28. Februar 2010

CD des Monats: ANGELS & AIRWAVES - Love

Erinnert sich noch jemand an Blink 182? Junge Partypunker, die in ihren Texten hauptsächlich von Weiberklarmachen, Biervernichtung und der Angst vor der ersten Erektion ("All The Small Things") sangen, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe. Das war zwar so anspruchsvoll wie ein Album von Andrew W.K., dafür jedoch eingängig und spaßig. Nun, die Band hat sich mittlerweile aufgelöst und wieder reformiert. Um die soll es hier allerdings nicht gehen, ich wollte nur den Witz mit all den kleinen Dingern unterbringen.

Schwerpunkt dieses Reviews ist das 2005 von Sänger/Gitarrist Tom DeLonge gegründete Projekt "Angels & Airwaves", dessen drittes Album "Love" nun vorliegt. Das Beste gleich vorweg: unter http://modlife.com/angelsandairwaves/love lässt sich das komplette Album aktuell kostenlos herunterladen. Nicht mal eMailadressen werden als Obulus verlangt; wem das Gehörte zusagt, darf natürlich ein paar Taler per Paypal spenden. Eine feine Sache und was ich gerade so durch die Lauscher gespült bekomme, ist allemal eine kleine finanzielle Tributzollung wert.

Der Musikstil hat sich freilich gewandelt; kein Fun Punk mehr, sondern atmosphärischer Rock mit dezentem Punkeinschlag, unterlegt mit spacigem Soundtrack plus Stimme mit hohem Wiedererkennungswert. Spontan fällt mir der Vergleich mit 30 Seconds To Mars ein. Für den Instrumental-Opener "Et ducit mundum per luce" haben die Jungs scheinbar erfolgreich das Keyboard von Altmeister Vangelis hacken können.
Eingängigkeit und Mitsummfaktor sind weiterhin durchgängig sehr hoch anzusiedeln, ich könnte jetzt, da ich für dieses Live-Review diese Zeilen verfasse, keinen Song nennen, der mir nicht angenehm aufgefallen wäre. Mehrfach gestartet und mich dabei sehr wohlig unterhalten gefühlt habe ich "Epic Holiday", "The Moon-Atomic (...Fragments And Fictions)", "Hallucinations" und "Soul Survivor (...2012)". Sehr wahrscheinlich, dass sich die Liste im Laufe des Tages noch erweitert.

Tolle Musik, tolles Vertriebskonzept - es geht doch nichts über freigiebig verteilte Liebe. Keep on spreading the love!

27. Februar 2010

Saisonziel erreicht

Schalke - Dortmund 2:1

6 Punkte gegen den BVB, jetzt kann ich ganz entspannt den Rest der Saison abwarten. Denn sind wir mal ehrlich, was ein Herr Kroos oder ein Herr Robben auf den Platz zaubern, kriegen meine Knappen (deren letzte Siege allesamt von der Presse mit dem Prädikat "glanzlos" versehen worden waren) so nicht hin. Obwohl: das 2:1 von Rakitic war nicht schlecht gemacht, den setzt aus der Situation nicht jeder so luftig ins Gehäuse.

Überhaupt Rakitic! Mein Bruder ist leidenschaftlicher Eckballflucher, sobald der kleine Kroate am Ende der Torauslinie versucht, einen gefährlichen Ball reinzuschälen. Das sind emotionale Momente, wenn auch der drölfteste angeschnibbelte Ball von der gegnerischen Verteidigung aus dem Strafraum geköpft wird. "Immer derselbe Scheiß" bleibt noch die sprachlich weniger deftigste Kurzanalyse brüderlicherseits. Groß war freilich dann der Aufschrei, als Rakitic kurz nach Wiederanpfiff noch den Fuß von Valdez in den Rasen einzugraben versuchte. Eine sicherlich herausfordernde Aufgabe, aber im eigenen Strafraum nun mal leider immer noch mit einem Strafstoß bewehrt.

Aber so ist halt Fußball. Kaum ist ein Freistoß auf der rechten, in den Zuständigkeitsbereich von Schmitz fallenden Seite angesetzt, klingelt es schon im Kasten zum Ausgleich. Vielleicht sollte Magath nur noch über rechts nach vorne spielen lassen. Der alte Trainerfuchs war natürlich so clever, den Asamoah einzuwechseln, damit Weidenfeller und Großkreutz etwas zum Aufregen hatten und darüber ihre Versuche in Richtung Ausgleicherzielung gestört wurden.

Fazit: Gut, dass Barrios nicht gespielt hat, der hätte ein paar gekonnte Verstolperer von Valdez eher ins Tor befördert. Hart erkämpfter Sieg, wie gewohnt ohne größere spielerische Brillianz. Und ich kann meinen Bruder jetzt bei der nächsten Ecke oder Freistoß von Rakitic beruhigend darauf hinweisen, dass der Junge doch immerhin weiland das 2:1 gegen die Borussia erzielt hat.

26. Februar 2010

IniRadio #140: Rob Zombie - What?

Mit Monstergroove ins Wochenende, baby! Wollte ich eigentlich schon am Montag posten (so als Ausdruck meines eigenen Erstaunens darüber, wie alt ich geworden bin), ist aber nun erst bei Grooveshark hochgeladen worden. Schweineorgel for the win!

Von der CD habe ich mir außer dieser Nummer noch Sick Bubble-Gum (mit viel m*****fu****) und Werewolf Women of the SS (dazu befummelt sich sicherlich Quentin Tarantino in seinem Hans-Landa-Outfit) gekauft.

24. Februar 2010

Modemodem

Seinen letzten Atem ausgehaucht hat wohl mein DSL-Modem aus dem Jahre 2001. Synchronisieren klappt nicht mehr, es blinken nur noch zwei grüne Lämpchen, bis eines davon in Röte erstarrt. Modernisierungsfreunde werden wahrscheinlich die Hände vor dem Kopf zusammenschlagen beim Anblick dieses klobigen Teils, aber ich mag nun mal Dinge, die a) lange halten und die b) massiv genug sind, dass sie Spuren in der Wand hinterlassen, wenn man sie vor Frust dagegenwirft. Übrigens auch ein Grund für mein fossilaltes Handy im Ziegelsteinformat.

Aktuell surfe ich mit einer Leihgabe von lieben Freunden, aber die Box vom Fritz mag mich auch nicht so recht: schmeißt mich ab und an aus der Leitung, fordert mir den ständigen Schulterblick ab, ob das DSL-Lämpchen noch leuchtet und erste Trockenwurfübungen lassen unbefriedigende Ergebnisse befürchten. Zu klein, zu wenig massiv, kaum einschlagfreudig.

Sollte es in den nächsten Tagen also ruhig zugehen und auch keine Kommentare beantwortet werden (meinen Dank für alle Glückwünsche zu meinem Geburtstag), wisst ihr jetzt Bescheid.

Edit:
Läuft wieder alles. Einfach die Fritz!Box entroutert (sprich: nur noch als reines Modem verwendet) und schon bin ich wieder ready, willing'n'online.

23. Februar 2010

Vollkommen untauglich für die schwedische Armee

Immerhin. Bei der deutschen musste ich noch verweigern. Ein nettes Coop-Flash Game, in der ein Team von vier Onlinespielern Tests lösen muss. Das Perfide: wer versagt, sorgt für Punktverlust bei seinen Mitspielern. Andersherum kann man mit guten Leistungen die etwas schwächelnden Kameraden wieder aufpäppeln. Darüber hinaus ergeben sich viele schöne Beobachtungen:

1) Die Hyperaktiven im Netz sind in der Mehrheit. So gut wie jeder zappelt mit seinem Pfeil durch die Gegend (auch gerne mal in den Arbeitsbereich seines Teamkollegen).
2) Spätestens bei der Teamaufgabe, bei der man zu viert die Zahlen wegklicken muss, spielen sich Dramen ab. Dabei soll doch jeder nur einfach die Zahl in seiner Teamfarbe wegklicken, wenn er an der Reihe ist. Bisher hat das einmal(!) geklappt und in der nächsten Runde plötzlich nicht mehr.
3) Ich bleibe Einzelkämpfer. Im Team geht es nicht länger als 3 Minuten.
4) Ich kann alles. Außer der Kugel-an-den-Balken-Vorbeischieb-Nummer.
5) Im Zweifel sind die anderen einfach zu blöd.
6) Die Computerstimme erweckt Erinnerungen an Portal. Ich muss nochmal Portal spielen.

22. Februar 2010

Case 39

Lautet der Name eines wohl ziemlich mäßig tollen Horrorfilms mit Schnutenstar René Zellweger. Keine Ahnung, ich habe ihn nicht gesehen. Mein persönlicher Fall 39 ist der, dass ich heute geburtstagmäßig eben jene Zahl vollmache.

Da kann irgendwas nicht stimmen, dass ich so nahe an der großen 4 baue; ich tippe ja weiterhin auf eine tückische Zeit-Raum-Kontinuum-Inkonsistenz oder dass ich unbewusst in den Brunnen auf der LOST-Insel gefallen bin und mir den Schädel am gefrorenen Rad angedatscht habe, weshalb ich mindestens 10 Jahre in die Zukunft geschmissen wurde und sich seitdem keiner der Inselentitäten mal die Mühe gemacht hat, seine Liste mit meinem Namen abzugleichen. Ja, das klingt logisch...

Wie auch immer: heute Abend steht endlich Avatar in 3D auf dem Programm und hintendran gleich noch Shutter Island. Knapp 300 Minuten voller geballter Highlights, so hoffe ich zumindest. Von der Länge her passend präsentiere ich abschließend den offiziellen Geburtstagssong 2010 - Nightwish mit The Poet And The Pendulum in der Orchestralfassung.

19. Februar 2010

Ich mag den Ruud

Nicht umsonst schrieb ich im unfassbar kompetenzfreien WM-Tagebuch den Satz:

Zum Schluss noch dies: Ruud, komm zu Schalke. Da werden dich alle lieb haben.

Nun spielt er beim HSV und da gucke ich gerne hin. Auch wenn er wie gestern Abend ausnahmsweise mal nicht getroffen hat. Was allerdings Kritikern passiert, die ob einer kleinen Torflaute des Holländers Schadenfreude entwickeln, veranschaulicht folgende Szene:



Ich hätte als Schiri ja applaudiert, weil ich Psychospielchen zur Schau tragende Verteidiger nie ausstehen konnte.

18. Februar 2010

IniRadio #139: The Rising - Future Unknown

Aus der Abteilung "schnufflig-schöne Rocksongs von Bands, die nur eine CD rausgebracht haben und -weil sie mir gefiel- selbstverständlich keinen größeren Erfolg damit hatten".

17. Februar 2010

Ü-Man in: Kampf dem Sozialismus


Ü-Man für alle kann und will ich nicht gutheißen. Deshalb gibt es seine Abenteuer nur hier und dort drüben auf seinem Blog.

16. Februar 2010

Rock Sugar: Don't Stop The Sandman

Muss hier rein: nachdem die Black Sweden damals schon ABBA-Songs mit Rockklassikern vermischt haben, werfen Rock Sugar nun 80s-Stadionrock mit anderen Rocksongs zusammen. Macht insgesamt 4x Rock in einem Satz und rocken tut es auch.



via Nerdcore

Karnevalstipp für Labradore

Gehen Sie dieses Jahr doch einfach mal als Mensch und versuchen Sie, den Wahnsinn der närrischen Tage zu ergründen. Oder essen Sie entspannt zuhause einen Teller Hundekuchen und halten Menschen weiterhin für unergründlich und irgendwie schon ein bisschen bescheuert.

15. Februar 2010

Lottosozialismus am Samstag


Endlich. Nix gewinnen für alle. Ein Traum wird wahr. Doch schon melden sich kritische Stimmen:
"So nicht! Lottospielen muss sich wieder lohnen", ruft Guido W. und schaufelt einen unüberwindbaren Graben zwischen Lottogewinnern und fanatischen Lottonietenkäufern wie meiner Wenigkeit, der wieder in Gewinnklasse IX gelandet ist. Helau!

12. Februar 2010

Rentier Quickie



Bringt mich auch nach fünfmaligem Anschauen zum Grinsen.

IniRadio #138: Our Lady Peace - Innocent

Zum Wochenausklang ein feiner Klassiker aus Kanada. Wer jetzt Verbindungen zu den Olympischen Winterspielen und Dopinggerüchten herstellt, ist ein ganz übler Schuft. Hoho.

Riesendrachen am Ende des rechten Armes eines mit Grünzeug bedeckten Super-Riesen-Riesen bekämpfen

Gehört exakt den Aufgaben, die mir bisher in meinem Leistungsportfolio fehlen.

   

10. Februar 2010

Arnold Robert Sylvester Morgan = Josh Robert



Alle vereint in einem sehr talentierten Kerl namens Josh Robert Thompson. Als Freund und Kenner des Originaltons ziehe ich meinen Hut bis runter vors Schienbein.

Hier noch sein neuestes Werk im Rahmen der Late Late Night Show.

Beaker in the Wind



Und für alle, die es noch nicht wissen: Beaker = always epic win!

8. Februar 2010

IniRadio #137: Magnum - Lonely Night

Eben auf YouTube wiederentdeckt: meine alten Melodic Rock-Heroen MAGNUM mit einem der seltsamsten Musikvideos der 80er. War'n das noch Zeiten. Catley und Clarkin sind ja mittlerweile beide stramm über 60. Da höre ich als alter Sack immer noch gerne hin.

Bauer sucht Deutsch



Kein Einzelschicksal: Waffenhändler Ernst Meier aus Bremen ist an einer amerikanischen Uni seines deutschen Akzents ziemlich dramatisch verlustig gegangen. Beeindruckend gespielt von Kiefer Sutherland.

Vielleicht das Highlight der aktuell dünn plätschernden 8. Staffel.

7. Februar 2010

Notepad-Zombie

 

Wieder ein Lebenstraum erfüllt. Dank des Text-Editors von Windows habe ich endlich meine eigene Zombiearmee.
Und jetzt...Alle Mann stillgeschlurft! Erst rühren, wenn keinem mehr etwas abfällt!


Kurze Haare beeinträchtigen das Gedächtnis oder: das Größte, was ich bisher vergessen habe

Gestern ging es in der Früh zum Friseur, mein Haarwuchs war symmetriemäßig mal wieder übel über die Stränge geschlagen. Vorne nur mit Mühe besiedeltes Reservat, an den Seiten Überbevölkerung und hinten auf dem schleichenden Weg in die Vokuhila-Hölle.

Zur Belohnung fuhr ich den Passat aus der Garage und gönnte mir eine kleine Schlemmigkeit im nächst größeren Einkaufs-Center. Abends verlangte der Magen sodann nach lang vorenthaltener türkischer Vollwertkost. Nun muss man wissen, dass der örtlich beste Dönerschnetzler am Ende meiner Straße residiert, weshalb ich den Weg dorthin desöfteren zu Fuß zurücklege. Man redet sich die Fitness ja bekanntlich ein, wo immer es auch geht.

Da der rollende Gefährte allerdings schon draußen war, schonte ich Fuß und Gelenk, stieg ein und parkte meinen so langsam in die Autopubertät kommenden VW an der gegenüberliegenden Straßenseite des Fleischrindenpalastes. Drinnen musste ich etwas länger warten und erschrak ob der auf dem herumhängenden Fernseher angezeigten Fußballergebnisse. Vergessen war jedoch die Gram, als ich wenige Minuten später zu Hause war und bei dem Versuch, eine gerollte türkische Pizza so zu verspeisen, dass sie nicht in zahllose Einzelteile zerfiel, wie gewohnt grandios scheiterte.

Gegen 20:00 Uhr bemerkte ich, dass mein Wagen gar nicht vor der Garage stand. Hatte ich vor lauter Haarverlust vergessen, wie ich ihn eben dort hinein manövriert hatte? Nicht ganz! Er stand weiterhin gegenüber der Dönerbude und hatte umsonst meiner Rückkehr geharrt, weil ich schnurrstracks an ihm vorbei nach Hause gegangen war, ohne ihn eines Blickes zu würdigen. Mein Bruder hat mich den ganzen Abend lang ausgelacht.

Und deshalb bin ich mir sicher, dass kurze Haare das Gedächtnis beeinträchtigen.

3. Februar 2010

IniRadio #136: Iron Maiden - Children Of The Damned

Schon wieder Maiden? Ja, weil

1. die Number of the Beast weiter die verdammt nochmal beste Metalscheibe aller Zeiten ist und
2. ich seit 21:40 Uhr meinem Bruder mit inbrünstigem Gesang der Textzeile "GOD KNOWS HE WANTS TO GO HOME" (hint, hint) den letzten Nerv raube.

Eingriff ist die beste Verteidigung

Mein Tipp: Latz zu und Aussage verweigern!

IniClassics: Mmm Hmm Him

Bitte nicht stören, Autor träumt von LOST. Wahrscheinlich wird er in nächster Zeit zu keinem artikulierten Laut fähig sein, sondern nur kryptische Zahlen, altägyptische Hieroglyphen, koreanische Liebesbezeugungen und abstruse Monsterbeschwörungen murmeln.

Genießen Sie in der Zwischenzeit diesen Klassiker aus "Married... with Children":

2. Februar 2010

Tonight's the night!




[Bild enthält keinerlei Spoiler]
[Picture contains no spoilers]
[L'image ne contient pas de spoiler]
[No spoileros]
[Spoileri absenti sunt]
[]

1. Februar 2010

IniRadio #135: Mama Cass - Make Your Own Kind Of Music

Der Song, der in meinem Hirn wohl für immer ein wohlig warmes WTF?-Gefühl auslösen wird.
Noch 1 Tag >: