31. Dezember 2010

Auf nach 2011

Noch eine gute Nachricht zum Jahresrausschmiss: vor ein paar Tagen wache ich auf, stelle mich auf meine Stelzen und kann plötzlich wieder schmerzfrei gehen. Wohl gemerkt ohne vorher bei einem Doktor oder Physiotherapeut (allesamt im Jahresend-Urlaub) gewesen zu sein.

Ich bin mir sicher: der Plasma-Fernseher hat mich geheilt. Die sanfte Strahlung während der täglichen Blu-ray-Sitzungen sorgt für Wohlbefinden und Entspannung. Oder mein Körper hat einfach einen Fabrikationsschaden. Dafür immerhin einen, der sich mit der Zeit selbst repariert.

Nächstes Jahr spare ich immense Arzt- und Heilkosten, indem ich mir einfach bei Einsetzen von Schmerzen, Unwohlsein und Wehwehchen konsequenterweise ein elektronisches Großgerät kaufe. Meine Krankenversicherung dürfte dafür sicherlich gerne einspringen, genug Geld kriegen sie ja dank der letzten Erhöhung der Beiträge.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein nach ihren persönlichen Wünschen maßgeschneidertes 2011 mit Gesundheit, Spaß und angenehmen Überraschungen.

28. Dezember 2010

Auto gut, Wetter gut

Mein Passat steht derzeit gut geschützt in der Garage und wartet auf Tauwetter. Sollte es allerdings damit noch etwas dauern, würde ich bei diesem Wetter


December 2010 Blizzard Timelapse from Michael Black on Vimeo.

nur mit diesem Wagen unterwegs sein wollen:

27. Dezember 2010

Weihnachtsnachklapp 2010 (mit FruFruPanPla!)

HDTV braucht keine Sau, schrieb ich in einem Beitrag vor mehr als 5 Jahren. Ist natürlich Geschwätz von gestern, oink, oink. Bisher schaute ich mir meine hochaufgelösten Materialien auf meinem 22'-Monitor an und für das Fest der Feste hatte ich mir bereits einen hübschen Vorrat an Blu-rays zusammengekauft:

Nicolas Cage schießt auf kleines Mädchen, das am Ende eine Horde von Gangstern niedermetzelt - muss man gesehen haben und mein Lieblingssuperheldenfilm des Jahres.
Geek, geekiger, Scott Pilgrim. Habe ich mir nach diversen euphorischen Reviews blind bestellt, die Blu-ray aus Kanada hängt aber noch irgendwo fest. (Edit: kam heute an, yeah. Weihnachten geht weiter!)

Umwerfend drolliger CGI-Streifen aus dem Hause Universal. Goldige Kids, knuddelige Minions, planlose Bösewichter. It's so FLUFFY!!! Leider erst nach Weihnachten, weil auch aus Kanada kommend. (Edit: kam heute an, yeah. Weihnachten geht weiter!)
Nur die Blu-ray des Director's Cut ist hierzulande ungeschnitten, also einen schicken Preis abgewartet und dann geschossen.
Ich habe mir zu Weihnachten mein kleines Epos "Das unfassbare WM-Tagebuch 2010" via epubli ausdrucken lassen und als Geschenk unter Bekannten verteilt. Kam sehr gut an, ich darf sogar momentan eine zweite Auflage drucken lassen. Wer ein Exemplar haben will, schicke eine dezente E-Mail an die im Profil hinterlegten Adresse und für jubelsaltomäßige 7,95 Euro heißt es in Erinnerungen an Südafrika baden. Mit der immer noch nicht aus dem Netz entfernten, nordkoreanischen Beleidigung "Kim Jong-Il Gae Heng Hi Hi", hilfreichen Merksätzen à la "-ic am Schluss ein Slowen' sein muss" und anderen Abseitigkeiten. Ach ja, die Blu-ray mit allen Toren habe ich mir zur visuellen Unterstützung geholt. Britische Torhüter und italienische Heimfahrer kommen in HD noch besser zur Geltung. Trotz Hinweis auf dem Cover sind Katrin Müller-Hohenstein und Gerhard Delling übrigens nirgends zu sehen! Feine Sache.
Super Film, den ich bis heute nicht gesehen habe. Als Fan von Christopher Nolan vertraue ich einfach mal blind auf den Meister. Eine IMDB-Wertung von 9.1 lässt erahnen, dass der Streifen keine Grütze abliefert.
Bei den Games holte ich mir drei gut abgehangene (sprich: ordentlich preiswert gewordene) Titel:

Assassin's Creed 2
Hat mich schon immer gereizt, über Italiens Dächer des Mittelalters zu kraxeln. Dieses "Ganz nach oben klettern und dann runterspringen" durfte ich schon mit Lara Croft hundertfach üben (ging meist nicht gut aus). Die schönste Erfahrung für mich als nicht schwindelfreien Menschen.

Blur
Autorennen, verkaufstechnisch ein Riesenflop, soll aber für Racerfreunde, die Mario Kart für Erwachsene spielen wollen, ein Riesenspaß sein. Vor allem online.

Split/Second
Noch ein Autorennen, diesmal aber Soloplayer. Rennspiel meets Michael Bay-Explosionen. Wer gewinnt nicht gerne eine Pistenherausforderung, bei der am Ende eine halbe Stadt in Schutt und Asche liegt?

Und zum Schluss: Elektrospielzeug!

Heißluftofen
Der alte fiel mir runter und mit gesprungenem Plastik backt es sich nicht mehr ganz so fröhlich. Also musste ein neuer Minibackofen her, diesmal mit Glasuntersatz, damit es richtig schön kracht, wenn das Ding vom Küchentisch rauscht. Vorher soll es aber zu Weihnachten diverse Millitonnen oder auch Kilogramm an Fleisch brutzeln. Feiertage machen mich immer so hungrig.

Und dann war da noch die Frucht meines Frustes über die wieder einmal vollkommen anlasslos einsetzenden Lendenwirbelsäulenschmerzen, die mich zu Weihnachten durchs Haus humpeln lassen. Gäbe ich technischen Geräten Kosenamen (was ich natürlich niemals tun würde, fragt meinen SpielePC Rotköppsche), wäre es Fru-Fru-Pan-Pla, denn es ist - tadaa!
Kurzer Technische-Spezifikationen-Porno-Absatz: 42″/107cm • Auflösung: 1920×1080 • Format: 16:9 • Kontrast: 40.000:1 • Reaktionszeit: 0.001ms • Anschlüsse: 4x HDMI, Komponenten (YUV), 2x SCART, VGA, S-Video, Composite Video  • Maße (BxHxT): 102.9×70.3×33.2cm  • Besonderheiten: integrierter DVB-C/-S/-T-Tuner, 100Hz-Panel (600Hz), 24p-Unterstützung, DLNA-Client, Cardreader, DivX-Unterstützung, Webservices

Der Panasonic Plasma Viera TX-P42-G15-E. War gute 200 Euro unter üblichem Verkaufspreis und haut sauber rein, das Ding. Vor allem in Zusammenarbeit mit meiner langjährigen, THX-spezifizierten 2.1 Soundanlage von Klippsch. Selbst Bruder wollte unbedingt einen seinen Filme drauf gucken: "The Time Machine" aus dem Jahre 1960 auf DVD. Ja, mein Bruder guckt nur noch alte Filme, da war ich schon froh, dass er keine VHS mit einer Komödie aus den 30igern hervorgezaubert hat. Oder Tammy, das Mädchen vom Hausboot. Aber selbst die olle Zeitmaschine sah sogar noch richtig super auf dem Riesendisplay aus.

24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten


Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein besinnliches Weihnachtsfest. Und taucht bloß nicht alle am 27.12. vor der Tür des Nikolaus auf! Da stehe ich schon, weil zwei meiner aus Kanada bestellten Blu-rays nicht rechtzeitig gekommen sind. Ich weiß ja jetzt, wo der alte Mann wohnt.

Nee, kleiner Scherz. Frohe Feiertage und kommt überall gut und sicher hin und wieder zurück, wenn Ihr unterwegs seid. Lasst es euch gut gehen!

23. Dezember 2010

Einkaufstipp

Reicht wohl nicht mehr für Heilig Abend, aber dennoch eine Erwähnung wert: bei amazon.de gibt es die CD (nicht nur der Download) der besten Folkband der vergangenen Jahre für vorfreudig wunderbare 4,97 Euro. Wer die noch nicht hat, muss sie jetzt aber wirlich kaufen. Oder für immer ein Wohlfühlmusikmuffel bleiben.

21. Dezember 2010

Bilder voller weihnachtlicher Besinnlichkeit

Weihnachtsstimmung ist angesagt, wenn awkwardfamilyphotos.com den Holiday Photo Contest aufruft (diesmal gesponsort von "Little Fockers", dem dritten Teil der hierzulande mit "Meine Braut/Frau, irgendwer und ich" betitelten Focker-Saga). Hier nur ein paar Bilder aus dem Themenbereich: "Der Nikolaus und sein schwerer Stand bei Kindern". Unbedingt den Rest hier anschauen, ich komme gerade stellenweise nicht aus dem Lachen raus.

18. Dezember 2010

Pöh, Telltale - erste Episode von Back To The Future The Game erst im Februar kostenlos

Bin gerade ein wenig säuerlich auf die Jungs und Mädels bei Telltale. Die bringen am 22.12. die erste Episode zu Back To The Future - The Game raus. Feine Sache, über das Spiel habe ich hier drin ja bereits berichtet. Unfein hingegen, dass alle, die sich vorab für den kostenlosen Download der Episode registriert haben, diese erst irgendwann im Februar bekommen werden. Wer nicht warten will, soll doch bitteschön zahlen. Steht so in der Mail, die ich eben erhalten habe.

Bezahlen ist nicht das Problem, wenn das Game es wert ist, schicke ich die Kröten gerne los. Aber zuerst mit einer ausführlichen Antestmöglichkeit der neuen Marke angelockt zu werden und nun so einen Rückzieher ins Gesicht gedrückt zu bekommen, hinterlässt schon einen faden Beigeschmack. Zumal die $24,95, die man als Vorbesteller für das gesamte Episodenpaket bezahlt, nach der Veröffentlichung recht schnell nicht mehr aufgerufen werden. Früher konnte man die erste Episode separat kaufen und bekam dann die Möglichkeit zum verbilligten Update auf den Rest.

Sorry, aber so muss McFly dann eben bis nach Weihnachten in der Zukunft auf mich warten..

17. Dezember 2010

IniRadio #177: Manowar - Manowar (Battle Hymns 2011)



[Gebet des großen Kriegers]
Tapferer Ini kennt keinen Schmerz. Tapferer Ini kämpft wie Manowar. Möge Hüftkopf von rechtem Hüftgelenk in Hüftpfanne geschmeidig reiben wie Unterleib von großer Krieger in Liebesnacht an draller Amazone. Möge Iliosakralgelenk stark und mächtig werden wie Bizeps von großer Krieger. Ini jetzt wieder hinlegen. Genug gekämpft für heute. Morgen wieder viele Meilen auf treuem Ross Heimtrainer.
Tod dem Aua! All hail Physio!

16. Dezember 2010

IniRadio #176: Shinedown - Diamond Eyes (Boom-Lay Boom-Lay Boom)



Musik zur Selbstmotivation und Rückenmuskulaturstärkung vor dem heutigen Besuch beim Physio: Shinedown mit einem Song aus dem Soundtrack zu "The Expendables". Out on the front line, don't worry I'll be fine / The story is just beginning / I say goodbye to my weakness, so long to the regrets / And now I see the world through diamond eyes.

Rango

Mein nächster Kandidat aus der "animierte Filme, auf die ich mich freue wie nochwas"-Reihe: Rango von Gore Verbinski. Mit Johnny Depp. Und Mumford & Sons als musikalische Begleitung. Der kann einfach nur großartig werden. So wie übrigens auch "Despicable Me", dem ich jedem Filmfreund ohne Umschweife ans Herz legen darf (hoffentlich trudelt meine Canada-Blu-ray noch vor Weihnachten ein).

15. Dezember 2010

Die digitale Geburt Jesu

Ist zwar ein Werbeclip, aber dafür sehr schön gemacht. All praise digital jesus!

13. Dezember 2010

Erhöhte Frustkaufgefahr

Die saarländische Industrie- und Handelskammer hat 11 Tage vor Heiligabend eine aktuelle Frustkaufgefahrwarnung für den östlichen Teil des Bundeslandes ausgegeben.

Wegen anhaltender (und ums Frecken nicht weggehender) Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich eines saarländischen Bloggers ist mit erhöhter und sinnfreier Einkaufsaktivität desselben zu rechnen. Bei Sichtung eines dialektgefärbte Verwünschungen hinsichtlich des eigenen Bewegungsapparates ausstoßenden und humpelnden Mannes mittleren Alters, der ziellos durch die Gänge von Einkaufszentren oder Elektronikfachmärkten streift, ist von seiten des Verkaufspersonals Ruhe zu bewahren und umsatzmäßig auf das Beste zu hoffen. Mitarbeiter von Versandunternehmen sowie der deutschen Post werden aufgerufen, sich auf verstärkt eingehende Bestellungen bzw. Auslieferungen unterschiedlichster Schwere und Größe einzustellen. Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit.

10. Dezember 2010

IniRadio #175: Demon - Ivory Towers



Zwei Wochen vor Heiligabend darf es musikalisch hier drin auch mal etwas ruhiger zugehen. Normalerweise waren die Recken von Demon als Vertreter der New Wave of British Heavy Metal eher für rauere Töne zuständig. Aber Balladen konnten sie auch (siehe ebenfalls "Remembrance Day"). Und der Fanclub hatte seinen Sitz im saarländischen Blieskastel. Kein Wunder, dass ich meine insgesamt 6 CDs der Gruppe zusätzlich auch aus Heimatverbundenheit gekauft habe.

8. Dezember 2010

IniClassics: Stark Raving Mad

Frisch auf YouTube gefunden: der Pilot zur Comedyserie mit Neil Patrick "Barney Stinson" Harris und Tony "Monk" Shalhoub aus dem Jahre 1999. Sehr schade, dass es die Show weder auf mehr als eine Staffel noch auf eine DVD-Veröffentlichung gebracht hat (dafür lief sie 2000 hierzulande unter dem Namen "Männer ohne Nerven" auf Vox).

Meine Lieblingsszene ist natürlich die mit der Handlotion - da hat sich Mr. Shalhoub sicherlich für eine spätere Rolle inspirieren lassen...

7. Dezember 2010

Kick it like Obama

Sehr nett gemachter Fake (siehe Ende dieses Videos).

Die original Simpsons-Stimmen singen Oh Tannenbaum / Muppets-Tribute mit Katy Perry

War schon die zweite prima Episode in dieser Staffel (die erste stammte natürlich aus der Treehouse of Horror-Reihe), mit Katy Perry in einem zünftigen Muppet-Show-Tribute und eben "Oh Tannenbaum" - natürlich eingebunden in einer Inglourious Basterds-Anlehnung. [Wer letztverlinkten Clip gesehen hat, wird verstehen, weshalb ich ihn hier dann doch nicht einbinde]

CD des Monats: MY CHEMICAL ROMANCE - Danger Days - The True Lives Of The Fabulous Killjoys

Mutter hatte sich Sorgen gemacht um ihre jüngste Tochter. Das Kind lief ja nur noch in schwarz herum, hatte das Zimmer mit Spinnweben verhangen, sich einen in dunklem Anthrazit schimmernden Sarg vorbestellt und die tote Hauskatze tagelang in ihrer Handtasche herumgeschleppt. Auf das morgendliche "Wie geht's denn heute, Schneckchen?" kam nur ein mürrisches "Scheiß Leben. Fahr mich in die Klinik, ich will jetzt endlich ordentlich todkrank sein." Alles nur wegen dieser Band, die Schneckchen hörte. My Chemical Romance. Junge Kerle, die das Leben noch vor sich hatten und doch nur über die dunklen Seiten des Lebens sangen, entsprechend dazu traurige bis makabere Texte über rotzige bis hymnische Rockmusik legten. Weshalb konnte Schneckchen denn nicht Coldplay gut finden? Oder die neuen Take That? Nun, ich kann die Mutter beruhigen. Weihnachten gibt es ein fröhliches Zusammensein unter dem Christbaum, vielleicht hottet sie sogar mit ihrer Jüngsten gemeinsam ab und singt mit ausdrucksvollem Tanzschritt die neuesten Hits von My Chemical Romance.

Danger Days ist nämlich ziemlich poppig ausgefallen. Weshalb ich zunächst auch mächtig enttäuscht von der Scheibe war. Da reibt man sich die Hände voll mit schwarzem Kajalstift, zieht die Kriegsbemalung gegen die allgemeine Fröhlichkeit nach, legt die CD ein und wird dann beim ersten Reinhören von einer Nummer wie "Sing" begrüßt. Ich sah vor meinem geistigen Auge Robbie Williams über die Bühne posen und schüttelte mich zunächst mal kräftig. Dabei hatte es nach dem Intro, das den Hörer mittels eines Radio DJs in eine Endzeitstory versetzt, mit "Na Na Na" so ordentlich angefangen. Sinnfreier Refrain, textlich kranke Sachen drin wie Drogen, Bringse-alle-um, platzende Arterien, Verzehren von Bestandteilen plastischer Chirurgie, die Welt in die Luft jagen. Alles schräg wie schon liebgewonnen. "Bulletproof Heart" kommt aber bereits deutlich handzahmer aus den Boxen, Gitarrist Ray Toro haut ein Riff aus der Andrew W.K.-Kollektion raus, verhält sich danach aber erschreckend ruhig. Ja, es geht ins Ohr, aber ich hatte was anderes erwartet. "Planetary (Go)" treibt die elektronischen Beats auf die Spitze, das Ding ist faktisch eine reine Dancenummer für die Disse. Gut möglich, dass sich dazu Detlev D! Soost verrenkt oder das frisch eingetroffene Casting-Grinsgeschwader seiner Show damit über die Bühne treibt. Wann rockt es denn nun endlich? Ich spule vor.

"The Only Hope For Me Is You" wandelt deutlich auf den Spuren 30 Seconds To Mars. 'Ne Ballade. Hübsch und einprägend. Die Suche nach dem heftigen Rock geht weiter. "Party Poison", klingt 1:1 wie The Hives. Das werden langsam immer mehr Bands, deren Stil durchscheint. Zeit, dass die Scheibe zu Potte kommt. Doch es folgen drei Midtempo-Songs, manche sogar in echter Dur-Tonart. "Summertime" mit seiner flockigen Lockerheit etwa könnte auch von Jimmy Eat World stammen, "S/C/A/R/E/C/R/O/W" erinnert von der Rhythmusarbeit gar ein gewisses Oasis-Feeling, obwohl den Refrain die beiden Gallagher-Brüder nie gemeinsam so süßlich einsingen würden. Was ist denn hier los? Bricht da jetzt etwa der Frohsinn aus, nur weil sich eine Vielzahl der Bandmitglieder mittlerweile Frauen und Kinder geleistet hat? "Destroya" versprüht mit seinen Dschungeltrommeln eine gewisse Wildheit, aber eigentlich bleibt bei mir nur der Rausschmeißer "Vampire Money" haften. Das Ding groovt, so wie ich das von dem ganzen Album gehofft hatte.

Tja, das war's dann. Geht mir nicht direkt ins akutische Wohlfühlzentrum rein. Keine CD des Monats, tut mir leid.

Jetzt hat man den Silberling aber halt nun mal gekauft. Nach ein paar Tagen des Rumliegenlassens zieht man die Musik als Mp3s auf den Stick, gibt sie sich als Hintergrundberieselung während der täglichen Heimtrainersitzung - und höre da, es wird! Sucht man nicht nach den seligmachenden harten Riffs, fallen einem die ohrwurmigen Refrains auf. Man ertappt sich beim Mitsingen. Tritt beschwingt in die Pedale. Hört sich "The Kids From Yesterday" fünf Mal hintereinander an und findet es richtig gut. Wenn die Gitarre zum Solo ansetzt, ist das zwar viel zu schnell vorbei, macht aber mächtig Freude. Mittlerweile habe ich mich mit jedem der 12 Lieder (drei Tracks sind nur der Atmosphäre dienende Radiodurchsagen plus eine gegen Ende deftig verzerrte Version der amerikanischen Nationalhymne) anfreunden können.

Fazit:
My Chemical Romance klingen wieder anders. Wer mit der Erwartung an die CD rangeht, eine Mischung aus der zynisch-hymnisch rockenden "Black Parade" und der verzweifelt lospolternden "Three Cheers For Sweet Revenge" zu hören, wird zunächst einmal enttäuscht sein und allein schon über die in die Lieder eingezogene Elektronik die Nase rümpfen. Wer den Songs aber eine faire Chance gibt, wird deren Eingängigkeit zu schätzen lernen. Trotz der Hintergrundstory über eine Welt nach dem alles verstrahlenden Krieg bietet "Danger Days" nämlich toll arrangierten Pop-Rock, der im Ohr hängen bleibt.

In dem Sinne: Fröhliche Endzeit!  

6. Dezember 2010

Map of Metal

Die Map of Metal dreht gerade ihre Runde durch die Blogosphäre und als der Bildung verpflichtetes Medium kann und will ich da nicht hinten anstehen.

Arbeit ist heute absolut nicht drin, dafür müssen vorher noch klaffend gravierende Lücken geschlossen werden, wie z.B. die Erkundung des Greek Black Metal.

HELLAS 666.
[Die Karte ist ein ziemliches Flash-Monster. Aber Monster passt halt auch prima zur Musikrichtung]

5. Dezember 2010

Manuel Neuer Fußballgott

Wenn die Saison schon nicht rund läuft, ärgern wir wenigstens die Großen. 2:0 mit ordentlich Dusel und Manuel Neuer als Spielmacher, Toreverhinderer und Matchwinner. Den darfst du nicht ziehen lassen, Felix! Beim DFB-Spielplanbeauftragten werde ich übrigens anregen, dass diese Saison nur noch gegen Bayern und andere internationale Gegner sowie besser nur noch zuhause gespielt zu werden braucht.

3. Dezember 2010

Back to the Future The Game Official Trailer

Optisch noch nicht so rund, da muss noch jemand mit der Feile drüber.
Aber die Stimmen und der Sound sind jetzt schon klasse.

   

Russia in 15 seconds

Respekt, dass die Russen mit dem Bewerbungsvideo die Fußballweltmeisterschaft 2018 klar gemacht haben.


[Nicht hauen, Putin. War doch nur ein Scherz.]

Drüben beim don gibt es übrigens Videos zu den neuen Stadien in Katar.
Da fliegt dir der Ball weg.

2. Dezember 2010

IniRadio #174: Cozy Powell's Hammer - Na Na Na



Während des Reinhörens in die My Chemical Romance-Single ähnlichen Namens (die neue CD wächst mir doch trotz poppiger Untertöne langsam ans Herz) bin ich auf diesen wunderbaren Glamrocker gestoßen. Mit Cozy Powell, dem leider zu früh verstorbenen Drum-Gott, an den Kesseln. Falls ihr heute einen mittelalten Mann seht, der orientierungslos und ohne Gefühl für Takt in die Luft trommelt und dazu Na Na Na Na Na Na Na Na Na Na Na Na Na Na Na Na vor sich hingrummelt - Verständnis aufbringen, das könnte ich sein.

Der Text ist darüber hinaus einfach nur herrlich, wohl die absolute Ode an den trommelnden Mann:

When I was a kid my old man said to me / When you grow up son what cha gonna be? / You gonna go to school and get a degree? / Or you gonna go to work in a factory? / I said Na na na na / I know what I want and I know what I can / And I wanna get a job in a rock'n roll band.

Well, the man at the desk said/ I know how you feel / But how d'ya like a job fixing automobiles / Your card says you got no musical training / I said hey, look man/ You just don't get my meaning / I don't wanna be no guitar star / And the man on the piano works too damn hard / And the bass man he don't cop for no glamour/ I wanna be the man with the fifty pound hammer, going: Na na na na

I know you get your kicks / Playing Hendrix licks / You're a wizard of Wembley Central / You're the J. S. Bach of Belsize park / And me I'm just plain mental / But when I play my boogie / When I play my blues / It's like a whole tank regiment on the move / You can play the notes and you can tell the story
Me I'll just settle for the power and the glory.

Musste jetzt einfach ins Haus

Ich habe nämlich feststellen müssen, dass ich die Dialoge immer noch nicht auswendig mitsprechen kann. Die Schande!

Gut, dass amazon England die Box gerade für 5 Pfund im Angebot hat (deutsche Tonspur inklusive laut OFDB). Alternativ wäre noch diese Box hier interessant gewesen. amazon Deutschland hingegen hält aktuell die Hände auf bei den trauernden Fans.

Als Serienfan schiebe ich hier natürlich Leslies Auftritt bei Due South hinterher.