Moderne Kunst

Liebe Kunstfreunde,

auch in der meist trivialen Welt des Fußballs lassen sich Momente finden, die bildhaft den Gefühlen des Moments einen bewegenden Ausdruck verleihen, die einen das eigene Dasein in einem wohligen Schein erfahren lassen.

Widmen wir uns etwa diesem Ölgemälde mit dem Namen "Das Debakel" des Künstlers H.H. Zweizufünf, der zwei Männer auf einer Bank portraitiert: der eine jung, der andere alt. Im Kontrast zu ihrer grell rotflammenden Oberbekleidung, den wohlplatzierten, wuchtig wirkenden Balken aus Magenta und der streng komponierten Hintergrundschrift, die eine fortschreitende, technokratisiert-entmenschlichte Aura andeutet, offenbaren diese Menschen Nachdenklichkeit. Demut. Verletzlichkeit.


Und doch bricht sich im Auge des Betrachters eine andere Gefühlsmelange Bahn. Das gesenkte Haupt des einen, der ratlose Blick des anderen vermögen uns nicht emotional tief zu berühren, wir durchschauen das Spiel, das uns der Künstler aufzwingen will und berufen uns auf unseren freien Geist der Wahrnehmung. Allerdings: ist es nicht gerade die kraftvolle Macht, welche diese innere Rebellion, dieses innere Widerstreben heraufzubeschwören in der Lage ist, die die wahrhafte Größe dieses Werkes illustriert? Darf die Kunst nicht auch in ihrer Wirkung über das rein Abbildende hinausgehen und den Betrachtenden herausfordern? Mutig die Grenzen des selbstbezogenen Existenzialismus sprengen? Ja, vielleicht sogar Freude empfinden lassen an den aufgewühlten Emotionen anderer? Fragen, deren Antworten wir uns nur selbst geben können.

In jedem Fall sei "Das Debakel" von H.H. Zweizufünf jedem ernsthaften Freund der bildenden Künste wärmstens ans Herz gelegt. Erste Ausstellungstermine sind in Gelsenkirchen, Hamburg, Leverkusen, Bremen sowie 13 weiteren Städten angekündigt.

Kommentare

  1. Hmm, Bayern München? Dazu fällt mir nur ein: Money talks, Bullshit walks. ;-)

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  2. Aber es gilt auch: viel Geld verliert am schönsten!

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