30. November 2010

Ü-Man wikileakt galaktisch


Wie üblich frisch geleckt aus den Abenteuern von Ü-Man.

29. November 2010

A Games Of Thrones Promo

Eines der wenigen Fantasy-Bücher, die ich gelesen habe.
Ja, bisher nur den ersten Teil der "A Song Of Ice & Fire-Reihe - aber immerhin! Gefiel mir richtig gut damals.



Winter is coming... Passt ja, wenn ich so aus dem Fenster schaue.

R.I.P., Leslie Nielsen

Trauriger Start in die Woche. Heute Abend gibt es auf dem heimischen Fernseher ein paar nackte Kanonen zu bestaunen.

27. November 2010

Die besten gesparten 30 Euro meines Lebens

Felix? Jungs? GEHT'S NOCH???

0:5 auf dem Betzenberg. Schlimmer kann es für mich als Saarländer und Schalke-Fan nicht laufen. Gut, dass ich mir den Weg ins Stadion erspart und nicht noch 30 Euro für die Livesichtung dieses Debakels ausgegeben habe. Mir reichte schon der Blutdruck-Topwert der letzten 4 Monate, als ich vom Ergebnis erfahren musste.

Top 16 in Europa ist ja schön, gerade so ganz knapp Top 16 in der Liga kann aber wohl doch nicht das Ziel sein.

25. November 2010

Unter den besten 16 in Europa und in der Liga

Felix! Jungs! Es geht doch!

24. November 2010

Hurley hat's noch drauf

Was das Auswählen von rein zufälligen Nummern angeht...



Richtig tolle Episode von How I Met Your Mother mit "The Gentleman", "The Blitz", "Tur-tur-key-Key", "Wang-Man" und natürlich "Aaawww, MAAAN". Wer hat bei der Szene im Taxi, als Ted Mosby meinte, dass man zurück müsse, auch auf eine Reaktion des LOST-Knuddeljungens gewartet? Aber der war halt Jahre auf einer Insel, da kann man schon mal einrosten.

22. November 2010

IniRadio #173: My Chemical Romance - Vampire Money

Mir fehlt ein wenig der Rotz auf der neuen My Chemical Romance-Scheibe. Ich höre Versatzstücke von Andrew WK ("Bulletproof Heart"), Rob Thomas ("Sing"), Jimmy Eat World ("Kids From Yesterday") oder 30 Seconds From Mars ("The Only Hope For Me Is You"). Glückliche elektronische Beats im Midtempo statt schrill-düsterer Melancholie oder rotziger Rock'n'Roll-Attitüde. Nur bei der Single und dem folgenden "Vampire Money" geht es nach meinem Geschmack rund.

3...2...1... we came to fuck - davon hätte ich gerne mehr gehört.

19. November 2010

IniRadio #172: Magnum - Kingdom Of Madness / Invasion

Der Brite dreht ja momentan vollkommen ab wegen Prinz Willi und seinem Käthchen. Ich tue das übrigens gerade auch, aber wegen Bob und Tony. Und deren Frühwerken, die ich mir in Vorbereitung auf die wohl zu Weihnachten unter meinem Geschenkebaum liegende 5er-CD-Best-of-Box "The Gathering" (mit viel unveröffentlichtem Zeugs, B-Single-Seiten und anderem Krams) nochmal reinziehe. Magnum haben nun mal den Soundtrack meiner Jugend geschrieben und auch wenn ich von den neuen Outputs eher gelangweilt bin, die alten Sachen waren einfach Hammer. Wie diese beiden Tracks aus dem Debütalbum anno 1978.

17. November 2010

91. Minute beim Stand von 0:0

Also, ich finde, zu dem Zeitpunkt und unter den Umständen muss man den wirklich nicht zwingend.. naja.
Äh. Eigentlich vielleicht doch.



Vollkommen humorlos dagegen dieser Klassiker:

15. November 2010

Seriencheck (XXXVII)

Die 37. Ausgabe des Serienchecks diesmal mit einem sehr beachtenswerten Neustart und einem Überblick plus kurzer Bestandsaufnahme über die Shows, die ich verfolge bzw. verfolgt habe.

The Walking Dead

Neue aMC-Serie zu einem Thema, das uns alle betrifft, nämlich Zombies. Es ist die ganz alltägliche Geschichte von Sheriff Deputy Rick Grimes: morgens steht er noch gemütlich auf, beballert amtlich einen fliehenden Bösewicht, fängt sich eine Kugel ein und als er nach einer stärkenden Ruhephase von ein paar Wochen schließlich im Krankenhaus aufwacht, sind so gut wie alle tot, untot oder extrem schlecht drauf. Sein ehemaliger Kollege Shane Walsh hat sich unterdessen seine Frau und Kind gekrallt, was Grimes aber noch nicht mal ahnt, sondern nur der Zuschauer erzählt bekommt. Ja, das Leben während der Apokalypse kann unschön sein.

The Walking Dead basiert auf den Comics von Robert Kirkman und wurde von Frank Darabont (der für einen meiner absoluten Lieblingsfilme, "The Shawshank Redemption", Verantwortung zeichnet) in Szene gesetzt. Nun kenne ich weder die Vorlage, noch lechze ich begeistert jedem Untoten hinterher, der mir in Film, Fernsehen oder Fußgängerzone begegnet, aber um zu erkennen, dass diese Show großartig ist, brauche ich kaum mehr als einen Fingerbreit an Hirnmasse in der Kopfraum.

Kenner des Comics dürften den recht freien Umgang mit dem Quellenstoff bekritteln, klassische Zombieveteranen über die flotte Schlurfgeschwindigkeit der hier als Walker bezeichneten Wankfüßler ganz langsam den Kopf schütteln, aber für mich hat die TV-Aufbereitung alles, was es braucht: überzeugende Schauspieler, eine edle Produktion samt prächtig ausgestatteter Maskenabteilung, beeindruckende Bilder, spannende Story und natürlich Blut, Gore und anderes Ekelzeugs. Gerade bei letzterem erweist es sich als Vorteil für die Serie, auf einem Kabelsender gelandet zu sein. Zwei Folgen liefen bisher, zweimal zückte ich am Ende lächelnd-röchelnd die Höchstpunktzahl. Eine zweite Staffel ist schon gesichert und es müsste schon allerhand schiefgehen, wenn The Walking Dead nicht die beste Zombie-TV-Serie überhaupt werden sollte.

30Rock
Liz Lemon und Jack Donaghy halten sich tapfer in der 5. Staffel, was schon mal eine Leistung an sich ist. Es bleibt anspielungsreich humorvoll,  leider fehlen mir allerdings bisher die absoluten Höhepunkte, die aber noch im Laufe der Saison kommen können.

Better With You
Hat sich gesteigert, muss ich lobend feststellen. Die erste Episode hatte ich noch in der Kategorie „harmlose Relationship-Comedy mit zu wenig überzeugenden Jungdarstellern neben zwei alten Showhasen“. Aber die Autoren legten einige richtig schöne Episoden vor, in denen neben den Oldies Debra Jo Rupp und Kurt Fuller auch der Rest der Truppe überzeugen konnte. Wer also auf fluffig-leichte Unterhaltung mit Beziehungskrams steht, darf ruhig einschalten.

Boardwalk Empire
Definitiv eines der Highlights in der TV Serienlandschaft 2010. Auch wenn ich manchmal Probleme habe, die Figuren einzuordnen und das Nackedei der Woche mir stellenweise zu sehr in die Show gedrängt wird – "Boardwalk Empire" verströmt den Charme der 20er und des Qualitätsfernsehens made by HBO.

Bored To Death
Legt im Vergleich zur ersten Staffel stetig zu und mausert sich langsam zu einer echten Empfehlung für Freunde schräger Comedy. Ein eher unterkühlter Start in die zweite Staffel, aber spätestens die Episode mit Ted Danson als bekiffter Waffenträger zeigte das Potenzial der Show und verdiente sich die erste volle Punktzahl auf meiner Bewertungsskala. Zach Galifianakis bleibt zudem eine Kategorie für sich.

Castle
Eine meiner aktuellen Auf-Halde-Serien, von daher nicht bewertbar. Die bisher gesehene Eröffnung der 2. Staffel war schon mal recht unterhaltsam. Ich hoffe auf weitere Firefly-Anspielungen im Laufe der Season.

Chuck
Leicht schwankende Qualität bei Chuck & Co. Der Handlungsstrang um die Mutter haut mich nicht um, die Beziehungsprobleme zwischen dem Agentenduo könnte man von mir aus auch eher flotter abarbeiten. Spaß machen zweifellos das neue Pärchen Grimes & Casey, die Buymore-Geeks hingegen kommen mir noch zu kurz.

Community
Und nochmal schwankende Qualität. Sehr gepflegter Einstieg mit Betty White als Gastprofessorin, danach erinnerte es mich stark an die Folgen der 1. Staffel, will sagen: Nette bis gute Unterhaltung, aber halt nicht der Knaller. Bis mit „2x04 Basic Rocket Science“ und vor allem „2x06 Epidemiology 206“ das Spaßpedal durchgetreten wurde. Darauf folgte eine schwache, jüngst eine wieder richtig gelungene Episode. Kann es sein, dass die Autoren aktuell mit Senor Chang nichts anzufangen wissen?

Desperate Housewives
Nach zwei Episoden aus meiner Guckliste geflogen. Kontinuierliche Fortsetzung der schwachen 6. Staffel, mit Handlungssträngen, die mich als Kerl nun wirklich nicht ernsthaft ansprechen konnten. So long, Wisteria Lane, es war mal ganz schön.

Dexter
Bin mit Dexter wieder nicht richtig glücklich. Schon letzte Staffel dauerte es, bis die Show dank John Lithgow zündete. Dieses Jahr läuft das Blut zu Beginn eher noch zäher statt flüssig, die Nebenschauplätze reichen von belanglos bis hattenwirschonmal. Erst in den letzten drei Episoden weckten die Ereignisse um Dex und seine neue Freundin mein Interesse. Ich hoffe, die Macher haben sich noch etwas richtig Großes aufgespart.

Fringe
[Achtung, Schreibmaschinen bereithalten, es folgt eine Durchsage an alle Bewohner dieser und sämtlicher angeschlossener Parallelwelten:]
Wie genial bitte ist diese Show geworden? Der Kniff mit der alternativen Fringe-Division ist grandios, die Geschichten ohne Fehl und Tadel, es kommt keine Langeweile wie bei früheren Füllerepisoden auf, die Show bolzt schon direkt Highlights heraus, als würde es Richtung Finale gehen. Meine persönliche Überraschung dieses Jahrgangs und neben „The Walking Dead“ die Serie, auf die ich mich unter der Woche am meisten freue.

How I Met Your Mother
Läuft ähnlich wie 30Rock weiterhin stabil, auch wenn sich zu Beginn einige schwächere Ausgaben einschleichen. Der Zahn der Zeit nagt eben auch dezent an Barney & Co. Immerhin, seit der sehr guten Folge „6x04 Subway Wars“ hält sich HIMYM wieder sicher in der Qualitätsspur. 

Mike & Molly
Lange habe ich der Show ihre Chance gegeben, sie nun aber doch mit der  7. Folge abgesetzt. Die neueste Chuck Lorre-Produktion ist bei mir nie über die Einschätzung „ganz nett bis geht so“ hinausgekommen. Den Piloten fand ich recht akzeptabel, danach ging es aber einfach nicht weiter aufwärts. Ob die Hauptdarsteller nun dick sind oder nicht, am Ende zählen für mich die Drehbücher, die in Bezug auf meine Humortrefferquote eher schwach auf der Brust waren.

Modern Family
Läuft weiterhin großartig und hält insoweit das Niveau der ersten Saison, auch wenn ich bisher noch keine Folge mit der Höchstpunktzahl ausgezeichnet habe (allerdings bereits einige mit der zweitbesten Note). Ist aber sicher nur eine Frage der Zeit, bis Phil „The Dad“ Dunphy sich den ganz großen Bock leistet. Oder eben Cameron. Oder Jay. Ach, eigentlich sind alle dazu imstande.

Outsourced
Mein Bruder guckt es weiterhin und ich gezwungenermaßen halt auch. Aber nur wegen Gupta, den ich mir gut als Nebendarsteller in einer Hit-Comedy vorstellen könnte. Die anderen Figuren reizen mich überhaupt nicht, (okay, vielleicht gerade noch so der Assistant Manager), der Humor verpufft zum allergrößten Teil an mir vorbei, das Setting langweilt. Ich will endlich Parks & Recreation auf dem Sendeplatz wieder haben!

Raising Hope
Beste neue Comedy meiner bescheidenen Meinung nach. Goldiges Baby, herzlich kaputte Familie, quietschig drollige Nebendarsteller (ich sage nur Kate Micucci, die Ukulele-Lady aus "Scrubs"), schöne, immer mit einem Schuss Herzensgüte versehene Geschichten. Wer "My Name Is Earl" mochte, hat hier äquivalenten Ersatz. Obwohl die Familie Chance mit dem Wort äquivalent sicher nichts anzufangen wüsste.

Running Wilde
It’s not Arrested Development. Muss man leider so festhalten. Nach einem verheißungsvollen Start trudelte die Show langsam, aber sicher Richtung Bedeutungslosigkeit. Mir fehlen die sympathisch-schrägen Elemente oder auch einfach die kaputten Typen, die die Show um die Familie Bluth seinerzeit hervorbrachte. Bei „Running Wilde“ bemüht sich Will Arnett zwar, seine Rolle als exzentrischer Millionär entsprechend zu befüllen, aber das alleine reicht nicht. Vor allem, wenn die restlichen Rollen auch einfach zu wenig mit echten, erinnerungswürdigen Charakteren besetzt sind. Sorry, Mitchell Hurwitz, dann lieber schnell wieder an den Schreibtisch zurück, um endlich den "Arrested Development"-Film ins Kino zu bringen.

$#*! My Dad Says
Auch bekannt als die Show, in der William Shatner ab und zu etwas Witziges sagt. Ich kenne den Twitter-Channel nicht, der hier als Vorlage diente, aber ich würde wetten wollen, dass ich genau sagen kann, welche Drehbuchteile ihm entstammen und welche nicht. Steht bei mir auch nur deshalb noch auf der Guckliste, weil ich Old Captain Kirk Bill weiterhin für eine coole Sau halte. Der Rest des Castes geht gnadenlos unter in der eigenen Bedeutungs- und Witzlosigkeit.

The Big Bang Theory
Ein überragender Start der amtlichen Geeks von CBS, was mir reichlich Hoffnung machte nach der doch qualitätsmäßig abfallenden dritten Staffel. Es scheint, als wüssten die Autoren wieder, was der Kernbereich der Show ist. Nämlich die Zuschauer mit abgedrehten Dialogen über Roboter, SciFi, Computern, Superhelden und anderem Nerdgold zu unterhalten. Mittlerweile haben sich auch ein paar Füllerepisoden eingeschlichen, aber mit Gastauftritten wie zuletzt jenem von Will Wheaton kann man einfach nichts falsch machen.
  
The Event
Ich mag sie weiterhin, diese Mischung aus „24“, Flashbacks und Mystery. Klar, wie schon bei Jack Bauers Abenteuern tun sich situationsbedingt ein paar Logiklöcher auf, aber wer sich davon den Spaß nicht trüben lässt, findet in „The Event“ spannende Unterhaltung. Auf meiner internen Bewertungsliste hat bisher jede Folge solide 5 Punkte einfahren können. Auch, weil die Show es schafft, mich als Zuschauer am Ball zu halten, mir keine nervigen Charaktere oder Ablenkungsmanöver zu präsentieren und jede Episode mit einem knackigen Ende zu versehen. Leider stimmen die Quoten mal wieder nicht. Anders als bei „FlashForward“ oder „V“ ärgert mich das in diesem speziellen Fall.

The Increasingly Poor Decisions Of Todd Margaret (Season 1)
Nach 6 Episoden schon durch und daher von mir auch mit einer endgültigen Bewertung zu versehen. Vielen dürfte der Charakter von Todd Margaret schlicht und ergreifend zu schmerzhaft doof sein, das ging mir an manchen Stellen auch so. Andererseits aber hat die von David Cross erschaffene Show stellenweise so harten Humor zu bieten, dass ich ein wenig darüber hinwegsehen kann. Wer also mit seinem eigenen Witzgeschmack den Ansatz „So krank, dass es schon wieder gut ist“ vereinbaren zu vermag, darf reinschauen. Andere können einen guten Punkt abziehen oder sich besser gleich davon fernhalten. In jedem Fall darf man bekritteln, dass der Schluss etwas zu abrupt kommt und vor allem den Vorspann überhaupt nicht erklärt. Wehe, die zweite Staffel ist noch nicht klar.
4,5 von 6 Punkten (befriedigend)

The Middle
Weiterhin der kleine unscheinbare Bruder von „Modern Family“, denn zumindest bei mir liegt diese Show immer um einen guten Wertungspunkt hinter der emmyausgezeichneten Nachfolgesendung. Wird sich auch dieses Jahr in einem soliden Bereich einpendeln, wie es aussieht.

The Office
Zumindest die ersten Minuten bis hin zum Vorspann versprühen ab und an noch das Flair der großen Unterhaltung, für die diese Show jahrelang stand. Aber dann folgen zu viele Minuten, die einen eindrucksvoll daran erinnern, dass die besten Bürozeiten schon lange hinter einem liegen. Auch die 7. Staffel schafft es nicht, in meiner Gunst wieder zu klettern. Ansätze waren da, wie bei der die Staffel eröffnenden Episode „7x01 Nepotism“,  und auch die aktuelle „7x08 Viewing Party“ war durchaus unterhaltsam. Demgegenüber stehen allerdings zu viele Folgen, die ich wirklich schmunzelfrei durchgestanden habe.

The Simpsons
Same procedure as almost every year. Die Halloween-Episode hui, der Rest meh. Einzig der Banksy-Vorspann blieb mir noch in Erinnerung.

Two And A Half Men
Wie zu erwarten: die Show wird der Quoten wegen durchgezogen (und um die Gehaltserhöhung von Charlie Sheen zu rechtfertigen), aber von früheren Großtaten ist man entfernt und pendelt sich im „naja, ist okay“-Bereich ein. Einziger Ausfall nach oben bisher: die aktuelle Episode „8x08 Springtime On A Stick“. Wer nochmal daran erinnert werden will, wie gut diese Serie mal war, braucht von der bisherigen Staffel eigentlich nur diese eine Folge zu sehen.

Weeds
Nach drei Folgen auf Halde gelegt. Der Start war zwar interessanter, weil das erzählerisch langweilige Mexiko-Setting verlassen wurde. Überragend packend gestaltete sich der Neubeginn allerdings auch nicht.

11. November 2010

CDs des Monats: SABATON - The Art Of War / SPIRITUAL BEGGARS - Return To Zero

Huppsala, jetzt habe ich doch glatt vergessen, die CD des Monats für den Monat Oktober zu küren. Angedeutet hatte ich es zwar, wer meine Favoriten sind (beide Bands waren im IniRadio vertreten), aber der Vollständigkeit hier nun die salbungsreiche Nominierungsentscheidung. Salbungsreich, weil ich den beiden schwedischen Bands den Triumph des Antisportlers verdanke: ja, ich habe auf meinem Heimtrainer mittlerweile tatsächlich die 1000 Kilometer vollgemacht. 350 davon im Zeitraum Dezember 2006 bis Juli 2010, die restlichen 650 zwischen August und Oktober 2010. Was es dafür braucht? Eiserne Disziplin, gutes Sitzfleisch, einschlafresistente Weichteile und antreibende Musik.

Für die aggressive In-die-Pedale-Treterei empfiehlt sich das 2008er Album "The Art Of War" aus dem Hause Sabaton. Denn mindestens viermal die Woche 30 Minuten auf dem Heimtrainer ist Krieg, der Feind der schleppend langsam zählende Kilometerzähler und der nicht vorankommen zu scheinende Zeiger auf der Uhr. Sabaton spielen hymnischen Powermetal mit Keyboardeinsatz, von den Texten her dicht an Manowars Schlachthymnen, aber eben noch nicht ganz so peinlich, weil sich an realen Auseinandersetzungen orientierend. Also nicht andauernd "Mein Schwert steckt in deinem Körper und ich fühl mich gut dabei"-Lyrik plus ewig gleiche Reimschemata. Musikalisch galoppiert das Ganze sehr schön voran, hat ein paar stattliche Chöre und Refrains zu bieten, die Soli sind stets auf "Potzblitz, jetzt würd' ich gerne strammstehen"-Majestätik gestimmt und Sänger Joakim Brodén brummelt zackig und gerne mal mit rollendem R ins Mikro.

Mag die gesamte Band durchgehend tarnbehost über die Bühnen dieser Welt hopsen und daher martialisch rüberkommen, die Texte des Geschichtsstudenten Brodén setzen sich auch kritisch mit kriegerischen Handlungen auseinander, wie etwa bei "Cliffs of Gallipoli" oder "The Price of a Mile". Der Zweite Weltkrieg wird reichlich thematisiert, eine Verherrlichung (vor allem der Untaten der Achsenmächte) findet jedoch nicht statt. Das ist mir auch am wichtigsten, ansonsten sollen die Burschen von mir aus halt singen, worüber sie Lust haben. Hauptsache, die Musik haut gut rein und geht ins Ohr. Und das tut sie durchgehend, seien es die schnellen Nummern "Ghost Division", "40 To 1" und "Talvisota", die schleppenden Kracher wie der Titeltrack und "Unbreakable" oder die Mitgrölkandidaten "Union (Slopes of St. Benedict)" und "Swedish Pagans". Fazit: Jedem Freund hymnisch-metallischer Klänge sei die "Art Of War" ans Kämpferherz gelegt. Mit dem aktuellen Output "Coat of Arms" hatte ich eher Probleme, sowohl von den Songs als auch in Bezug auf manche Thematik.



Zum Runterkommen nach der ganzen Rumgekriegerei passt anschließend lässiger Classic Rock, wie ihn die Spiritual Beggars zelebrieren. Da juckt die Schlaghose, da will man das Jimi Hendrix-Stirnband aufziehen, da grüßen Deep Purples Jon Lord und Black Sabbaths Tony Iommi, da lockt das Blumenmädchen mit der zu groß geratenen Zigarette. "Return To Zero" bringt erneut einen Besetzungswechsel mit sich, denn mit dem Griechen Apollo Papathanasio (Firewind) shoutet der mittlerweile dritte Sänger ins Mikro - und das macht der Mann außerordentlich gut. Fast meint man, den jungen David Coverdale sich um seine weiße Schlange winden zu hören.

Ich mag die Beggars seit ihrem Kultalbum "Mantra III", der Nachfolger "Ad Astra" bot ebenfalls fette Songs, danach setzte es auf den folgenden Veröffentlichungen doch den einen oder anderen Durchhänger, der nun allerdings mit einem bärenstarken Album offiziell beendet sein dürfte. Mein persönlicher Star der Truppe ist und bleibt Gitarrist Michael Amott, der die genialen Riffs und Soli aus den Fingern zaubert, als hätte er seine Klampfe direkt in einen Regenbogen gestöpselt. Egal ob ultraschwer schwingend ("Lost In Yesterday, "Chaos Of Rebirth"), besinnlich ruhig ("Spirit of the Wind", "The Road Less Travelled"), begattungsreif beschwörend ("Believe in Me"), rhythmisch treibend ("A New Dawn Rising") oder kurz'n'knackig hymnenhaft ("We Are Free", "Coming Home") - Michael, Apollo, Ludwig, Sharlee und Per liefern abnickfähige und mitwippfreudige Qualität der Sonderklasse ab. Fazit: Die Spiritual Beggars bleiben eine Klasse für sich. Schade, dass man die Band als Nebenprojekt gut beschäftigter Musiker so gut wie nicht hierzulande zu sehen bekommt.

10. November 2010

Amiga Meets Piano Vol. II

Das hört der olle Spiele-Onkel wie meinereiner aktuell im Auto, wenn es draußen nieselt und kaltet: die zweite CD aus der Amiga Meets Piano-Reihe, auf der Patrick Nevian erneut höchst altehrwürdige Daddelklassiker-Soundtracks aus den weißen und schwarzen Tasten huschen lässt. Diesmal mit "The Great Giana Sisters", "Monkey Island", "Turrican 3", "Simon The Sorcerer" und diversen anderen.

Vor allem das Thema von "Simon The Sorcerer" löst bei mir wohlige Nostalgiegefühle aus, wie sie sich bei mir sonst nur beim Schauen des Vorspanns von "Cheers" bemerkbar machen. Was dem einen seine Stammkneipe, war dem anderen halt der Amiga.






Wie schon der Vorgänger ist auch diese CD kostenlos auf der Seite von AMIworx herunterladbar. Wer Gefallen dran findet, darf auch reichlich spenden. Die nächste Nostalgiewellenüberschwappung kommt schließlich bestimmt.

8. November 2010

Kritisch bleiben, auch wenn es mir wehtut

Endlich deckt mal jemand die lange von der Journaille unter den Teppich gekehrte Wahrheit auf. Die ja bekanntlich nur auf dem Platz liegt. Und unter Rasen kann man nix kehren, Herr Klopp! Einen Lothar Sippel (45) darf man so einfach nicht behandeln.



Demnächst: Felix Magath in "Warum wir die Besten sind, es aber noch nicht zeigen wollen".

4. November 2010

IniRadio #171: Riot - Thundersteel

"Dunnerschtaaaaahl", röhrte es Ende der 80er oft aus meinem Zimmer. Das Tempo konnte ich nicht mithalten, der Sänger eierte gesangsmäßig drei Oktaven höher als ich es vermochte, weshalb ich mir letztlich nur die saarländische Einfärbung des Titels ans Revers heften konnte. Ist alles drin, was den Powermetaller glücklich macht, vom rasenden Dudelsolo auf dem Gitarrenhals bis hin zum Bruce Dickinsonschen "Am Ende schrei ich's für alle nochmal raus"-Gedenkgekreisches. Sogar das Cover fand ich damals super. 

3. November 2010

Die Schalker Krise ist vorbei

Jetzt nicht wegen des überragend herausgespielten 0:0 gegen Hapoel Tel Aviv, in dem außer Manuel Neuer wieder alle tief in den Topf mit der spielerischen Grütze gegriffen haben. Nein.
Sondern weil heute urplötzlich die vor 2 Monaten bestellten Autogrammkarten gekommen sind.




Damit ist die Schalker Krise von meiner Seite aus offiziell vorbei.
Alles wird gut, Felix.
Und wenn nicht, muss ich wenigstens nicht mehr den "War ja klar"-Blick meines Bruders ertragen, wenn die Null mal wieder an der falschen Stelle steht.

AAAAAAH, DIE SCHAFE

Es gibt Momente, da stehe ich meinen Hobbys kritisch gegenüber.

  1. Ich liebe das Internet, aber der Gedanke, dass sich Leute dort herumtreiben, die nach Daniela Katzenberger-News hecheln, lässt mir die Maus angeekelt aus der Hand gleiten. 
  2. Ich liebe Musik, aber der Gedanke, dass es Leute gibt, die CDs von Dieter Bohlen und DJ Ötzi kaufen, lässt mich meine Mini-HiFi-Anlage quer in den Mund schieben. 
  3. Und ich liebe Computer-/Videospiele, aber der Gedanke, dass Menschen existieren, die ... aber guckt selbst. Ich gehe derweil mein Gamepad trocknen.

2. November 2010

Parks & Recreation in IMAX 3D!!! (Wie damals bei Seinfeld...)

Hach, angesichts der bisherigen Comedy-Ausbeute vermisse ich Leslie Knope und ihre Crew. In dem Zusammenhang: Weshalb wurde "Outsourced" um eine Staffel verlängert??? So verzögert sich doch nur vollkommen unnötigerweise die neue Saison von "Parks & Recreation". Verdammte Senderbürokratie, unter Ron Swanson hätte es das nicht gegeben.



Wenigstens kommt Conan am 8.11. ausstrahlungszeitpunkttechnisch gesichert wieder. Hier der Link zur Show Zero.