Soundteppich, der verzwickte Drumrhythmus verhindert zuverlässig, dass ich mitwippen kann. Teilweise wird es von der Struktur dann doch klarer, um kurz darauf wieder in eine andere Strömung zu münden. Kein Song für Freunde der Aufmerksamkeitsstörung! Nicht weiter schlimm, mich stören nur die eingeschobenen, rückwärts abgespielten Samples. Da erwarte ich wenigstens satanische Botschaften. Trotz allem strahlt der Song eine gewisse liebenswerte Magie aus, der ich mich auch mit mürrischsten "Das knallt nicht"-Vorwürfen nicht ganz entziehen kann.

3,5 von 6 Punkten

Für die nächste Runde strebe ich einen Spitzenplatz in der Rubrik "längster Titel" an:

And You Will Know Us By The Trail Of Dead - Intro: A Song Of Fire And Wine/ Stand In Silence

5. November 2009

IniRadio #120: Jon Lajoie - Pop Song

Deshalb hör ich hauptsächlich Rock und Metal...



Für Rap-Freunde hat der gute Jon auch ganz fresh was im Repertoire.

Facebook Schmäh

Österreichischer Grantler gegen aufstrebende Kommunikationsplattform 1:0



[Linguistischer Hinweis:
Gaggseln ist wohl Stuhlgang, wenn ich mir das jetzt nicht falsch zusammengegoogelt habe]

4. November 2009

Humpeln - Redux

Die neueste Ausgabe der Humpel-Saga überrascht und stimmt nachdenklich zugleich.
Wir blicken zurück: unser Held entsagte dem hageren Ersatz-Knochen-Gelenk-Muskel-Sehnen-Druiden mit seinen eklig schmeckenden Tabletten und der hippen Reizstrom-Massage-Therapie. Denn auch nach drei Spritzen in den Rücken ging es sich und ihm nicht besser.

Es folgte die Rückkehr zum weisen Stammdruiden, der einst die pinkfarbene Infusionslösung zusammenbraute, als die Bandscheibe muckte. Doch der Zuschauer ist erstaunt, das Fachpublikum wundert sich, denn die Diagnose bringt einen alten Bekannten ins Rampenlicht:

Lange von den Fans gefordert, endlich wieder da: das Iliosakralgelenk, von Freunden auch ISG genannt. Unser Held manövriert sich auf die Liege, Arme und Beine werden positioniert, einmal tief eingeatmet und RUCK zieht es durchs Gebein. "Müsste jetzt besser sein", raunt der weise Druide. In der Tat, der Schmerz ist weniger geworden, der Protagonist sucht nicht schon nach zwanzig Schritten jammernd die nächste Sitzgelegenheit. Ein paar Besuche beim Krankengymnastiker müssten für weitere Abhilfe sorgen.

Der Film endet mit einer Podiumsdiskussion zu der epischen Frage "Weshalb hat der hagere Tabletten- und Reizstromdruide unseren Helden fast zwei Wochen leiden lassen und ihn vollkommen falsch behandelt, dieser olle Menschenschinder, also echt jetzt, da könnte man sich doch aufregen wie noch was". Studiogast ist der neue Gesundheitsminister Dr. Rösler, der aber auch keine Ahnung hat.

Wallace & Gromit werden 20



Zur Feier des Tages gibt es bis zum 8. November die Episode "Muzzled" zum kostenlosen Download. Voraussetzung ist allerdings eine Registrierung auf der 20th Anniversary-Seite von Telltale Games. Wer also mal in die Adventurewelt von Wallace & Gromit reinschnuppern will, sollte diese Gelegenheit nutzen.

Die Episoden sind nette, nicht allzu schwierige Grübelhäppchen. Zwar wird englisch gesprochen, anders als bei den Monkey Island Tales kann man aber auch deutsche Untertitel einblenden lassen.

Tales Of Monkey Island Episode 4 - The Trial And Execution Of Guybrush Threepwood



Gerade dem Schlund einer Riesenseekuh entkommen und mit dem berüchtigten Voodooschwamm Esponja Grande in den Taschen wird unser Held Guybrush Threepwood zurück auf Flotsam Island verschleppt, wo ihm der Prozess gemacht werden soll. Schlimmste Anschuldigungen wie das Verunstalten eines tadellosen Schatzmarkierungs-X, die Versetzung einer harmlosen Katze ins Starrkoma, unerlaubte und unfachmännische Tätowierung eines Frauenschenkels sowie der Vertrieb inoffiziellen Merchandisings gilt es vor Gericht zu entkräften. Keine leichte Aufgabe bei dem voreingenommenen Richter Grindstump und Stan, dem ehemaligen Gebrauchtschiffverkäufer und jetzigen Prozessvermarkter als Ankläger. Doch das dicke Ende kommt erst noch...

The Trial And Execution Of Guybrush Threepwood besteht aus zwei großen Kapiteln und einem kleinen Zwischenrätsel. Wenig begeistert war ich zunächst von der Tatsache, dass man die bereits aus Kapitel 1 bekannte Insel Flotsam wieder besucht. Damit diese Wiederverwertung nicht so drängend auffällt, haben die Designer das Geschehen in die Nachtstunden verlegt und nicht nur den Schauplatz, sondern auch den Fundort mancher wichtiger Items verdunkelt. Das erste Kapitel um den Prozess spielt sich nichtsdestotrotz angenehm, die Kultfigur Stan belebt das Geschehen und hat eine bessere Vertonung erhalten als sein Kollege aus dem Monkey Island-Remake. Schwierige Rätsel sind nicht zu vermelden, man kommt mit ein wenig Auffassungsgabe, Hartnäckigkeit und Absuchpedanterie gut über die Runden.

Das Zwischenrätsel geht ebenso leicht von der Hand und ich befürchtete schon, nun nach gut 2 1/2 Stunden den Abspann zu sehen. An diesem Punkt überraschte mich die Episode mit einer 6-teiligen Herausforderung, bei der auch ordentlich am Knobelschwierigkeitsgrad gedreht wurde. Ich habe nicht permanent auf die Uhr geschaut und nicht am Stück gespielt, hatte aber das Gefühl, dass diese Episode mich länger in Beschlag nahm als ihre Vorgänger. In Sachen Umfang darf man mit dem vierten Abenteuer daher hochzufrieden sein.

Ab der zweiten Spielhälfte dreht die Story dann richtig auf. Schockierende Enthüllungen, ein Todesfall, eine charakterliche Wendung und ein sehr gemeiner Cliffhanger auf die finale Episode namens Rise Of The Pirate God stehen auf dem Programm. Das alles gefiel mir so gut, dass ich mir mittlerweile sicher bin: Telltale Games werden die Piratensaga sehr gut zu Ende bringen.

Fazit: erneut eine sehr unterhaltsame Ausgabe mit dem Wiedersehen einer weiteren Kultfigur aus dem Original. Bis auf die schwächelnde zweite Episode halten die Tales of Monkey Island ein sehr gutes Niveau und bleiben empfehlenswert für alte und neue Adventure-Piraten. Jetzt bin ich auf das große Finale gespannt.

3. November 2009

TV Tipp: Stromberg vs Nuhr

- So. Jetzt setzen wir uns alle schön mal vor die Kiste, denn der Papa ist wieder da! Damit Ihr Nasen das auch nicht vergesst, heute Abend, Stromberg auf Pro7 von 22:15 bis 23:25 Uhr. Das ist wie zuhause im Bett - da kommt der Papa auch gerne zweimal, wenn die Mama sich zur Feier des Wiedersehens mal ein wenig optisch aufgefrischt hat und nicht wie das verschmierte Käsbrot unter der Decke kauert.

- Jaaaa, einen kleinen Mooooment, ich bin's Nuhr. Und da ist Ihnen die kriechende Unterhaltungsevolution des Zweiten Deutschen Fernsehens ganz böse ins Rückgrat gefahren, werter Kollege. Denn ab 22:45 Uhr läuft ebendort meine bescheidene, kleine, makrobiologisch-ästhetisch wertvolle Realzeit-Sendung Nuhr so.

- Hä? Was soll denn die Scheiße jetzt? Wer hat denn den Schönbrabbler rausgelassen? Dieses auf eloquent getrimmte Geseiere zum emotionalen Wohlfühlen kann der in seiner Frauenmotivationsgruppe aufführen! Hier, wo die Hodenträger noch Chef sind, müssen klare Worte her. Also einschalten, aber zackig!

- Dicke Eier in der Hose können allerdings zum Problem werden, vor allem, wenn die Schale so weich ist wie die Schädeldecke. Da gibt es durchaus Zusammenhänge, Herr Stromberg. In Neuguinea soll es zum Beispiel einen Stamm geben, der seine hodenprächtigsten Vertreter zehn Minuten vor einem magischen Kasten hüpfen lässt, bis das Hirn aus dem paarigen Scheitelbein platzt. Buff - fertig ist das Rührhirn. Da haben alle was davon und es spart Energie. Was dem kritischen Zuschauer beweist, dass Pro7 auch in exotischen Ländern problemlos empfangbar ist.

- HERRGOTT NOCHMAL! Da kotz ich doch die Regenbogenfarben durch! Sind Sie eigentlich gegen ihr eigenes Gelabere versichert? Oder bei Ihrem Besuch in der Sülzschule von Carmen Nebel dagegen immun geworden?


Verlassen wir die beiden Streithähne und widmen uns der knallharten Tatsache: heute Abend muss wohl ein Aufnahmegerät programmiert werden. Andererseits dürften zumindest die Folgen von Stromberg auf der Pro7-Webseite zu sehen sein. Aber wer vertraut heutzutage noch einwandfrei funktionierenden Servern?

- Ooooder wir kaufen alle am Freitag einfach ratzfatz die DVD-Box der 4. Staffel mit allen Folgen. Dann ist Ruhe im Karton und der Nuhr hält seine Fr....

- Das mach' ich aber nur, wenn ich so wie Sie keine Ahnung habe.

2. November 2009

Die ultimative Konterverhinderung

Aus einem Handballspiel der Frauen zwischen Hypo Niederösterreich gegen Metz.
Spielstand 37:37, wenige Sekunden noch zu spielen, Konterangriff der Französinnen und dann... aber lauschen wir doch ergriffen dem französischen Originalkommentar:



Diese Option sollte man sich offenhalten. Obwohl ich glaube, bei einem Spiel der Männer hatten die dem Kerl sein freches Grinsen aus dem Gesicht geprügelt.

Christopher Walken, Pop Music Man

Endlich wieder Hochkultur auf diesem Blog!
Christopher Walken interpretiert einfühlsam Pop-Lyrik der Neuzeit. Ein Projekt, das ich nur vollsten Herzens und Lachens unterstützen kann.