27. August 2014

ALS Ice Bucket Challenge für Cineasten

Es redet und bloggt ja mittlerweile jeder darüber, deshalb jetzt und hier auch ein ALS Ice Bucket Challenge-Clip. Ich selbst kann da leider nicht mitmachen, weil ich kein Geld und ein schwaches Herz habe. Falls es aber mal eine Teewurstbrotessen zum Frühstück-Herausforderung gegen Adipositasfrühförderung gibt, bin ich dabei.

Zum Thema: Während des Clips habe ich die ganze Zeit darüber gegrübelt, in welchem Film Malin Akerman (links, "Trophy Wife") und Carla Gugino (rechts, "Californication") gemeinsam aufgetreten sind.



Lösung

22. August 2014

Seriencheck (75)

Heute mit vier Serien, die der alte Serienonkel während des Sommers verköstigt hat (und teilweise weiterhin verköstigt):

EXTANT (SEASON 1)



Dr. Molly Woods (Halle Berry) ist Astronautin, gerade von einer einjährigen Solo-Mission in einer Weltraumstation zurückgekehrt und etwas verwirrt. Hat sie doch so ganz alleine im All ihren verstorbenen Ex gesehen und nun - pardauz - soll sie auch noch schwanger sein. Dabei sitzt ihr neuer Gatte zuhause und baut fröhlich an einem täuschend echt aussehenden Robotermenschenkind. Wenn da mal nicht eine ganz dicke Verschwörung aufzudecken ist!

Ich mag Science-Fiction, Weltall, Roboter und Verschwörungen, dafür nehme ich selbst gerne weinende, schwangere Frauen in Kauf. Auch die Besetzung von Robo-Boy ist mehr als gelungen, denn der kleine Pierce Gagnon hat mir schon in "Looper" die Nackenhaare vor dezentem Grusel hochstehen lassen. Es folgt das große Aber: ABER ES IST MIR ZU SOFT. Zu weich. Zu langatmig. Wenn in "Extant" mal etwas passiert, dann knallt es nicht, sondern es macht nur leise Ping. Weshalb die Show bei mir nie in den Bereich jenseits des "befriedigend" gelangt ist. Die Neugierde ließ mich zunächst noch dranbleiben, aber mit der dritten Episode ist auch diese entfleucht.

Wertungsschnitt nach drei Episoden:  4,16 Punkte (durchschnittlich)
Gucklistenstatus: abgesetzt

THE LEFTOVERS (SEASON 1)


Am 14.Oktober irgendwann in der Zukunft verschwinden 2% der Weltbevölkerung spurlos. "The Leftovers" erzählt die Geschichten der Übriggebliebenen in einem New Yorker Vorort, drei Jahre nach diesem Ereignis. Basierend auf dem Buch von Tom Perrotta, als TV-Serie für HBO umgesetzt von Damon Lindelof (LOST).

Ich spoilere jetzt nicht, wenn ich auf zwei wichtige Details hinweise: 1) Ich dachte bisher, dass "leftovers" das sind, was der Ami abends an Essen nicht runtergekriegt hat und deshalb in den Kühlschrank packt zwecks schmackhafter Aufbereitung in der Mikrowelle tags darauf. 2) Damon Lindelof wies schon zum Start deutlich darauf hin, dass das Rätsel um die Hintergründe des Verschwindens nicht aufgelöst werden wird. Es gehe ihm nur um die Personen, die mit dem Verlust und dessen Folgen zu kämpfen und ihn ihr Leben einzuordnen haben.

Wenn man sich damit anfreunden kann, ist "The Leftovers" eine richtig gelungene Serie mit vielen Momenten, die den Zuschauer mit einem leisen gemurmelten "Wassollndasjetzt?" oder "Uiuiui" zurücklassen. Lindelof lässt einen zunächst in dieser seltsamen Welt voller kaputter Menschen nach der Katastrophe alleine und klärt nur folgenweise auf, indem er sich Figur für Figur vornimmt und in das Zentrum einer Episode stellt, wobei er stets eine melancholische Grundstimmung einführt und tolle Bilder liefert. In diesen Momenten scheinen durchaus die guten Bestandteile der damaligen LOST-Mixtur auf, wenn man etwa Genaueres über die seltsame Sekte der weißgekleideten, rauchenden Schweiger erfährt oder über die Familie des Hauptcharakters, Sheriff Kevin Garvey (Justin Theroux). Richtig geklickt hat bei mir die Story um den Geistlichen Matt Jamison (Christopher Eccleston, "Dr. Who"), der über die Verschwundenen recherchiert und unablässig an ihrem Märtyrerstatus rüttelt.

Zehn Folgen umfasst die erste Staffel, acht sind bisher gelaufen und mein Wertungsdaumen geht immer weiter nach oben. Ob der Makel der Nichtauflösung des großen Geheimnisses dem Ganzen nicht doch noch zu schaffen machen wird, kann ich nicht ausschließen. Vielleicht ist die Show deshalb auch besser für den Seriensommer geeignet, denn zur Hauptsaison wäre sie wohl schnell unter dem Radar der Zuschauer gelandet.

Wertungsschnitt nach acht Episoden: 5,56 Punkte (sehr gut)
Gucklistenstatus:  Ich muss einfach noch mehr über diese seltsamen Leute erfahren!

THE STRAIN (SEASON 1)



Flug 753 aus Berlin befindet sich im Landeanflug auf New York, als an Bord ein monsterhaftes Wesen unter den Passagieren wütet. Die Maschine verschwindet komplett vom Radar, taucht kurz darauf jedoch wie von Geisterhand und ohne Lebenszeichen der Besatzung am Ende einer Landebahn wieder auf. Weil man eine Seuche vermutet, schickt die zuständige Behörde das Team von Dr. Ephraim Goodweather (Corey Stoll, "House Of Cards") los. Es entspinnt sich eine Geschichte um tentakelbewehrte Vampire, Nazis, Ratten und einen alten Mann mit messerscharfem Schwert im Spazierstock. Buch und Umsetzung für den TV-Sender FX: Guillermo del Toro ("Hellboy", "Pacific Rim").

Beim Namen del Toro habe ich natürlich die Öhrchen gespitzt, auch wenn mich Vampirsagen aktuell so sehr interessieren wie die neue Single von Helene Fischer. Mit "The Strain" wird der Ruf der Blutschlürfer allerdings wieder etwas rehabilitiert. Ich empfand die bisher gesehenen Episoden vom Setting her richtig schön altmodisch mit dem diabolisch adretten Herrn Eichorst (Richard Sammel) auf der einen Seite und dem knorrigen Abraham Setrakian (David Bradley, "Game of Thrones") auf der anderen. In der Abteilung Blut und Gedärme hält man sich nicht zurück und liegt knapp unter "The Walking Dead"-Niveau, richtige Ekelmomente à la "Hannibal" aber gibt es nicht. Hat mich durchweg gut unterhalten, wenn auch die ganz großen Höhepunkte noch ausgeblieben sind. Dafür ist die Show bisher schlicht noch zu vorhersehbar und in ihrer Schwarz-Weiß-Ausrichtung verhaftet. Wenn ich einen aktuellen Vergleich bemühen müsste, würde ich sagen: in die Richtung hätte ich gerne die Serie "Sleepy Hollow" gehen sehen.

Wertungsschnitt nach sechs Episoden: 5,27 Punkte (gut)
Gucklistenstatus: Jawoll, Herrrr Eichorrrst!

WELCOME TO SWEDEN (SEASON 1)


Erfolgreicher amerikanischer Steuerberater (Greg Poehler) zieht der Liebe wegen ins heimelige Schweden und erlebt dort einiges an Kulturschocks und internationalen Missverständnissen.

Wem der Name "Poehler" bekannt vorkommt: Greg ist der Bruder von Amy, der wunderbaren Comedienne aus "Parks & Recreation" und hat die Show nicht nur geschrieben, sondern auch erfolgreich ins schwedische Fernsehen exportiert. Dank dem Einfluss des Schwesterleins hat nun auch NBC zugeschlagen.

Ich hatte etwas in der Richtung von "The Worst Week of My Life" erwartet, nur halt mit Schweden statt Hochzeit. Leider entpuppt sich die Serie als ziemlich bieder, die Figur des amerikanischen Stadtmenschens, der orientierungslos in der Ländlichkeit Skandinaviens herumirrt, birgt zu wenig komisches Potenzial, ist zum Teil unlogisch angelegt (da sind stellenweise die Leutchen aus den Aussiedler-Reality-Shows besser vorbereitet) und selbst Gastauftritte von Will Ferell, Aubrey Plaza oder Amy Poehler herself reißen es nicht raus. Das Schwungvollste und Peppigste an "Welcome To Sweden" ist leider nur der Titelsong. Kann man im Sommer sicher locker weggucken, aber mir ist es schon nach vier Folgen zu harmlos geworden.

Wertungsschnitt nach vier Episoden: 4,12 Punkte (durchschnittlich)
Gucklistenstatus: abgesetzt

20. August 2014

Barely Legal Pawn

Wunderbare Parodie auf die Flut von Pfandhaus-Serien im amerikanischen Fernsehen mit Bryan Cranston, Aaron Paul und Julia Louis-Dreyfus. Sogar meinem von "Pawn Stars" begeisterten Bruder hat es gefallen, auch wenn er infolge hartnäckiger Qualitätsfernsehverweigerung den Abschlussgag und diverse Anspielungen natürlich nicht verstanden hat.

18. August 2014

IniRadio #312: Trans-X - Living On Video

Stop! Für alle, die sich das Wochenende über gefragt haben, woher ihnen der peinlich zusammengesampelte Song zu Promi Big Brother bekannt vorkommt. Alte Männer wie ich haben das schon Anfang der 80er gehört. Bevor die Menschen mit den elektrischen Gitarren in mein Leben traten.

14. August 2014

Seriencheck (74)

Nach der fußballbedingten Pause nun endlich die Nachzügler der TV-Saison 2013/2014. Das Jahresranking hatte ich schon vorher veröffentlicht, hier also noch die ausstehenden Texte zu den Zahlen. Inklusive eines peinlichen faux pas.

24 (SEASON 9)

Die neunte Staffel von 24 umfasste diesmal bekanntermaßen nur 12 Folgen, bildete aber dennoch einen ganzen Tag im Leben von Jack Bauer ab. Weil der alte Haudegen am Ende der elften Episode einfach mal eine Verschnaufpause einlegen durfte. Man wird ja nicht jünger. Jünger wurde übrigens auch nicht das hinter der Show steckende Konzept: böse Terroristen halten London in Atem, schikanieren den dort gerade fröhlich über amerikanische US-Luftwaffenbasen verhandelnden Präsidenten und Jack natürlich mittendrin im Schlamassel. Ich schreib es mal so: Wer ein beinharter Fan der Serie ist, dürfte nicht enttäuscht werden. Wer sich erhoffte, dass hinter der Neuauflage mehr steckt als ein Bösewicht-Waffenupdate plus neuer Gesichter bei Freund und Feind, sollte nicht zuviel erwarten.

Denn 24 fährt all das auf, was man schon von früher kennt. Die kleinen Ungereimtheiten, die sich immer mehr potenzieren, die Logiklöcher, die man zugunsten der Action ungestopft lässt oder die fantastischen Hackerfähigkeiten von Chloe O’Brian, die wahrscheinlich auch ein Transistorradio Baujahr 1934 aus 1000 km Entfernung manipulieren könnte. Auch dieses Jahr leider wieder dabei und anscheinend nicht totzukriegen - die unnötige Maulwurf-Nebenstory. Darüber kann man natürlich gutmütig hinwegsehen, mich persönlich störte aber vor allem die Entwicklung um die Verhandlungstaktik des US-Präsidenten, bei der man wirklich zugunsten eines Kniffs jegliche Realitätsschraube überdrehte und somit den Tiefpunkt der Staffel markierte. Zum Ende präsentiert man schließlich die ganz dicken Verwicklungen, mit denen ich mich aber eher noch anfreunden konnte. Ach ja, noch ein kleiner Hinweis an die CGI-Explosionen-Abteilung: Das geht besser.

Die Wertung spiegelt meinen Eindruck von der Staffel treffend wieder. Wegen der oben erwähnten Unzulänglichkeiten knapp am „gut“ vorbei, insgesamt aber schon sehr ordentlich. Für Freunde der Show. Ob ich jetzt aber direkt Season 10 brauche, würde ich im Moment eher verneinen wollen.

Gesamtwertung: 4,89 Punkte (befriedigend)

FARGO (SEASON 1)

Eine sehr angenehme Überraschung aus dem verschneiten Niemandsland diesseits und jenseits von Bemidji, Minnesota. Fargo ist eine rundum gelungene Serie, die dank ihrer schrulligen Charaktere in zehn knapp einstündigen Episoden eine wunderbar auf den Punkt gebrachte Geschichte erzählt. Ohne Ausfälle, ohne eine Minute an Langeweile, sondern irgendwo im Dreieck aus Schmunzeln, Schockiertsein und Staunen verortet. Billy Bob Thornton muss man ohne Zweifel für seine Darstellung diverse Preise in die Hand drücken, Martin Freeman verzeihe ich wegen seiner Leistung so manche Minute, die ich mich bei „The Hobbit“ gelangweilt habe, Allison Tolman mit ihrer goldig schüchternen, aber akribischen Art hat sich in mein Herz gespielt und Bob Odenkirk als planloser Sheriff würde ich sehr gerne in der schon bestätigten zweiten Staffel, die vor den hier erzählten Ereignissen spielt, wiedersehen.

Wertungsmäßig habe ich das kleine Dilemma, dass nach meiner Art der Punktzahlbestimmung Shows von einer längeren Laufzeit im Sinne von mehr Einzelepisoden profitieren. Bei Fargo zückte ich dreimal die 5,0, fünfmal die 5,5 und zweimal die 6,0 – macht nach meinem Wertungssystem insgesamt einen Schnitt von 5,90 Punkten. Ich bin mir aber sicher, dass im Falle von zwei bis drei zusätzlichen Folgen locker die 6,0-Messlatte übersprungen worden wäre. Das Aufrunden lasse ich jetzt noch sein, aber fest ans Herz eines jeden Serienfans möchte ich diese feine Produktion in jedem Fall legen.

Gesamtwertung: 5,90 Punkte (sehr gut)

GAME OF THRONES (SEASON 4)

Game of Thrones ist mittlerweile ein Selbstläufer, die Wertigkeit der Show so bestechend hoch, dass man Ende einer Folge nur die Wahl zwischen „gut“, „sehr gut“ oder „überragend“ hat. Die Stamm-Charaktere haben nichts von ihrer Faszination eingebüsst, zusätzlich führt man neue Figuren ein, die mächtig Eindruck hinterlassen. Wie etwa Pedro Pascal in der Rolle des Oberyn Martell, dem ich mit einem Kniefall den aktuellen „Coolste Sau in einer Fantasy-TV-Serie“-Preis verleihe (der in der Kategorie „Nicht-Fantasy“ geht an Billy Bob Thornton, siehe oben). Die zugrundeliegenden Bücher von George R.R. Martin bieten wie gehabt destilliert hochklassigen Stoff mit zahlreichen Episoden, die schlicht in ihrer eigenen Klasse spielen. Vor allem zum Ende hin konnte ich nach diversen Ausflügen nach Westeros und Umgebung nur noch japsend und entkräftet das Kärtchen mit der 6,0 ziehen. Wenn man sich beklagen müsste, dann wohl darüber, dass Mr. Martin mal wieder mit der ganz großen Sense über die Schauspielerschar gefahren ist, was angesichts des Qualitätsverlusts in Sachen Darstellungskunst fast schon Trauer hevorruft. Aber so ist er halt drauf, der George.

Gesamtwertung: 6,10 Punkte (überragend)

SHERLOCK (SEASON 3)

I’m slightly disappointed, Mr. Holmes. 
Der von mir hochgeschätzte Wortvogel bringt es ziemlich gut auf den Punkt, wenn er schreibt, dass die Show mittlerweile von sich selbst besoffen ist. Auch ich vermisste in den drei Folgen der dritten Staffel die Detektivarbeit, die Herumschnüffelei, die Hinweisaufarbeitung, die dann schließlich zu einer spektakulären Auflösung führt. Stattdessen positioniert man die bekannten Figuren in Situationen, in denen sie sich dezent lächerlich machen und verdutzt an den Wänden der Realität abprallen. Fälle gibt es weiterhin, aber sie stehen weniger im Mittelpunkt und werden nicht ganz so überzeugend wie früher zu einem Ende gebracht. Verdammen möchte ich „Sherlock“ deswegen jetzt nicht, denn die Serie und ihre Charaktere haben weiterhin Charme und Ausstrahlung, können weiterhin unterhalten. Aber es fehlt das Besondere, der Kick, das kleine Stückchen Zucker im Tee. Meine Wertung: dreimal die 5,0, weil das britische Vorzeigeprojekt diesmal dreimal einfach nur „gut“ war.

Gesamtwertung: 5,00 Punkte (gut)

VEEP (SEASON 3)

Schrecklich akribischen Lesern (also mir) wird es aufgefallen sein: Veep tauchte gar nicht in meinem zuletzt veröffentlichen Jahresranking auf. Möge mich der Präsident niemals anrufen, Jonah Ryan mein Freund sein wollen und selbst Gary Walsh sich nicht an meinen Namen erinnern können, aber Schande über mein Haupt: ich hab’s vergessen. Was besonders ärgerlich ist, denn die dritte Staffel ist nicht nur die beste bisher, sondern zugleich auch die beste Comedy in diesem Jahr. Es scheint, als würde die Vizepräsidentin mit jeder Ausweitung ihrer Tätigkeit lustiger und unterhaltsamer werden. Die Wahlkampftour in diesem Jahr geriet jedenfalls umwerfend komisch, kein Fettnäpfchen blieb unbetreten, keine Peinlichkeit ausgelassen, keine Inkompetenz ungezeigt. George W. Bush würde es wohl Reality-TV nennen. Wer testen möchte, ob die Show ihm gefällt, dem empfehle ich zum Einstieg die Episode „Clovis“, in der Selina Meyer und ihre Entourage auf die wunderbare Welt der IT-Firma desselben Namens trifft. Ähnlichkeiten zu existierenden Marken waren sicherlich beabsichtigt.

Gesamtwertung: 5,45 Punkte (sehr gut)

LOUIE (SEASON 4)

Louis CK ist der Mann mit der größten künstlerischen Freiheit im Showbusiness. In seiner Show auf FX darf er wirklich tun und lassen, was er will. Das liest sich toll, aber manchmal führt es auch zu Momenten, in denen man sich als Zuschauer gewünscht hätte, jemand hätte dem guten Mann mal gesagt, wo es langgehen soll. Denn mit der vierten Staffel bietet der sympathische Stand-Up-Comedian ein eher gemischtes Potpourri an. Der Einstieg ordentlich, die Folge mit Yvonne Strahinski mit einem typischen WTF-Moment, danach aber die auf sechs Episoden gestreckte Geschichte um Louies ungarische Freundin Amia, die abwechselnd okay bis langweilig geriet. Darauf wiederum die sehr gelungene Coming-of-Age-Story mit Louies Vergangenheit als Haschischdealer. Und zum Schluss eher okay eingespielte Kost mit Pamela Adlon. Die eingestreuten Stand-Ups ließen mich insgesamt oft noch etwas wohlwollend in die Wertungskiste greifen, aber insgesamt hatte ich mir schon etwas mehr erwartet.

Gesamtwertung: 4,94 Punkte (befriedigend)

SILICON VALLEY (SEASON 1)

Die zur Zeit beste Nerd-Comedy, die bei mir wahrscheinlich irgendwann dafür sorgt, dass ich „The Big Bang Theory“ absetze. Denn „Silicon Valley“ ist näher an dem dran, was ich unter Geeks, Freaks und Nerds verstehe. Keine Massenkompatibilität, keine dauerhaften Beziehungen, sondern einfach nur schräge Typen ohne Anschluss an die Realität jenseits der Tastatur, die zusammen eine Firma aufbauen. Ich habe bisher sehr wenig über diese Show in der Blogosphäre gelesen und finde, dass ihr viel mehr Aufmerksamkeit gebührt. Bezeichnenderweise hat sich auch noch kein deutscher Sender um die Ausstrahlungsrechte bemüht, wahrscheinlich wegen des speziellen Humors. Eben der ist alles andere als für jeden gemacht, sondern zuweilen derb. Wenn ich einen Vergleich anbringen müsste, dann wäre es wohl der mit „Party Down“, nicht zuletzt weil dort auch Martin Starr mit von der Partie war. Von den insgesamt acht Episoden war der Pilot noch am schwächsten, weil nur okay. Aber wer sich davon nicht abschrecken lässt, erlebt danach durchgehend gute bis sehr gute Einsichten in das Leben von vier Nerds und einem verzweifelten Manager. Eine zweite Staffel ist geordert und ich freue mich darauf, den liebenswerten Chaoten bei der Eroberung der IT-Welt zuzusehen.

Gesamtwertung: 5,28 Punkte (gut)

12. August 2014

R.I.P. Robin Williams

Ich starre seit Minuten mit einer Träne im Auge auf den Monitor. Robin Williams ist tot und ich fürchte, ich muss das Lachen neu erlernen. Ich mag gar nicht die Hintergründe lesen, ich mag heute gar nichts mehr lesen, sondern nur still dieses großartigen, lustigen Menschen gedenken.

Eigentlich wollte ich den neuen Seriencheck schreiben, aber wahrscheinlich gucke ich am Abend eher die gesammelten Outtakes von "The Crazy Ones" (mit das beste in diesem Seriensommer) und anschließend "Hinter dem Horizont". Danke für alles, Robin. Vielleicht hätten wir dir das alle öfter sagen sollen.



8. August 2014

IniRadio #311: Amon Amarth - Father Of The Wolf

Bevor jetzt jemand "Dublette!" ruft, weil ich den Song vor fast genau einem Jahr schon in der Ausgabe #281 hatte: Das hier ist das offizielle Video, 10 Minuten lang und 6 Minuten davon können sich auch Menschen geben, die lieber (für ein Musikvideo) sehr hochwertig gemachte filmische Inszenierungen als schreiende Männer mit langen Haaren sehen bzw. hören wollen. Einfach ab 4:52 Minute eine kurze Pause bis 9:09 machen.



Wenn ich eine Band nennen sollte, die mir derzeit am sympathischsten ist, deren Bandlogo ich via T-Shirt am ehesten auf meiner Heldenbrust gestanzt vor mir hertragen würde und dessen Sänger ich mal persönlich bei einem "Meet & Greet" die Hände geschüttelt habe, dann wären es diese Schweden mit dem Schicksalsberg aus dem Herrn der Ringe im Namen.

30 Sekunden, die erklären, weshalb ich CR7 immer noch nicht ernst nehmen kann



Das Ding wird mich das ganze Wochenende über verfolgen.