30. Juni 2009

IniRadio #88: House Of Shakira - Landing

[Anmerkung:
Das kommt davon, wenn man eine Blogpause einlegen will und deshalb eine Woche lang nur Songs präsentiert, den größten Teil der Texte vorher verfasst hat und die Beiträge automatisch veröffentlichen lässt. Man schreibt was über Flugzeuglandungen und schon stürzt eins ab. Ehrlich: die Songauswahl hat nichts mit dem Yemenia Air-Unglücksfall zu tun]


House Of Shakira kommen aus Schweden und hören sich an wie Journey. Woher der Name kommt, ob es etwas mit der kolumbianischen Powacklerin zu tun hat oder ob die Jungs einfach nur Bewunderer der Residenzen kolumbianischer Powacklerinnen sind, vermag ich nicht zu sagen.

Was mir an der Band so gefällt, sind neben den melodisch rockenden Klängen ihre putzigen Texte. Ich habe eine CD der Truppe im Regal stehen und beim Studium der Lyrics durchwandele ich stets die Stufen vom "Was will der Künstler uns damit sagen?" hin zu "Ich will es gar nicht mehr wissen".

Hand aufs Herz: wer kommt auf die Idee, einen Song über eine Flugzeuglandung zu schreiben? Dazu noch mit einem Refrain, der übersetzt so lautet:

"Brennendes Gummi, wir haben auf dem Boden aufgesetzt
Was in die Luft geht, muss auch wieder runterkommen
Das ist alles, was sie sagten: entweder bist du lebendig oder tot
In jedem Fall solltest du wissen, wo du bist
So ist das Gesetz"



Ich stelle mir immer vor, wie Piloten und Flugbegleiterinnen dazu beifallsheischend durch die Passagierreihen turnen. Burning rubber, we've touched the ground...

29. Juni 2009

IniRadio #87: Skew Siskin - Spend The Night With Me

Weil mich Roland gerade via twitter über die geschlechterspezifisch dezent unterschiedliche Wahrnehmung in der Süddeutschen bzw. Spiegel hinsichtlich Megan Fox unterrichtet hat, nehme ich dies als Aufhänger, um meine Leserschaft mit promiskuitiver Rockmusik zu erfreuen.

Will sagen: feinster Schlampenrock made in Germany, meine Herren! Skew Siskin aus Berlin veröffentlichten 1999 das Album "What The Hell", spielen krachigen Rock'n'Roll, der schon Lemmy Kilmister zu beeindrucken wusste und haben mit der Coverversion "Jesse James" eine würdige Fassung des Desmond Child-Hits im Gepäck, den u.a. schon Cher zersungen hat.



Die korrekte Antwort auf den Songtitel lautet übrigens:
"Nein danke, wertes Fräulein. Obschon ich von Ihren musikalischen Darbietungen durchaus angetan bin, vermag ich doch nicht einmal zu erahnen, wer bei Ihnen schon alles drübergegangen ist. Aber trotzdem einen schönen Abend noch und weiterhin alles Gute für Ihre körperliche Gesundheit und die Ihrer Partner."

27. Juni 2009

CD des Monats: PAUL GILBERT & FREDDIE NELSON - United States

Heute soll es um Pop Rock gehen. Dieses seltene Genre, von dem man sich wünscht, es würde öfter die Charts erklimmen. Einfach nur, damit ich mir die Hoffnung erhalte, dass gut gemachte, eingängige Musik aus diesem Bereich eben doch große Hörerschichten erreichen kann. Beziehungsweise dass nicht nur hochgepushte Castingtrullas/-trullaner oder Teeniebands Erfolge erzielen, um anschließend in den Medien so exzessiv herumgereicht zu werden, dass man vor lauter Weinen Staudämme füllen möchte.

Alle Jahre wieder fällt einem eine CD in die Hände, bei der man sich denkt, dass sie eigentlich die breite Masse ansprechen müsste. Die man auf einer Party auflegen und zu der jeder wohlgefällig im Takt mitnicken könnte. Sei es nun das partyerprobte Popgirlie, die aufgebretzelte Hair-Stylistin, die radiohörige Hausfrau, der blondgelockte, musikalisch weiter in den 60er und 70ern lebende Showmaster jenseits der 50 oder eben der Blogger mit recht weit gestreutem Rockmusikfaible. Zugegeben, Deathmetalgrunzfanatiker, Hardcorejazzer oder sonstige grundsätzliche Ablehner eingängiger Melodien wären ausgeschlossen, aber deren Lieblinge sind ja eh selten konsensfähig.

Die erste Zusammenarbeit zwischen den beiden Gitarristen/Sängern Paul Gilbert und Freddie Nelson ist so eine CD. Pop Rock, der einerseits fluffig-leicht ist, aber andererseits dank der frickeligen Arbeit an den Sechssaitern (Gilbert) und fantastischer Vocals (Nelson) aus der Masse weit heraussticht.

Nicht alles auf United States geht dem rockunbedarften Zuhörer leicht in die Lauscher. Gerade der Eröffnungsnummer The Last Rock'n'Roll Star mit ihrem vollen Drumeinsatz zu Beginn und der Schrammelgitarre dürften sich viele verweigern. Ähnlich wohl auch bei Hideaway, das ein schweres Riff aus der Led Zeppelin-Werkstatt zur Aufführung bringt. Das geschulte Rockerohr merkt aber sofort: der Typ am Mikro kann singen, der Saitenmann versteht sein Handwerk, die Rhythmusfraktion haut rein.

Nun aber folgt der kuschelige Teil des Albums: Waste of Time - ein Ohrwurm, den ich immer noch nicht losgeworden bin. Bad Times Good in seiner Beatlesartigkeit ist ideal, um bei sonnigem Wetter relaxt der Krise den gebräunten Hintern entgegenzustrecken. Paris Hilton Look-Alike eröffnet mit feinen Vokalharmonien und schwingt sich dann lässig durch seine vier Minuten Spielzeit. The Answer beginnt und endet balladentypisch, transformiert dazwischen in einen angenehmen Midtemporocker. Natürlich darf die echte Ballade nicht fehlen: I'm Free navigiert Freddie in hohe Tonlagen, Paul baut selbst hier eine geschredderte Großartigkeit ins Solo ein, die ganze Nummer schwankt zwischen Chillen und Gänsehaut. Mein Tipp an die Nachrichtenredaktionen dieser Welt: einen Ausschnitt daraus mit Bildern der iranischen Protestbewegung unterlegen und spätestens beim "Set Me Free" will Ahmadinedschad seine Brennstäbe persönlich in die grüne Tonne treten, seinem Wahlgegner den Sieg überlassen und nur noch schluchzend die Welt umarmen. Okay, ich übertreibe, aber der Song ist toll.

Pulsar deprimiert unbarmherzig mit seinem Hauptriff und den Soli im Mittelteil jeden Nachwuchssaitenquäler. Wer seine Meriten hauptsächlich bei "Guitar Hero" verdient hat, dürfte sich ernsthaft überlegen, seine Kunststoffaxt über der heißgelaufenen Spiele-Konsole seiner Wahl endgültig einzuschmelzen. Beendet wird die Scheibe mit dem partytauglichen Girl from Omaha und dem Rausschmeißer I'm Not Addicted, die mit klasse Vocals, geilem Groove und wahnsinnigen Soli veredelt werden.

Fazit: die beste Pop Rock-CD mit charismatischem Gesang und genialer Gitarre seit der letzten Queen mit Freddie Mercury am Mikro.

IniRadio #86: Diamond Head - Run

In den nächsten Tagen werde ich einige Leser verlieren, aber da müssen wir gemeinsam durch. Der Grund: ich habe bei Grooveshark ein paar richtig seltene bis obskure Songs entdeckt, die mir ans Herz gewachsen sind. Genau die werde ich von nun an präsentieren. Ja, es gilt ab jetzt die erhöhte "Was hört der Ini nur für seltsamen Kram?"-Warnstufe. Andere Themen könnten stark in den Hintergrund treten.

Beginnen wir mit Diamond Head, einer Band, die in den 80ern Teil der New Wave Of British Heavy Metal-Bewegung war und mit Songs wie "Am I Evil?", "It's Electric" und "The Prince" in erheblichem Maß die jungen Strolche von Metallica beeinflußt hat. 1993 veröffentlichten sie das Album "Death And Progress", das ich mir Ende der 90er auf einem Flohmarkt kaufte und dessen Song "Run" ich immer noch für eine der unterschätztesten Balladen der Rockmusik halte.

Darum gibt es den Player auch diesmal in einem warmen Holzton. Und weil ich schon immer mal "warmer Holzton" schreiben wollte.

26. Juni 2009

IniRadio #85: Harem Scarem - Give Love/Get Love

Wieviele würden mir glauben, dass ich diesen Song bereits vor ein paar Tagen bei Grooveshark gefunden, ihn für heute nachmittag automatisch von meiner Blogsoftware habe einplanen lassen und er wirklich nicht wegen Michael Jacksons Tod ausgewählt wurde?

Aus der CD des Monats Dezember 2006:
Harem Scarem mit Give Love/Get Love

Zum Tod von Michael Jackson

Ich habe "Thriller" in meinem Plattenschrank stehen, das Video zum gleichnamigen Song ist immer noch großartig, "Beat It" hat ein für Popverhältnisse prächtiges Gitarrensolo drin, deshalb:

Rest in peace, Michael. Thank you for the music.




[Edit: bitte keine Links zu oder eigene Stillosigkeiten in den Kommentaren. Ich habe innerhalb weniger Minuten schon einige davon im Netz gesehen und schäme mich ein wenig dafür]

25. Juni 2009

Darda

Transformers, Transformers - wenn ich das schon höre. Aktuell zum zweiten Mal hirnlos verfilmte Spielzeugroboter, die sich in Autos verwandeln und umgekehrt. Gegen meine guten alten DARDA-Rennautos ziehen die auf der Piste aber sowas von keine Scheibe vom Brot. Im Keller habe ich noch eine Bahn stehen, bei dem Video muss ich mich glatt zurückhalten, das alte Ding zu entstauben.



Meine Generation fühlt sich übrigens immer noch um einen DARDA/Captain Future-Crossover-Actionfilm betrogen, werte Filmindustrie!

24. Juni 2009

IniRadio #84: Racer X - Godzilla / Superheroes

Vielleicht schaffe ich es, ab Juli mal Musik zu hören, bei der Paul Gilbert nicht an der Gitarre schreddert. Diesen Monat wird das definitiv nix mehr. Ich habe sogar schon die aktuelle CD des Monats in Instrumental-CD des Monats umgenannt, um vielleicht doch noch die neue Scheibe des sympathischen Saitenhexers unterzubringen.

Jetzt gibt es allerdings erst einmal zwei Tracks seiner Metal-Combo Racer X, zu deren Werk "Superheroes" aus dem Jahr 2001 dieses zauberhafte Artwork gestrickt wurde. Man muss die Jungs einfach gerne haben.




Paul THE ELECTRIC BAT Gilbert
Jeff MOTORMAN Martin
Scott COWBOY AXE Travis
John THE X-TINGUISHER Alderete

Godzilla ist im Original natürlich von Blue Öyster Cult.


Mein Vertrauen in die bolivianische Nachrichtenkompetenz ist erschüttert



Lief wohl wirklich so über den Sender (natürlich ohne die von failblog.org angehängte Auflösung).

Übersetzung zum unbearbeiteten Video:

According to the report, the snaps were retrieved from a recovered Casio Z750, which was subsequently traced via the serial number to its owner - "Paulo G. Muller, an actor from a well-known children's theatre on the outskirts of Porto Alegre".


Unglaublich in mehrfacher Hinsicht.

(via FAIL Blog)

23. Juni 2009

Volker hört die Signale

Der beste deutsche Kabarettist im WDR-Podcast über Zensursula.



Ende Juli kommt "Bis neulich 2009" als Doppel-CD raus.
Kaufen.

(via Nerdcore)

Seriencheck (XXIV)

Lange hat's gedauert, hier nun der Rest des Serienchecks mit allem, was länger als 40 Minuten und auf meinem Beobachtungsschirm lief:

24 (Season 7)

Jack Bauers Albtraumtage zu bewerten ist keine einfache Angelegenheit. Gehört doch schon einiges an Kreativität und Akribie dazu, eine Story über 24 Stunden zu verteilen, die stets spannend und in sich schlüssig ist. Allzu beckmesserisch will ich an diese Sache nicht herangehen und mich etwa darüber auslassen, ob man in den Werbepausen wirklich so schnell von Ort A nach B kommen kann. In jedem Fall brachte Staffel 7 eine deutliche Steigerung zur Vorgängerin, bei der so ziemlich alles schief lief und die Show zu ihrer eigenen Parodie zu werden drohte. Der aktuelle Tag bringt einen Ortswechsel nach Washington, keine CTU mehr, aber dennoch eine gute Mischung aus alten und neuen Gesichtern, natürlich die bekannten Trademarks wie Folter, Maulwurf und drohende Gefahr für Jack bzw. den dagegen verblassenden Rest der amerikanischen Zivilisation. Grund zum Meckern lieferten die schwach agierende Präsidentin, die Motivationsgründe des Staffel-Gegenspielers sowie das dramaturgisch passende, aber nicht ganz nachvollziehbare Auftauchen des Super-Ober-Bösewichts pünktlich zum Finale. Einen Knall wie seinerseits zum Ende der 1. Season oder ein dickes Fragezeichen, wie es mit Jack wohl weitergeht gibt es nicht, man kann sehr wohl erahnen, wie sich die Zeit nach der finalen Uhrzeiteinblendung gestalten wird. Fazit: man kann 24 wieder ohne Bedenken schauen. Die Show erfindet sich nicht neu, ist aber ordentlich unterhaltsam.
5 von 6 Punkten

Over The Top: 6.00 PM - 7.00 PM, 7.00 PM - 8.00 PM, 10.00 PM - 11.00 PM, 11.00 PM - 12.00 AM
(der Ordnung halber, es dürfte wohl kaum jemanden geben, der sich 24 mittendrin und auszugsweise ansieht)


Battlestar Galactica (Season 4x11-4x21)

Achtung, ich beziehe mich mit meiner Wertung nur auf die zweite Hälfte der 4. Staffel und nicht der Show in ihrer Gesamtheit. Ich hatte es ja schon vor ein paar Monaten geschrieben: das Kribbeln vor dem endgültigen Abschluss der Saga war gewaltig, die Erwartungen hoch gesteckt. Dass man zunächst nochmal eine Rebellion in der Flotte durcherzählte, hätte es nicht unbedingt gebraucht, ging aber in Ordnung. Geärgert hat mich, wie in den Folgen vor dem dreiaktigen Finale die Langeweile und gestreckte, wenig interessante Dialoge Überhand nahmen. Vor allem die Rückkehr von Ellen Tigh war eine einzige Enttäuschung. Zum Ende raffte sich die Mischung aus Action, Charakterdarstellung und bewegender Momente allerdings wieder zu großer Form auf, auch wenn die dicke Auflösungswunderkerze nicht gezündet werden konnte. Vor allem über die Rolle, die Baltar und Number Six letztendlich zugeteilt wurde, darf man schon geteilter Meinung sein.
4,5 von 6 Punkten

Over The Top: Sometimes A Great Notion, No Exit


Breaking Bad (Season 2)

Auch Breaking Bad hat das Problem mit den Phasen, in denen mir zu wenig passiert. Der Vergleich mit dem Chemie-Experiment, das manchmal explodiert, manchmal aber nur still vor sich hinblubbert, trifft die Sache schon sehr genau. Die Abgründe, in die Walter White und sein ex-Schüler beim Zusammenmischen ihrer blauen Kristalldroge blicken, sind aber allemal ein Grund, die Show zu verfolgen. Drei nur zufriedenstellenden Episoden und dem Langeweiler "Over" (S2x10) stehen sechs gute und drei wirklich überragende Folgen gegenüber. Hätte das Finale so geknallt, wie man es sich als Zuschauer beim Betrachten der bildgewaltigen Intros im Kopf ausgemalt hat, wären noch ein paar Zähler zusätzlich drin gewesen. Aber auch so ist der Boden für eine brodelnde dritte Staffel gut vorbereitet.
Streng betrachtet 5 von 6 Punkten, angesichts der überragenden Klasse einiger Episoden, für die ich fast die 7 hätte einführen müssen und der famosen Schauspielkunst von Bryan Cranston spendiere ich einen zusätzlichen halben Punkt. Wer vom Finale allzu enttäuscht war, darf den Aufschlag entfernen und einschmelzen.
5,5 von 6 Punkten

Over The Top: Grilled, Negro Y Azul, Better Call Saul

Brothers & Sisters (Season 3)

Der Walker-Clan präsentierte sich dieses Jahr fast durchgehend ohne Schwächen. Echte Langweiler-Episoden wie noch in Season 2 mit so ziemlich allen Episoden, in denen Danny Glover mitspielte, sind nicht vorhanden. Als der Storystrang um den verlorenen Walker-Sohn gesponnen und ausgebreitet wurde, war ich ja skeptisch: aber die Autoren haben dieses Jahr den Dramafaden straff gehalten und natürlich so oft wie möglich die Walkers zu einem ihrer berüchtigten Abendessen zusammengebracht, die für ihre peinlichen Ausgänge so bekannt und beliebt beim Zuschauer sind. Immer noch meine liebste Familien-Dramedy mit Übermama Sally Field, die Ilse Beimer aus der Lindenstraße weiter locker in die Tasche steckt. Schade nur, dass das deutsche Fernsehpublikum das nie mitbekommen wird.
5 von 6 Punkten

Over The Top: Bakersfield, Just A Sliver

Chuck (Season 2)

Freunde, jetzt wird der Platz aber knapp für die vollständige Over the top-Auflistung. Satte 14(!) der 22 Episoden erhielten von mir die Über-Auszeichnung. Will sagen: ich bin Fanboy und in Bezug auf diese Serie zu keiner objektiven Beurteilung mehr fähig. Was soll ich noch schreiben? Chuck ist witzig, nerdig und tollpatschig, hat mit seinen beiden Aufpassern Walker und Casey tolle Sidekicks, die Nebenstränge im Buymore sind immer für einen Lacher gut, die Musikauswahl ist großartig, die Show nimmt sich auf wunderbare Weise nie allzu ernst und geht einem manchmal sogar ein wenig ans Herz. Dass am Ende gleich zwei rundum gelungene Finals geliefert wurden (eines, mit dem die Serie zu Ende hätte gehen können und eines, das noch heißer auf eine Fortsetzung macht), zeigt, wieviel Potenzial in dieser Agenten-Action-Komödie steckt. Ich freue mich auf die dritte Staffel, die zwar kürzer ausfallen wird und mit weniger Budget auskommen muss - aber ich kann mir fast nicht vorstellen, dass da etwas schiefgehen kann. Because Agent Charles Carmichael knows his kung-fu.
6 von 6 Punkten

Over The Top: Chuck vs. The First Date, The Seduction, The Cougars, Tom Sawyer, The Ex, The T-Rex, The DeLorean, Santa Claus, The Third Dimension, The Suburbs, The Best Friend, The Predator, The Broken Heart, The Ring

Desperate Housewives (Season 5)

5 Jahre in die Zukunft gebeamt und doch die meiner Meinung nach schwächste Staffel der Serie abgeliefert. Gut möglich, dass die Show bei der weiblichen Zielgruppe voll eingeschlagen ist, als Kerl habe ich mich dieses Jahr aber größtenteils gelangweilt. Auch, weil die Geschlechtsgenossen diesmal außer Carlos vollkommen auf Memmentour sind. Allen voran der böse, böse Psychokiller, der die ganze Staffel über finster guckt und fiese Pläne ausbaldowert, die er am Ende doch fallen lässt. Ich hatte schon befürchtet, dass sie den Mann noch in die nächste Staffel rüberschleppen, so lahm kam der in die Puschen. Auf der positiven Seite stehen das gelungene Edie-Special sowie der Brand im Musikclub. Letzten Endes lautet die Bilanz jedoch: knapp ein Viertel gut, knapp die Hälfte in Ordnung, der Rest unterdurchschnittlich. Macht insgesamt
4 von 6 Punkten

Over The Top: City On Fire

Dollhouse (Season 1)

Ich lasse Wortspiele wie "Nicht so doll, dieses Haus" gleich ganz außen vor. Aber so richtig begeistern konnte mich das neue Joss Whedon-Projekt eben doch nicht. Meiner Meinung fehlt der Show eine starke Hauptfigur, mit der man als Zuschauer mitfiebern kann. Eliza Dushku gibt zwar alles, kann aber die Show beioftmalshalbnacktemleibe nicht alleine tragen und bleibt wegen des Show-Konzepts nun mal ein im wahrsten Sinne des Wortes austauschbarer Charakter. Vom Rest des Castes fällt Dichen Lachman als Sierra angenehm auf, Fran Krantz als "funny man" Topher Brink übertreibt es hingegen stellenweise doch ein wenig. Bleibt noch Alpha, dessen Charakter in "Briar Rose" sehr gelungen eingeführt wurde, im Finale mir aber sehr diffus und verwirrend in Erinnerung blieb. Zweimal gab es dennoch die Höchstwertung, es ist also Potenzial vorhanden. Für die zweite Staffel bleibt noch einiges an Feinjustierung zu tun. Und bitte dann auch keine Totalausfälle wie "Stage Fright" mehr produzieren.
4,5 von 6 Punkten

Over The Top: Man On The Street, Briar Rose

Fringe (Season 1)

Sie haben sich einen festen Platz auf meiner US-TV-Liste erobert, die Ermittlerin des FBI und ihre beiden unkonventionellen Kollegen. Der gute Ersteindruck mit der Mischung aus Akte X-Fällen und Ausflügen in die seltsame Welt des lustigen Wissenschafts-Opi Dr. Walter Bishop konnte die Staffel hindurch bestätigt werden. Selbst mit der kühlen Agentin Olivia Dunham wusste ich mich mit der Zeit anzufreunden. Wie beim offensichtlichen Vorbild wird später auch ein größerer Verschwörungshandlungsbogen in die Ermittlungen eingeführt, der mich sogar noch mehr zu überzeugen wusste. Eine höhere Wertung verderben allerdings diverse Füllerfolgen nach dem "Monster of the Week"-Strickmuster, bei denen das Budget nicht mal für ordentlich eklig zugerichtete Tatbeteiligte gelangt hat. So geht's ja nun nicht. Besonders lobend sei hier allerdings das Finale erwähnt, welches die Tür für einige interessante Storymöglichkeiten mit Blick auf Staffel 2 öffnete.
5 von 6 Punkten

Over The Top: The Transformation, Ability, Bad Dreams, The Road Not Taken, There's More Than One Of Everything

Heroes (Season 3 Eps. 14-25 /Volume IV:Fugitives)

Volume IV: Fugitives ist besser geworden als das vollkommen verkorkste Volume III: Villains. Ich weiß nicht, wie stark sich die beratende Tätigkeit des wiedereingestiegenen Bryan Fuller ausgewirkt hat, in jedem Fall ist die Story straff, die Seiten klar verteilt und die Charaktere bleiben größtenteils ihrer einmal eingeschlagenen Linie treu. Trotzdem ging es mir als Zuschauer so, dass mir die Figuren nach ihren teils desaströsen Auftritten zuvor ziemlich egal geworden waren und auch dieses Kapitel es nicht schaffte, die Begeisterung der Premierenstaffel wieder aufleben zu lassen. Wie das in der Zukunft gelingen könnte, zeigte immerhin "Cold Snap" (3x20), die ich allen, die irgendwann in dieser Season aufgehört haben, ans Herz legen möchte. In dieser Episode stimmt nämlich alles: Humor, Drama, Action, Trauer. Davor und danach gelangte das Meiste allerdings wieder nicht über das Maß des "Geht in Ordnung" hinaus. Für das Finale hat man sich nochmal angestrengt, der Ausblick auf das nächste Volume hat mich allerdings schließlich erneut ernüchtert. Meiner Meinung nach hat die Show nur eine Chance, wenn der Cast endlich um ein paar langweilig gewordene Figuren gestutzt wird. Mit schwer heldenhafter Mühe noch
4 von 6 Punkten

Over The Top: Cold Snap

LOST

LOST ist mir so ans Herz gewachsen wie Chuck, da erwarte bitte niemand ernsthaft viel mehr außer Lobeshymnen. Jede andere Show hätte das Thema "Zeitreisen" mit großer Sicherheit in die Hose navigiert. Aber das Inseldrama knüpft selbst aus diesem Fallstrick einen unterhaltsamen Storyteppich, der dem Zuschauer spätestens mit Erscheinen des finalen Schriftzugs am Ende jeder Episode unter den Füßen weggezogen wird und ihn verdutzt, aber zugleich begeistert zurücklässt. Die Macher haben die Figuren im Griff, humorvolle Dialoge lockern ab und an die Spannung auf, man rätselt sich vor dem Fernseher die tollsten Theorien für das weitere Geschehen zusammen und freut sich einen ausgewachsenen Eisbären, wenn man richtig damit lag. Wieder war es allerdings so, dass das Finale nicht ganz die Krönung der Staffel darstellte. Die Eröffnungsszene konnte mit Blick auf die gesamte Folge natürlich brillieren. Allerdings wusste man dank der Zeitreisen ein wenig zu sehr, worauf es hinauslaufen würde, die Einführung von Jacob wirkte mir zu aufgedrängt und ein passend zum Showkonzept verwirrender Ausblick auf die letzte Season hätte für den richtigen Superknall sorgen können. Aber das sind wirklich minimale Randerscheinungen. LOST ist groß und bleibt groß.
6 von 6 Punkten

Over The Top: Because You Left, This Place Is Death, LaFleur, He's Our You, Dead Is Dead, The Variable, Follow The Leader

Pushing Daisies (Season 2)

Ach ja, das lief ja auch noch. Leider viel zu kurz und zu endgültig. Zu Beginn kam ich nicht mehr so gut in das bunte Treiben rundum das Pie Hole hinein. Ein wenig fehlten mir diesmal die Vielzahl von Überfliegerfolgen, die die erste Staffel noch prägten, auch wenn ich kaum eine Episode mit weniger als 5 Punkten bewertete. Das Finale, das ausgerechnet bei den Serienkillern von Pro7 als Fernsehweltpremiere lief, stülpte der zuckersüßen Untotendetektivsaga ein ruckartiges, aber dennoch gelungenes und damit würdiges Ende über.
5,5 von 6 Punkten

Over The Top: The Legend of Merle McQuoddy, The Norwegians, Kerplunk

21. Juni 2009

Mein kleiner, persönlicher Protestsong gegen Zensursula

Das kommt davon, wenn es ein verregneter Sonntagnachmittag ist, einem Zensursula im Kopf neben Paul Gilbert herumschwirrt und der Protestsong von Rob Vegas zwar allen Respekt verdient, mir aber nicht so im Ohr perlt, wie ich es mir wünschen würde.

Ich setze mich also hin und erfinde neue Lyrics für dieses eine Lied, das ich immer noch nicht aus dem System habe:



Wenn ich jetzt noch wie Freddie singen könnte, würd' ich mir die neue Version glatt nochmal kaufen.

[Original Vers 1]
I
Feel so far away
It's such a lonely day
Away from you

[Neuer Vers 1]
Ich
Fühl' mich schon zensiert
Dazu inkriminiert
Wegen Ursula

[Vers 2]
I
Feel like cellophane
I look right through the pain
To catch a glimpse of you

[Vers 2]
Ich
Hab' mich registriert
Petitionen mitsigniert
Nur wegen Ursula

[Refrain]
I know time is wasted
You know hesitating
You say
It's a waste of time

I know time is precious
You know all the special
You say
It's a waste of time

[Refrain]
Hey, Frau von der Leyen
Sperren hilft doch keinem
Du weißt,
Löschen bringt viel mehr

Leg' das Schild zur Seite
Schnapp dir die kranke Meute
Lass' doch
Das Netz unversehrt

[Vers 3]
I
Try to put it all behind
Try to drink you off my mind
Cause i'm not near you

[Vers 3]
Du
Hast es verklausuliert
Am Ende wird es doch kassiert
Und zwar vom BVG*

[Vers 4]
Oh I
Didn't have to go that day
You took my kind and run away
Now i'm not near you

[Vers 4]
Oh, Du
Hast dich bös' verkalkuliert
Unser schönes Grundgesetz blamiert
Autsch, das tut uns weh

[Refrain]

[Break]
Picture you
Staring at the floor
Walking out my door

[Break]
Schon sehr bald
Schaust du leicht gequält
Weil jeder Piraten wählt

[Unzensiertes Killer-Solo]

[Vers 5]
I
Felt so far away
No more lonely days
Away from you

[Vers 5]
Wir
Werden protestier'n
Politiker kompromittier'n
Bis auch du einsiehst

[Refrain]
Hey, Frau von der Leyen
Sperren hilft doch keinem
Du weißt,
Löschen bringt viel mehr
(Löschen bringt viel mehr)
Leg' das Schild zur Seite
Schnapp dir die kranke Meute
Lass' doch
Das Netz unversehrt
(Das Netz unversehrt)
Oh Zensursula
(Oh Zensursula)
Oh Zensursula
Oh Zensursula


* Ja, mir ist klar, dass die offizielle Abkürzung BVerfG heißt. Aber das reimt sich nicht so schön.

20. Juni 2009

Germany's Next Top Unrechtsbegründungstalent

Gefunden beim Kollegen Dobschat, nominiere ich Frau MdB Elke Ferner als Germany's Next Top Unrechtsbegründungstalent. Und zwar für den folgenden Begründungsbrüller, was ihr Abstimmungsverhalten zu den vom Bundestag beschlossenen Netzsperren anbelangt:

[aus der offiziellen Erklärung gemäß § 31 der Geschäftsordnung des Bundestages:]


Schließlich bleibt bei der Abwägung der Zustimmung zu diesem Gesetz auch
der Umstand zu berücksichtigen, dass die entsprechende Sperrinfrastruktur
aufgrund der abgeschlossenen Verträge zwischen BKA und Internetprovidern
bereits aufgebaut wird. Diese Verträge beinhalten keinen hinreichenden
Grundrechtsschutz und verfahrensrechtliche Sicherungen und sind deshalb
höchst problematisch. Ich sehe es als meine Pflicht als Abgeordnete an, solche
weitgehenden, intransparenten und verfassungsrechtlich schlicht unzulässige
Verträgen zu Lasten Dritter durch eine gesetzliche Grundlage abzuschwächen
und ihre negative Wirkung zu reduzieren.

Applaus!
Großartig. Brilliant. Alles drin.

Der Abgeordnete als pflichtbewusster Volksvertreter, der sehenden Auges über die durch einen Verfassungsbruch gerissene Wunde das Deckmäntelchen der Gesetzmäßigkeit legt und obendrauf noch mit Schwung den offiziellen Stempel der Legislative drückt.
Damit es nicht mehr so weh tut.
Aua.

Wo kämen wir denn auch hin, wenn Verfassungswidrigkeiten wild und ungeordnet auftreten könnten, wie sie es gerade wollten? Das muss doch zuerst einmal in einen gesetzlichen Rahmen gegossen werden!

Wenn Gustav Radbruch wüsste, mit welch spielerischer Leichtigkeit seine sozialdemokratische Parteigenossin das Thema "Gesetzliches Unrecht" angeht, er würde im Grab rotieren.

Instrumental-CD des Monats: PAUL GILBERT - Silence Followed By A Deafening Roar

Okay, eigentlich wollte ich ja wegen akuter Paul Gilbert-Reizüberflutung keine CD des Monats küren. Aber weil ich a) Silence Followed By A Deafening Roar genial finde, b) mir deshalb seit Jahrzehnten wieder eine reine Instrumental-CD gekauft habe und c) mir ganz im Sinne des Werkes weitere Worte sparen kann, muss d) dieser Beitrag jetzt einfach sein.

Zum Reinhören:


Zum Komplettanhören:
01 Silence Followed By A Deafening Roar
02 Eudaimonia Overture
03 The Rhino
04 Norwegian Cowbell
05 I Cannot Tell A Lie
06 Bronx 1971
07 Suite Modale
08 The Gargoyle
09 I Still Have That Other Girl
10 Bultaco Saturno
11 Paul vs Godzilla


Zum Wiedererkennen im Plattenladen zwecks Kaufs, spontaner Liebkosung oder lautstarker Anpreisung:

18. Juni 2009

IniRadio #83: Iron Maiden - Be Quick Or Be Dead



Irgendwie sprechen mich die Lyrics dieses Werkes heute besonders an:

Covered in sinners
and dripping with guilt

Making you money
from slime and from filth

Parading your bellies in ivory towers
Investing our lives in your schemes and your powers
You got to watch them - Be quick or be dead
Snake eyes in heaven - The thief in your head
You've got to watch them - Be quick or be dead
Snake eyes in heaven - The thief in your head...
Be quick! Or be dead!
Be quick! Or be dead
See... what's ruling all our lives
See... who's pulling the strings...
I bet you won't fall on your face...
Your belly will hold you in place
The serpent is crawling inside of your ear
He says you must vote for what you want to hear
Don't matter what's wrong as long as you're alright
Pull yourself stupid, rob yourself blind
YOU GOT TO WATCH THEM- BE QUICK OR BE DEAD
SNAKE EYES IN HEAVEN- THE THIEF IN YOUR HEAD
YOU GOT TO WATCH THEM- BE QUICK OR BE DEAD
SNAKE EYES IN HEAVEN- THE THIEF IN YOUR HEAD
BE QUICK! OR BE DEAD!
BE QUICK! OR BE DEAD!



[Und wenn ich blinzele, sehe ich sogar die Körperform der Zensursula darin. Mit apartem Hexenhut auf dem Kopf. AAAAAAAH!]

Da hat sich einer aber mal wirklich Gedanken gemacht


D. Wählbarkeit der beteiligten Parteien bei der anstehenden Bundestagswahl
Null

E. Ignorierte Wählermeinungen
134.014 (offiziell)

F. Budget für Onlinewahlkampagnen der beteiligten Parteien
Darf komplett eingespart werden

G. Empfohlener Anschluss-Werbe-Slogan (TV, Printmedien)
WIR bedienen das Internet für SIE
(Gruppenbild Schäuble, zu Guttenberg, von der Leyen im Blaumann mit Schutzhelm und Stoppschild in der Hand)

15. Juni 2009

Humpeln - die Trilogie

Regisseure der Welt, die Vorlage für die nächste große Trilogie der Filmgeschichte ist vollendet!

Wir erinnern uns:

Teil 1
Ende Oktober. Nach einer bettzeugdurchwühlten Nacht verliert unser Held mit dem Aufstehen seinen federnden obamaesken Gang. Ratlosigkeit bei ihm und der eingeschalteten Ärzteschaft. Der Name des mysteriösen Iliosakralgelenks taucht erstmals auf, es wird injiziert, massiert, gestreckt, gedehnt. Ein Thriller für Fans der Körpermalträtierung. Die Schallwellenbehandlung bei einem weisen Krankenheiler bringt Linderung und scheint das Happy-End einzuläuten.

Teil 2
Doch weit gefehlt! Denn nach dem 19. Termin Ende März geht gar nichts mehr. The evil Humpel-Man has returned. Der weise Krankenheiler diagnostiziert einen Muskelkater, doch die einst pantherhaft geschmeidige Fortbewegungsart will auch nach mehreren Tagen der Ruhe und des Jammerns nicht wiederkehren. Modernste Technik wird bemüht, die zwei keck versteckte Bandscheibenvorfälle ans Tageslicht zerrt. Im Publikum herrscht beklemmende Stille, erste weibliche Zuschauer verlassen den Saal mit Tränen in den Augen. Doch ein Knochen-Gelenk-Muskel-Sehnen-Druide braut eine rettende, pinkfarbene Lösung, die er per Infusionsnadel in die Vene der rechten Armbeuge unseres Helden tropfen lässt. Insgesamt 15 Mal. Alles scheint gut zu werden.

Teil 3
Sonntag, 14. Juni, 15:15 Uhr.
Ein seine Füllung verlierendes Kissen auf einem Stuhl erregt die Aufmerksamkeit unseres gebeutelten, aber sich wieder normal fortbewegenden Protagonisten. Nichtsahnend hebt er es an, dreht dabei den Oberkörper nach rechts, während der untere Teil die Drehung nicht mitmacht und WUSCH durchschießen ihn wie ein Blitz Krämpfe in Wade und Rückgrat. Wieder wird das rechte Bein nachgezogen, Sitzen geht nicht, Stehen macht Mühe, Liegen ist möglich, doch dafür muss man leider zuerst zumindest kurz auf der Bettkante zum Sitzen kommen, ohne vor Schmerzen hochzuschnellen. Versuche, sich mit gestrecktem Körper aus einer gewissen Höhe herunterfallen zu lassen, überdauern nicht die Phase ihrer Konzeption.
Heute, 15. Juni, 14:00 Uhr.
Termin beim Infusions-Druiden. Diagnose: Blockade des Iliosakralgelenks. Es wird gezerrt, gedrückt, das Gelenk eingerenkt. Es geht sich wieder deutlich leichter, doch der Schmerz nistet noch im Gebein...

Einhellige Meinung der Kritiker: bitte keine Fortsetzung!!!

14. Juni 2009

IniRadio #82: Paul Gilbert - Eudaimonia Overture

Diesen Monat entfällt die Rubrik "CD des Monats". Punkt. Es kann nicht angehen, dass ich nach Mai schon wieder eine Scheibe von Paul Gilbert auszeichnen muss. Aktuell hätte ich - weil ich sonst nix hören kann - nur die Auswahl zwischen "United States" feat. Freddie Nelson oder dem Instrumentalalbum "Silence Followed By A Deafening Roar".

Aus letzterem stammt "Eudaimonia Overture", das ich bei meinen Spritztouren am Wochenende so oft gehört habe, dass man am Lenkrad schon die Kerb- und Kratzspuren von meinen imaginären Griffbrett- und Plektrum-Attacken sieht.


13. Juni 2009

Review: The Hangover (OV)



The Hangover konnte UP an den amerikanischen Kinokassen etwas überraschenderweise auf den zweiten Platz verweisen. Ein Grund mehr, sich dieser Komödie zu widmen. Der Inhalt ist schnell erzählt: Doug feiert mit seinen beiden Kumpels Stu und Phil sowie dem mitgeschleppten zukünftigen Schwager Alan seinen Junggesellenabschied in Las Vegas. Was als feucht-fröhlicher Spaß geplant war, endet im Chaos mit anschließendem Filmriss. Noch schlimmer: vom Bald-Ehegatten fehlt knapp zwei Tage vor der Hochzeit jede Spur.

Vom Cast kannte ich ehrlich gesagt nur den im Film unter dem Schlappen stehenden, aber dennoch heiratswilligen Zahnarzt Stu, gespielt von Ed Helms (The Office). Aus dem Suchtrio Infernale sticht aber vor allem Zach Galifianakis heraus, dessen Charakter Alan dermaßen neben der Spur läuft, dass er beim Querfeldeinrennen eigentlich zwei Startnummern belegen und ein extra großes Feld zugeteilt bekommen müsste. Gerade zu Beginn trägt der kaputte Bartträger die Komik des Films, ehe sich in einem Wust von irrwitzigen Begebenheiten und Figuren auch die anderen beiden Darsteller in die Herzen der Zuschauer spielen.

Die Suche nach Doug ist ein wirklich gelungener Spaß für Freunde der deftigeren Komik. Wer an Filmen wie Old School, Roadtrip oder den jüngeren Judd Apatow-Streifen Gefallen fand, wird von The Hangover begeistert sein. Als Highlights werden neben den hektisch suchenden und sinnfrei sinnierenden Hauptcharakteren aufgefahren: ein Tiger im Badezimmer, ein zurückgelassenes Baby (dessen sich ausgerechnet Alan annimmt), ein drolligst mit Akzent fluchender Asiat, ein verlorener Zahn, die rechte Brust von Heather Graham, als Ausgleich dazu Seniorenerotik im Krankenhaus, taserfreudige Polizisten, ein alter Mercedes, der natürlich nicht unbeschadet davonkommt und ganz zum Schluss: die bebilderte Auflösung, was in der Filmrissnacht genau passiert war. Selten lief ein Abspann mit mehr Gelächter.

Das Publikum im Kinosaal war sehr angetan, am Ende gab es sogar spontanen Applaus. Und mit Sicherheit ein paar ausgeprustete Getränkebecherinhalte. Definitiv einer der besten Roadtrip-Filme.

[Deutscher Kinostart: 23. Juli]

12. Juni 2009

Review: UP (OV)



Pixar überrascht doch immer wieder mit überbordener Kreativität in Bezug auf Ideen und Geschichten. Das wird schon im neusten Vorfilm Partly Cloudy deutlich, der sich der Frage annimmt, woher denn nun eigentlich die Babys kommen. Die Antwort aus der kultigen Animationswerkstatt? Kuschelige, fröhliche Wolken formen sie, hauchen ihnen mit einem Blitz Leben ein, packen sie in Bündel und geben sie den Klapperstörchen zum Transport mit.

Das hätte ich mir jetzt spontan auch nicht viel drolliger ausdenken können.

Natürlich müssen auch bissige Mini-Krokos, stachelige Jung-Igel oder bockige Baby-Steinböcke ausgeliefert werden, wofür eine Wolke zuständig zeigt, die ein wenig weniger gut drauf ist als ihre Kollegen. Von deren Alltag und ihrer Freundschaft zu dem armen Flatterich, der den Transport handhaben darf, erzählt die 5-minütige Kurzgeschichte. Ohne Worte, putzig, liebenswert und komisch. Im Internet ist Partly Cloudy schon auf diversen Videoplattformen aufgetaucht, eventuell erwischt man ihn noch, bevor Disney ihn offiziell wegblasen lässt. In jedem Fall wieder große Unterhaltung im kleinen Zeitformat.

UP widmet sich sodann dem Leben von Carl Fredricksen, einem knorrigen alten Mann mit kantigem Gesicht, weißem Haar und Krückstock. Carl war als kleiner Pimpf von dem Entdecker Charles Muntz, seinem Luftschiff Spirit of Adventure und der südamerikanischen Felsenformation samt Wasserfall namens Paradise Falls fasziniert. Diese Faszination teilte er mit seiner späteren Frau Ellie, doch erst im hohen Alter zieht ihn das Fernweh nach diesem magischen Ort wieder in seinen Bann. Als ihm die Abschiebung in ein Seniorenheim droht, fliegt Carl mit seinem Heim, tausenden von Luftballons und - unbeabsichtigterweise - dem kleinen Pfadfinder Russell davon. Auf der Suche nach seinem großen, lang verschobenen Abenteuer.

Man muss Pixar Mut dafür zugestehen, dass sie als Protagonisten einen granteligen Oldtimer auswählen und eine rührselige Story um Fernweh, Nostalgie und Lebensträume erzählen. Damit hat man eindeutig nicht mehr hauptsächlich Kinder als Zielgruppe im Auge, sondern in verstärktem Maße Erwachsene. Wie schon bei Wall-E passierte es auch bei UP, dass die Kids in der von mir besuchten Vorstellung weniger begeistert waren. Hat der Film doch einige wehmütige, stille Momente, die ältere Kinogänger eher ansprechen und berühren. Im späteren Verlauf sorgen dann allerdings Figuren wie sprechende Hunde und ein riesiger Paradiesvogel eingeführt für einiges an Lachern. Und natürlich hat der tollpatschige Russell in dem Bereich auch seine Auftritte. Besonders hervorzuheben ist das gelungene Finale mit temporeicher Action auf einem Zeppelin, pilotenbebrillten Hunden in Flugzeugen, einem im wahrsten Sinne des Wortes verbissen geführten Duell und einem anrührenden Ausklang, bei dem selbst der mürrischste Senior im Kinosaal das zufriedene Seufzen nur mit Mühe unterdrücken kann.

Zwei runzlige Daumen nach oben für 102 Minuten brillianter, humorvoller und emotionaler Unterhaltung.

[Deutscher Kinostart: 17. September]

RIP, Grundig GDV 130



Werte Trauergemeinde,

er ist hin. Zieht keinen Strom mehr. Hat seinen letzten Silberling gelesen.
Dollhouse Episode S1E12, passenderweise auch noch "Omega" betitelt, war sein Finale nach gut 10-jähriger Dienstzeit im Haushalt. So ein Gerät wird heute nicht mehr produziert.

Wir erheben uns und sprechen gemeinsam das Codefree-Schaltungs-Gebet, das wir alle auswendig konnten, weil er direkt nach dem Kauf auf NTSC-DVDs eingestellt wurde und für PAL-DVDs extra umgestellt werden musste:

SETUP
9
2000
STEP
SHUFFLE
NEXT

[Der hier wird sein Nachfolger. Kann sogar DivX und hat einen USB-Anschluss.
Neumodischer Kram]

10. Juni 2009

Terminator 4 - wie es wirklich war

Ich hatte es zwar angekündigt, aber Terminator: Salvation habe ich bisher doch noch nicht gesehen. Diese "deleted scene" könnte mich allerdings umstimmen...

Moonwalking

Aufgenommen von der Sonde Kaguya der japanischen Raumfahrtagentur JAXA.



Auf der Anhöhe in dem Krater (ab 0:25) bau ich mir mal ein kuscheliges Häuschen.



Man beachte den schon eingerichteten Trennungsgraben zwischen Alt- und Neumondianern (ab 0:45).

8. Juni 2009

Und mitten in die Feierlichkeiten platzt...

..still und heimlich irgendein blödes Rohr unterhalb der Spüle. Es tröpfelt. Wahrscheinlich Wasserrohrbruch. Morgen früh darf ich dem Klempner hinterherhecheln.

Wenigstens kann ich die Feiergemeinde direkt rüber zu bullion begleiten, der feiert gerade seinen dritten Bloggeburtstag. Also, das Geburtstagshütchen gleich auf dem Kopf lassen und reinschauen!

4 Jahre Inishmores Blick auf die Welt

Ich hatte wirklich etwas vorbereitet.
Ein Riesengewinnspiel. Mit 10.000 Euro als Hauptpreis.
Leider hat mich meine Fähigkeit, die Lottozahlen vorherzusehen, wieder einmal in erschütternder Art und Weise im Stich gelassen. Genauer gesagt um den Faktor 10 hoch 6.

So bleibt mir nur der Dank an alle Leserinnen und Leser, die mir selbst nach 1.175 Beiträgen weiterhin die Treue halten. Ein Knicks auch an die laut Feedburner über 100 Abonnenten des Blog-Feeds sowie diejenigen, die über den Saarblogger-Aggregator reinschauen. Und eine tiefe Verbeugung an alle, die nicht nur lesen, sondern auch kommentieren.

Leider muss ich (nach sich aktuell entwickelnder Lage) aber auch wieder die Werbung für mein Comic-Alter Ego Ü-Man (siehe links) herauskramen. Falls es da draußen jemanden gibt, der mit diesem Kurzlebenslauf etwas anfangen kann oder der einen juristisch bewanderten Schreiberling benötigt, so möge er sich melden.

7. Juni 2009

Stiftung Warentest hat es schon immer gewusst

Ausgabe 10/1984:



Hätt ich das damals nur gelesen anstatt ein Jahr drauf die Happy Computer Spiele Sonderhefte!
(via atari-computermuseum)

Googlen vs Bingen feat. Ini

Microsoft, nachbessern!

via google vs bing

VOTE BEAN

Mr Bean and Smear Campaign featuring Bruce Dickinson.
Original von Alice Cooper.
Die kenn' ich, die mag ich, dafür gehe ich wählen!
Moment, das ist von 1992?
Verdammt!

Wahl für die Urne?

Wenn ich einen Satz lese wie

Der Zuspruch an den Urnen ist bislang eher zurückhaltend


denke ich immer, es würde jemand zu Grabe getragen und keiner wäre da, um die Nachkommen zu trösten. Bei einer Wahlbeteiligung von deutlich unter 45% könnte man meinen, die Demokratie läge schon in der Urne. Dafür spräche auch, dass die Wahlergebnisse mit Rücksicht auf die Beteiligten erst um 22 Uhr veröffentlicht werden.

5. Juni 2009

Zufall, Mr. President?

Mir ist gerade aufgefallen, dass in den letzten Jahren immer, wenn im Broadway-Kino ein Pixar-Film weit vor seinem deutschen Premierendatum im englischen Original gezeigt wird, es diesen Barack Obama nach Landstuhl zieht.

Vielleicht treff ich den wirklich mal dort...



Den hier werde ich mir wohl auch anschauen, wegen eines einzigen Films hol ich doch nicht den Wagen aus der Garage:



(witzigerweise wird der in den USA mit "from the director of Old School" beworben)

4. Juni 2009

Lost Simpsons

Auf den wunderbaren Springfield Punx-Blog von Dean T Fraser bin ich schon vor ein paar Tagen gestoßen. Damals fand ich die simpsonisierte Version von Benjamin Linus noch nicht so überzeugend. Aber im vermöbelten Zustand sieht er schon viel besser aus. Hier meine Lieblinge in meiner persönlichen Reihenfolge ihres Getroffenseins:








Weitere Variationen unter Springfield Punx

3. Juni 2009

Der Kulturbeauftragte dieses Blogs meint:

Freunde der Hochkultur werden hier drinnen wenig Freude haben.
Nirgendwo findet der müde Webwanderer Labsal von seines Weges Last, keine Poesie umschmeichelt sein Ohr, kein Bild kann Aug' und Lid erfreu'n.
Nur Krach, Jammer und gar kindische Umtriebe.

Yeah, so soll es auch bleiben!
Darauf eine schmissige Version eines altbekannten Stimmungssongs:



[aus der CD: Epica - The Classical Conspiracy - Live in Miskolc, Hungary]

2. Juni 2009

5 Features, die ich als nörgelnder Spieleveteran gerne öfter sehen würde

Erschreckend wenig nackter Text hier drin in letzter Zeit. Das gibt mir Anlass genug, den zweiten Teil der Reihe "5 Features & der nörgelnde Spieleveteran" loszulassen.

1. Humor

Humor zu produzieren ist schon im wahren Leben eine echte Kunst für sich. Was beim einen wunderbar ankommt, hinterlässt beim anderen nur ein Kopfschütteln, das fließend in eine Körperverletzung übergehen kann. Ich verweise in der Hinsicht auf Komiker wie Matze Knop, Mario Barth oder Ursula von der Leyen.
In Computerspielen wagen sich nur wenige an dieses heikle Thema. Denn liegen die Tester nicht auf derselben Schmunzelwellenlänge, gibt's schlechte Wertungen, keiner kauft's und schwupp verschwindet die nächste Spieleschmiede. Wahrscheinlich schätze ich Adventures auch deshalb so sehr, weil sie aktuell noch die Plattform darstellen, auf der in dieser Hinsicht am ehesten experimentiert wird. Mit Erfolg, denn beispielsweise The Book of Unwritten Tales lebt von seinen Gags und Parodien, lässt so sogar das etwas schwache Rätselfundament in den Hintergrund geraten. Wer hat bei Edna bricht aus nicht gegrinst? Oder bei Monkey Island?
Jenseits der Adventures aber wird es schwierig. Jump'n'Runs gehen noch. Psychonauts mit seiner Abgedrehtheit sei lobend erwähnt. Oder Conker's Bad Fur Day. Auch die Raving Rabids.
Den Spieleproduzenten der Welt kann ich nur empfehlen:
Mehr Humor wagen. Des Spielspaßes wegen.

2. Story & Emotion

Da hapert es auch sehr oft. Die Spieleindustrie mag in Sachen Umsatzerwirtschaftung Hollywood schon hinter sich gelassen haben, aber wenn es um Story und Emotionen geht, hängt sie meilenweit hinterher. Vieles, was in Spielen als Hintergrundgeschichte kredenzt wird, würde im Kino nur von Freunden des Trash-Films hinreichend gewürdigt werden. Gerade bei Spielen, wo auch gerne mal ein paar Munitionsgürtel verbraucht werden, täte ein wenig Storyunterfütterung not. Wenn nämlich selbige einen antreibt, übersieht man auch gerne, dass man gerade den selben Gegnerklon zum 253. Mal aus den Schuhen geschossen hat.
Wer fiebert, leidet, trauert, freut sich schon mit seiner Spielfigur? Es mag unerfahrene Joypad-Jünglinge geben, die beim Anblick der polygonisierten Lara Croft in gebückter Haltung Gefühle bekommen, aber sonst? Wer packt mich als alten Spieler noch am Emotionsschlawittchen? Möglicherweise bedarf es erst fotorealistischer Grafiken, um eine Bindung zu den Gestalten auf dem Bildschirm entstehen zu lassen. Andererseits zeigt gerade ein Spiel wie Shadow of the Colossus, dass es viel weniger braucht, dass man vor Betroffenheit kurz das Gamepad hinlegen muss. Ich lasse nur das Stichwort "Pferdfall" fallen.

3. Difficulty

Massenkompabilität ist das Schlagwort. Was sich heutzutage verkaufen soll, muss sowohl von einem 12-jährigen mit einer Reaktionszeit unter 0,1 Nanosekunden wie auch von der tüteligen Hausfrau mit Problemmotorik gemeistert werden können. Bei Actionreißern lässt sich das noch gut justieren: 300 Gegner pro Sekunde mehr für den Kleinen, einen altersschwachen Greis am Maschinengewehr für die Hausmama. Aber wo liegen die Herausforderungen für erfahrene Spieler, die erkunden, entdecken, rätseln wollen? Ja, auch gerne mal kurz in die Grube des Frustes einfahren möchten, um sich dann jubilierend an die Oberfläche zurückzukämpfen? Oft wird man durch Einblendungen oder sonstige Hinweise mit der Nase auf die Lösung gestoßen, ebenso oft traut man dem Braten nicht und rechnet mit einem Bug statt einer spielerischen Herausforderung. Ich plädiere für einen Veteranen-Schwierigkeitsgrad in Adventures, Action-Adventures u.ä. Die Prämisse: nix wird erklärt, auf alles muss man selbst kommen. Durch Ausprobieren, Beobachten, Analysieren. Früher, als die Spiele für den C64 immer rätselhafterweise ohne Verpackung und Anleitung, sondern nur als blanke Diskette in den Haushalt eingeführt wurden, hat das doch auch geklappt.
Mein Lieblingsbeispiel für knallharte Aufgabenstellungen ist aktuell Braid. Für viele Gamer ist es zu frustig, zu Beginn eines Levels erschlägt einen fast die dräuende Chancenlosigkeit. Setzt man sich aber hin, verbeißt sich in der Herausforderung, probiert alles, was einem einfällt, dann wird man am Ende belohnt. Selbst das perfide Brückenpuzzle zu Beginn habe ich so ausbaldowern können.

4. Monsters. Big. Fucking. Monsters.

Man hätte es auch weniger prollig ausdrücken können. Etwa so: in jedem homo ludens erwächst der Wunsch, sich wie einst David dem Goliath entgegenzustellen und einen unerwarteten, nicht für möglich gehaltenen, aber schwer erkämpften Sieg davonzutragen. Großes leisten, Großes besiegen sei das Motto.
Ich mag es, wenn etwas Gigantisches auftaucht, vor dem man sich in der Realität sofort eingraben und mit einem Leben unter Regenwürmern arrangieren möchte, aber im Spiel mutig einen Sinnspruch wie "Pfff, tausend Tonnen Gewicht, aber kein Gehirn" zur Selbstaufmunterung vom Stapel lässt. Auch hier verweise ich auf Punkt 3, den Schwierigkeitsgrad. Lasst mich lieber Schwachstellen aufdecken, alle Waffen durchprobieren und Ausfallschritte analysieren, als dass ich hektisch dauerfeuernd umher renne, bis nach 45 Minuten der Obermotz endlich infolge einem der 2 382 376 371 Einschusslöcher zusammenbricht.

5. New Online Challenges

Innovation ist leicht zu fordern, aber verdammt schwer zu realisieren. Schließlich haben Programmierer seit Pong schon so einiges konzipiert und etwas noch nie Dagewesenes gibt es eigentlich nicht mehr. Aber im Online-Bereich könnte man noch einiges erreichen. Mit ein paar Kumpels ein extra kniffliges, auf mehrfache Hirnbeteiligung ausgelegtes Adventure gemeinsam lösen. Quizshows wie etwa das jüngst auf der Xbox360 vorgestellte "Einer gegen Hundert", wo man seinen Hirnschmalz in die DSL-Leitungen drücken kann. Ich erinnere mich noch an Mittagspausen, wo wir in der Firma auf einer Gaming-Plattform etwas Ähnliches gespielt haben. Rein textbasiert, aber mit immer aktualisierter Top5-ScorerListe während einer Runde. War da die Truppe am Johlen, wenn einer der ihrigen dort plötzlich auftauchte. Sowas will ich wieder haben. Gerne auch mit Gewinnen.

1. Juni 2009

Tales of Monkey Island

Komme gerade aus meinem Lieblings- und auch einzigen US-Kino hier in der Gegend, habe Star Trek endlich gesehen und für wirklich gut befunden (Chekovs russischer und Scottys schottischer Dialekt kommen im Original herzig rüber), werde in den nächsten Wochen dort Up, den neuen Pixar-Film sehen und vielleicht noch The Hangover. Wenn dann noch Land of the Lost laufen sollte, lass ich mich dort gleich für ein ganzes Wochenende einsperren.

Aber was mich viel mehr umgehauen hat: Telltale Games, meine Lieblingsadventure-Episodenbauer, bringen...



Da kenne ich jemanden, der pünktlich zum 7. Juli sein Holzbein und seinen Papagei verpfändet hat.

Zusätzlich wird es noch eine Special Edition von Secret of Monkey Island geben. Erste Bilder und ein Video dazu sind hier zu bestaunen.