Seriencheck (63)

Update:
Für Zahlenwühler, Ranglistenschmökerer und Statistikliebhaber:
Das offizielle Seriencheck-Ranking für die TV Saison 2012/2013 ist hier abrufbar, inklusive der insgesamt 16 Episoden, die die Topwertung "überragend" einkassiert haben.


Vor kurzem gab es in meiner Wirk- und Schaffensumgebung einen knapp 15-minütigen Stromausfall. Was mich Demut gelehrt und der Erkenntnis nahegebracht hat, dass ich in der Welt von "Revolution" wohl nicht mal ansatzweise so lange überleben würde, um den Figuren die ganzen Storylöcher in ihrer Serie zu erklären. Hier die letzten Wertungen vor dem Beginn der Sommersaison, die schon Ende der Woche mit der finalen Staffel von Dexter durchstartet.

Arrested Development (Season 4)


Wir haben einen Sieger in der Kategorie "Beste Comedy 2012/2013". Familie Bluth hat es tatsächlich kurz vor Teilnahmeschluss geschafft, den Titel davonzutragen. Zugegebenermaßen in einem Jahr, in dem die Comedy-Shows nicht gerade ihre große Blütezeit hatten, aber dennoch. Meine erste Einschätzung aus dem letzten Check möchte ich an dieser Stelle noch ein wenig erweitern:

Der Einstieg lebte praktisch von der Wiedersehensfreude bezüglich der schrägen Charaktere. Dass diese pro Episode einzeln und nicht wie gewohnt im Rudel aus Chaos und Peinlichkeit auftraten, sorgte für einige nur mit einem okay zu bewertende Episoden. So fand ich etwa die Hauptstorylines von Lucille und Lindsay deutlich schwächer als den Rest. Auch an der Zusammenführung der einzelnen personalisierten Handlungsstränge konnte man etwas bekritteln: so herrlich gelungen manches seltsame Verhalten und Mysterium in deren Verlauf aufgelöst wurde (bestes Beispiel: George-Michael in S4E13: It Gets Better), so wenig zündete für mich die letzte Episode "Blockheads". Einfach, weil sie nichts mehr draufzupacken vermochte - außer dem Winken mit dem Fortsetzungszaunpfahl in der allerletzten Szene.

Jetzt aber zur Lobhudelei: denn Arrested Development traut sich an den wilden, kaputten, fremdschämigen, auch gerne mal Schmerzen verursachenden Humor, den andere Shows aus irgendwelchen Gründen nicht mehr bringen (Community hatte man ihn dieses Jahr bekanntlich in Form von Dan Harmon herausoperiert). Zusätzlich wird den Fans eine Masse von Anspielungen und liebgewonnenen Catchphrases geliefert, dass man bei der zweiten Sichtung immer neue Nuancen entdeckt. Ich für meinen Teil konnte etwa in einer bestimmte Szene beim Anblick der Dekoration in der Kirche kaum noch an mich halten. Die Gaststars aus den vergangenen drei Seasons sind fast alle vollzählig erschienen, die Hauptfiguren überzeugen weiterhin mit ihren charaktertypischen Eigenheiten: meine absoluten Lieblinge Gob (Will Arnett), Buster (Tony Hale) und Tobias (David Cross) liefern großartige Segmente ab, zusätzlich etabliert sich der gereifte George-Michael (Michael Cera) mit der herrlich komischen Geschichte um seine beruflichen Avancen. Richtig gut gelungen: der Blick hinter die Filmkulissen mit Ron Howard, die Dummheiten von Familienanwalt Barry Zuckerkorn, Michaels endlich realisierte Bausiedlung und ihre Bewohner, George Bluths Pläne, um die Firma voranzubringen und wenn ich den Kram auf der hoffentlich bald erscheinenden Blu-ray nochmal schauen kann, fallen mir noch mehr ein. Ich freue mich drauf.
Season 5? C'mon!

Gesamtwertung: 5,73 Punkte (sehr gut)

Men At Work (Season 2)


Finde ich immer noch sehr sympathisch, die Vierer-Bande um den ehemaligen "That 70's Show"-Darsteller Danny Masterson. Wo "How I Met Your Mother" immer mehr in die Untiefen unnötiger Beziehungskisten abgleitet und einfach nicht mehr den erfrischenden Humor früherer Zeiten liefern kann, sind hier arbeitende Kerle am Werk, die sich auf das konzentrieren, was eine Ensemble-Comedy ausmacht. Typen, mit denen man auch gerne einen trinken gehen würde; drollige Situationen, die sich in peinliche Situationen steigern; gegenseitige Aufzieherei mit gekonnten Sprüchen direkt aus der Hüfte geschossen. Das ist jetzt nichts, was die 22-Minuten-Schiene revolutioniert. Vieles hat man an anderer Stelle schon gesehen, nicht jeder Gag zündet in einem furiosen Feuerwerk, die Stärke von Men At Work liegt vielmehr  darin, dass jede Episode den Zuschauer mit einem zufriedenen Lächeln (und manchmal mehr) zurücklässt. Durchhänger? Langweiler? Naja-Episoden? Fehlanzeige. Deshalb bleibt diese kleine TBS-Comedy auch in der zweiten Staffel ein lockerer Spaß, der nach 10 Episoden leider aber schon wieder vorbei ist.

Gesamtwertung: 4,80 Punkte (befriedigend)

Revolution (Season 1)


Die Show, mit der ich am meisten gehadert habe, das schicke ich direkt mal voraus. Denn ich mag Endzeit-Settings, die Serie fährt beachtliche Schauwerte auf, der Cast besteht u.a. aus Giancarlo "Breaking Bad Gus Fring" Esposito (was alleine für mich schon ein Grund war, dranzubleiben, um dem lässigen Kerl beim Schauspielen zuzusehen). Die ersten fünf Folgen hatten auch eine Tendenz, die die Show in der Schlusswertung an eine 5er-Wertung herangebracht hätte. Natürlich tauchten hier und dort kleinere Logiklöcher auf, die Geheimniskrämerei nahm künstlich überhand, um weiter die Spannung hochzuhalten, aber insgesamt ging das alles in Ordnung.

Bis zu der Folge, in der man den Hintergrund und Ursprung für den weltweiten Stromausfall präsentierte. Sorry, aber ich habe selten ein so dämlich dahinkonstruiertes Plotelement erlebt. Ja, es ist schwer, sich neue Ursachen für tolle Katastrophen einfallen zu lassen. Ein bisschen Mühe ist man dem Zuschauer dennoch schuldig. Schon bezeichnend, dass in der Rückrunde nach der Auflösung keiner der Beteiligten mehr über diesen Punkt nachdachte oder diskutierte. Für mich fühlte es sich an, als hätte der betreffende Autor im übertragenen Sinne seine Notdurft in einer Ecke des Raumes verrichtet und die Schauspieler gäben sich nun größte Mühe, sich nichts anmerken zu lassen und - sei es halt mit zugehaltenen Nasen - souverän drumherum zu agieren.

Von da an ging es endgültig bergab. Denn dieser mich schon leicht in meiner Intelligenz beleidigende Erklärungsversuch bewirkte, dass zugleich die dicken Fehler und Unsinnigkeiten der Show in den Vordergrund traten. Wo ich vorher nach Milde walten ließ, weil mich das Konzept noch für sich in Beschlag nehmen konnte. Dass der Super-Onkel es jederzeit mit seinem Säbel mit einer schießwütigen Armee aufnimmt. Dass Menschen nach jahrzehntelangem Stromausfall plötzlich locker leicht wieder hochkomplizierte technische Gerätschaften bedienen. Dass sich ein Charakter im Gewühl absichtlich so genau in die Brust schießt, dass er ohne bleibende Schäden auch ohne jegliche ärztliche Behandlung überlebt. Dass verfeindete Parteien zusammenarbeiten, obwohl sie sich die Staffel hindurch schwören, den anderen bei nächster Gelegenheit umzubringen. Dass der Grund für den nicht fließenden Strom auch praktischerweise dem Sterben geweihte Menschen heilen kann. Dass drehbuchbedingt kein Bösewicht sterben darf, weil er für die zweite Season gebraucht wird.

Ich mach es kurz: das von mir mit 2,5 Punkten bewertete Finale hat mich schmerzvoll überzeugt, dass ich Revolution nicht mehr weitergucken muss. Nach einem guten Start, der letztlich dafür verantwortlich ist, dass es bewertungstechnisch noch für ein "Durchschnittlich" gereicht hat, ließ mich die Serie letztlich mit einem Gesichtsausdruck zurück, den Elizabeth Mitchell aufzutragen pflegt, wenn sie mal wieder verzweifelt um ein Geheimnis herumknödelt. Selbst Fans, die an einer schönen Portion Trash ihre Freude haben, kommen hier wohl nur kurz auf ihre Kosten.
Mr. Esposito, please sign up for another show.   

Gesamtwertung: 4,30 Punkte (durchschnittlich)   

Veep (Season 2)



Das oben eingebettete Banner täuscht: denn unsere liebste Vizepräsidentin Selina Meyers (wieder toll gespielt von Julia Louis-Dreyfus) hat in der zweiten Season der HBO-Comedy kaum Auslandseinsätze, sondern werkelt mit ihrem Team verstärkt zuhause an ihrem eigenen Untergang. Schade, denn der Ausflug nach Finnland war für mich eine angenehme Abwechslung, davon hätte ich gerne mehr gesehen. So bleibt Veep eine sehr auf die amerikanische Politik zugeschnittene Angelegenheit, die von ihrem derben Umgang mit ihren Figuren lebt. Jeder giftet gegen jeden, das "fuck" gehört intern zum guten Ton, nach außen eitler Sonnenschein, nach innen fluchendes Gewitter. Das ist und bleibt gut unterhaltsam, insgeheim hätte ich aber gerne mehr peinliche diplomatische Fehltritte, mehr verzweifelte  Vertuschungsaktionen, mehr schreiend komische Aussetzer. So ein bisschen mehr eine Mischung aus dem amerikanischen "Seinfeld" und dem britischen "Yes, Minister", um mal grob den Rahmen vorzugeben. Vielleicht in der nächsten Staffel. Bis dahin bekommt die Vizepräsidentin erneut das "gut" ins Amtszeugnis, wenn auch diesmal als Punktlandung.

Gesamtwertung: 5,00 Punkte (gut)   

Hannibal (Season 1)


"Monsieur, madame: Buffet froid avec coquilles, amuse-bouche et potage. Bon appétit!"
"Ja, Sie mich auch, Sie Ferkel! Ich esse hier nichts ohne lückenlosen Herkunftsnachweis!!!

"Hannibal" hat mich geprägt und sensibilisiert im Umgang mit Ausdrücken, aus denen der französische Feinschmeckergeist sprudelt. Wenn man die Serie als Maßstab für die Haute Cuisine nimmt, bleibe ich wohl für immer meinem Fleischkäsweck treu. Aber Scherz beiseite: das Reboot um den gebildeten Menschenfleischschnabulierer Dr. Lecter mauserte sich im Verlauf der Staffel zu einem echten Leckerli. War es zunächst die Schock- und Ekelszene der Woche, die einen als Zuschauer jede Folge genüsslich auf die Gabel spießte (und in der Hinsicht wird einiges an Schwerverdaulichem aufgefahren, da tränt dem FSK-Ausschussprüfungsleiter das Salz in die Suppe), steigerte sich die Menüfolge ab Episode 6 mit der Einführung von Eddie Izzard als Dr. Abel Gideon. Wobei ich schon stets der Ansicht war, dass Comedians exzellente Serienmörder spielen können. Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf, Mads Mikkelsen setzt seinem kühlen Auftreten noch die Prise des Diabolischen hinzu, Hugh Dancy gelingen neue Labilitätsrekorde bei der Darstellung seiner Figur des Will Graham, die Bildsprache schaukelt sich von einem Extrem ins Nächste und das Finale schraubt sich endgültig in den absoluten Höchstwertungsbereich.

Von daher bin ich absolut erfreut, dass NBC grünes Licht für die zweite Staffel gegeben hat. Die Verantwortlichen werden es wahrscheinlich nicht wissen, aber mit "Hannibal" haben sie einen dicken Fisch an der Angel, der sich dank toller schauspielerischer Leistungen und der meisterlichen Inszenierung durch Bryan Fuller von selbst fachgerecht filetiert und entgrätet. Wären nicht zu Beginn zwei schwächere Episoden druntergemischt worden (u.a. auch die nach den Anschlägen auf den Bostoner Marathon nie im US-Fernsehen ausgestrahlte Folge "Oeuf"), hätte es sogar für die 5,5 Sterne gereicht.

Gesamtwertung: 5,42 Punkte (gut+)    

Game Of Thrones (Season 3)


Zum Schluss noch die beste Drama-Serie dieser Saison und das nicht nur diesseits von Westeros. "Game Of Thrones" hält nicht nur das schon recht hohe Niveau der vergangenen zwei Staffeln, sondern legt noch eine Schippe Golddrachen und Silberhirsche obendrauf. Besonders hervorheben möchte ich diesmal die Schauspieler:

Charles Dance (Tywin Lannister) ist so dermaßen genial in seiner Rolle, ich könnte ihm zusehen, wie er morgens den Küchenbediensteten von King's Landing die Einkaufszettel vorliest und wäre berührt. Must win Emmy, Golden Globe and what there is sonst noch!
Lena Headey (Cersey Lannister)- irgendwo zwischen rrrrrr! und intrigantem Superbiest. Wo kann ich mich als Weinglashalter und Nachschenker bewerben? Jack Gleeson (Joffrey Lannister) - sicherlich ein liebenswerter, vielleicht gar schüchterner Kerl, aber in seiner Rolle das bestgespielteste Arschlochkind aller Zeiten. Rory McCann (The Hound) - brutal, schroff, allerdings auch schlicht ein Charakter, dem man eine menschlich gute Seite zutraut. Nicolaj Coster-Waldau (Jaime Lannister) und Gwendoline Christie (Brienne) - bestes Beziehungspärchen mit den schönsten Triez-Dialogen, das leider nicht so recht zueinander findet. Von den Neuzugängen dieser Saison: Iwan Rheon (kein Name wegen Spoilergefahr) - ein Psychopath erster Kajütte vor dem Herrn, gruselig bis zum Nicht-mehr-Hinsehen-Können. Diana Rigg (Lady Olenna Tyrell) - wunderbare Dialogzeilen, so spitz wie eine mehrfach gespitzte Nadel aus valyrischem Stahl. Ach, die Schauspieler sind durch die Bank klasse.

Rein storytechnisch liefert die Vorlage von George R.R. Martin natürlich allerbeste Unterhaltung, aus der sich die Showrunner die fettesten Stücke herausgesucht haben. Inhaltlich deckt man die erste Hälfte des dritten Buches ab, aber auch für mich als Kenner der ersten vier Bände gab es Unbekanntes zu entdecken. Bekritteln könnte man nur - wie schon zuletzt erwähnt - einen etwas lahmen Schwertkampf und das letzte Bild, das nicht so sehr reinknallte wie bei den vorherigen Finalfolgen. Egal. Spitzenprädikat.

Gesamtwertung: 6,10 Punkte (überragend) 
   

Kommentare

  1. Da kann ich ja nun gar nichts zu beitragen. Einzig "Revolution" hatte ich zu Beginn noch verfolgt, bin dann aber - anscheinen berechtigt - nach der Pause ausgestiegen.

    Auf "Arrested Development" und "Game of Thrones" freue ich mich natürlich enorm. Wird nachgeholt. Definitiv.

    Auch "Veep" (kenne noch nichtmal Season 1) und "Hannibal" stehen auf der Liste. Aber wird noch etwas dauern, da ich im Moment noch recht zu mit allem möglichen bin. Dennoch danke für deine Einblicke in den aktuellen Serienkosmos! :)

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  2. Du kannst ja, wenn du die Serien nachgeholt hast, hier nachträglich deine Meinung loswerden. Würde mich sehr freuen.
    Gratulation zum zeitigen Ausstieg bei Revolution, obwohl mich andererseits interessieren würde, wie sehr dich die Erklärung des Stromausfall-Phänomens genervt und geärgert hätte.
    Hannibal kann ich dir als Freund grandioser Inszenierung wirklich nur ans offene Herz legen...ich bin mir jetzt schon sicher, dass die Show bei ihrer Ausstrahlung auf SAT1 massiv geschnitten werden wird.

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  3. Revolution habe ich auch bis ins letzte Drittel geschaut, aber dann wegen Lustlosigkeit aufgehört. Ich fand ja durchaus, dass es in der zweiten Hälfte, also nach der langen Pause, erst mal etwas besser wurde und die Story inm Schwung kam. Aber es wurde irgendwie immer abgedrehter, seltsamer, schräger, kaum noch bindend und mitreißend. Schade, man hätte aus der Thematik richtig viel machen können. Im Zweifel eine neue Mystery-Action-Serie. Aber das war deutlich zu schwach dafür.

    Game of Thrones ist auch nicht schlecht, wenn auch etwas langsamer geworden. Ich bin gespannt, wie sie in der nächsten Season weiter machen. Meiner Auffassung nach kommt jetzt die schwächste Buchvorlage der bisherigen Bände. Relativ gesehen, denn ich bin super gespannt, wie sie die Story um Bran im Norden umsetzen. Aber etwas niedrigere Erwartungen heißt ja auch, dass positive Überraschungen eher möglich sind.

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  4. Revolution hat in der Tat ab einem gewissen Zeitpunkt abgedreht und vor allem der Logik endgültig die kalte Schulter gezeigt. Potenzial habe ich genau wie du in ordentlichem Maße gesehen. Aber wenn man das Hauptgeheimnis einer Mysteryserie so lachhaft auflöst, kann das ja nur in die Hose gehen.

    Ich nehme an, du redest vom vierten Buch? Das hat mich ebenfalls nicht wirklich umhauen können. Wie ich die kreativen Köpfe der Show allerdings kenne, picken die sich bestimmt die besten Geschichten raus und greifen mit Sicherheit - nach Abschluss der zweiten Hälfte des dritten Bandes - auch auf das fünfte Buch zurück, dessen Ereignisse ja größtenteils zeitgleich zum vierten Band laufen. Sonst kämen Daenerys oder Tyrion für längere Zeit nicht mehr vor.
    Es ist kompliziert.

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  5. Na dann bin ich ja froh, dass wir Revolution nach 4 Folgen abgesetzt haben.

    Game Of Thrones fand ich auch ein wenig lahm diese Staffel, handlungsmäßig lässt es sich wohl mit "Jeder versucht, von A nach B zu kommen" zu 95% zusammenfassen. Und viele sind dann noch nicht einmal bei B angekommen...
    Dazu die in meinen Augen etwas übertriebenen Folter-Szenen, so dass ich Staffel 3 als schlechteste GoT-Staffel bezeichnen würde. Aber natürlich immer noch eine Perle in der Serienlandschaft.

    Den Rest hab ich nicht gesehen, aktuell probieren wir es mal mit Arrow, wo ich noch nicht sicher bin, was mein finales Urteil ist. So vom Grundsatz her gefällt es mir, manchmal dann aber doch etwas albern und doof (ich hasse es, wenn Leute den Superhelden nicht unter der "Maskierung" erkennen, obwohl sie es eigentlich müssten. Und diese selten dämliche Batman.Stimmenverstellung hätte man auch nicht übernehmen brauchen. Wenn die ehemalige Freundin schon nicht die Augen und die untere Gesichtshälfte erkennt, warum sollte sie dann bitte die Stimme erkennen?)

    Und dann gibts da ja noch "Under the dome" (hab das Buch nicht gelesen, der Pilot hat mal einen okayen Eindruck gemacht) und endlich auch wieder Dexter. Hoffentlich kriegen die ein würdiges Ende hin. Hoffentlich! (und ich glaube, dass das in meinen Augen nur so laufen kann, dass Dexter am Ende hingerichtet wird. Dauert aber zu lange, also wird er von der Polizei erschossen)

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  6. Weise Entscheidung, das mit Revolution...

    Stimmt schon, in GoT sind viele unterwegs, ich habe da stellenweise schon im Buch komplett den Überblick verloren. Was deine Einschätzung "ein wenig lahm" ansonsten anbelangt, muss ich doch einen dezent grummelig-starren Blick à la Tywin Lannister in deine Richtung werfen. Vielleicht gefiel mir die Umsetzung deshalb besser, weil ich die Bücher kenne und von der Besetzung dermaßen begeistert bin, dass mir beim Lesen direkt die Figuren der Serie in den Kopf kommen.

    Von Arrow habe ich Gutes gehört - aber ich und Superhelden, das ist wirklich eine ganz haarige Angelegenheit. Ich ertappe mich schon dabei, zuerst wegen des allgemeinen Hypes bei diversen Kinofilmen doch noch mal ein Ticket zu lösen, aber meistens erkaltet die Lust dann rechtzeitig vorher.
    Die von dir genannten Punkte sind wohl exakt diejenigen, die mir auch aufstoßen und mir den Spaß nehmen würden.

    "Under The Dome" habe ich gesehen, fand ich für den Beginn gut. Das Buch kenne ich auch nicht. Aber du weißt ja, der Anfang ist einfach; Mysteryserien zu einem richtig guten Ende zu bringen ist hingegen eine Kunst für sich.
    Bei Dexter hoffe ich ebenfalls auf ein würdiges Ende. Denke da in der selben Richtung wie du. Nochmal "hui, davongekommen und weiter geht's" wäre unpassend. Im großen Zusammenhang muss Dexter letztendlich eine Rechnung für seine Taten bekommen.

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