27. Juli 2011

Still streets ahead. Not Emmywise.

Die Macher von Community nehmen es mit Humor. Und mal ehrlich: die hätten wirklich für etwas nominiert werden müssen. Best paintball epic oder so.

Das unfassbar kompetenzfreie WM-Tagebuch 2011 ist für derneuebuchpreis.de nominiert





Experten fragen sich in übereinstimmender Verwirrtheit: Wie konnte das passieren?
Ganz einfach, ich habe das Ding selbst nominiert. Tada! Frech wie die Japanerinnen bei der WM, der alte Ini.
Nach Abschluss der Weltmeisterschaft habe ich mein Werk bei epubli hochgeladen und veröffentlicht. Wer meine unsterblichen Worte also in Buchform jeden Tag feste umklammern will, darf dieses pinkrosaflotte Taschenbuch für 6,99 Euro bestellen. Wer lieber mit E-Books kuschelt, zahlt 4,99 Euro. Dafür, meine lieben Leserinnen und Leser, trägt Cristiano Ronaldo nicht mal den Trainingslidschatten auf.

Aktuell ist dnbp, derneuebuchpreis.de unter der Schirmherrschaft von "Der Tagesspiegel", "epubli" und "Zeit Online" ausgeschrieben. Zu gewinnen gibt es 20.000 Euro in vier Kategorien. Da ich nur in Belletristik und nicht noch zusätzlich in Wissenschaft zugelassen wurde, geht es um 5.000 Euro. (WM-Spielebefaselung muss einfach eines Tages als Wissenschaft akzeptiert werden, ich will endlich im Laborkittel kommentieren)

Vor dem Geld haben die Macher eine Runde Social Network-Abstimmungs-Dingens gesetzt. Jeder Kandidat erhält einen "Gefällt mir"-Button und soll seine Fans mobilisieren, den zu drücken. Meiner ist wohl der hier. Starttermin ist heute, beendet wird die Wahlphase am 7.9.2011. Wer unter die ersten Fünf kommt, zieht in die Finalrunde ein, wo eine hochqualifizierte und zu meinen Ungunsten leider nicht mal ansatzweise kompetenzfreie Jury den Sieger bestimmen wird.

Machen wir uns nix vor, am Ende gewinnt derjenige mit den meisten Facebook-Freunden und mein kleines, bescheidenes Tagebuch fällt hinten raus. Aber momentan liege ich auf Platz 5, ohne bisher drüber geschrieben zu haben. Ich mach den Spaß also einfach mal mit. Wer auf Facebook der Fanseite folgt, bekommt in unregelmäßigen Abständen weise Ratschläge zu lesen, weshalb Menschen, deren Namen jenen von Prominenten ähneln, die aber rein gar nichts mit diesen zu tun haben, für das unfassbar kompetenzfreie WM-Tagebuch stimmen würden.

Seriencheck (XLIII)

Curb Your Enthusiasm (Season 8)


Larry David ist der Mann für alle Fälle. Frauen vertrauen ihm blind, sei es, dass es um die erste Periode geht oder häusliche Gewalt. Nebenbei vereint er Juden mit Palästinensern, zumindest auf rein körperlicher Ebene, mit ihm als untenliegendem Liebespartner. Letzte Saison litt die Show ohne Zweifel unter dem Hype um die Seinfeld-Reunion, die dann doch nicht bei weitem so grandios ausfiel wie von vielen Fans erwartet. Zu gewissen Teilen ist "Curb Your Enthusiasm" schon lange ein Selbstläufer geworden, man kennt und liebt die Charaktere und weint innerlich vor fremdschämiger Vorfreude, wenn Larry in den Diskussionsmodus eintritt. Einem starken Auftakt folgten zwei gute weitere Episoden, mit einem Handlungsbogen um Michael J. Fox (der arme Kerl) hat der Meister noch einen Joker in der Hand. Ich bin mir sicher: auch diese Season wird sich im sehr guten Bereich bewegen.

Louie (Season 2)


Louis C.K. ist ein grandioser Stand Up-Komiker. Wer seinen Humor gerne deftig heftig bedient sieht, kommt aktuell um den Mann mit dem schüteren roten Haarkranz nicht herum. Insofern nicke ich auch gerne und voller Zustimmung die Emmy-Nominierung in diesem Jahr ab. Mit der Show habe ich allerdings dezente Probleme. Bereits in der ersten Staffel wechselten sich schreiend komische mit irritierend unspaßigen Episoden ab, sodass ich mich am Ende auf ein "okay" zurückzog, was der Show in ihren besten Momenten sicherlich nicht gerecht wird. Bei "Louie" hat Mr. Szekely augenscheinlich alle Fäden in der Hand und macht, was ihm gefällt. Focusgruppen würde der Mann mit Sicherheit ein gepflegtes "F*ck You. In The Ass, Shitc*nts" entgegenrufen. Das bewundere ich, als Zuschauer bleibe ich allerdings nach einem guten Einstieg bei den letzten beiden Episoden (Joan Rivers, ernsthaft???) etwas ratlos zurück. Meine Empfehlung lautet: dranbleiben und sich auf die genialen Momente konzentrieren.

Futurama (Season 6 Part 2)


Ich müsste Professor Farnsworth fragen, weshalb die aktuell sechste Futurama-Staffel so auseinandergerissen ausgestrahlt wird, aber der könnte es mir wohl auch nicht erklären. Sei's drum, denn das SciFi-Animation-Projekt von Matt Groening lässt meiner Meinung nach auch dieses Jahr die schon lange in der Durchschnittlichkeit festhängenden Simpsons weit hinter sich. Seit dem Reboot im Juni 2010 nach den bemühten, aber doch eher schwachen vier Feature-Filmen begeistert mich die Show mit Gags am Puls der Zeit, liebevollen Hommagen (aktuell u.a. Tron, Police Academy oder Minority Report) und fein dosierten Aufritten meiner Lieblingsfigur Zapp Brannigan. Okay, mit der Kinderbuch-Folge "Yo Leela Leela" haben die Autoren danebengegriffen, aber das spielt sich sicherlich wieder ein. Da nach aktuellen Stand die Show bis 2013 gesichert ist, steht den weiteren Eskapaden von Bender, Fry und Co nichts im Wege.

Entourage (Season 8)


Bei dem "Previously On..."-Intro zur mittlerweile 8. Staffel wurde mir wieder bewusst, wie richtiggehend öde die letzte Staffel um die Hollywood-Clique war. Keiner der Charaktere hatte eine für mich interessante Story zu bieten, vor allem was die Autoren um Serienschmuckstück Ari Gold herumgeschrieben haben, musste jedem Fan dieser Figur eigentlich wehtun. Schaffen Vincent Chase und die Show nun das Comeback? Nach der ersten Episode würde ich noch kein Geld darauf setzen wollen, denn die war eher unterdurchschnittlich. Vince zurück aus der Rehab, E im Trennungsgefühlsduselstrudel, Drama besorgt um das Brüderchen und in einer genial witzigen Zeichentrickserie (Eigeneinschätzung der Showrunner) involviert, Ari auf Eherettungsmission und Turtle, naja, wie gewohnt will keiner wissen, was Turtle eigentlich genau macht. Dazu noch eine Ladung scharfgestellter Weiber und fertig. Das ist mir dann doch zu wenig. Sollte da nicht hurtigst Schwung reinkommen, lasse ich die Show sausen und schaue mir lieber nochmal die ersten Staffeln an.

Breaking Bad (Season 4)


Es schmerzt, es hinzuschreiben, aber Breaking Bad ist nach zwei gelaufenen Episoden eine kleine Enttäuschung. Die vorhergehende Staffel war grandios, legte um noch einen weiteren Reinheitsgrad in Sachen Drama zu und endete in einem spannenden Schlussakkord. Den Auftakt "Box Cutter" empfand ich als eine Art Kühlmittel, um die vorherigen, hochkochenden Episoden "Half Measures" und "Full Measures" auf normale Temperaturen bzw. die Figuren auf eine zugfähige Ausgangsposition auf dem Schachbrett der Show zu bringen. Von der zweiten Episode der vierten Staffel hatte ich mir eigentlich den Startschuss in eine weitere Abgrundreise von Walter White und Jesse Pinkman erhofft, doch es passiert zu wenig. Jesse wirkt wie schockgefrostet, Walter verfällt in sinnlosen Aktionismus. Richtig Sorgen macht mir Hank, dessen Hauptwirken in diesem Jahr doch nicht ernsthaft aus der Erweiterung seiner GesteinsMineralsammlung bestehen kann. Mr. Gilligan, bitte ins Labor kommen und ein wenig Wirkstoffbeschleuniger hinzufügen!

Wilfred (Season 1)


Schräg ist die Ausgangssituation dieser für das US-Fernsehen adaptieren australischen Show. Der von Suizidgedanken geplagte Ryan (Eliah Wood) findet wieder Hoffnung im Anhimmeln seiner neuen Nachbarin, auf deren Hund Wilfred er aufpassen darf. Der Clou: Ryan sieht Wilfred als einen mit schwerem australischen Akzent plappernden Menschen im Hundekostüm, der ihm Lebenslektionen erteilt, ansonsten aber meist nur an Saufen, Kiffen, Fressen und Koitus interessiert ist. Ich habe mir drei Episoden angesehen, weil ich das Setting reizvoll fand und auch gerne weiter finden wollte. Letzten Endes traf die Serie aber nicht meinen Humor, Wilfred in Person von Jason Gann ist mir zu assi und unsympathisch, um mich vor dem Fernseher fesseln zu können. Wer mit der Charakter-Kategorie "weird and not likeable" etwas anfangen kann, darf ruhig reinsehen. Ich gehe weiterhin alleine Gassi.

26. Juli 2011

LOST - die verlorene und endgültig alles aufklärende Szene

Bei donvanone entdeckt: die geheime Szene aus dem Finale der ersten Staffel von LOST. Wurde auf einem Panel der aktuellen Comic Con von Damon Lindelof und Carlton Cuse präsentiert und stellt eine Sache endgültig klar: die beiden hatten wirklich einen Plan! Leider keinen, der sonderlich gut war. Oder den man dem Publikum frühzeitig andeuten wollte. Eher einen, den man nachträglich in eine Szene reinschneidet und so für Schmunzeln sorgt.

25. Juli 2011

IniRadio #198: Alkaline Trio - I Held Her In My Arms

Die Fußball-WM ist vorbei, nun geht es hier drinnen weiter. Und gleich mit einer Sensation. Denn es gibt eine neue CD des Alkaline Trios und sie wird nicht CD des Monats! "Damnesia" ist trotzdem eine tolle Platte geworden und enthält zum größten Teil Akustikversionen bekannter Songs. Vielleicht lasse ich mich aber auch nochmal umstimmen...