31. Mai 2011
CD des Monats: DROPKICK MURPHYS - Going Out In Style
Seit "Blackout" aus dem Jahre 2003 verfolge ich die songlichen Geschicke der Truppe um Al Barr und Ken Casey. Typischerweise herrscht in den Liedern der Bostoner Jungs viel Folk, viel Lärmerei und massenhaft männliches Gegröle vor. Dementsprechend heizen die Opener "Hang 'em High" und vor allem der Titeltrack schon mal die whiskeyumspülten Stimmbänder ein. "Going Out In Style" handelt genretypisch von einer groß angelegten Zecherei mit Freunden, Familien und Saufkumpanen. Anders als auf den vorigen Alben legen die Murphys bei den Refrains auch mal einen stimmbandschonenderen Gang ein, schreien nicht durchweg alle Lieder zu und überzeugen insofern mit Songs wie "Memorial Day", "Broken Hymns" oder der Gewerkschaftshymne "Take 'em Down". Der Boss schaut dann schließlich ebenfalls vorbei - allerdings nicht der in eben jenem Lied verabscheute, sondern der richtig nette und gute in Form von Bruce Springsteen - und besingt lobhaft in "Peg O'My Heart" die irische Maid.
Meine Favoriten sind darüber hinaus das heftig dudelsackbegleitete "Deeds Not Words", "The Hardest Mile" mit seinem druckvollen Mitgeh-Rhythmus und das fröhliche "Sunday Hardcore Matinee". Ausfälle gibt es keine, die Songs bleiben hängen und so wie es aussieht, legen nächsten Monat die Genrekumpels von Flogging Molly nach und verwandeln den Frühling endgültig in grüngefärbte musikalische Glückseligkeit. Cheers!
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11:02:00 AM
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30. Mai 2011
IniRadio #195: Flogging Molly - Revolution
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2:06:00 PM
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27. Mai 2011
Seriencheck Ranking TV Saison 2010/2011
Für Zahlenwühler, Ranglistenschmökerer und Statistikliebhaber:
Mein offizielles Seriencheck-Ranking für die TV Saison 2010/2011
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Inishmore
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4:46:00 PM
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Game Of Thrones Opening Credits Cover (Heavy Version)
Muss man sich eigentlich hier als MP3 runterladen, auf das mobile Audioabspielgerät des Vertrauens pflanzen, die Rüstung anziehen und sodann majestätisch den Raum abschreiten.
Hier das Original:
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12:01:00 PM
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24. Mai 2011
Seriencheck (XLI)
Der 41. Seriencheck mit einer spektakulären Neuerung! Ab sofort erhält jede Serie, die ich über mehr als vier Episoden verfolgt habe, einen absoluten Abschlusswert. Und das funktioniert so: in meiner Datenbank beurteile ich jede Folge innerhalb einer Bandbreite von 1-6 Punkten (inklusive 0,5er-Schritten). Wer dabei 1-2 Punkte kassiert, beleidigt mich meist so gründlich in meinem Geschmack, dass er nicht über oben erwähnte vier Episoden kommt. 3 und 3,5 sind unter dem Schnitt, 4 durchschnittlich, 4,5 befriedigend, 5 gut, 5,5 sehr gut und 6 Punkte bilden die absolute Spitzenklasse.
Die durchschnittliche Wertung aller Folgen ergibt dabei zunächst nur einen Zwischenwert, denn alleine mit dieser Art der Berechnung wäre eine Serie mit 6 Punkten als Gesamtnote wohl ziemlich unmöglich. Deshalb verteile ich zusätzlich auf diesen Zwischenwert Bonuspunkte in Form von je 0,05 Punkten für jeden 5,5er bzw. je 0,1 Punkte für jeden 6,0er. Wer also Topunterhaltung liefert, kann auf diese Weise kleine Ausrutscher nach unten wiedergutmachen. Am Ende steht eine gnadenlos endgültige Prüfziffer, die zumindest ich ganz toll finde und die mir genau sagt, wo ich die jeweils aktuelle Saison einzuordnen habe. Hoffe ich mal.
30 Rock (Season 5)
Die Serie, die sich (weiterhin) immer wieder etwas Neues einfallen lässt. Der Einfallsreichtum von Tina Fey und ihrem Autorenteam kennt keine Grenzen und versorgt auch die mittlerweile fünfte Staffel mit Comedyhighlights. Manches Mal allerdings wird der Grad an Absurdität etwas überdreht (wie etwa im diesmaligen Staffelfinale), die besonderen Episoden wie die Live-Show oder die 100. Folge konnten nicht die ganz hohen Wertungen einfahren, wie überhaupt im Gegensatz zu früheren Staffeln nur einmal mein Humorzentrum voll in die 6 Punkte getroffen wurde. Dahinter lauern allerdings gleich 8 sehr gute bzw. 7 gute Ausgaben der The Girlie Show with Tracy Jordan, was auch dieses Jahr wieder für eine insgesamt hohe Wertung ausreicht. Der Dampfer 30Rock trotzt damit weiterhin wacker der mit ansteigender Laufzeit rauer werdenden See, auch wenn die Kapitäne Lemon & Donaghy ab und zu das Steuerrad kurz entgleiten lassen.
Absoluter Wert: 5,50 Punkte / Anzahl an Höchstwertungen: 1 x 6,0 ; 8 x 5,5
Gesamtwertung: sehr gut
Top of the Show: S5E12 Operation Righteous Cowboy Lightning
Better With You (Season 1)
Eine der Überraschungen dieser Saison und wenn ich lese, dass es letzen Endes nicht für eine zweite Staffel gereicht hat, möchte ich direkt und sofort die Beziehung mit ABC beenden. Better With You ist eine sympathische, klassische Couple-Comedy, deren Pilot mich zugegebenermaßen ziemlich kalt gelassen hat. Drei Paare, eines jung verliebt und heiratswillig, eines länger zusammen und in wilder Ehe lebend und schließlich die steinalt verheirateten Eltern der beiden Töchter - das erinnert an Til Death mit Brad Garrett und Joely Fisher und übernimmt als running gag auch dessen vergleichende Szenen im jeweiligen Beziehungsstadium. Der Unterschied: im Laufe der Show hat jedes dieser Paare seine Highlights. Als erstes packen einen die Altstars Kurt Fuller und Debra Jo Rupp, mit der Zeit kommt vor allem Josh Cooke mit seinem humoristischen Talent immer besser zur Geltung und spätestens ab der Mitte mag man den ganzen Cast mit seinen Schrullen und Macken. Der hohe absolute Wert zeigt, dass sich die Show auf einem konstant guten Niveau bewegte, was ich beileibe nicht von allen neuen Comedys 2010/2011 behaupten kann. Nur als Vergleich: Hätte sich ABC zwischen Mr. Sunshine und Better With You entscheiden müssen, wäre nach meiner Wahl Chandler draußen geblieben. Wirklich schade drum.
Absoluter Wert: 5,40 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 2 x 6,0 ; 4 x 5,5
Gesamtwertung: gut
Top of the Show: S1E12 Better With A Cat, S1E20 Better With Crying
Breaking In (Season 1)
Kein Glück für Christian Slater, auch sein dritter Anlauf, als Seriendarsteller Fuß zu fassen, scheint in der frühzeitigen Absetzung zu enden. Breaking In ist allerdings dann auch zu schwach, um im Haifischbecken der Comedyserien zu überleben. Die Show leidet stellenweise deutlich an der übertrieben aufgetragenen Lässigkeit und Coolness, der Freund der Schlossknackerbraut nervte mich schon direkt mit seinem ersten Auftreten und Bret Harrison spielt mal wieder genau den Typen, den er schon in Reaper und That 70's Show verkörperte. Auf der positiven Seite: Slater mit ein paar netten Sprüchen und einige richtig gelungene Geek-Referenzen (Star Wars, Star Trek, Goonies, Tron). Im Endeffekt aber doch zu wenig, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Absoluter Wert: 4,14 Punkte
Gesamtwertung: durchschnittlich
Chuck (Season 5)
Wenn ich mit der Sichtung einer Show hintendranhänge, dann stimmt irgendetwas nicht. Bei Chuck lagerten stellenweise bis zu fünf Episoden auf der Wartehalde - eine vor ein paar Jahren noch undenkbare Situation, da freute ich mich auf jedes neue Abenteuer wie der Beißer auf James Bond. Aber mittlerweile hat man das Gefühl, so ziemlich alles gesehen zu haben, der Trend zur aufkommenden Serienmüdigkeit lässt sich nicht verleugnen. Woran es lag? Nun, das Auf und Ab der Agentenbeziehung wirkte gekünstelt und kam beileibe nicht an die frühere "Kommen Sie zusammen?"-Spannung heran, die Suche nach Chucks Mutter mit all ihren bemühten Wendungen rundum das Volkoff-Imperium entfachte wenig Kribbeln, zu oft hatte man zudem schon eine als mögliches Finale konzipierte Episode gesehen. Wo früher Topmission an Topmission aneinandergereiht wurde, schlich sich nun also auch Durchschnittliches ins Hauptquartier. Wobei es oft so war, dass die Folgen entweder rockten oder so begeisternd wirkten wie das Buymore-Personal, wenn Arbeit ansteht. Natürlich besaß die Show weiterhin genug Charme, Witz, attraktive Frauen und Geekyness, dass es für ein „sehr gut“ als Abschlussnote reichen würde, wenn auch weniger deutlich als gewohnt.
Das war meine Einschätzung, bevor ich die letzten drei Folgen der Saison sah. In eben jenen läuft Chuck zu absoluter Hochform auf: ein respektabler Twist um den Agenten X, putzigster Nerd-Humor, augenzwinkernde Momente und ein rundum gelungenes Happy End-Finale mit witzigem Ausblick auf die wohl wirklich endgültig letzte Staffel. Ach, ich freue mich doch wieder drauf.
Absoluter Wert: 5,87 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 5 x 6,0 / 7 x 5,5
Gesamtwert: sehr gut
Top of the Show: S4E02 Chuck Versus The Suitcase, S4E10 Chuck Versus The Leftovers, S4E14 Chuck Versus The Seduction Impossible, S4E23 Chuck Versus The Last Details, S4E24 Chuck Versus The Cliffhanger
Community (Season 2)
Die von der Zahl der absoluten Highlights her beste Comedy-Show des Jahrgangs, da lasse ich mich jetzt auf keinerlei Gruppendiskussion ein. Wie das Team um Dan Harmon immer wieder wahre Perlen der Unterhaltung in ein 20-minütiges Sendeschema presst, verdient eine Auszeichnung jenseits kommunaler Bildungsstätten. Die Halloween-Episode, das Paintball-Western-Drama, die Mutter aller Rückblickfolgen, das Dungeons & Dragons-Epos - allesamt Klassiker, für die ich sofort den Doktorhut in den Ring geworfen hätte. Meta-Zeremonienmeister Abed hat hier mit seinen Mitstreitern wieder alles im Griff. Damit Pierce aber wieder etwas zu meckern hat, verweise ich auf die Handvoll lustloser Episoden, die die Show an der absoluten Höchstwertung vorbeischrammen lassen. Oder ich habe die darin besiedelte Anspielungsebene schlicht nicht verstanden. Mein Tipp: für solche Folgen einfach Soloauftritte von Mr. Chang oder Dean Pelton einbauen, dann klappt es zur Staffel 3 auch mit der Höchstpunktzahl. Von mir aus bräuchte diese Serie nie einen Abschluss zu schaffen.
Absoluter Wert: 5,88 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 4 x 6,0 ; 9 x 5,5
Gesamtwertung: sehr gut
Top of the Show: S2E06 Epidemiology, S2E14 Advanced Dungeons & Dragons, S2E21 Paradigms Of Human Memory, S2E24 For A Few Paintballs More
Fringe (Season 3)
Es passiert höchst selten, dass eine Show einen solchen Qualitätssprung hinlegt wie Fringe. Man beachte, wie ich den Begriff Quantensprung umschifft habe, weil dieser unter wissenschaftlichen Laien immer falsch angewandt wird. Dr. Walter Bishop wäre stolz auf mich und würde mir spontan eine bunte Stange Lakritze anbieten. Hatten die ersten beiden Seasons immer wieder storymäßige Ausfälle zu bieten (was mich letztes Jahr noch zu der Idee veranlasste, sich die besten Folgen einer DVD-Box selbst zusammenstellen zu dürfen, zusätzlich mit den schönsten Bloopers, ekligsten Herumschnippeleien und einem Minilabor inklusive Kuh nebst aufklappbarem Altar zur Huldigung von John Noble), ist dieses Mal alles auf einem Qualitätslevel. Wer immer auf die Idee gekommen ist, die Abenteuer der Fringe Division auf ein Paralleluniversum auszudehnen, darf einmal in den Isolationstank und eine Emmy-Verleihung zu seinen Ehren miterleben. John Noble hätte eine reale Nominierung spätestens mit dieser Saison verdient. Die Folgen sind dermaßen grandios, dass ich sogar die "Olivia redet wie Spock"-Nummer nach einem kurzen Kopfschütteln lustig fand. Zum Schluss noch ein Finale mit einem Schlusspunkt, der in seiner Wunderlichkeit an beste LOST-Zeiten erinnerte. Die perfekte Mischung aus Mystery, Weltuntergang und Humor. Selbst schwächere Folgen sucht man vergebens, was in einer wohl für einige Zeit unerreichbaren absoluten Wertung deutlich wird.
Absoluter Wert: 6,21 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 4 x 6,0 ; 9 x 5,5
Gesamtwertung: überragend
Top of the Show: S3E05 Amber 31422, S3E06 6955 khZ, S3E15 Subject 13, S3E18 Bloodline
How I Met Your Mother (Season 6)
Kids, i don’t care anymore about how i met your mother. Deal with it!
Ich warte wirklich auf diesen Einstieg, das kann eigentlich nur noch eine Frage der Zeit sein. Selbst die Autoren gönnen sich da einen Spaß, wie im Saisonfinale mit der kurzzeitig gezeigten, aber natürlich falschen Mutter. Die Show ist weiterhin spaßig, die Charaktere durch die Bank liebenswert und wer sich wie ich durch ein paar Episoden Mad Love gequält hat, weiß erst richtig wieder zu schätzen, was er an Barney, Ted, Marshall, Robin und Lily hat. Die paar durchschnittlichen Ausreißer werden immer wieder durch legendär komische Episoden wettgemacht und selbst auf der dramatischen Ebene konnte man -Stichwort: unerwarteter Todesfall- punkten (auch wenn ich die unmittelbar danach folgende Episode als schwächste der Staffel empfand).
Absoluter Wert: 5,71 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 3 x 6,0 ; 7 x 5,5
Gesamtwertung: sehr gut
Top of the Show: S6E04 Subway Wars, S6E10 Blitzgiving, S6E13 Bad News
Justified (Season 2)
Marshall Raylan Givens ist auch dieses Jahr wieder heißer Anwärter auf den "coole Sau"-Award der US-Fernsehsaison. Der Mann fährt einen schicken schwarzen Schlitten, trägt lässig wie kein anderer seinen Stetson, bringt die Bösewichter mit Einzeilern ins Schwitzen und setzt seine Pistole gegen die Hinterwäldler Kentuckys ein, ohne groß nachzufragen. Da passt es schon ins Bild, dass Darsteller Timothy Olyphant in Rango dem animierten Clint Eastwood seine Stimme lieh. In der zweiten Staffel geht es düsterer zu, es fehlen mir etwas die auflockernden Episoden der ersten 13 Folgen, dafür bekommt der Zuschauer als durchgängigen Storybogen ein spannend inszeniertes Drama, an dessen Ende nur wenige Figuren unverletzt bleiben. Und der Boden für den Ärger in Staffel 3 ist schon beackert. Starke darstellerische Leistungen gibt es von Jeremy Davies (LOST) und Margo Martindale (Dexter) zu vermelden, das Qualitätsniveau ist durchgehend als gut einzustufen. Allerdings hätte ich mir mehr noch ein paar sehr gute Folgen wie jene zu Beginn bzw. zum Ende hin gewünscht. An den überragenden Piloten "Fire In The Hole", den ich an dieser Stelle nochmals jedem Serienfan ans Herz legen kann, kommt allerdings keine Episode dieser zweiten Season heran. Wie üblich empfiehlt es sich auf Seiten wie addic7ed.com die passenden Untertitel zu laden, um vor dem dahingeschnodderten Dialekt der Hillbillies nicht gleich die Waffen strecken zu müssen.
Absoluter Wert: 5,15 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 3 x 5,5
Gesamtwertung: gut
Modern Family (Season 2)
Die beste Comedyshow der letzten Saison enttäuscht auch dieses Jahr nicht. Es bleibt bei dem wunderbaren Kniff, dass von den kleinen Dramen rumdum um die drei Familien mindestens eines den direkten Weg ins Zwerchfell findet. Seien es die humorigen Macken der Dunphys, der Delgado-Pritchetts oder der Pritchett-Tuckers: den witzigsten Clan der Woche stellt mit schöner Regelmäßigkeit Modern Family. Das spiegelt sich auch bei den Punkten wieder, wo ich als schlechteste Bewertung gerade einmal ein „befriedigend“ verteilen musste, der Rest war gut bis überragend. Mit dem kleinen Unterschied, dass das Prädikat dieses Mal deutlich seltener (sprich: nur einmal) von mir gezückt wurde als noch in der ersten Staffel. Auch das Finale blieb etwas hinter dem letztjährigen zurück. Die Folge dieses Meckerns auf hohem Niveau:
Absoluter Wert: 5,83 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 1 x 6,0 ; 10 x 5,5
Gesamtwertung: sehr gut
Top of the Show: S2E19 The Musical Man
Outsourced (Season 1)
Ja, ich habe es bis zum Ende gesehen. Nein, es hat nicht durchgehend Spaß gemacht. Bei weitem nicht. Viele Witze waren so lustig wie Plastikkotze auf der Kindergeburtstagstorte, um mal ein Bild aus dem Scherzartikelbereich zu wählen. Mein Bruder ist aber ein beinharter Fan von Gupta geworden und wollte daher jede Episode sehen. Neben ihm könnten von mir aus die Charaktere Rajiv und Charlie (alias Diedrich Bader) gerne in Nebenrollen anderer Projekte wiederauferstehen. Der Rest darf ruhig weiterhin relativ unbemerkt in Indien bleiben. Zurecht nach einer Staffel abgesetzt, denn für die große völkerverbindende Bespaßung hat es einfach wirklich nicht gelangt.
Absoluter Wert: 3,70 Punkte
Gesamtwertung: unterdurchschnittlich
Parks And Recreation (Season 3)
Bürgerinnen und Bürger dieser Welt! Pawnee bleibt eine Reise wert. Erleben Sie Ron Swanson, wie er Verwaltung einfach mal Verwaltung sein lassen kann und dies auch unablässig tut. Leslie Knope im Kampf um Bürokratie, Liebe und anderen Peinlichkeiten. Tom Halverford in seiner sagenumwoben hippen Discoklitsche. April und Mark, das Vorzeigepaar mit ohne Durchblick in allen Lebenslagen. Jerry, der die schönsten Bilder malt, infolge liebevollen Mobbings aber meist zu wenig zu Wort kommt. Und natürlich Li'l Sebastian, aber jetzt versagt mir die Stimme vor Schmerz und Anrührung....
Ich liebe die Charaktere von Parks And Recreation! Da schreiben sich die Geschichten quasi von selbst und gefallen in jeder Episode. Wo andere Shows in manchen Episoden absacken, liefern Amy Poehler und Kollegen durchgehend hohe Qualitätsarbeit. Also quasi das Gegenteil von dem, was ihre Charaktere anstellen. Die Neuzugänge der Saison, Adam Scott und Rob Lowe, ergänzen die Truppe dezent, aber perfekt. Bitte jetzt schon Akten anlegen für mindestens drei neue Verwaltungsjahrgänge.
Absoluter Wert: 5,61 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 2 x 6,0 ; 5 x 5,5
Gesamtwertung: sehr gut
Top of the Show: S3E02 Flu Season, S3E11 Jerry's Painting
Raising Hope (Season 1)
Die Show, deren Leistungskurve nach großartigem Start immer mehr ein Stückchen mehr nach unten ging. Als großer Fan von My Name Is Earl (dritte Season ausgenommen) war ich hocherfreut über das neue Projekt von Greg Garcia. Wieder sozial nicht überragend integrierte, aber liebenswerte Figuren. Wieder Geschichten mit Herz. Obendrauf noch ein schnuckeliges Baby und ein ahnungsloser Teenagervater als Hauptdarsteller, für genug Unterhaltungsstoff war also gesorgt. Leider schien die kleine Hope am Ende doch zu wenig an schauspielerischer oder stuntbezogener Performance aufbieten zu können, denn das Baby rückte immer mehr in den Hintergrund und bekam schließlich nur noch kurze Giggel-Szenen. Aus "Raising Hope" wurde so "The Crazy Family Chance", der Spaßfaktor sank von hoch auf ganz nett. Für die zweite Staffel erhoffe ich mir mehr Stories um die suboptimale Kindererziehung und weniger Maw Maw-Peinlichkeiten.
Absoluter Wert: 4,79 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 3 x 5,5
Gesamtwertung: befriedigend
The Big Bang Theory (Season 4)
Durchgängiges Höchstniveau ist bei den verfilmten Sozialstudien der vier Nerds aus Big Bang Theory leider auch nicht mehr zu erwarten. Obwohl der Auftakt allerbeste Unterhaltung bot und mir richtig Hoffnung machte, die Schwächen der dritten Staffel auszubügeln. Danach aber schlichen sich immer wieder Episoden ein, bei denen mir die eingespielten Lacher für das Gebotene deutlich übertrieben vorkamen. Eventuell ein Fehler in der Lorre/Prady-Skript-Routine, vielleicht sollte Wolowitz da mal drüberschauen. Trotzdem wirft die Wissenschaftswerkschau immer wieder richtige Highlights ab, in denen das Nerdtum triumphiert und die SciFi/Fantasy-Anspielungsmaschinerie korrekt kalibriert ist. Was den Overflow an weiblichen Neuzugängen im Cast angeht, hätte mir Penny weiterhin genügt. Bernadette finde ich ziemlich überflüssig, Amy doppelt zu sehr Sheldon und Priya dürfte schnell in Vergessenheit geraten (ich musste eben selbst den Namen nachgoogeln).
Absoluter Wert: 5,31 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 2 x 6,0 ; 6 x 5,5
Gesamtwert: gut
Top of the Show: S4E01 The Robotic Manipulation, S4E02 The Cruciferous Vegetable Amplification
The Event (Season 1)
Rasend schnell gestartet ist dieser 24-Mystery-Hybridbolide, wurde dann aber durch eine mehrmonatige Pause ausgebremst, verfing sich in teils übergroßen Logikschlaglöchern und rollte schließlich aus, weil die Fahrbahn zu Ende war. Ich mochte The Event zu Beginn mit seiner flotten Inszenierung, den nicht allzu lange verzögerten Auflösungen diverser Geheimniskrämereien, der Action und den mysteriösen Außerirdischen. Was NBC dann geritten hat, die Show wegen der fehlenden Zuschauer für gut 14 Wochen aufs Abstellgleis zu stellen, statt direkt abzusetzen, ist mir ein Rätsel. Mit dem Wissen, dass nach einer Staffel Schluss sein würde, erlahmt natürlich die Spannung und das Interesse. Erschwerend kam hinzu, dass nach der Pause der Sack mit den funkelnden faulen Eiern aufgemacht wurde, so dass man als Zuschauer am besten gar nicht mehr über das Gesehene nachdachte. Wirre Entscheidungen, unlogische Wendungen, zufällig passend gemachte Situationen - was bei 24 wegen der tickenden Uhr noch in einem bestimmten Rahmen gnädig übersehen werden konnte, brach nun in geballter Form über die Show herein. Wer bis zum Ende dranblieb, erhielt als Belohnung immerhin eine saubere Auflösung der Geschichte und eine dramatische letzte Bildeinstellung. Die symptomatischerweise gleichzeitig auch das Erzählgerüst für das heraufbeschworene Weltuntergangsszenario in Frage stellte. So bleibt von The Event nur die erwähnenswerte darstellerische Leistung von Zeljko Ivanek in der Rolle des Präsidentberaters Blake Sterling übrig.
Absoluter Wert: 4,72 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 3 x 5,5
Gesamtwertung: befriedigend
The Middle (Season 2)

Dieter Thomas wäre stolz, denn die Hecks sind wieder ein Stückchen höher in meiner Serienhitparade geklettert. Liebenswertes, grundehrliches Mittelstandsfamilienchaos aus Indiana mit der wunderbaren Patricia Heaton und dem kauzigen Neil Flynn als herrlich geplagtes Elternpaar stehen auf dem Programm. Im Vergleich zur ersten Season hat sich die Anzahl der hochbewerteten Folgen gleich vervierfacht, auch wenn es noch nicht für die oberste Wertung gelangt hat. Aber wie ich Sue Heck kenne, wird sie alles daran setzen, diese Trophäe zu erreichen und sei es allein durch Ausdauer und Beharrlichkeit. [Beharrlichkeit]
Absoluter Wert: 4,97 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 4 x 5,5
Gesamtwertung: gut
The Office (Season 7)
Das Bemühen war da, in der letzten Staffel mit Steve Carell den Fans nochmals etwas zu bieten. Gerade die abschließenden Folgen hatten köstliche Momente, die an die guten alten Bürozeiten erinnerten (Creed Bratton und Dwight Schrute als Manager, wunderbar!). Demgegenüber standen jedoch in erschreckend hoher Zahl Langeweiler, die selbst Toby wie einen Dynamiker wirken ließen. Ich kann immer noch nicht verstehen, weshalb man die gut funktionierenden Charaktere der ersten drei Staffeln nicht weiterhin bedient, sondern Figuren wie Gabe, Andy, Holly, Jo Bennett oder Erin eingebunden hat, die zumindest bei mir überhaupt nicht gezündet konnten. Für den neuen Chef wünschte ich mir, dass er das Personal abbaut und mit bürgerlichem Namen Ricky Dene Gervais heißt. Aber daran zu glauben fällt mir schwer. Reinschauen werde ich sicherlich in die 8. Season, es kann aber gut möglich sein, dass ich diesmal nicht bis zum Ende dranbleiben, sondern eher die dritte Staffel nochmal anschauen werde.
Absoluter Wert: 4,57 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 3 x 5,5
Gesamtwertung: befriedigend
The Simpsons (Season 22)
Die 20. Season war eine Ausnahme, dieses Jahr kann ich wie schon das Jahr zuvor den selben Textkasten verwenden. Zwei Must-See-Episoden (darunter natürlich die Treehouse of Horror-Ausgabe), nur vier gute und keine einzige sehr gute Folge, der Rest zwischen okay und erschreckend uninspiriert. Das Mittelmaß regiert, was sich letztlich auch in der Wertung ausdrückt. Die Simpsons bleiben die Show, die ich mir jedes Jahr komplett anschaue, obwohl sie die meisten unterdurchschnittlichen Folgen im Angebot hat. Nur wer sich über zwei Jahrzehnte einen Publikumsstamm sichern konnte, kann es sich erlauben, eine Saison mit einem derart lahmen Finale wie "The Ned-liest Catch" abzuschließen. Besserung für die Fans der gelben Familie bringt wohl wirklich erst der nächste Film.
Absoluter Wert: 4,47 Punkte / Anzahl an hohen Wertungen: 2 x 6,0
Gesamtwert: befriedigend
Top of the Show: S22E04 Treehouse of Horror XXI, S22E08 The Fight Before Christmas
Bewertungen
6 Punkte = überragend, Must See TV
5,5 Punkte = sehr gut, Einschaltpflicht
5 Punkte = gut, Mattscheibenglanz
4,5 Punkte = befriedigend
4 Punkte = durchschnittlich
3,5 Punkte = unterdurchschnittlich
3 Punkte = mangelhaft
2,5 Punkte = not worth seeing
2 Punkte = sofort absetzungswürdig
1,5 Punkte = weshalb schau ich das überhaupt?
1 Punkt = schockierend schlecht
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Inishmore
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4:23:00 PM
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22. Mai 2011
Duisburg - Schalke 0:5
BUNDESLIGA SCHEISSEGAL, DENN WIR HABEN DEN POKAL!
Selten haben sich 15 Euro Einsatz so sehr gelohnt. Ich verspüre das tiefe Bedürfnis, meine Poren mit Alkohol durchzuspülen und mich allerlei sinnloser Grölerei hinzugeben. Mir haben sie schon ein bisschen gefehlt, diese Champagner- oder Bierduschsauereien, das muss ich jetzt eben im privaten Rahmen nachholen.
Fünf Mal haben wir den Zebras in die Eier getreten, obwohl das angesichts der vor dem Spiel schon leicht lahmenden Einhufer am Ende fast schon Tierquälerei war. Ich bin immer noch am Raten, welches Tor selbst ich reingeschoben hätte: das 0:4 oder das 0:5. Entscheidend hingegen dürfte fraglos das 0:1 durch Julian Draxler gewesen sein. Links mitnehmen, mit rechts abziehen, da hätten mir mindestens zwei Beine zuviel im Weg gestanden, um nicht über mindestens eins zu stolpern. Der Schüler, das Jungchen, das Buerer Elevchen kriegt diese Aktion aber unfallfrei und tornetzfüllend hin. Wunderbar!
Der Farfan hat sich tatsächlich seinen Namen auf den Rücken tätowieren lassen. Wohl damit man ihn auch ohne Trikot sofort wiedererkennt. Das könnte beim Fremdgehen zum Problem werden, aber wenn der weiterhin so Sahnepässe spielt, kann der sich auch eine nackige Victoria Beckham als Eyeliner unter die Äuglein nageln lassen. Der Huntelaar mit dem 2:0, er kann es noch, der holländische Schnelldurchstecker. Danach war ich beruhigt, Neuer bekam gar nicht mal so sehr viel zu tun, Duisburg probierte was und bekam das 0:3 durch Höwedes. Noch so ein junger Racker, der schon weiß, wo die Rübe hinwachsen muss, damit geerntet werden kann. Meinen Dank an den Duisburger Keeper Yelldell, der selbst meinen noch zweifelnden Bruder überzeugen konnte, dass sein Wettgewinn endgültig futsch ist. Überhaupt ein großes Kompliment an die Spieler des MSV, die sehr fair mit der für sie unschönen Situation umgegangen sind, dasselbe gilt für ihre Fans.
Danach 45 Minuten Feiern und warten auf das Tor von Raúl, das nicht kam. Nicht schlimm, amigo! Dafür hat er sich gefreut wie ein Honigkuchenpferd, der Spanier. Und durch cleveres Anhängen an Manuel Neuer dafür gesorgt, dass jener nicht ausgebuht wurde, als er mit dem Pokal auf die Fankurve zulief.
Danke Schalke, ich mach mich jetzt hackedicht.
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Inishmore
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21. Mai 2011
15 Euro für ein Hallelujah
Ich habe nun wirklich alles getan, damit diese Saison für die Schalker heute Abend mit einem Happy End ausklingt. Der perfide Plan: mein Bruder hat durch mich 10 Euro auf einen Duisburger Sieg und 5 Euro auf ein Unentschieden gesetzt. Was bedeutet: nur wenn die Knappen gewinnen, ist gesichert, dass er seinen kompletten Einsatz verliert.
Dass es anders herum kommt, ist quasi ausgeschlossen, denn Zitat: "eher geht die Welt unter, als dass ich mal was gewinne". Weltuntergang war für heute zwar auch vorhergesagt, aber dann doch bitte erst nach dem Pokalfinale und bei falschem Spielausgang. Ich hoffe, es kommt bei mir eher zur pokalsieg-induzierten Entzückung denn zur apokalyptisch-motivierten Entrückung. Im letzteren Falle würde das eh spätestens beim göttlichen Kontrollbesuch und der Entdeckung meiner Iron Maiden-Poster Essig werden.
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Inishmore
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17. Mai 2011
Aufbautraining für Samstag
Ich zitiere zum Einstieg mal Frédéric Valin, Fußballberichterstattungs-Ikone bei Spreeblick (alles Gute für die Zukunft und das Buch, Fred!):
Überhaupt nicht ausgeschlossen halte ich an dieser Stelle übrigens, dass Schalke einer phänomenalen Saison einen grandiosen Abschluss verpasst und gegen Duisburg durch zwei Eigentore von Manuel Neuer in der Verlängerung verliert.
Bundesliga 34
Mir geht die Muffe vor Samstag. Meine Schalker haben die letzten Partien lustlos weggeschmissen, verloren, weggegeben. So schlimm, dass selbst Fans von Frankfurt ernsthaft vor Schreck aufgezuckt wären (meinen Glückwunsch übrigens zum Abstieg, aber den haben sich die Hessen wie hier drin schon angedroht redlich verdient). Am Ende wissen meine Knappen schon gar nicht mehr, dass der Ball beim Gegner mindestens einmal mehr über die Linie muss als bei sich selbst.
Mein Bruder will 10 Euro auf einen Sieg des MSV Duisburg setzen. Wohlgemerkt nicht erst nach Elfmeterschießen. Die Meidericher selbst kriegen kaum ein paar anständige Hufe auf den Platz, will sagen: das Verletzungspech grassiert bei der Truppe, die Zebras strahlen derzeit die Gefährlichkeit von Shetland-Ponys mit Orientierungsstörung aus.
Und Manuel Neuer? Ist überragend überwindbar geworden. Kriegt die Dinger reihenweise lässig zwischen den Beinen hindurch geschoben. Der Torwarttrainer bei Duisburg ist zu allem Überfluss auch noch Oliver Reck, der Neuer jahrelang ausgebildet hat. Da kann was durch die Hose gehen.
Ich beruhige mich jetzt mit diesem Video und hoffe, dass vorne Huntelaar was reinwurstelt oder Raúl einen einköpft, während hinten der Beagle die Null festhält.
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Inishmore
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16. Mai 2011
IniRadio #194: Kevin Spacey - Beyond The Sea
Kevin Spacey muss man so oder so gerne haben.
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Inishmore
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13. Mai 2011
Eurovision Song Contest Check 2011 - Cän üt bi? Yeas, itz thayt Läna agoin
25 Songs, natürlich allesamt durch die Bank Hits, so meine erste Einschätzung. Bevor ich sie alle angehört habe...
[Grundlage für die Bewertungen sind übrigens die offiziellen Videos auf YouTube, nicht die Live-Auftritte. Von denen lasse ich mich selbst überraschen, kann ja stimmtechnisch noch ordentlich was ins Höschen gehen]
01 Finnland:
Bubugesichtiges Naturbürschlein singt mit der Akustikklampfe und Geigen im Hintergrund über die Rettung unseres Planeten. Wie macht der Biber? Da Da Dam. Das soll der Beitrag aus Finnland sein? Ehrlich? Dort, wo nachts im Dunkeln die Metalgitarren heulen? Heintje-Fans und GRÜNE-Wähler mögen ausrasten vor Glück, aber ich betrauere die fehlende sprichwörtliche finnische Härte.
02 Bosnien-Herzegowina:
Hallo Echo, hallo alter Mann! Hat aber einen schön rumpeligen Rhythmus, die Begleiter sind ausdrucksstark in der Beinhaltung. Mir kommt da ein bisschen Angelo Branduardi oder Oliver Onions in den Sinn, obwohl ich von denen kaum ein Lied mit Namen kenne, aber halt diesen lebensfrohen, stampffolkloristischen Einschlag. Würde ich durchaus mithumpeln.
03 Dänemark:
Kommt mir irgendwo schon mal gehört vor, haben das nicht Snow Patrol eingespielt? Natürlich ohne den Grinsefaktor, die boybandgerechte optische Aufbereitung und den hochglanzpolierten Kindergartenrefrain. Da flippt die Vorschullehrerin aus und malt Hüpfspielkästchen in den Fußboden. Von mir gibt es gleich mehrfachen Punktabzug wegen erwiesener Aalglattheit und Präsentation von zwei E-Gitarren auf der Bühne, ohne dass man sie hört oder mal einer reinschlägt.
04 Litauen:
Endlich singt mal jemand auf Französisch, stoße ich Frankophoniker sehnsuchtsvoll auf. Ein kleiner Scherz. Aber nicht schlimm, denn außer Je dis oui und dem Titel ist alles auf Englisch. Hat was von Wencke Myrrhe im Gesicht, die Evelina. Ansonsten bleibt von dem Song samt Klavier und Hochleistungsgeträllere aber nichts haften. Geht wahrscheinlich um unerwiderte Liebe oder selbstbestimmendes Trennungsgedöns. Das offizielle Lied, bei dem Muttchen am Ende in die Runde plärrt: "Das Mädchen hat doch am schönsten gesungen, weshalb gewinnt nicht mal sowas?"
05 Ungarn:
Kati Wolf - ein ur-ungarischer Name. Fängt hübsch an, bevor mich die poppeligen Beats direkt in die Hörkrise treiben. Das wird immer schlimmer, gleich wird sicherlich gerappt. Nee, doch nicht. Vom Refrain her hätte die Nummer Anfang der 90er von Desmond Child für Cher geschrieben werden können. Ist sie vielleicht auch. Der Desmond war ja damals so umtriebig
06 Irland:
Bühne frei für die Gebrüder Gaga. Bravo, wunderbar, diese Energie, diese Frisuren da will ich schon nach 10 Sekunden ausschalten. Schaut doch nur, wie schön sie zappeln, wie schreiend bunt sie sind, wie sehr sie mir auf die Nerven gehen. Da hieß es früher sicherlich desöfteren für die stolzen Eltern: "Der kleine Jed und der kleine Edward möchten an der Information abgeholt werden. Sie haben wieder die Hüpfburg kaputtgemacht". Würde allerdings prima als Gag in die nächste Verfilmung von Alice in Wonderland passen. Die Herzkönigin ruft ein Casting namens "WSDS" (Wunderland sucht den Superstar) aus, die Burschen setzen zum ersten Ton an und -wusch- heißt es ab mit der Rübe.
07 Schweden:
Pfeif mir den Beat, Schweden-Lars oder wie immer der Typ auch heißt. Ich hätte jetzt lieber ein paar hübsche Blondinen gesehen, die ein verschollenes ABBA-Lied vorträllern als diesen Grinseboy mit der Weiterbildung zum DJ Bobo-Klon. Und am Ende wird er auch noch sinnlos aggressiv und macht die Glasdekoration kaputt. So kann das enden, liebe Jungs und Mädchen, wenn man unbedingt populär sein will und üble Techno-Musik hört. Der Text ist dermaßen zum Schreien schlecht, dass er fast schon wieder gut ist. So die Richtung: "Ich mache mir die WELT untertan, meine Feinde werden vor mir zu Kreuze kriechen und das alles nur dank meines krassharten Pop!" Ich halte sanft, aber bestimmt dagegen: My ears don't want you, boy.
08 Estland:
Weshalb muss ich jetzt gerade an Katy Perry denken? Nun wird es aber doch weniger fluffig, aber woher kenne ich den Refrain? Verdammt, der ist von der Melodie 1:1 irgendwoher übernommen, das lässt mir keine Ruhe. Gefunden: man ersetze "1273 down the Rockefeller Street" mit "Ra-Ra-Rasputin, lover of the russian queen".
Boney M.
Aber das junge Ding kennt diesen Oldie sicherlich nicht. Sollte sie aber gewinnen, steht am nächsten Tag bestimmt der Farian Frank vor der Tür und hält die Hand auf. Bin jetzt ein wenig zwiegespalten: eigentlich gefällt das, aber diese guttenbergisch inspirierte Übernahme der Refrainmelodie schmälert mein Wohlwollen.
09 Griechenland:
Ich habe noch keinen Ton gehört und weiß dank des Titels schon, dass mir das eher die Zehennägel aufrollen wird. "Watch My Dance", vorgetragen von einem Mann. Das kennt man ja aus der geselligen Herrenrunde, wenn das Testosteron in der Luft liegt, man gerade die Bundesligatabelle durchdiskutiert, die Slayer-Alben nach Härtegrad sortiert und plötzlich sagt einer: "Schaut euch mal meinen Tanz an". Sofort ist klar: hui, jetzt kommt was ganz Tolles. Und genau so ist das mit dem griechischen Beitrag. HipHop mit Pathos, Gangsta meets Celine Dion, die gelungenste Kombination seit Volksmusik-Techno.
10 Russland:
Handgestoppte 7 Sekunden und schon alles drin, was ich nicht mag. Abgeschmackter Discobeat, metrosexuell gestöhntes "Yeah". Sofort will ich den schnuffeligen Pulliträger vom letzten Jahr wieder haben. Das langgezogene Uoooo uooo im Refrain ist immer noch nicht zur musikalischen Todsünde erklärt worden. Wahrscheinlich ist der Texter bereits nach wenigen Zeilen von seiner verfassten Schmierigkeit in die Bewusstlosigkeit getrieben worden und hat mit letzter Kraft folgende Notiz aufs Papier gekritzelt: "Füllt den Rest mit uooo und yeah auf. Tanzt und schaut dabei gut aus. Viel Glück, ihr werdet es brauchen".
11 Frankreich:
TIIIIME TOOOO SAY GOODBYEEE. Ganz schön dreist, diese Nummer einzuschicken, die kennt hier doch jeder. Nee, die Gesangsspur ist doch anders. Egal, ich singe da "Time To Say Goodbye" drauf. Vielleicht hofft der schmächtige Jüngling, dass es den Zuschauern auch so geht und sie vor selbstentfachter Begeisterung für ihn abstimmen. Quasi der Song zum Selbersingen, das Eigencasting mit Votingzwang. Im Falle des schlechten Abschneidens kann man sich schmollend zurückziehen und die Kulturlosigkeit dieses Wettbewerbs anprangern. Ich find es brauchbar und es geht als Protestwahl gegen das Einheitsboybandgeheule locker durch.
12 Italien:
Der Italiener macht tatsächlich wieder mit. Jazzig, verspielt, definitiv am breiten Konsensgeschmack vorbeigehobelt. Wird daher in der Masse untergehen. Mit der Trompeteneinlage könnte man meinen Bruder mindestens einen Kilometer vom Ort der Ausstrahlung verjagen. Mir drängt sich der Ausdruck "sticht wohltuend hervor" über die Lippen. Handgemachte Musik, ohne Tamtam und Showschmu.
13 Schweiz:
Noch ein relaxtes, frühlingshaftes Lied zum im-Gras-rumwälzen-und-auf-Strohhalmen-kauen, mit ein bisschen zu viel nananananana im Mittelteil, stimmlich sehr ansprechend. Nichts, wofür ich jetzt meine Hardrockplatten verbrennen würde, aber hübsch. Wenn das Ding gewinnt, schreibt das Feuilleton sicherlich vom Grand Prix der Zurückgenommenheit.
14 Großbritannien:
Eine waschechte Boyband! Führt bei mir natürlich direkt zu heftigstem Punktabzug. Putzig-süßes Posing bis der Teenie schmilzt und den Schlüpper wechseln muss. Oder die Hausfrau den Waschlappen abschlabbert. Wenn ich zwanghaft etwas Positives schreiben müsste, dann wäre es folgendes: nicht schlechter als Backstreet Boys, Take That oder US5. Wenn ich unzwanghaft etwas Ehrliches schreiben müsste, dann wäre es folgendes: ich habe es nicht bis zum Schluss durchgehalten. Dürfte nur um mich zu ärgern ziemlich weit vorne landen. Es sei denn, die Voter vergessen wie in den letzten Jahren erfolgreich die Nummer, unter der man für Großbritannien abstimmen kann.
15 Moldawien:
Mmh, das ist fast als Rock zu bezeichnen. Leicht wirrer Rock mit Laute und Trompete, aber immerhin. Durchaus wohltuend nach dem, was ich mir bisher in die Lauscher schieben musste. Könnte live knalliger und wilder kommen als im offiziellen Video. Kriegt Punkte von mir.
16 Deutschland:
Düster. Mysteriös. Elektro. Was haben sich die Experten hierzulande vor Begeisterung einen weggerubbelt, als hätte es diese Kombination noch nie in der Geschichte der Musik gegeben. Und wir Deutschen sind so clever, das Ding auch noch zum Eurovision Song Contest zu schicken! In der Gesamtanhörung des Teilnehmerfeldes schneidet der Song sicherlich nicht schlecht ab und dürfte im oberen Drittel landen. Mir ist er ein Stück zu dudelig und höhepunktlos und könnte in seiner Dezentheit glatt in den Gehörgängen der abstimmenden Zuschauerschar durchrutschen. Wenn mir der Sinn nach dunkel, mysteriös und elektro steht, ziehe ich als alter Synthiegruftie lieber die Paradise Lost-Scheibe "Host" aus meinem CD-Schrank und mir "Deep" rein.
17 Rumänien:
Ein pianoangetriebenes, fluffiges Liedchen präsentiert dieses rumänische Trio. Irgendwie finde ich die Beiträge aus Osteuropa richtig ordentlich, wenn man sich dort nicht an das Europop-Vehikel dranhängt, sondern selbst was auf die Beine stellt. Man könnte auch sagen: der Ostblock tut dieses Jahr nicht weh, sondern überzeugt mit Bescheidenheit, Authenzität und sympathisch flottem Liedgut.
18 Österreich:
Jetzt wirds künstlerisch anspruchsvoll, Austria schickt eine selbstbewusste Dame vor, die eine gute halbe Minute keine Instrumente neben ihrer Stimme duldet. Klassisches Song Contest-Material, es fehlt halt nur das strahlend weiße Abendkleid und ein Klavier auf der Bühne statt des Gospelchors. Wenn es nach mir ginge, würde das auf einem zufriedenstellenden Platz landen, ich bin mir aber fast sicher, dass sich Frau Beiler zusammen mit ihrer litauischen Kollegin und dem Franzosen am Ende schmollend in eine Ecke setzen und den Blicken der Kameras entziehen wird. Nach der Veranstaltung treffen sich alle in der Diskussionsgruppe der studierten Musikschulabgänger und berauschen sich daran, den Song Contest mit üblen Beschimpfungen zu überziehen.
19 Aserbaidschan:
Wir hatten bisher noch kein Duett! Jetzt aber. Kein europäischer Gesangswettbewerb darf jemals ohne stattfinden, da gibt es bestimmt eine Einheits-Richtlinie für. Wenn's halt schon sein muss, dann wenigstens in Form eines durchaus angenehmen Beitrags von Aserbaidschan. Der Sänger hört sich zwar an wie frisch dem Boygroup-Casting entlaufen und schmilzt mir den Zahnschmelz ein, aber der Refrain ist wirklich nett und bleibt hängen. Darf gerne vorne landen.
20 Slowenien
Der Song heißt "No One", wird aber tapfer in der Landessprache vorgetragen, das freut den Balkanologen, dazu noch folkloreartige Elemente, die dieses Jahr ja deutlich weniger bei den Beiträgen vorhanden sind. Zieht aber ziemlich an mir vorbei, immerhin brät im Hintergrund sanft eine elektrische Gitarre. Kategorie nett, aber schneller vergessen als die Lottozahlen von vor zwei Wochen.
21 Island
Von der Hintergrundgeschichte her der ganz große Favorit : der eigentliche Sänger starb vor knapp 4 Monaten, nun springen seine Freunde ein und präsentieren sein Lied. Nach solchen herzergreifenden Stories lässt der Bohlen sabbernd redaktionell suchen, wenn er wieder zukünftige Superstars für sein Kasperletheater pushen will. Wäre normalerweise wohl in der Güteklasse "nett, harmlos, war-da-was?" gehandelt worden. Dürfte aber nicht für ganz oben reichen.
22 Spanien
Rassige Latinobraut, spanische Lebensfreude, Sommerhit, ich zieh mir schon mal den Bikini an, wo geht's zum Strand? Sicherlich schon gebucht für Gottschalks Abschiedssause auf Malle. Keine Ahnung, wie oft die Spanier dieses Strickmuster schon benutzt haben und damit erfolglos waren, aber ich finde es gar nicht schlecht, weil es sich ein wenig von der Masse hervorhebt und kein stumpfer Europop-Trash ist.
23 Ukraine
Blondes Engelchen mit stark vernachlässigbarem Pop. Vom Aussehen her eine Top-Platzierung und Ersatz für die fehlende Schwedenschönheit, aber das hier ist leider nicht Ukraine's Next Topmodel, sondern der Eurovision Song Contest. Den musikalischen Beitrag habe ich schon vergessen, bevor ich diesen Text vollendet habe.
24 Serbien
Schreiende Pril-Optik der 70er dominiert den offiziellen Clip. Entsprechend geschirrschonend lauwarm präsentiert sich auch der Song. Nach konzentriertem Anhören erteile ich folgenden, passenden Ratschlag: schnell weiterspülen.
25 Georgien
Ein Auf und Ab der Emotionen löst dieser Song beim Autoren aus. Er fängt langweilig vor sich hin schwurbelnd an, gewinnt urplötzlich den Sonderpreis für die tiefstgestimmteste Gitarre im Wettbewerb und stürzt dank der Rap-Einlage in die tiefsten Tiefen meiner Missgunst. Georgiens Antwort auf Linkin Park und Limp Bizkit. Braucht kein Mensch. Schade um die druckvoll besetzte Rhythmusabteilung.
Punkte von mir bekommen:
Bosnien-Herzegowina, Estland (wegen der Zeitgeistnähe zum Kopiertrend), Italien, Schweiz, Moldawien, Rumänien, Aserbaidschan, Spanien
Vorne landen werden:
Aserbaidschan, Estland, Island (mit meinem Segen);
Russland, Großbritannien, Schweden (trotz meiner erklärten Abneigung)
Deutschland wird: 11.
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Inishmore
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7:42:00 PM
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11. Mai 2011
THOR à la Conan
Nach dem Schmuserockschock feat. Mr. Bolton muss jetzt sofort wieder kernige Männlichkeit hier drin Einzug halten. Was liegt also näher, als der Trailer zum filmischen Göttergewitter THOR? Take this, bitch!
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Inishmore
um
10:19:00 PM
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9. Mai 2011
Jack Sparrow (feat. Michael Bolton)
Michael Bolton rockt mit seinem Hook den Shit aus der Saturday Night Live-Discojungchens-Crew.
Wait for the good part!
(ich hab sogar eine LP von Michael Bolton im Regal stehen, krasser 80s-Liebeshymnen-Stoff! weshalb ich das nur so klein schreibe? vielleicht überlesen es dann alle)
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Inishmore
um
7:46:00 PM
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Portal 2 - das ultimative Poster
Demnächst im Valve-Store zu kaufen: dieses wahnsinnig großartige, geniale Poster von Tristan Reidford zu Portal 2.
Haben. Will. Jetzt.
Edit: gerade erfahren, dass meine UK-Version endlich, endlich den Weg zu mir gefunden hat. Erwartet daher diese Woche keinen großen Betrieb hier drinnen.
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Inishmore
um
11:17:00 AM
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6. Mai 2011
IniRadio #193: Feeder - Feeling A Moment/Tumble & Fall/Pushing The Senses/Tender
Bin gerade enttäuscht worden. Deshalb kurz den Ordner mit den enttäuschungsverarbeitenden CDs aufgeklappt und "Pushing The Senses" von Feeder gefunden. Das Album der melancholischen Waliser lag ganz oben, weil erst vor kurzem gekauft. Hier also gleich vier Lieder daraus:
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Inishmore
um
12:30:00 PM
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5. Mai 2011
Manchester - Schalke 4:1
London ruft nicht mehr an, das können wir nun als gesichert hinnehmen, ohne dauernd ins Zimmer rennen zu müssen, in dem der Telefonapparat steht. Ich für meinen Teil habe mir den Weg dorthin bereits recht früh während der Partie gespart. Jetzt kann sich SAT1 von nun an auch den dazugehörigen Song sparen, dessen Einspielung ich ehrlich gesagt schon von Beginn an als übertrieben empfand. Auch wenn The Clash im Fernsehen natürlich immer das musikalische Niveau anheben.
Das Spiel selbst erinnerte mich frappierend an die Begegnungen bei FIFA 11 auf der PS2, die ich mit dem 10-jährigen Sohnemann eines sehr gut befreundeten Ehepaares auszufechten pflege. Der wirft zu Beginn auch gleich mal die Aufstellung um, lässt einen dann gnädig mitspielen, schaut mit einem unerdrückten Grinsen zu, wie ich wie üblich die Schuss- mit der Passtaste verwechsle und legt mir irgendwann halt ein bis zwei Tore rein. Sollte ich einmal treffen, dann meist nur, wenn ich hektisch auf den Knopf drücke, um einen im Strafraum unglücklich abgeprallten Ball reinzudreschen (ähnlich dem 2:1 durch Jurado). Ansonsten beschränke ich mich auf ungepflegtes Kurzpass-Spiel, das spätestens am Strafraum endet oder in einem hohen Flankenball auf den dafür leider verzweifelt geringhöhig ausgefallenen Raúl. Mein Gegner auf der Playstation fängt allerdings nach einer stabilen 2:0-Führung umgehend damit an, mich durch liebevoll produzierte Eigentore wieder herankommen zu lassen, um mich im sodann stattfindenden Elfmeterschießen endgültig zu demütigen. Von daher muss man froh sein, dass sich Manchester mit vier Toren begnügte.
Die Engländer ließen die Schalker herumspielen, aber gefährlich wurde es nie. Die wussten wohl, dass sich früher oder später eine hübsch große Deckungslücke aufmachen würde wie beim 1:0 durch Valencia. Vom Kommentator wohlwollend kritisch unterdrückt danach das 2:0, begünstigt durch einen Torwartfehler seitens Manuel Neuer. Hätte ich auch drüber hinwegsehen können, aber wenn der Bursche schon unbedingt bei den Bayern spielen will, ist es doch angenehm zu sehen, dass er schon zeitig anfängt, am lange gewachsenen Ast der eigenen Unfehlbarkeit zu sägen. Die zweite Hälfte wollte ich mir eigentlich sparen, blieb aber dran, als ich hörte, dass Huntelaar eingewechselt werden könnte. Nicht, dass ich in dem Mann die verkörperten drei fehlenden Tore gesehen hätte - aber ein Treffer von ihm zum Wiederwachwerden wäre doch angenehm gewesen. Einen hat er dann ja auch gemacht, war aber leider knapp Abseits. Ein Schicksal, das ich dem Kollegen Anderson lieber an den Fuß gewünscht hätte statt zwei weiterer Tore gegen die Knappen.
Fazit: Aus, vorbei, keine Chance. Die roten Teufel haben uns durchgekaut wie Sir Ferguson auf der Trainerbank seinen Kaugummi. Jetzt wäre es unerhört förderlich, wenn Rangnick bis zum Pokalfinale mit den Jungs nochmal das Gewinnen einüben könnte. Nicht, dass sie das bis zum 21. Mai komplett verlernt haben und dann im Spiel gegen den MSV Duisburg neu draufschaffen müssen.
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Inishmore
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7:36:00 AM
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3. Mai 2011
Kunstwerke des frühen 21. Jahrhunderts: Great shot, Sir (01/05/2011)
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9:11:00 PM
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Der nächste Hobbytrend: Hunde enttäuschen
Auch ich überlege zur Zeit ernsthaft, professioneller Hundeentäuscher zu werden. Es lohnt!
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Inishmore
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1. Mai 2011
IniRadio #192: Dropkick Murphys - Take 'em Down
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Inishmore
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8:40:00 AM
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