30. März 2010

Zum Herzerwärmen: Kinderchor singt "Still Alive" aus PORTAL



Kuchen für alle und für das nächste Mal einen besseren Kameramann. 1,2,3,4...

This is a triumph. / I'm making a note here: HUGE SUCCESS / It's hard to overstate my satisfaction.
Aperture Science / We do what we must / because we can.
For the good of all of us./ Except the ones who are dead.

But there's no sense crying over every mistake. / You just keep on trying till you run out of cake.
And the Science gets done. / And you make a neat gun.
For the people who are still alive.

I'm not even angry. / I'm being so sincere right now. / Even though you broke my heart. / And killed me.
And tore me to pieces. / And threw every piece into a fire. / As they burned it hurt because I was so happy for you!

Now these points of data make a beautiful line. / And we're out of beta. / We're releasing on time.
So I'm GLaD. I got burned. / Think of all the things we learned
For the people who are still alive.

Go ahead and leave me. / I think I prefer to stay inside. / Maybe you'll find someone else to help you.
Maybe Black Mesa / THAT WAS A JOKE. / HAHA. FAT CHANCE.
Anyway, this cake is great. / It's so delicious and moist.

Look at me still talking / when there's Science to do. / When I look out there, it makes me GLaD I'm not you.
I've experiments to run. / There is research to be done.
On the people who are still alive.

And believe me I am still alive.
I'm doing Science and I'm still alive.
I feel FANTASTIC and I'm still alive.
While you're dying I'll be still alive.
And when you're dead I will be still alive.
STILL ALIVE (x2)

Geeky Side of the Moon

Da fliegt also die Saturnsonde Cassini fröhlich ihres Weges, macht hier und da Bilder von Monden, die den Planeten umschwirren, misst die Temperaturunterschiede auf der Oberfläche des Trabanten Mimas, stellt das Ganze grafisch auf einer Karte dar und raus kommt das hier:


via BBC News

Gott lebt und er hat während der Schöpfung mal PacMan gespielt.

28. März 2010

IniRadio #149: T.O.N.E-Z: Long Hard Times To Come / On The Run

Bisher hatte ich die beiden Tracks ja ein wenig schamhaft in der "Ich, Ini"-Rubrik versteckt (falls es jemand bemerkt haben sollte) - aber mittlerweile höre ich die Songs so oft, dass es jetzt an die Öffentlichkeit muss.
Dank Justified höre ich jetzt Hip Hop, versetzt mit Bluegrass. Nennt sich Gangstagrass und ist der ideale Stoff zum Chillen. This shit is raw, man.

Tabellenführung

Kommt ja nicht so oft vor, dass meine Schalker von ganz oben grüßen, von daher ist das schon eine Blogmeldung wert. Aber ich tue noch mehr. Zum einen versuche ich ganz magathmäßig unter der Messlatte des Understatements hindurchzuhopsen. Ich denke nur von Spiel zu Spiel, entscheidend ist der Stand nach dem 34. Spieltag und überhaupt auf dem Platz, wo ja schon am Samstag die Bayern warten und das wird ganz schwer, auch vom Rasen her, da müssen wir alle inklusive des Grüns schon über uns hinauswachsen. Weil die Bayern sind natürlich die Top-Favoriten und haben ja bereits auf Schalke gewonnen und wenn sie trotzdem verlieren sollten, gehe ich zum Freuen in den Keller, damit es keiner mitbekommt.

Meine zweite Maßnahme ist allerdings noch erfolgsversprechender. Ich gelobe feierlich, meinen Bruder daran zu hindern, in dieser Saison noch ein Spiel der Schalker live zu sehen. Vor der Partie gegen Leverkusen (und noch benommen von dem Pokalkrampf letzten Mittwoch) hat er mir fest versprochen, erst zur Fußball-WM wieder Livefußball zu sich nehmen zu wollen. Und beim Fußballgott: so wird es auch sein!

2001 musste ich mir schon Vorwürfe machen, als ich ihn (wohlgemerkt an seinem Geburtstag) für die letzten Minuten der Premiere-Konferenzübertragung geweckt hatte, als Schalke Meister zu werden drohte. Mit einem typisch positiv gestimmten "Die fangen noch einen" kommentierte er die letzten Minuten des Spiels der Hamburger gegen die Bayern, die dann genau dies taten in Form eines Freistoßes von Patrik Andersson. Der Rest ist bekannt: Bayern wurde Meister, Bruder grummelte und legte sich wieder hin, Ini war emotional im Eimer.

Dieses Jahr gucken wir nur noch die Zusammenfassung in der guten alten Sportschau bzw. im Aktuellen Sportstudio. Selbst wenn der Franz, der Uli und der Karl-Heinz mit einem Dekoder unterm Arm vorbeikommen und uns ein SKY-Fußballpaket zwangsinstallieren wollen.

P.S:
Meisterschaftsvoodoo gibt's diesmal auch nicht.

26. März 2010

Justified

Leider kann auch ich nicht alles gucken, was an US-Serien produziert wird. Ein Umstand, den ich gerne und reichlich betrauere, denn so fallen einige Perlen fallen unter den Tisch bzw. lagern in meinen DVD-Regalen. Die Sopranos warten auf ihre vierte Staffel, die jeweils ersten Seasons von Six Feet Under und Veronica Mars wollen auch endlich mal gesehen werden, zu Psych komme ich eher sporadisch und Burn Notice kann schon alleine wegen Bruce Campbell nicht schlecht sein, darf sich aktuell aber nur Hoffnungen auf einen Platz in meiner meiner "Irgendwann bist auch du dran"-Liste machen. Zusammen mit Rescue Me, The Shield, The Unit usw usf

Gestern Abend habe ich mir die Premiere von Justified gegönnt und muss sagen: dafür räume ich wohl ein bisschen Platz in meinem allabendlichen Serienprogramm ein. Kurzzusammenfassung: Sheriff Raylan "Smooth'n'Old School" Givens leuchtet in der Provinz den lokalen Bösewichtern heim: eine Mischung aus Wyatt Earp, Han Solo und Lucky Luke. Wobei die Daltons in diesem Jahrtausend fiese Hillbilly-Nazis mit Raketenwerfern sind. Hell yeah! Ich geh meinen Cowboyhut entstauben.

23. März 2010

IniRadio #147: Collective Soul - She Does

Ich erkläre die Fensterscheiben-im-Auto-Runterkurbel-Saison offiziell für eröffnet.
Zuerst mal mit fluffig sonnigem Liedgut, bevor später die schweren Geschütze aus dem MP3-Player donnern dürfen.

Powerful Stuff




Gestern Abend die Auftaktfolge zur dritten Staffel von Breaking Bad gesehen.



HAMMER!




Musste ich jetzt mal loswerden.

22. März 2010

Buy One Get One Free-Disney DVDs & Blu-rays bei amazon.co.uk

Keine Ahnung, ob die Aktion demnächst auch nach Deutschland kommt, ich habe bei dem Angebot jedenfalls nicht mehr warten können. Vier Blu-rays eben bestellt (Toy Story 1+2 als Blu-ray/DVD-Kombipack, Ratatouille, Enchanted) für insgesamt 28 Pfund = 31 Euro = 7,75 Euro pro Blu-ray. Dafür kann ich locker auf die deutsche Tonspur verzichten (allerdings sollen die ersten beiden Pirates Of The Carribean-Filme diese haben).

We call it B-U-T-Z-L-U-M-B-E

Es gibt Dinge, die lassen mich an einem Montag Morgen wie diesem einfach nicht zur Ruhe kommen. Beispielsweise die Frage, wie der regional geprägte Fachbegriff für ein "grobes Stück feuchtes Tuch zum Reinigen des Fußbodens" außerhalb des von mir bewohnten Butzlumbe-Gürtels lautet.

Gut, dass die philologisch-historische Fakultät (Fachrichtung Germanistik) der Universität Augschburg Abhilfe hinsichtlich dieses drängenden Unwissens schaffen kann:


Wie man sieht, spaltet der Putzlumpen die Republik. Allerdings sei auch die berechtigte Frage angerissen, wie um Himmels willen man dieses überlebensnotwendige Utensil der Schmutzbeseitigung "Aufnehmer", "Reibfetzen" oder gar "Hader" benennen kann. Hadern mit dem Leben (insbesondere dem gestrigen Ausgleich des HSV gegen Schalke zum 2:2) okay, aber doch nie mit dem Butzlumbe!

Ganz anders die Situation bezüglich des Terminus "naschen". Da gehöre ich mit Stolz zu einer elitären Randgruppe. Oder auf Saarländisch:

So was saan mir nett, bei uns heeßt das schneege. Das war schunn immer so unn met was annerem fange mir do gar net aan!

19. März 2010

God Of War Trilogy Soundtrack zum kostenlosen Download

God Of War 3 ist seit heute erhältlich und der Typ links ist nicht Kratos. Wenn doch, wäre ich sehr enttäuscht. Aber zu Wichtigerem:

Dieser Link schwirrt schon seit vorgestern durchs Web.
Der Inhalt: der orchestrale Soundtrack zu allen drei God Of War-Spielen im MP3-Format. Und wer die Teile kennt, der weiß, dass da kein Blas-, Schlag- oder Streichinstrument ungekühlt bleibt und kein Götterchor kraftlos. Es rummst und wummst, bis alle Spartaner sich rot und weiß anmalen vor Freude.

Zuerst dachte ich an einen technischen Fehler, aber mittlerweile scheint es auf eine Marketing-Guerilla-Aktion hinauszulaufen (so ein Bock dürfte wohl niemals so lange unentdeckt bleiben).

Hier gibt es übrigens auch noch die Heavy Metal EP Blood & Metal, u.a. mit Dream Theater, Opeth und Trivium.

Breaking Bad Animated

Irgendwie habe ich die Story um Walter White aber doch leicht anders in Erinnerung...
Breaking Bad Season 3 startet am 21. März.

18. März 2010

IniRadio #146: Airbourne - It Ain't Over Till It's Over

Höre gerade die neue Airbourne durch. Sind ein paar Midtempo-Songs zu viel für meinen Geschmack drauf. Aber dafür haut der hier richtig schön durchgehend auf die Zwölf.

Und jetzt alle

Oder auf saarländisch:



HOPP, SING



Danke Frederick Larsson (links) und Frederick Larsson (rechts)

via Fünf Filmfreunde

17. März 2010

Fünf mächtige italienische Krieger bekämpfen das Böse mit epischen Texten

Spätestens bei "Smell the hate of angels" hätte ich als Bösewicht aber meine Beine unter die Arme genommen. In meinem CD-Rack stehen drei Alben der Band, aber irgendwie ist der Reiz verflogen: die unwiderstehlichen Lyrics bleiben jedoch für immer.

Drei dufte Typen haben voll null Bock auf no future und rocken stattdessen die Hütte

Ich weiß gerade nicht, wen ich als erstes auslachen soll. 80's forever!
Alle Mann geschlossen für das nächste Manowar-Konzert buchen.

16. März 2010

Batmanuel

Letzte Woche bei den Serienjunkies drauf gestoßen, demnächst in meiner Sammlung: "The Tick", eine auf einer Comicserie basierenden Serie aus dem Jahre 2001, die nach nur 9 Episoden von FOX eingestellt wurde. Kurzinhalt: The Watchmen mit sympathisch Bekloppten. Wie Batmanuel.

15. März 2010

Das ultimative Gaming-Möbel

So weit, so gut, Edeka.
Nur, wofür steht das GB?
Große Beistellplätze?
Gebrauchte Bücher?
Grobe Bauteile?

via gley.net

CD des Monats: ALKALINE TRIO - This Addiction

Wenn Punkrocker Restaurants eröffnen würden, könnte man sie schnell an ihren Menüs und dem Verhalten ihrer Bediensteten erkennen. Bei den Sex Pistols beispielsweise sollte die Speisekarte mit großer Vorsicht zu genießen sein: die Spezialsoße des Hauses könnte sich flugs als Mischung aus warmer Körperflüssigkeit und klebrigem Nasenauswurf herausstellen. Der Cocktailbarmann der Toten Hosen mit der fahlen Gesichtsfarbe dürfte sich schon einige Mal an dem Panschpunsch aus Bommerlunder, Altbier und Jägermeister verschluckt, die Ärzte mit Sicherheit die besten Standup-Comedians der Welt als Kellner angestellt haben. Und die von Andrea und Carsten betreuten Slick's Kitchen hätten dank ihres Songs "Cum In My Kitchen" schon den ersten amtlichen Hit auf dem Index der örtlichen Behörde für das Gaststättengewerbe sicher (an dieser Stelle meinen Glückwunsch zum 1-jährigen Relaunch von venue music).

In der Küche des Alkaline Trios um die Herrschaften Skiba, Andriano und Grant hingegen säßen schwarz gekleidete Köche, die beim gramvollen Zwiebelschneiden hofften, auch mal eine Arterie zu erwischen. Der Chef ertränkte seinen Liebeskummer in Zigaretten und Alkohol, mit denen er gleichzeitig auch noch das Mobiliar flambierte. Doch draußen vor den Gästen sprängen die Kellner zu beschwingt eingespielten drei Akkorden von Bein zu Bein und sorgten für Stimmung.

Die Mischung aus melancholischen (desöfteren im krassen Gegensatz zu den aufgefahrenen Melodien stehenden) Texten, einprägsamen Riffs und dem angenehmen Gesang von Matt Skiba und Dan Andriano funktioniert auch auf dem mittlerweile 7. Studioalbum der Chicagoer wunderbar. Der Großteil der Songs pendelt in der üblichen 2:30 bis 3:15 Minutenlänge – perfekt, um auf den Punkt zu kommen. Der Opener „This Addiction“ zeigt direkt die Marschrichtung an: simpler, melodischer Punkrock ohne Schnörkel, wie sie etwa auf dem Output „Crimson“ noch zu finden waren. „Dine, Dine My Darling“ mit dem ersten Wechsel am Mikro schlägt in dieselbe Kerbe, „Lead Poisoning“ bereitet Spaß mit schmissiger Bläsereinlage, bevor mit „Dead On The Floor“ die erste Midtemponummer auf dem Programm steht.

Diese und die übrigen Songs zeichnen sich durch die für die Band typische unwiderstehliche Eingängigkeit aus. Um bei dem Restaurantvergleich zu bleiben: die Jungs köcheln mit Hilfe ihrer songschreiberischen Qualitäten aus ganz einfachen Zutaten kleine Köstlichkeiten zusammen, die einem lange noch an den Geschmacksrezeptoren hängen bleiben. Einziger Wermutstropfen ist nicht etwa das unlecker betitelte „Piss And Vinegar“, sondern die Keyboardbegleitung bei „Eating Me Alive“, die nach dem Abschmecken gerne draußen bleiben hätte dürfen.

Für den Gourmet empfiehlt sich übrigens die Verkostung des limitierten Deluxe-Fresspakets mit zwei Bonus-Songs, vier Akustikversionen und einer DVD mit einem kompletten Konzert. Wohl bekomm’s!

Missionierungsbemühungen

12. März 2010

IniRadio #145: Nazareth - Telegram (Pt1 On Your Way, Pt2 So You Wanna Be A Rock'n'Roll Star, Pt3 Soundcheck)

Junge Rockgötter aufgepasst, hier erzählen euch ein paar Recken mit mittlerweile mehreren Jahrzehnten an Tourerfahrung, wie man so ein Leben on the road meistert. Close enough for rock'n'roll, baby!

11. März 2010

Offiziell: Monkey Island 2 - Le Chuck's Revenge kommt als Special Edition


Freunde von Guybrush Threepwood klicken hier und freuen sich eins. Angepeilter Releasetermin: Sommer 2010.

Auch schön: Sam'n'Max Season 3 - The Devil's Playhouse startet am 15. April. Den Trailer gibt es nun auch auf der offiziellen Webseite zu sehen.

IniRadio #144: Nazareth - Shanghaid In Shanghai

Bitte nicht verwechseln mit:

Kielgeholt in Kiel
Fucking in Fucking
Gekuselt in Kusel
Gemettmannt in Mettmann
Gebruchmühlbachmiesaut in Bruchmühlbach-Miesau


Seriencheck (XXXI)

Diesmal mit drei Neuzugängen, zu denen ich keinen richtigen Zugang finden konnte. Gegenansichten sind gerne willkommen.

Spartacus - Blood And Sand

Brot und Spiele hatten die alten Römer, um das Volk zufriedenzustellen. Nun kann man mit so einer ollen Scheibe Weizenvollkorn heutzutage kaum jemanden mehr vor den Bildschirm locken und für Videospiele zu sehen schaltet bekanntermaßen niemand einen Fernsehkanal ein. Also ersann sich der PayTV-Sender STARZ eine Alternative:

Spartacus - Blood And Tits, nein, Entschuldigung, Blood And Sand.

Wobei die Sandansichten gegenüber der Zahl der freigelegten Busen eher ins Hintertreffen gelangen, wenn ich mich richtig an die ersten beiden Episoden erinnere.

Die Geschichte des Sklaven Spartakus, der als Gladiator um seine Freiheit kämpft, dürfte durchaus bekannt sein. In dieser Neufassung dominieren zum Platzen gespannte Muskeln à la 300, Blutspritzszenen in Zeitlupe à la 300, hier und da ein schick abgetrenntes Gliedmaß und Brüste in allen Formen und Variationen. Denn sowohl Gladiatorenstallinhaber als auch Manegenkämpfer hatten nur drei Beschäftigungen: die Liste der im Fernsehen als unzüchtig verschrieenen Worte abzuarbeiten, für regen offenen Blutfluss bei der Gegnerschaft zu sorgen und natürlich edlen Geschlechtsverkehr. Bekannte Darsteller sind John Hannah (The Mummy 1-3), Peter Mensah (300, der-in.die-Grube-getretene Bote) und Lucy Lawless (Xena, Battlestar Galactica), für deren Brustbesichtigung ich mir wirklich auch noch extra die zweite Episode dieser Show angesehen habe. Auch ein US-TV-Fan muss eben manchmal Opfer auf sich nehmen.

Zumindest von den ersten beiden Folgen kann ich guten Gewissens behaupten - das ist nix. Handlung, Spannung, Inszenierung werden konsequent ignoriert, die Schnetzeleien sprühen vor schlechter CGI-Abteilung und selbst die geballte nackte Weiblichkeit kann mich auf Dauer nicht bei der Stange halten. Gerüchten zufolge sollen die späteren Episoden viel besser sein, ja sogar etwas wie Story in das Ganze hineintragen. Wer das bestätigen kann, möge sich melden. Ich schau bis dahin was Besseres.

The Ricky Gervais Show

Ricky Gervais, Stephen Merchant (der mit Gervais zusammen "The Office" ersonnen hat) und Karl Pilkington (unauffälliger britischer Bürger mit rundem Kopf und Glatze) sind die Stars eines Podcastes, der im Rahmen dieser HBO-Serie als Zeichentrick für den Bildschirm umgesetzt wurde. Wobei mir Gervais zeichnerisch verdammt nahe an Fred Feuerstein angelegt ist. Aber egal. Die Runde diskutiert über skurrile Nachrichten, Leserbriefe und Nachrichten über Affen.

Hier im Blog hatte ich ja schon mal einen Ausschnitt, der mir ziemlich viel Spaß bereitete. Leider hält die Show dieses Versprechen nicht. Man könnte ihren Makel in folgendem Satz zum Ausdruck bringen: Zwei lustige Typen warten darauf, dass der unlustige Typ etwas Lustiges von sich gibt. Und meines Erachtens passiert das faktisch nie. Vor allem aber Gervais scheint an dem Kerl einen Narren gefressen zu haben und brüllt sich desöfteren weg. Karl Pilkington selbst wird für seine monoton vorgetragenen, leicht seltsamen Gedanken von den beiden anderen beschimpft, ausgelacht und bejohlt, erhebt aber nie seine Stimme, wird nie bösartig, schlägt nie zurück.

Auf Dauer wird mir das zu langweilig, denn in den von mir gesehenen drei Folgen entspinnt sich stets derselbe Ablauf: Merchant bzw. Gervais tragen eine Nachricht vor und warten gespannt auf Karls dahingenuschelte Meinung dazu. Welche dann auf Teufel komm raus bespaßt wird. Ich als Zuschauer schüttele angesichts dieses Schauspiels dann meist nur mit dem Kopf - vielleicht ist der Humor auch einfach nicht meiner. Wenn Gervais und Merchant einen dritten Comedian an Bord hätten (etwa Simon Pegg, Nick Frost oder Bill Bailey) und sich gegenseitig die Bälle zuspielten, wäre sicherlich eher etwas herausgekommen, mit dem ich etwas hätte anfangen können.

The Marriage Ref

Jerry Seinfeld hat eine neue Show. Yeah!
In der es um Eheprobleme geht. Okay.
Es ist eine Reality Comedy. Oha.
Und sie ist ziemlich belanglos. Meh.

Eigentlich ist damit alles schon gesagt. Aber dennoch kurz die Zusammenfassung. Ein Moderator (Tom Papa) stellt eine Ehezwistigkeit vor, die von einem echten Paar in einem Einspielfilm dargestellt wird. Eine Jury aus Jerry Seinfeld und weiteren Stargästen berät, welche Seite im Recht ist und kürt einen Sieger. Zusätzlich hat man noch eine Dame an einen Rechner gesetzt, die irgendwelche uninteressanten Fakten zum Thema zusammengoogelt. Und zum versöhnlichen Schluss erhalten die Ehepaare für ihre Mühen eine Urlaubsreise geschenkt.

Nun sind die Streitigkeiten natürlich nicht dramatisch, sondern eher von der leichten und humorvollen Kategorie. Wie der Ehemann, der seinen Hund ausstopfen lässt und nun in einem Schrein präsentieren will. Wobei der treue Vierbeiner nicht etwa in majestätischer Pose, sondern wie ein auf den Boden hingeklatschter Rollmops für die Ewigkeit festgehalten wurde. Oder eine Ehefrau, die von ihrem Mann bedrängt wird, eine Striptease-Stange im Schlafzimmer zu installieren und sich daran herumzuräkeln. Beides Szenarien, die man gesundem Menschenverstand lösen kann: zweimal je eine Watsch'n für den Gatten und Ruhe is.

Die Jury macht mit Witz und Charme noch das Beste aus der Situation, der Moderator ist eher arg bemüht, die Google-Frau komplett unnötig. Angesichts der angekündigten Gäste (Tina Fey, Ricky Gervais, Larry David) reizt es mich schon ein klitzewenig, noch eine Folge zu sehen, aber der Pilot hat mich so was von überhaupt nicht überzeugt, sondern eher traurig gestimmt. Mit Reality-Formaten kann ich nun mal aus Prinzip nichts anfangen und die Story mit dem ausgestopften Hund hätte als Teil einer Seinfeld-Folge sicherlich viel mehr Spaß gemacht. Aber das hätte bedeutet, talentierte Schreiber anzustellen. Schade, dass Seinfeld diesen Weg zu gehen nicht gewillt scheint. Fazit: Reality killed the comedy star.

IniRadio #143: Nazareth - Miss Misery

Ich hab gerade voll Bock auf alte Schotten und rufe daher die Nazareth-Woche aus.
Der Jugend von heute muss schließlich auch anständige Musik aus den 70ern nahegebracht werden. Mein Bruder hört von Dan McCafferty & Co. ja nur dieses seichte Zeugs, ich hingegen bevorzuge die Klassiker zum gepflegten Haaredurchschütteln. Wie diese Nummer, zu der Ozzy Osbourne zu Black Sabbath-Zeiten sicher in ein paar Tauben gebissen hätte.

The Pacific (HBO)

"The Japanese are in the process of taking half of the world".
Sauerei. Ich dachte, das wären wir gewesen.
Krieg ist natürlich scheiße, kann aber auf dem Bildschirm durchaus interessant sein (siehe Band of Brothers, Over There, God of War 1+2). Deshalb guck ich mir das hier mal an.


9. März 2010

ARGLGARGL


Zwar schon alt, aber ich finde es zu putzig, um es drüben bei Ü-Man versauern zu lassen.

IniRadio #142: Nazareth - Not Faking It

Hat also am Oscarsonntag der echte gegen einen ausgedachten Krieg gewonnen. Würde mich nicht wundern, wenn Frau Bigelow diesen Song als Klingelton für den Fall belegt hätte, dass ihr Ex-Gatte Herr Cameron anrufen sollte. Als "Not Faking It" im Jahre 1973 rauskam, war die Dame übrigens 22 Jahre alt.
Do the math, look at the girl and be amazed.

Und bei Lyrics wie

Keyhole Pete was a bird watcher
Had a telephoto lens in each eye
Jack the Ripper was a cool stalker
But his birds no longer fly
James Joyce was a mudslinger
Jesus Christ was a forgiver
Me I'm just a Rock'n'Roll singer


sehne ich mir nostalgieumnebelt wieder die 70er herbei.

5. März 2010

Oscavatar

Kurzfazit:

Meinen Titelschutz kann ich mir ja nun in die Haare schmieren. Bin aber ehrlich gesagt nicht so sehr traurig darum. Die Veranstaltung habe ich diesmal aufgezeichnet, nachdem die Show erst um 2:30 Uhr MEZ beginnen sollte. Ein kurzer Check mit den Pro7-Werbepausenclips machte klar, dass ich das nicht lange aushalten würde.

Die Veranstaltung selbst bot wenige Überraschungen, ein eher bemüht witziges Moderatorenpaar, einen hastigen Tom Hanks und keine richtige Kameraeinstellung auf den sicher angepissten James Cameron. Prädikat: musste man wirklich nicht live dabei sein.

Ich gönne mir heute Abend den Film "Near Dark" von Kathryn Bigelow. Der muss spätestens jetzt doch andere Qualitäten aufweisen als den Werbeslogan "Der härteste Film, der je von einer Frau gedreht wurde".

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Hiermit beantrage ich vorsorglich Titelschutz für obenstehenden Begriff. Zahlungen bitte ab Montag Morgen, 6:00 Uhr MEZ auf mein Konto anweisen. Werter Mr. Cameron, Ihnen gestehe ich einen kleinen Rabatt zu. Wegen Aliens und Terminator 2.

Die 82. Annual Academy Awards stehen an. Wie immer ins deutsche Wohnzimmer übertragen von Pro7. Und wer oscarerfahren ist, verdirbt sich das Ganze nicht mit der vorherigen Interviewparade von Steven "Ich kenn sie alle" Gätjen, sondern steigt pünktlich um 2:00 Uhr ein, wenn die Zeremonie beginnt. Für die Werbepausen empfehle ich die bewährte MP3-Player/Kopfhörer-Kombination.

Zum Einstieg die Hauptkategorien (also das, was ungeübte Nachtschwärmer verpassen, weil sie - von Gätjens Fragekunst im Vorfeld geschwächt - zum Zeitpunkt der Vergabe bereits eingeschlafen sind):

BEST MOTION PICTURE OF THE YEAR


Zehn Vorschläge gleich, holla. Natürlich habe ich nicht alle Filme gesehen, werde aber im Folgenden so tun als ob. Wenn meine Stimme Gewicht hätte, würde ich District 9 küren. Ein junger, unverbrauchter Regisseur erschafft mit gütiger Hilfe von Peter Jackson für preiswertes Geld einen frischen, parabelhaften Science-Fiction-Film mit Action, Story, Gore, unbekannten Schauspielern und gegen die üblichen Filmklischees gebürsteten Aliens. In anderen Jahren ein sicherer Tipp, wenn man einmal von dem eher wenig auszeichnungsbeliebten Genre ausgeht. Aber dieses Jahr ist Oscavatar.

Warum Avatar gewinnen wird? Weil er Maßstäbe setzt. Weil er die Leute wieder ins Kino treibt und das Argument "Den ziehe ich mir als DVD rein" nicht mehr gelten lässt. Weil er 3D so salonfähig gemacht hat, dass demnächst selbst wohl knallharte, schwarz-weiß gedrehte Autorenfilme nicht mehr ohne auskommen. Und weil Cameron so mächtig ist, dass er Hollywood aufkaufen, die Oscarstatuetten einschmelzen und nächstes Jahr den goldenen James ausloben könnte. Natürlich hat Avatar von allen Nominierten die simpelste Story, aber dafür zelebriert der Film einen Eventcharakter, den sonst keiner der Kandidaten zu bieten hat.

The Hurt Locker mit 9 Nominierungen wird in anderen Bereichen gewinnen, Up mit Sicherheit die Kategorie Trickfilm dominieren, Inglourious Basterds kann mindestens die Auszeichnung für den besten Nebendarsteller mit nach Hause bringen. Der Rest muss sich mit dem Prädikat "oscarnominiert" begnügen.

In der Sparte "Jetzt habt ihr schon 10 Filme nominiert, aber den habt ihr Nulpen vergessen, ich könnt mich aufregen" gewinnt übrigens ganz klar Moon mit Sam Rockwell. Bitte anschauen und mir tränenreich zustimmen.

BEST ACHIEVEMENT IN DIRECTING


Würde das Ding "Best Female Director" heißen, wüsste ich die Antwort. So denke ich läuft es auf einen Dreikampf Cameron, Cameron's Ex Bigelow und Tarantino hinaus. Wobei Tarantino wohl zu sehr mit dem "Hollywood kann mich mal"-Makel behaftet ist. Weil The Hurt Locker bei seinen Nominierungen immer Avatar gegen sich hat, tippe ich mal auf die Sensation, dass Bigelow gewinnt. Sofern Cameron nichts dagegen und sich zu einem kleinen Geknuddel vor deren Weg auf die Bühne bereit erklärt hat.

BEST PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A LEADING ROLE


Sam Rockwell.  Wurde aber leider nicht nominiert.
Dann eben Jeff Bridges. Clooney spielt halt Clooney, Renner ist sehr cool als todessehnsüchtiger Bombenentschärfer, aber ich denke, Bridges übertrumpft sie alle als abgehalfteter Country-Sänger. Ich orientiere mich da auch an den Golden Globes.

BEST PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A LEADING ROLE


Meryl Streep ist eigentlich immer ein guter Tipp. Aber die Dame weiß auch mittlerweile, dass sie toll schauspielern kann. Bullock oder Sidlibe? Precious wird in jedem Fall was gewinnen, hinter dem Streifen steckt bekanntlich Oprah, die einflussreichste Frau der Welt. Dennoch: Bullock. Weil es wohl die einzige Chance ihrer Karriere ist.
 
BEST PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A SUPPORTING ROLE

 
Tut mir leid für die restlichen vier Kandidaten, aber Christoph Waltz muss das Ding gewinnen. Sonst macht sich die Academy lächerlich. Mehr gibt es nicht zu sagen.

BEST PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A SUPPORTING ROLE


Oprah, hol das Taschentuch raus. Mo'Nique gewinnt für Precious. Crazy Heart konnte bereits was holen (siehe Jeff Bridges), Cruz hat schon den Oscar, Farmiga fand ich nicht auszeichnungswürdig und Kendrick ist noch jung. Simple as that.

Der einigermaßen interessante Rest im Schnelldurchgang:

Best Writing, Screenplay Written Directly for the Screen
THE HURT LOCKER

Best Writing, Screenplay Based on Material Previously Produced or Published
INGLOURIOUS BASTERDS (wenn es IN THE LOOP packt, würde ich mich mächtig freuen)

Best Achievement in alles, was mit Technik zu tun hat
AVATAR

Best Animated Feature Film of the Year
UP

Best Foreign Language Film of the Year
DAS WEISSE BAND

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Song
CRAZY HEART

Düxtür?



Nein, danke, nicht für mich. Ich bleibe beim Original.

4. März 2010

Chuck Staffel 1

Bei amazon gerade für agentenhaft-charmante 9,97 Euro. Ich bin mal so frei und zitiere mich einfach selbst:

Chuck ist Verkäufer in einem Elektronikladen namens "Nerd Herd", spielt Xbox, repariert Geräte, hat sich vor Jahren eine eigene Version von Zork programmiert und einen Journey-Song als Klingelton. Kurzum: der Junge war mir sofort sympathisch.


Eine ehemaliger Studienkollege (Matthew Bomer aus der sehr guten Show Traveler, die leider zu wenig Folgen bekam), der ihm auch die Freundin ausgespannt hat, verdingt sich derweil als Doppelagent zwischen CIA und NSA, stiehlt deren Geheimnisse und schickt sie kurz vor seinem Tod an unseren nichtsahnenden Helden. Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen haben sich die übersandten Informationen in Chucks Gehirn eingebrannt, weshalb er nun zum Spielball der Geheimdienste wird.


Die Show hat mich sehr positiv überrascht. Zachary Levi als Chuck ist wirklich eine Idealbesetzung, mit Yvonne Strzechowski als CIA-Agentin gibt es etwas für die Optik und Joshua Gomez als Chucks Kumpel Morgan hat das Potenzial für einen richtig guten Sidekick. Für Computerfans gibt es genug Anspielungen wie das oben erwähnte, gute alte Textadventure Zork (das übrigens kein Video-, sondern ein Computerspiel war) und Witze wie der serbische Pornostar-Virus, mit dessen Hilfe sich perfekt Bomben entschärfen lassen.
Seriencheck XI

Eine der herausragenden neuen Shows in diesem Fernsehjahr. Chuck schafft geschickt den Spagat zwischen sympathischem Nerdtum und spannender Agentenstory, nimmt sich selbst erfrischenderweise aber nicht zu ernst. Oder glaubt wirklich jemand, dass man den gesamten Inhalt des CIA- und NSA-Archivs durch einmaliges Anschauen in seinem Hirn abspeichern und abrufen kann? Den Sonderpreis für die beste Darstellung eines Computerfreaks geht eindeutig an Zach Levy. Ach ja, es spielen auch viele gutaussehende Frauen mit. Nicht dass das in die Bewertung miteinfließen würde. Also jedenfalls fast nicht. Da ich bis dato keine der Episoden unter 5 Punkten bewerten konnte, zusätzlich auch ein paar 6 Punkte einstreichen konnten, gibt es die Höchstpunktzahl.


Lieblingsepisoden: 1x01 Pilot, 1x07 Chuck vs. The Truth, 1x10 Chuck vs. The Nemesis
Wertung: 6 von 6 Punkten
Seriencheck XIV

OK. Go. Tilt. Roll. Fall.

Wer Videos von OK Go nicht mag, sollte in sich gehen und prüfen, ob er nicht ein schlechter Mensch ist. Beim dritten Durchlauf werde ich auch mal auf die Musik achten, versprochen.

3. März 2010

IniRadio #141: Alkaline Trio - Lead Poisoning

Das wird ein teurer Monat.
Viele Bands, die hier schon einmal die CD des Monats gestellt haben, warten mit neuen Scheiben auf. Die AC/DC-Erben von Airbourne, meine Melodic Death-Götter Dark Tranquillity oder die stets gut groovig deprimierten Zündelfreunde Alkaline Trio. Veröffentlichungen von Johnny Cash kann man zudem bekanntlich ungehört kaufen und was bitte schön soll bei einer Live-CD von Flogging Molly schief gehen? Eben.

2. März 2010

Denn sie wissen nun, wie es nicht gemacht wird

Jetzt kommen sie bald wieder angetrollt, unsere werten Politiker und verkünden sicherlich Botschaften wie diese:

- Das Bundesverfassungsgericht hat uns einen klaren Auftrag erteilt
- Die Vorratsdatenspeicherung an sich wurde ja nicht als verfassungswidrig eingestuft
- Wir begrüßen die in der Entscheidung dargestellten Punkte und verwenden Sie als Grundlage zur Verbesserung im Rahmen des nächsten Gesetzesvorhabens
- Gemeinsam werden wir die Anforderungen an ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung stärker konkretisieren und im Rahmen eines runden Tisches mit allen rechtsstaatlichen Parteien einen Konsens finden, der allen Aspekten der Verfassungsmäßigkeit Genüge leistet

Was auf Deutsch heißt:

- Scheiße, wieder eine gesichtsmäßige Fünf-Finger-Symphonie in Faust Dur aus Karlsruhe abgeholt.
- Haha, wir können den Quatsch gleich nochmal durchziehen. Diesmal verwenden wir aber ganz andere Wörter!
- Die Runde ging an euch, Jungs. Aber wir kommen wieder.
- Ab morgen alle Mann täglich ab 21:00 Uhr zum Rollimann Wolle (bei Schäuble klingeln) ins Parterre geschlurft zwecks konspirativem Treffen. Wachposten aufstellen, damit die Leutheusser-Schnarre nicht reinkommt (die hat immer Gesetzestexte dabei)! Von der Leyen bringt ihre Kids mit, von wegen kreativem Input und so, also Ohrstöpsel mitnehmen. Einlass wie gehabt nur mit richtigem Parteibuch!