31. Mai 2010

Mmmmh... Hunger


Im Land der professionellen Elfmeterverschießer wird gespachtelt, da fällt dir der Bauch aus der Hose. Und der Magen gleich mit bei diesen leckeren Sorten. Ich sehe den Briten schon beim Gespräch mit dem Verkaufspersonal:

"Kann ich vielleicht noch a tad more of that Känguruh zu meinen Chips bekommen?"
"The Schafsmagen vermag sich aber geschmacklich nicht terrible enough durchzusetzen"
"The Bratwurst hat sich before opening schon durch die Packung gewölbt"
"The Pudding klebt shockingly zu wenig am Gaumen"

30. Mai 2010

IniRadio #158: Slade - Mama Lena Weer All Crazee Now

Aus gegebenem Anlass...
Ich lach jetzt den Rest der Nacht die BILD-Zeitung aus, die von Lena-Miesmacherei auf Jubelorgie umschalten muss. HA HA HA!

28. Mai 2010

Oi may, itz thayt contaist agoin

Wieder habe ich es mir nicht nehmen lassen, alle Teilnehmer des Eurovision Song Contests anzuhören. Hier der schonungslose, aber mit viel "luv, oh luv" versehene Bericht:

01 Aserbaidschan
Schöne-Frauen-Blues mit hemdenfreiem Männerballett. Im Hintergrund klatschen ein paar gebrauchte Vangelis-Keyboardsamples auf den Klangteppich. Ich finde ja Pop-Blues so authentisch wie Elektro-Schlager. Sorry, da mag das Schnütchen noch so hingebungsvoll schmollen, damit kann ich nix anfangen.

02 Spanien
Kann nur das Video gucken, weil die Spanier sich ja nicht qualifizieren mussten. Wuschelkopf mit Quetschkommode im 4/4-Takt, überhaupt hätte nach Entfernen der Gesangspur die Nummer als urfranzmännische Nummer durchgehen können. Finde ich jetzt gar nicht so schlimm, ist aber wahrscheinlich zu brav, um weit vorne zu landen.

03 Norwegen
Didrik Solli-Tangen singt die norwegische Nationalhymne auf Englisch. Wie, das ist nicht die norwegische Nationalhymne, sondern der offizielle Beitrag? Kommt mir vor wie irgendwo schon mal gehört. Hat Celine Dion eigentlich uneheliche Kinder in Norwegen zurückgelassen? Könnte auch gut als Abspannmusik für Filme wie Braveheart, Robin Hood oder anderes Heldengedöns passen. Pathos, bis das große weiße Licht erscheint und uns alle mitnimmt. Ooch nee.

04 Moldawien
Moldawier mit der Elekrofiedel im Anschlag und dem Discobeat im Rücken. Jetzt wird noch ein Saxofon reingemischt. Zum Ende ein bisserl Rapsprechgesang. Fertig ist die Mischung aus ehrbarer Tradition und ekstatischem Hurrapop. Bange Fragen der moldawischen Delegation - haben wir genug Musikstile zusammengemantscht? Hätte noch ein knackiges Gitarrenriff rein müssen? Oder ein Zithersolo? Eine Tubagruppe kann ganz schnell integriert werden, kein Problem! Nein, kann ich sie alle beruhigen: ihr habt alles drin, was mich nicht interessiert.

05 Zypern
Ruhige Gitarrenzupfmusik. Der Typ kann sehr gut englisch und hört zu, wenn Frauen leiden. In seiner Freizeit päppelt er Hundebabys in Ost-Nikosia auf und weint, wenn er an all das Unglück dieser Welt denkt. Hoch anzurechnen ist, dass weit und breit keine männliche Jungfrau Ausdruckstänze aufführt. Geht schon in Ordnung, könnte aber zu unspektakulär sein für das Wahlvolk.

06 Bosnien
Fängt getragen an, entwickelt sich dann zum hoch aggressiven Balkan-Pop mit Streichern und Dudelgitarre. War früher bestimmt eine waschechte Hardrocknummer, bevor Marketingexperten die Nummer glattgebügelt und weichgespült haben. "Du hast Wut im Bauch, Vukasin, und du willst sie einfach hinausschreien", redete der Chefchoreograf auf den Sänger ein, "aber dazu brauchst du ein halbes Orchester, einen kraftvollen Chor und deine besten Freunde um dich herum". Netter Ansatz, aber klassisch sicher im Popgraben versenkt.

07 Belgien
Ist das der Bruder von dem Zyprioten? Die hätten sich wirklich absprechen sollen. Zweimal dasselbe Stück kurz hintereinander könnte zu Verwirrungen führen. Erinnert optisch an einen nüchternen Pete Doherty auf Schmusetrip. Statt Frauen versteht er halt seine Gitarre, ist doch auch was Schönes, so eine liebevolle Instrumenten-Mensch-Beziehung. Sehr ruhig, extrem auf Pomplosigkeit getrimmt. Wird mit Sicherheit nicht schlechter abschneiden als der Frauenversteher. Ich hau da jetzt auch nicht mehr drauf.

08 Serbien
Jetzt wird's Hardcore, musikalisch und optisch. Denn der Serbe wirft frisurentechnisch alles nach vorne. Balkan-Folk mit Bläsern, Jodeleinlage und orientalischen Anleihen. Das haut rein, da bleibt kein Auge trocken und kein Haar nach hinten oder zur Seite gekämmt. Ja, ich habe geschmunzelt, meine Netzhaut ist kurz zusammengeschreckt, das Ohr aufgezuckt - aber gewinnen wird der Song nicht. Sondern dem Kommentator die Stichworte "schräg", "Hingucker" und "Weia" entlocken.

09 Weißrussland
Klavier, Streicher, Orchester, Militärmarschtrommel und Handausholbewegungausdruckstanz im Stehen - eine wahrhaft mutige Auswahl für diesen Wettbewerb. Hübsch sind sie, singen können sie alle. Eine Tonlage kräftiger und das Ganze geht als Opernsängerkollaboration durch. Wegen der stimmlichen Fähigkeiten besser als unsere No Angels seinerzeit in jedem Fall, aber ob die Fans noch die klassische Pathosnummer haben wollen?

10 Irland
Da ist sie, die Frau-Ohne-Traumfigur-aber-mit-Superstimme-Nummer. Versprüht zudem diesen wohligen "Im normalen Leben bin ich eine Hausfrau aus Cork, aber wenn ich in mein Abendkleid schlüpfe, sing ich alles in Grund und Boden"-Charme. Hat gerade jemand Susan Boyle gerufen? Ich kann da nicht böse sein, von mir aus kann die weit oben landen.

11 Griechenland
Tanz den Handyton-Sirtaki, Girogis. Und bring deine Freunde aus dem Rockerclub mit, wir singen und tanzen die ganze Nacht, bis die Samplemaschine keinen Strom mehr hat. Hoppa! Wenn das weit vorne landet, subventioniere ich privat eine griechische Staatsanleihe.

12 Großbritannien
"That Sounds Good To Me" - den Titel muss man angesichts dessen, was der Brite so in letzter Zeit zum Contest hinschickt, durchaus als Warnung auffassen. Bucks Fizz, die englischen Gewinner von 1981, dürfen sich auch dieses Jahr sicher sein, keinen Nachfolger zu finden. Grinsebubi-Pop der ganz belanglosen Art.

13 Georgien
Ist'se nicht schön anzuschauen? Kann sie nicht hübsch singen? Hat sie nicht ein tolles Kleid an? Wenn das die drei Hauptanforderungen für den Sieg wären, Georgien könnte den Sekt kaltstellen. Jetzt schreit sie auch noch voller Leidenschaft, die E-Gitarre schallt drüber: Schein, ja, Mädchen, Schein! Solides Mittelfeld.

14 Türkei
Englischer Titel, das gibt Hoffnung. Erster Punktabzug gleich für sinnloses Gescratche im Intro. Turkish Nü Metal ohne Druck. Ich habe das Gefühl, dass die Band zuhause eigentlich eine angesehene Linkin Park-Coverband ist, die aber zwangsweise dem Musik- und Modestylisten des türkischen Fernsehens vorgeführt wurde. Das Problem für mich: ich mag Linkin Park schon nicht in Reinform und noch weniger in weichgespült.

15 Albanien
Die Albanierin schmeißt gleich zu Beginn die erbarmungslosen Elektrosamples auf den Tisch, jetzt noch ein Rammstein-Riff und... nee. Wird wieder Pop. Aber tut gar nicht mal so schlimm weh. Huch, jetzt sogar Hochfrequenz-Gefiedel! Leider kann ich nur das Musikvideo betrachten, die Choreo könnte es mir noch versauen.

16 Island
Island mit Björk. Ist ja unfair gegenüber unserer Lena. Ach Moment, Hera Björk. Und singt auch noch auf französisch. Nein, doch nicht. Nur den Refrain, der Rest ist englisch. Diese Isländer verwirren mich. Pathetisch-erhabener Techno und im Hintergrund raucht der Vulkan. Nein danke. Die Irin fand ich auch viel knuffiger.

17 Ukraine
Die ukrainische Alicia Silverstone mit tiefer Stimme und Countrygitarre. Hoch kann sie auch. Wahnsinn. Keine Ahnung, was der für eine Laus über die Leber gelaufen ist, aber sie war sicher nicht schön und musste leiden. Immerhin mit aufrichtigerem Blues als die Aserbaidschanerin. Wenn sie das live so hinkriegt, ziehe ich meinen Hut. Immerhin mal eine andere Stilrichtung abseits von Disco, Ballade und Ethno Techno.

18 Frankreich
Dem Franzosen ist alles egal. Letztes Jahr hat er Patricia Kaas hingeschickt und nicht gewonnen, jetzt hat er endgültig keinen boq mehr. Allez! Ola! Olé! Das deutet auf eine tiefschürfende Message hin. In der Performance muss wohl gar wild rumgehüft werden, um zu übertünchen, dass gar keine Substanz dahinter steckt. Für die Disse an der Côte d'Azure aber sicherlich klasse.

19 Rumänien
Doppelklavierduett in Lederoptik, die Frauenstimme löst bei mir den ersten erschreckten Luftzug im Zahnschmelz aus. Natürlich muss gegen Ende noch die Operndiva rausgehängt werden, soll keiner im Nachhinein sagen, dass sie nicht alle möglichen Töne drauf hat. Kommt mir vor wie eine Therapiesitzung für nach Wildheit schreienden, weil ansonsten gelangweilter Opernprimadonnen.

20 Russland
Dem Russen ist traurig, so mein erster Höreindruck. Unrasiert und fern der Heimat leidet er vor sich hin, verloren und vergessen fühlt er sich, aber wenigstens konnte er den geliebten Pulli aus osteuropäischer Produktio mitnehmen. Vor Freude schreit er auf, als er erfährt, dass es im Westen noch andere Kleidungsstücke dieser Marke bei Woolworth gibt. Mir eine gute Spur zu heulbojenartig.

21 Armenien
Die armenische Angelina Jolie besingt den gemeinen Aprikosenstein. Rassiger Ethno, der glaube ich den Osteuropäer schwer in der Seele ansprechen könnte. Der Refrain bleibt hängen; wenn der Westen mitzieht, könnte die weit vorne landen.

22 Deutschland
Unsere Lena gleich hinterher. Ich teile das mal auf: von der Persönlichkeit her finde ich die Kleine ja goldig. Lässt sich nicht zum Affen machen, kommt sympathisch rüber. Alleine um zu sehen, wie die Bild am Sonntag mit einem Sieg oder einer sehr guten Platzierung des Fräuleins aufmachen muss, drücke ich dem Song aufrichtig die Daumen. Musikalisch ist es quirky, wie der Ami sagt, verschroben, schrullig. Der Beat ist nett, für den Rest wie Akzent und Gesang bin ich wohl nicht die Zielgruppe. Mir liegt dauernd ein "Kind, zappel nicht so, sing das richtig, steh gerade, fall nicht um, mach nicht zu sehr auf alternativ" auf der Zunge - ich komme mir vor wie ein oberlehrerhafter Rockopa. Muss man sich in jedem Fall nicht für schämen und eine erhebliche Steigerung zu den Peinlichkeitsbolzen, die wir in den letzten Jahren hingeschickt haben.

23 Portugal
Jetzt werde ich langsam müde und die Portugiesin hilft dank ihrer getragenen Ballade mit Klavier- und Streicherbegleitung nicht gerade. Ich habe das Gefühl, das im Verlauf dieser Hörsitzung schon zehnmal gehört zu haben. Nächster!

24 Israel
Is' er nicht hübsch, singt er nicht schön, sieht er nicht toll im Anzug aus? Der zusammen mit der Georgierin auf der Bühne und die Welt explodiert vor Freude in allen Regenbogenfarben. Ich bin allerdings schon eingeschlafen.

25 Dänemark
Die Frisur von Bon Jovi und die asiatische Mariah Carey singen ein unveröffentlichtes ABBA-Lied. Ich muss ganz ehrlich sagen, nach den ganzen tief ausgeschnittenen Balladenschmonzetten kommt das gar nicht mal so schlecht.

Punkte bekommen von mir:
Belgien, Weißrussland, Irland, Albanien, Ukraine, Armenien, Deutschland, Dänemark

Vorgestürmt

Blindlings vorgestürmt bin ich wie Griechenland bei der EM 2004 und habe zwei Wochen vor Beginn der WM schon den Vorbericht zum Eröffnungsspiel Südafrika - Mexiko ins unfassbar kompetenzfreie WM-Tagebuch geklebt. Getreu der von mir gesponserten Aktion "Bestechlichkeit? Ja. Gerne. Geben Sie reichlich" sogar mit Flattr-Button. Weiter geht es nun aber wirklich erst am 11. Juni.

LOST - Fuck, no!

Einen habe ich noch, dann lassen wir das Thema LOST hier drin ruhen (den Seriencheck ausgenommen). Jimmy Kimmel präsentiert Zensurbieper, die gar nicht sein mussten. Ich habe mich gerade wirklich ordentlich weggelacht.

27. Mai 2010

CD des Monats: Mike Patton - Mondo Cane

Gianna Nannini.
Eros Ramazotti.
Angelo Branduardi.
Adriano Celentano.
Oliver Onions.
Zucchero.
Al Bano & Romina Power.

Von keinem dieser Künstler habe ich eine Platte oder CD. Von Rondo Veneziano und Rhapsody zwar schon, aber die habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gehört.
Fakt ist: der beste italienische Sound, der aktuell durchs Haus weht, stammt von Mike Patton.

Der ehemalige und bald wieder als solcher tätige Frontmann von Faith No More ist dafür bekannt, mit seinen zahlreichen Projekten wie Tomahawk, Fantomas, Mr. Bungle und anderen eher die Bereiche des musikalisch Ungewöhnlichen abzudecken. Wer da fest etablierte Songstrukturen erwartet, hat schon beim Drücken der Play-Taste haushoch verloren. Für seine neuste Platte hat der sich umtriebige Mike der Italo-Schnulze zugewandt. Ob Mafioso-Schmalz ("Ore D'Amore"), schwülstige Hymne („Quello Che Conta“), Ennio Morricone-Ehrfurchtsbezeugung ("Deep Down") oder Gangster-Jazz ("Che Notte!") - die Nummern sind teils orchestral prall, teils andächtig einfühlsam inszeniert, die Stimme schwitzt und schnarrt voller Pathos, man möchte sich als Hörer vor Freude noch ein Fläschschen Öl auf dem zurückgekämmten Haar verteilen und dann entspannt mit einem blutigen Pferdekopf zu Bade steigen. Wer es weniger relaxt haben will, spule einfach zum wilden Klanggebilde "Urlo Negro" vor.

Ich muss gestehen, mein erstes Anhören war von leichten Lachanfällen begleitet, aber mittlerweile möchte ich die Scheibe nicht mehr missen. Vor allem, wenn wie dieses Pfingstwochenende die Sonne aus allen Rohren scheint und man die Fenster öffnen kann, um den geballten italienischen Weltschmerz in die weite Welt hinauszulassen.

Als Hörbeispiel brunftet der Maestro nun Il Cielo In Una Stanza.
Attenzione. Silencio. Cantare.

26. Mai 2010

IniClassics: Best Of WM-Tagebuch (2)

KOR – TOG 2:1
Südkorea mit der bisher lustigsten Verhohnepipelaktion des Turniers. Kurz vor Schluss kriegen sie 25 Meter vor dem gegnerischen Tor einen Freistoß zugesprochen. Die japsenden Togolesen bauen mühevoll eine Mauer auf und harren gespannt einer Hereingabe. Aber Pustekuchen, die Asiaten spielen den Ball zurück in die eigene Spielhälfte. Denen würde ich zu Beginn des nächsten Spiels mal ganz aus Spaß die Wasserflaschen verplomben.


TUN – KSA
Die Entscheidung ist gefallen: Tunesien gegen Saudi-Arabien wird für mich das bisher emotionalste Spiel. Denn ich habe aus Gründen der Selbstmotivation 5 Euro darauf gewettet, dass Tunesien zur Halbzeit führt und das Spiel gewinnt. Die schrei ich zum Sieg und wenn es mir die Lungenflügel dabei einreißt!
.
Endstand 2:2
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Liebe FIFA, lieber Sepp,
hiermit möchte ich den unverzüglichen Ausschluss der Mannschaft Tunesiens aus dem derzeitigen Turnierspielbetrieb beantragen. Zur Begründung verweise ich auf folgende, innerhalb der Partie gegen Saudi-Arabien vorgefallene Vergehen:
vorsätzliche Herbeiführung mehrerer Blutgefäßexplosionen durch das Nichtverhindern zweier Gegentore
vorsätzliche Körperverletzung durch Unterlassen in Form des Einstellens jeglicher Torschussversuche
vorsätzliche Beleidigung meiner Augen durch insgesamt unattraktives Gekicke
Zivilrechtlich fällt zudem mein finanzieller Verlust in Höhe von 5 (in Worten: fünf) Euro an, der mir immer noch körperliche Schmerzen bereitet.
Sollte meinem Antrag stattgegeben werden, erkläre ich mich bereit, bei der nächsten WM-Eröffnungsfeier im Moment der Danksagung an ihre – von mir übrigens hochgeschätzte – Organisation unter animierendem Klatschen laut und vernehmlich „FIFA, you’re simply the best“ in die Außenmikrofone zu grölen und so die Buhrufe zu übertönen. Hochachtungsvoll,
 

IniRadio #157: Danko Jones - I Think Bad Thoughts

Tu ich auch manchmal. Eigentlich sogar oft.
Danko ist zurück und er ist wieder räudig, ruppig und rollig. Leider hat es nicht ganz zur CD des Monats gereicht, die diesmal sehr schräg ausgefallen ist. Mehr morgen.

23. Mai 2010

Deutschland in tiefster Fußballdepression

Gibt es einen besseren Zeitpunkt, als die Neuauflage des unfassbar kompetenzfreien WM-Tagebuchs zu starten? Experten sind sich uneinig, ich aber sage: besser jetzt als dass mir Lothar Matthäus noch die besten Knaller vorwegnimmt. Deshalb habe ich schon mal mit einem Vorwort angefangen:


Der derzeitige Plan ist, ab dem 11. Juni hier drin den Laden für einen Monat dichtzumachen (bitte nicht vergessen, wiederzukommen) und exklusiv drüben das Fußballfest feierlich zu würdigen.

22. Mai 2010

Schon wieder Werbung. Diesmal Nike.

Was ist denn hier los? Aufgebrachte Leser allenthalben. Aber keine Angst, dieser Werbespot ist richtig gut geworden. Zwar ist mein liebstverhasster Spieler Cristiano Ronaldo dabei und es fehlt natürlich Heiko Westermann als WM-Held, aber sonst würde ich sagen - spielt den in der Werbepause und ich lasse ein, zwei Klopausen dafür aus:

21. Mai 2010

Man nennt mich schon zärtlich die Domenica der Oberbekleidungsbeschaffung

Aber was kann ich dafür, wenn momentan allüberall T-Shirts für Links feilgeboten werden? Ganz frisch bei der Aktion von Shirtblog in Zusammenarbeit mit dem Sponsor T-Shirt Drucker. Pünktlich zur WM haben diese samt und sonders hochfeinen Menschen 500 edelste Textilien der unten bebilderten Spezies zur Verfügung gestellt, in denen man sich locker mindestens bis zum Vorrundenaus der DFB-Elf sehen lassen kann.


Wahrscheinlich aber wird es weit darüber hinaus gehen, denn die kritische Analyse der Beflockung macht unserer aktuellen Nr. 10, Lukas Podolski, sofort klar, was Sache ist:

Wo denn? SÜDAFRIKA. (Sicherheitshalber zur ultimativen Orientierung gleich noch den Umriss des Kontinenten draufgepackt)
Für wen denn? DEUTSCHLAND.
Wann denn? 1954, 1974, 1990 oder 2010. (Cleverer Hinweis: 2010 ist doppelt)
Wo rein denn? Ins TOR. (Modell Brandenburg als Erinnerungsstütze. Verdammt, die haben wirklich an alles gedacht...)


Als offiziell unfassbar kompetenzfreier Befaslerrichterstatter dieses Ereignisses ist es mir zudem ein tiefes Bedürfnis, meine absolute Unparteilichkeit brustmäßig zur Schau zu stellen und die deutsche Nationalmannschaft mit Hilfe schicker Kleiderwahl anzufeuern. Wenn es doch in die Hose gehen sollte, war wenigstens nicht ich schuld. Dass das schon mal klar ist.

Wer ebenfalls mitmachen möchte, informiere sich hier über die Teilnahmebedingungen.

At The Bottom Of Everything

Vor langer, langer Zeit, als ich hier drin noch keine YouTube-Videos verlinkt habe, schrieb ich schon über dieses Video. Anlässlich einer technischen Revolution in diesem Blog (ich hab tatsächlich die Kommentar-Option so verändert, dass man direkt unterhalb des Beitrags seinen Senf abgeben kann) und des bevorstehenden LOST-Finales (Desmond, bitte rette es!) hier also Conor Oberst und sein berühmter Flugabsturz-Folk:

20. Mai 2010

IniClassics: Best Of WM-Tagebuch 2006 (1)

Autor fühlt sich schon die ganze Woche über unwohl und statt hier nun die große Leere gähnen zu lassen, erinnert und gemahnt er zur mentalen Vorbereitung auf die WM 2010 an die WM 2006. Mit den schönsten sinnfreien Betrachtungen:


AUS - JPN 3:1
Den ägyptischen Schiri muss ich nun doch bekritteln, was den Treffer der Japaner anbelangt. Der Marc Schwarzer hat deutsche Wurzeln. Und dass ein deutschstämmiger Torwart unbedrängt so einen Ball in die Maschen lässt, ist ungefähr so wahrscheinlich wie dass ein Japaner beim Fotohandy den Auslöser nicht findet. Da brauch ich keine Zeitlupe, um das zu erkennen.

MEX - IRN 3:1
Der Iran ist nach dem Spiel schon so gut wie draußen. Die tragen auch ihr Kreuz mit der Abwehr. Oder was man im Islam halt so trägt.

TRI - SWE 0:0

Die Trinidadenser und Tobagolaner haben beim Marketingseminar offensichtlich nicht aufgepasst und sich von der FIFA TRI als offizielle Abkürzung andrehen lassen. Ich hätte ja auf TNT bestanden. T-N-T, they’re dynamite. Als Trikots ein paar alte AC/DC-Shirts übergeworfen und dann den Gegner rund gemacht. Wenn man sie dann noch auf den Platz gelassen hätte.

18. Mai 2010

Watchmen Maximum Movie Mode

Üblicherweise schaue ich mir nach dem Film auf DVD/Blu-ray (falls vorhanden) die zusätzlichen Szenen, die Bloopers und das Making Of an. Genau zweimal habe ich mir einen Audiokommentar angehört: bei Airplane (Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug) und bei Anchorman: The Legend of Ron Burgundy.

Heute kam die via Axelmusic importierte, codefreie kanadische Blu-ray von "Watchmen (Director's Cut)" an und der im folgenden Video vorgestellte Maximum Movie Mode ist schon verdammt cool geworden:




Weshalb dieses Feature auf europäischen Fassungen (UK/EU) nicht drauf ist, wird wohl auf ewig ein Geheimnis von Warner bleiben. Jetzt brauche ich nur noch ausreichend Zeit, um mir zweimal 186 Minuten feinste Comicverfilmung zu geben.

Deshalb mag ich... 30 Rock

Happy Birthday, Tina Fey.

17. Mai 2010

IniRadio #156: DIO - The Last In Line / Hear'n'Aid - Stars

Gestern Abend war ich noch auf der Suche nach Blogenswertem im Netz unterwegs und irgendwo auf die Suchanfrage "Dio dead" gestoßen, worauf ich bei der offiziellen Seite vorbeischaute, aber nichts fand. Heute Morgen wünschte ich mir, es gäbe weiterhin nichts zu berichten.

Eine der größten Stimmen des Rock'n'Roll singt nicht mehr: Ronnie James Dio ist im Alter von 67 Jahren verstorben.

Meine erste musikalische Begegnung mit Dio war die Sacred Heart von 1985, das Poster dazu zierte während meiner Schulzeit einträchtig neben Iron Maidens Aces High meine Zimmerwand. Von da an wühlte ich mich durch seine früheren Veröffentlichungen als Solokünstler und als Teil von Black Sabbath. Heavy Metal mit einer Stimme, die dir beim Headbangen einen wohligen Schauer über die Nackenhaare zauberte.



Mitte der 80er startete Dio das Projekt Hear'n'Aid, quasi die metallische Version von Band Aid. Ich weiß noch, wie ich mit zitternden Händen die LP aufgelegt und andächtig dieser Übernummer gelauscht habe.



Rest in peace and touch the rainbow, Ronnie James Dio.

13. Mai 2010

Bild des Tages

Portal umsonst bis 24.5.





Wer es bisher noch nicht gespielt und meine hier drin überall verstreuten Lobeshymnen nur mit Achselzucken quittiert hat, kommt spätestens jetzt nicht mehr drumherum:

PORTAL ist bis zum 24. Mai kostenlos erhältlich für PC und Mac.

The cake is a lie.

11. Mai 2010

Vertrauen Sie mir...

...ich will dieses T-Shirt.


Schein ist alles, Ahnung haben nichts. So lebte schon mein großes Vorbild Sledge Hammer, bis er diese unscheinbare kleine Atombombenexplosion auslöste, über die sich selbst Captain Trunk mittlerweile nicht mehr aufregt. Möglicherweise, weil ihm dazu der Puls fehlt, aber das brauchen wir jetzt nicht weiter zu vertiefen...

Customgarment jedenfalls lässt mich diesen Traum der stoffimprägnierten Weisheit stolz vor der Brust tragen, nachdem dort jemand diesen Text liest, zufrieden nickt und das edle Textil hurtig kostenfrei auf den Weg bringt. Shirt vs. Link lautet das Stichwort. Eine lobenswerte Aktion, die ich und Susi mit vollstem Patronenlager unterstützen. Weitere Informationen gibt es hier.

Mit Dank an bullion, der mich auf die Aktion aufmerksam machte.

10. Mai 2010

The truth - i shit you not

IniRadio #155: Judas Priest - United / Grinder

British Steel ist dieses Jahr 30 Jahre alt geworden. Nicht das Stahlunternehmen (das hielt nur bis 1999), sondern mein erstes Hau-mich-weg-is-das-geil-Album von Judas Priest. Selbst wenn ich mich eines Tages im Rollstuhl dahinscheiden lasse, werde ich jeden anspringen, der bezweifelt, dass Glenn Tipton und K.K. Downing das beste Gitarristenduo der Rockgeschichte waren. Mit Iron Maiden-Fans werde ich mich auf einen guten zweiten Platz für Adrian Smith und Dave Murray einigen.

Statt den Gassenhauern Breaking The Law, Living After Midnight oder Metal Gods hier die Hymne United und der Rumpler Grinder.

9. Mai 2010

Gratis-Comic-Für-Muttertag


Ich will nicht wissen, wieviele Geek-Mütter heute auf diese Art überrascht wurden...

7. Mai 2010

Schotten undicht

Freunde des runden Leders und der allgemeinen Ballabhängigkeit: in 5 Wochen geht die WM los. Nachdem ich auf Twitter bereits die Nichtnominierung des Schalkers Höwedes beweint habe, hier als Vorgeschmack meine persönliche Blaupause für das Eröffnungsspiel. Mit dabei: kunterbunt herumirrende Abwehrhühner, Torhüter auf feinstem englischem Ballhalteniveau, viele Tore und verdammt viel Spaß. Stellt euch einfach vor, die Grünen wären Mexiko und die Gelben Südafrika. Unsere Jungs schießen zwei Tage drauf natürlich ein bis zwei Tore mehr.

6. Mai 2010

You stay classy, San Diego. I'm Ron Burgundy?







Wenn es schon keinen offiziellen zweiten Teil gibt, greif ich halt die Super Special 2-Disc Classy Edition ab. Inklusive dem verlorenen Anchorman-Film Wake Up, Ron Burgundy. Immer noch einer meiner Lieblings-Ferrell-Komödien. Bei amazon.co.uk für querflötensologeile 4,99 Pfund.

5. Mai 2010

Locker bleiben, Apfelvolk

Ich fand den gefälschten Werbespot auch lustig, hätte darüber schmunzelnd hinweggesehen (oder sehend darüber hinweggeschmunzelt) und die Moderatorin nicht zur Abgabe von Produktliebesbezeugungen gedrängt.

Chuck aber herzlich

Ich hab von der Episode bisher nur den Anfang gesehen, aber der ist für TV-Nostalgiker eine solche Wonne, dass er hier in den Blog muss:

3. Mai 2010

Ich glaub, da geh ich hin


Und blamiere mich mit meinem an Simulationen antrainierten Nichtkönnen. Aber den Spaß dürfte es wert sein.

Am 14.05. ebenfalls im Weltkulturerbe Völklinger Hütte: Von Sternenschiffen und Weltraumkriegen - Klassiker der Science Fiction-Filmmusik mit dem Saarländischen Staatsorchester Saarbrücken. Bis dahin muss ich den Phaser auf den Taktstock geschraubt haben.

Was wird sein, fragt der Schl...des Pferdle und des Äffle!






Ich lass mir den Rauschebart wieder wachsen, stülpe mir die Melone auf den Kopf, durchblättere meine Vinyl-Single-Sammlung 1975-79 nach dem passenden Soundtrack und gehe wieder auf Tour. 2011 kommt der Film in die Kinos. In 3D (natürlich). Mit Neil Patrick Harris (holla), Sofia Vergara (rrr), Hank Azaria (siehe links) und vielen anderen mehr.

Hey Hollywood, wenn ihr schon meine gesammelten Kindheitstraumata verfilmt, will ich dann aber auch endlich Captain Future, Biene Maja, Clever & Smart, Piggeldy & Frederick und Pitje Puck. Okay, letzteren hat nur mein Bruder gelesen. Der meint aber, die Bücher wären seinerzeit die Hammerkrönung der Postbotenliteratur gewesen.










Ich bin zu der Zeit allerdings auf die beiden hier voll abgefahren:



"Immer dees'Sauerein" zählt auch heute noch zu meinem lieb gewonnenen Wortschatzgeflügel. Musikalisch unvergessen blieb freilich das hier:

1. Mai 2010

Arbeiterlied


Wohl der einzige Song, den ich kenne, in dem Polyvinylchlorid (PVC) vorkommt und Bob Dylan die Mundharmonika bläst. Damit sind mir übrigens just die Arbeiterlieder ausgegangen.