29. Januar 2010

In eigener Blogsache: 101 Kommentare

Sind es aktuell geworden im fröhlichen "Wir reden über TV-Serien und so"-Kommentarduell featuring meine Wenigkeit und donvanone. Seit Mitte November haben wir unseren Senf zu mehreren Dutzend Serien abgegeben, die wir uns zuvor an den Kopf geworfen haben. Und das vereinbarte Safety Word "Banana" ist immer noch nicht gefallen.

Reinleser, Mitmacher und Mitleser sind gerne willkommen, Reinmacher müssen leider draußen bleiben- ich wisch' nur ungern durch.

Noch 4 Tage

Und heute kommt meine LOST Season 5 Blu-ray-Box!
Ein Zusammenhang mit körperlichen Gesundungsanzeichen meinerseits ist nicht auszuschließen.

28. Januar 2010

IniRadio #134: Richard & Linda Thompson - The End Of The Rainbow

Autor bekämpft weiter Grippevirus, diesmal mit trübseligem Liedgut.
Gut, dass ich keine Mundharmonika zur Hand habe. Ich leg mich wieder hin.

Better Off Ted (Brush Up Your Foul-Mouthed English-Edition)

Hier die Original-Vulgaritäten aus der Episode "The Impertence of Communicationizing", die auf Sendung natürlich weggepiept wurden. Wer seine amerikanische Gossensprache verfeinern will, findet hier viele nützliche Beispiele. Sollte die Show abgesetzt werden, kann ich dann auch passenderweise meinen Unmut darüber ausdrücken.

Ich gehe schon mal die Seife fürs Mundauswaschen holen...

26. Januar 2010

Noch 7 Tage













[Klick mich groß]

IniRadio #133: Iron Maiden - Blood Brothers (live in Rio)

"Gebt mir eine Ballade", ruft der von Kopf- und Gliederschmerz geplagte Autor, der als nächstes Projekt die Aufnahme fester Nahrung ins Auge gefasst hat. Deshalb diesmal etwas entspanntere Musik von einer meiner allerersten Lieblingsbands, deren DVD "Flight 666" ich mir am Wochenende gegönnt habe und wärmstens weiterempfehlen kann. Im Hintergrund grölen übrigens etwa 250.000 Brasilianer.

25. Januar 2010

Seriencheck (XXX)

Der erste Seriencheck im neuen Jahr, diesmal mit ersten Eindrücken, abschließenden Bewertungen und Zwischenberichten.

24 (Season 8 Episodes 1-4)


Alle Jahre wieder schlampen diverse Personalagenturen und -abteilungen mächtig bei den von ihnen abgesegneten Neueinstellungen. Maulwürfe, Doppelagenten, Bösewichte und Kriminelle mit dubioser Vergangenheit gelangen in höchste Positionen bei Staat, Polizei, Firmenimperien oder Terrorabwehr. Und immer, wenn Jack Bauer eigentlich nur noch seine Ruhe haben will, beginnen diese Tunichtgute ihr schändliches Werk. So auch – Überraschung! – in der mittlerweile 8. Staffel von 24.

Sicher kann man nach vier Folgen noch keine entscheidenden Schlüsse ziehen, wohin es gehen wird. Entscheidend bei 24 ist und bleibt, ob die Spannung hochgehalten, die Logik einigermaßen intakt und die Beweggründe der Protagonisten verständlich bleiben. Wer große Umwälzungen fürchtet -und wer tut das noch ernsthaft bei der Show- darf beruhigt aufatmen. Dabei sind: viele neue Gesichter (u.a. Freddie Prinze jr., Katee Sackhoff) in der wie gewohnt personalmäßig ordentlich fluktuierenden CTU, Jack und Chloe als nicht auseinanderzubringendes Traumpaar der Terrorbekämpfung sowie die schon in der vorherigen Staffel mäßig unterhaltsame Präsidentin und ihre Entourage.

Die Rahmenhandlung beginnt mit dem Schutz eines demokratiefreundlich gewordenen Oberhaupts eines islamischen, nach Zugang zur Atomenergie strebenden Staates (ein gewisser Herr Ahmadinedschad dürfte entgeistert mit dem Kopf schütteln) und führt aktuell wieder zu dem bösen Russen, dem man erwiesenermaßen alles zutrauen darf. Die ersten Episoden enttäuschen keinesfalls, von A wie Action bis Z wie zünftige Folter ist alles drin. Doug Hutchinson (LOST, Akte X) gibt einen schaurigen ersten Unterbösewicht, Jack flucht und rettet, Chloe zickt und computert, lediglich mit Freddie Prinze jr. als gestähltem CTU-Mann habe ich noch so meine Probleme. Insgesamt ein ordentlicher Anfang; meine Erwartungen sind dieses Jahr jedoch höher als 2009, wo es nur galt, die schwache 6. Staffel vergessen zu machen.


Californication (Season 3)


Auch eine Serie wie Californication muss offensichtlich sparen. Ich kann mir lebhaft die Vorbesprechung zur dritten Staffel vorstellen; Duchovny sitzt mit freiem Oberkörper, einer Flasche Whiskey in der Hand und einer Fluppe im Mund beim Unternehmensberater. „Herr Duchovny“, setzt dieser an, „ihre Show fußt auf drei großen Säulen: allerlei Sex, vielerlei Drogen und coolen Machosprüchen. Dieses Jahr müssen wir wegen der schlechten Wirtschaftslage auf etwas davon verzichten“.
No way“, kommt die Antwort. „the man needs the boobies, the pussy and the booze. Now go and fuck yourself on your way out!“. Am Ende einigt man sich darauf, dass man einfach das Gehalt des Typen einspart, der bisher für die Story zuständig war.
In der Tat: storymäßig lassen sich die gesamten 12 Episoden in einem Satz zusammenfassen: Hank Moody vögelt sich durch die Uni und sondert, unterstützt von ein paar schrägen Freunden, Sprüche ab. Unterhaltsam bleibt das Ganze dennoch; wer also ohne tiefgründige Handlung leben kann, hat weiterhin seinen Spaß. Von den neuen Gesichtern blieb mir Kathleen Turner als sexuell verranztes, raucherstimmiges Vollweib in Erinnerung, Rick Springfield hingegen nahm ich seine Rolle als Sex- und Drogenwrack zu keiner Sekunde ab. Genausogut könnte man mir weismachen wollen, dass Jon Bon Jovi vor jedem Konzert in Tiereingeweiden badet.

Anders als der geschätzte Kollege bullion ziehe ich für die dritte Staffel noch keine Punkte ab – immerhin bringt das Staffelfinale spät, aber dennoch so etwas wie Handlungentwicklung in die Show. Für Staffel 4 muss aber wirklich eine Steigerung in diesem Bereich drin sein.

5 von 6 Punkten (gut)


Dexter (Season 4)


Ein bisschen Sorgen machte ich mir schon um Amerikas beliebtesten Serienkiller. Nach der Freude über den Beginn und den Einblicken in Dexters neues Familienleben, ließ bei mir so um die Episoden 3-6 die gewohnte Euphorie nach. Schlecht war die Show freilich zu keinem Zeitpunkt, aber der neue Gegenspieler überzeugte mich noch nicht, sein Vorgehensmuster war wenig spektakulär, mancher Handlungsstrang in Reihen des Miami Police Departments wirkte gar uninspiriert.
Zur Hälfte allerdings erwachte die vierte Staffel mit einem Knall und trieb mich jede Woche bis zu ihrem fulminaten und lange nachwirkenden Finale voller Vorfreude vor den Fernseher. Alleine die großartigen schauspielerischen Leistungen von John Lithgow und Michael C. Hall rechtfertigen wieder einmal die volle Punktzahl. Auch wer der Show trotz ihrer Fiktivität kritisch gegenübersteht und ihr rechtfertigende Tendenzen in Sachen Selbstjustiz vorhält, wird anerkennen müssen, dass man eine Serie kaum spannender und nervenaufreibender inszenieren kann. Der 5. Staffel sehe ich mit riesiger Vorfreude entgegen. Dexter did it again.

6 von 6 Punkten (überragend)


Men Of A Certain Age (Season 1 Episodes 1-6)


Eine neue Serie auf TNT um das Thema Älterwerden, mit bekannten Darstellern wie Ray Romano (Everybody Loves Raymond), Scott Bakula (Enterprise) und Andre Braugher (House, MD). Drei Männer jenseits der 40 - einer verheiratet, einer geschieden, einer Single – stellen sich dem Alltag und den kleinen Sorgen und Nöten, die man(n) mit sich herumschleppen darf, so denn die Hälfte des irdischen Daseins abgezählt hinter einem liegt. Eine ruhige Show, ohne Zweifel mehr zum Schmunzeln und Nachdenken als zum Lachen oder Weinen geeignet. Die üblichen Coming of Age-Geschichten aus dem Umkreis von Highschool oder College haben mich nie sonderlich interessiert, da sind mir Joe, Owen und Terry altersmäßig eher am Herzen gelegen. Mit der ersten Folge konnte ich wenig anfangen, mittlerweile habe ich mich allerdings auf das gemächliche Erzähltempo eingestellt und fühle mit den Charakteren. Sicherlich keine Show für jedermann, aber für Serienfreunde, die einmal abseits der übliche Pfade unterhalten werden möchten, ein Reinschauen wert.


Chuck (Season 3 Episodes 1-4)


Chuck Bartowski ist wieder da und wie es ausschaut, kommt die Show endlich verdientermaßen auch bei einem größeren Publikum an. Bis heute verstehe ich nicht, wie man diese augenzwinkernde Agenten-Nerd-Kombination nicht lieb haben kann. Wo hat man sonst herrlich geekige Charaktere, grummelige Agenten, sexy Ladies, tolle Musik sowie ab und an gar sich hübsch inszeniert kloppende Frauen?
Nach den bisherigen Folgen geht bei mir der Daumen weiterhin nach oben, Chuck und seine Crew liefern einfach hochcharmante Unterhaltung ab. Die neue Entwicklung hinsichtlich Chucks Fähigkeiten in Verbindung mit dem Intersect verleiht der Show eine interessante Option und Schauspieler Levi die Möglichkeit, seine Figur auch etwas abseits des gewohnten Handlungsmusters agieren zu lassen. Allerdings besteht so auch die Gefahr, dass jede knifflige Situation auf die ein und selbe Weise gelöst wird, was zu Langeweile führen kann. Ich bin mir aber sicher, dass die kreativen Köpfe hinter den Kulissen es nicht dazu kommen lassen werden.

Zum Schluss noch der kurze Blick mittenrein in die Shows, die meiner Meinung momentan nicht so laufen, wie ich es mir wünschen würde:

Scrubs (Season 9 Episodes 1-10)

So recht trauen die Macher den neuen Gesichtern in ihrer Serie wohl doch nicht. Cox und Turk sind als helfende Altstars fest gesetzt, dennoch tauchen immer wieder aus heiterem Himmel J.D., Elliot oder Kelso auf. Das größte Problem habe ich weiterhin mit dem Charakter Cole (David Franco) – dessen unsympathische, auf Lässigkeit getrimmte Großmäuligkeit zielt weit an meinem Humorzentrum vorbei. Tut mir leid, aber so kriegt die Show von mir keine höheren Wertungsweihen verliehen. Schade um Kerry Bishe, die ihre Rolle als weibliche Nachfolgerin von J.D. sehr gut umsetzt.

Cougar Town (Season 1 Episodes 1-11)

Die erste Folge fand ich noch richtig spaßig, mittlerweile aber driftet mir das Ganze zu sehr auf die Desperate Housewives meets Comedy-Schiene ab. Hier und da gute Einfälle, aber insgesamt zündet es eben doch nicht so recht. Wie schon bei Scrubs komme ich mit zwei Charakteren nicht zurecht; die Prollblondine (Busy Philipps) als Freundin und der Ex-Ehegatte (Brian van Holt) verwässern mir so manchen lustigen Moment mit Courteney Cox. Aktuell liegen einige Folgen ungesehen bei mir auf Halde, was nie ein gutes Zeichen ist.

Big Bang Theory (Season 3 Episodes 1-13)

Irgendwie kommt sie dieses Jahr nicht so recht in Schwung, die Show um die vier Nerds. Kaum überragende Folgen, sondern viel Durchschnitt lässt sich aus meiner Wertungsliste ablesen. Liegt es daran, dass selbst Wollowitz plötzlich eine Freundin hat? Keine Spannung mehr im Verhältnis Penny – Leonard aufkommt? Oder sind den Autoren die Sci-Fi, Fantasy oder Superhelden-Referenzen ausgegangen? Selbst Sheldon schafft es nicht mehr, als Alleinunterhalter die großen Lacher einzusacken. Trotz gelegentlicher Highlights bisher die deutlich schwächste Staffel.

Desperate Housewives (Season 6 Episodes 1-13)

In der Wisteria Lane habe ich mich auch schon besser gefühlt. Als Kerl haben mich an der Show die lustigen Momente, die dramatischen Episoden und der mysteriöse Handlungsfaden am meisten interessiert. In der Hinsicht hat mich die 6. Staffel bisher wenig unterhalten. Viel Beziehungs- und Liebeskummerelemente, Eheprobleme, Cliquenzwistigkeiten – selbst das große, alles durchschüttelnde Ereignis der Staffel hat mich ziemlich kalt gelassen. Wohl weil ich mit meiner Einschätzung, wer wie aus der Katastrophe herausgehen würde, korrekt lag. Die Abteilung Mystery, in früheren Staffeln eines der tragenden Elemente, findet momentan gar nicht mehr statt und öffnet vielleicht kurz vor dem Ende nochmals ihre Pforten – sehr enttäuschend. Abschließend spricht es auch nicht gerade für die Qualität des Storybogens der Serie, wenn man eine komplette Folge einem hypothetischen „Was wäre gewesen wenn...“-Szenario widmet.

21. Januar 2010

Lebensnaher, herzergreifender und lustiger als Ratatouille

Nolan's Cheddar von John Nolan:

Ü-Man in: LOST



Aus der wenig zuverlässigen, aber verdammt mysteriösen Quelle Die Abenteuer von Ü-Man gefischt und Gott sei Dank bisher unbestätigt geblieben.

Graffiti-Geschlechtsteile im Aufklärungsdienst

Gute Sache, toller Spot - sollte man vielleicht nicht am Arbeitsplatz mit verkniffenem Chef im Rücken gucken, daher hier nur der

Link


20. Januar 2010

IniRadio #132: William Shatner feat. Joe Jackson - Common People

Wenn ich nach den besten Songs der 00er-Jahre gefragt werde, landet der hier immer weit vorne: Captain James T. "I don't sing" Kirk performt das Original von Pulp in Grund und Boden, dass es eine wahre Freude ist.

19. Januar 2010

Bildliche Kontrapunktsetzung in angesehenen Fußballfachmagazinen

Da erschrecke ich am Montag doch dezent über Lothar Matthäus auf dem Cover des kicker. Schnell bin ich allerdings beruhigt: in der neuen Reihe "Idole im Interview" wird endlich gnadenlos mit all den widerlichen Loddar-Vorurteilen aufgeräumt. Unser Rekordnationalspieler ist kein egoistischer, aufgeblasener Gockel, der jungen Dingern nachjagt. Sondern ein Fachmann, zurückhaltend, nachdenklich, ein Teamplayer.

Jedenfalls bin ich mir dessen ziemlich sicher, denn ich habe das Interview noch nicht gelesen. Aber das verwendete Bild (geschossen von einem extra für diese Serie beauftragten, renommierten Fotografen aus Berlin) bleibt mir sofort im Auge haften.

Die Leute beim kicker sind und bleiben eben wirklich die Geilsten.

18. Januar 2010

17. Januar 2010

Golden Globes Prognose

Keine Zeit für großes Geplappere. Muss mich hinlegen. Will für die Golden Globes heute Nacht (ab 2:00 Uhr auf Pro7) fit sein. Hier meine Vorhersagen:

























Auf dem Formular fehlen noch einige bedeutsame Kategorien, also:

Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Series, Mini-Series or Motion Picture Made for Television

Michael Emerson, „Lost“

Neil Patrick Harris, „How I Met Your Mother“

William Hurt, „Damages“

John Lithgow, „Dexter“

Jeremy Piven, „Entourage“

Best Performance by an Actress in a Supporting Role in a Series, Mini-Series or Motion Picture Made for Television

Jane Adams, „Hung“

Rose Byrne, „Damages“

Jane Lynch, „Glee“

Janet McTeer, „Into the Storm“

Chloë Sevigny, „Big Love“

Best Performance by an Actress In A Supporting Role in a Motion Picture

Penélope Cruz – Nine

Vera Farmiga – Up In The Air

Anna Kendrick – Up In The Air

Mo'nique – Precious: Based On The Novel Push By Sapphire

Julianne Moore – A Single Man

Best Performance by an Actor In A Supporting Role in a Motion Picture

Matt Damon – Invictus

Woody Harrelson – The Messenger

Christopher Plummer – The Last Station

Stanley Tucci – The Lovely Bones

Christoph Waltz – Inglourious Basterds

16. Januar 2010

The Ricky Gervais Show (HBO)

Ricky Gervais wird am kommenden Sonntag die Golden Globes präsentieren. Was wirklich ein guter Grund sein könnte, sich die Nacht um die Ohren zu hauen. Denn der Mann mit dem schmierigsten Grinsen der westlichen Hemisphäre dürfte sicher für einige Momente umjubelter Peinlichkeit gut sein.

Hier ein Ausschnitt aus der bei HBO im Februar startenden "The Ricky Gervais Show"; basierend auf dem erfolgreichen Podcast von Gervais zusammen mit seinem "The Office"-Co-Mastermind Steve Merchant und einem seltsamen Kerl namens Karl Pilkington sowie unterlegt mit ein wenig Animation. Allein das Brüllen von Gervais ist ansteckend:



Zur Vorbereitung auf die Globes hier noch der Auftritt von Gervais bei Ellen.

14. Januar 2010

IniRadio #131: Amon Amarth - Victorious March (Siegreicher Marsch)

Inishmores Blick auf die Welt, das Internet-Fachmagazin für verwirrend durcheinandergeworfene Musikstile, präsentiert heute aus lauter Langeweile und im scharfen Kontrast zum letzten Ini-Radio-Beitrag:

Schwedische Wikinger (Neuzeit) singen auf deutsch über 5 tapfere Krieger (Historie), die halt das taten, was Wikinger so anstellten, wenn Wickie in der Schule war. Rauben, Brandschatzen, Plündern und allgemein unschöner Umgang mit der Landbevölkerung.



Ich hätte als Wikinger übrigens nicht getaugt, weil ich mir beim Nachtrommeln des Intros gerade schwer den rechten Zeigefinger am Schreibtisch angeschlagen habe. Mit Aua am Finger hätte ich es wohl nie nach Walhall geschafft.

13. Januar 2010

IniRadio #130: Kansas - Ghosts

Da schleiche ich jüngst durch die Hallen des örtlichen Elektronikfachmarkts, als ich diesen Song von Kansas höre. Allerdings in der Live-Version (Kansas haben letztes Jahr ihr 35-jähriges Bestehen auf There Is Know Place Like Home abgefeiert) und die ist nicht ganz so schön gänsehauterzeugend wie das Original. Von der von ahnungslosen Kritikern abgestraften In The Spirit Of Things aus dem Jahre 1988, ist Ghosts einer meiner Lieblingssongs für nächtliche Fahrten durch schneeverwehte, einsame Landschaften. Also wenn ich nachts durch schneeverwehte, einsame Landschaften fahren würde.

Komischerweise setzt bei der Stelle "The hope of '44 is what it reads" bei mir immer der Mitsing- und Schluchzreflex ein.

Im Zeichen des Ini

Ja Kinners, da hätte mich doch wirklich vorher mal einer drauf aufmerksam machen können. Dann hätte ich diese Fingerstellung als Marke eintragen lassen und den Rest meines Lebens bequem damit verbringen können, auf Rock- und Metalkonzerten Abmahnungen zu verteilen oder gleich vor Ort ganz unbürokratisch wegen Schutzrechtsverletzung abzukassieren. Was da an Beträgen zusammengekommen wäre...

Wer schuld- und grambeladen nun trotz fehlender Rechtsgrundlage unbedingt absolutierende Zahlungen auf mein Spendenkonto leisten will, den werde ich selbstverständlich nicht davon abhalten. 1 Euro pro verwendetem Ini-Zeichen klingt doch fair und wer nicht zahlt, kommt mit ziemlicher Sicherheit nach seinem Tod in die Abteilung des Paradieses, wo 24 Stunden am Tag über Boygroups auftreten und die Klassiker des Heavy Metal covern.

12. Januar 2010

Würde ich mich schämen

Klar, auf die Idee kann man kommen. Um darüber zu schmunzeln, wenn man erfährt oder vorher schon weiß, dass es natürlich nicht klappt. Aber das Ganze in großem Maße durchzuziehen, um später von "Abzocke", "gezinkten Karten" oder "arglistiger Täuschung" zu faseln und sich mit Bild und Namen in einer Zeitung zu präsentieren - das hat schon eine besondere Dimension.

Aus Schaden soll man ja klug werden.
Ob das bei Dachschaden auch klappt, dürfte jetzt endlich erforscht werden können.

Kunden fühlen sich von Media Markt arglistig getäuscht

10. Januar 2010

Intimgeständnisse zweier erwachsener Männer über eine bestimmte Körperflüssigkeit

Featuring Craig Ferguson und Jason Segel. Only on The Late Late Show with Craig Ferguson.

CD des Monats: W.E.T. - W.E.T.



Der Melodic-Rocker hat es wahrlich nicht leicht; wo die Kollegen aus den eher auf herzhaften Krach bedachten Abteilungen nur die Verstärker in Richtung 11 aufdrehen und dem Sänger die neueste Ausgabe des Röchelverzeichnisses hinlegen müssen, sitzt er stundenlang in seinem Kämmerchen und tüftelt.

An Chorharmonien, Refrains mit garantierter Unter-der-Dusche-Nachsing-Eingängigkeit, Texten über ewiger Liebe und Zusammensein, echten Gefühlen, sanftem Knuddeln und sonstiger Beziehungsutopie. Ist das Kompositionswerk schließlich vollbracht, zündet er Duftkerzen auf dem Klavier an, belegt den Boden mit Rosenblüten, streift sich den guten Anzug über und singt der Geliebten auszugsweise vor - woraufhin er mit Schrecken feststellen muss, dass das Subjekt der Begierde beim ersten heftigeren Gitarrenanschlag in die sinnlose Kuschelhaftigkeit von Robbie Williams-Songs geflüchtet ist. Oder sich vom unrasierten Punkrocker von nebenan durchbügeln lässt, weil der mehr zügellose Power zur Schau trägt und Petting für eine Stadt in Niederbayern hält. Kurz gesagt: es ist eine verdammt schwere Aufgabe, ein richtig gutes Melodic Rock-Album zusammenzuköcheln.

Das Genre selbst leidet natürlich darunter, dass Journeys "Don't Stop Believin'" mittlerweile über 28 Jahre auf dem Buckel hat, viele der Stadionrockgrößen wie etwa Foreigner höchstens bei Alibi-Rockshows der Privaten kurz auf die Bühne schlurfen dürfen, Europe seit ihrem "Final Countdown" international geächtet sind und Bon Jovi zwar noch Alben rausbringt, die aber von niemandem mehr bemerkt werden außer vielleicht deutschen Showmastern mit lockig blondem Haar. Öffentlich ungefeiert und unbesungen bleiben hierzulande hingegen alte Helden wie beispielsweise Harem Scarem, Collective Soul, Magnum, Giant, Bad English, Steelhouse Lane, Gotthard, Ten oder Russ Ballard - denn wer heute noch über Liebe singt, muss zwischen 12 und 22 Jahre alt sein, perlend gut aussehen, mehr Tanzschritte als Gehirnzellen beherrschen können und idealerweise mindestens einmal von einem Castingjurymitglied zum Weinen gebracht worden sein.

Umso mehr gibt es einen Grund zu feiern, wenn eine Band dem Genre endlich wieder ein kleines Meisterwerk schenkt. Denn genau das haben W.E.T. mit ihrem Debüt geschafft. Debüt will in dem Zusammenhang übrigens wenig heißen, denn in Wirklichkeit verstecken sich hinter dem Namen alte Hasen, denen man schon lange mehr kein Balladengitarrensolo mehr vormachen muss. Allen voran natürlich Frontmann Jeff Scott Soto (Journey, Axel Rudi Pell, Talisman) der mit seiner Stimme schon unzählige Songs veredelt hat und auch hier jedem Track seinen Stempel aufdrückt. Das Gitarrenspiel von Robert Säll (Work of Art), Erik Mårtensson und Magnus Henriksson (beide Eclipse) hält den Songteppich stets auf erdigem Boden, ohne dass etwas in puderzuckrige Gefilde wegwehen kann. An flitzefingerigen Soli wird erfreulicherweise nicht gespart, die Keyboards bleiben songdienlich und drängen sich nie nach vorne, die schwedischen Refrain- und Chor-Ingenieure haben wirklich alles gegeben, um den Weg ins Ohr des geneigten Hörers zu finden. Was auch mühelos gelingt, solange man sich eben nicht von den Texten abschrecken lässt und dieser Spielart des Rock nicht generell verschließt.

Die 12 (MP3-Download) bzw. 13 (CD/DVD) Einträge umfassende Trackliste weist keinerlei Ausfall auf, die Scheibe beeindruckt von Anfang bis Ende durch erfreulich hohe Qualität. Hier wurde wirklich an jeder Nummer so lange liebevoll gefeilt, bis sich überall etwas findet, woran man Gefallen finden kann. Von der Plattenfirma zur offiziellen Single-Auskopplung auserkoren wurde "One Love", das beim ersten Durchlauf auch sofort hängenbleibt. Zur weitergehenden Beschäftigung empfehle ich "Brothers In Arms", "If I Fall", "Comes Down Like Rain", "I'll Be There" und "My Everything".

Dann müsste die Freundin auch vom Date mit dem Punkrocker zurück sein und sich beschämt anlöffeln wollen.

9. Januar 2010

Staatssache LOST

"I don't foresee a scenario in which millions of people that hope to finally get some conclusion in LOST are preempted by the president"

White House Press Secretary Robert Gibbs



Ich kann dem 2. Februar entspannter entgegensehen. Wer an dem Tag einen Weltkrieg hätte anfangen wollen, hätte eh von mir persönlich was auf die Rübe bekommen.

In dem Zusammenhang: LOST Seasons 1-5 - Everything you need to know about LOST in 8:15

Projekt Hörsturz (Runde 11)

IRRE EISZEIT! SCHNEE SOGAR IM SAARLAND!
BLOGGER BEWERTET TROTZDEM 5 SONGS UM 7:00 UHR MORGENS!

GETRIEBEN VON
PROJEKT HÖRSTURZ!

Weird Al Yankovic – Fat (von Sir Donnerbold)

DARF DER DAS???
KOMIKER VERHOHNEPIPELT TOTEN KING OF POP!

Lebendiger Titan of Pop Dieter B. erklärt, warum: "na weil Yankovic voll gut und so"

4 von 5 Punkten!

Painbastard – Torn (von Kerstin)

PFUI!
WER RETTET UNSERE JUGEND VOR SOLCHEN BANDNAMEN?


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Psychologe Dr. Will. Inbild-Labern analysiert: Malt sich ihre Göre auch alles um die Augen schwarz an? Heult den ganzen Tag nur rum? Will Vampire heiraten? Dann lassen Sie sie wenigstens ganz nette, schluchzig-schön traurige Musik mit viel Keyboards hören!

3 von 5 Punkten!

Jupiter One – Flaming Arrow (von Laura)

PYROMANEN-BEATNICKS UNTERWEGS!
GENERATION 69 IST AN ALLEM SCHULD!


Wolfgang Bosbach (CDU, immer korrekt gescheitelt) erklärt, wie linke Terroristen in scheinbar flauschig-harmlosen Popsongs mit unterschwelligen Hassbotschaften die Seelen unserer Jugend vergiften.

3,5 von 5 Punkten!

Messer Chups – Super Megera (von LemonHead)

SKANDAL! SADO-MASO-UNTOTE AUF YOUTUBE!
UNTER VON DER LEYEN UNDENKBAR!


Umfrage bestätigt: Deutsche wollen Super-Ursel wieder als Obermama haben. Neu-Ministerin Köhler viel zu lasch im Umgang mit Teufelszeugs. Zitat: "Ach, es singt doch keiner was Schlimmes, die Totenköpfe sind doch lustig und das Lied würde zu einem Quentin Tarantino-Film passen. Auf Dauer aber ein bisschen zu eintönig".
Wir meinen: UNTRAGBAR!

2,5 von 5 Punkten!

Volbeat – Sad Man’s Tongue (von Konna)

PÜNKTLICH ZUM 75. GEBURTSTAG ENTHÜLLT:
DER KING LEBT!
ALT. VERWIRRT. ZURÜCKGEZOGEN. ORIENTIERUNGSLOS.


Das traurige Ende eines großen Mysteriums: Elvis lebt in einer Einrichtung für betreutes Wohnen in Dänemark. Hört Country, Metal und Punk wild durcheinander und kann sich für keine Musikrichtung mehr entscheiden. Kommentar des zuständigen Fachmediziners für geistige Demenz und geilen Metal, Dr. med. hä. wumms. Inishmore: "Kenn ich, den Song! Extrem gute Mucke, die der Kerl und seine Band da zusammenschrammeln. Meine Empfehlung als neuer Spitzenreiter des Projekt Hörsturzes. Aber bitte zitieren Sie mich nicht in Ihrem Drecksblatt"

5 von 5 Punkten!

EXPERTEN EINHELLIG ENTSETZT:
WIEDER VIEL ZU GUTMÜTIGE BEWERTUNGEN!
ALS EIGENER VORSCHLAG ÜBELSTER RENTNERROCK!


8. Januar 2010

Headbanging Baby

Durchhaltevermögen ist noch ausbaufähig, Musikrichtung könnte sich härtemäßig noch steigern, Puristen dürften das Fehlen der Pommesgabel bemäkeln, aber ich sehe wirklich Potenzial für Wacken 2028! Mindestens als mein Zivi.

7. Januar 2010

Facebook Philosophie



via Lamebook

We asked 100 people... and only Stewie knew

Family Guy ist nicht immer genial, aber manchmal eben doch. So wie Stewies Antworten in der amerikanischen Version der hierzulande unter dem Namen "Familien-Duell" bekannt gewordenen Show:

Deshalb mag ich... BETTER OFF TED

ABC scheint den Titel ja sehr wörtlich zu nehmen, wenn man die Frequenz betrachtet, mit der Folgen der Show rausgehauen werden. Für mich bleibt sie die gegenwärtig beste Workplace Comedy, sogar noch vor The Office und Parks & Recreation.


5. Januar 2010

IniRadio #129: Helloween - Future World / Kids Of The Century

Aus aktuellem Anlass schon wieder ein IniRadio; mein notorisch-nostalgisch gestimmtes Metallherz blutet leise vor sich hin, seit ich die neue Version des Klassikers "Dr. Stein" der Hamburger Kürbisköpfe gesehen habe. Verglichen mit dem Original ziehe ich da die "Für sowas bin ich noch zu jung"-Karte aus der hinteren Hosentasche und stelle mich selbst vom Platz.

In der Umkleidekabine setzt es dann "Future World" von der Keeper Of The Seven Keys Part 1, der allerersten CD in meiner Sammlung. 1987 hörte sich die Zukunft noch besser an...



Meine letzte CD der Band um Sirene Michael Kiske war schließlich die Pink Bubbles Go Ape aus dem Jahre 1991. Alleine das Cover sprach damals schon für sich. Die Zukunft hatte sich in knapp 4 Jahren auch ziemlich verändert...

3. Januar 2010

Hagen Rethers "Letzte Ausfahrt Deutschland"

Nach Volker Pispers mein Lieblingskabarettist/-skeptiker/-wahrseher und -nachdenker: Hagen Rether reflektiert über das Jahr 2009. Natürlich habe ich die Übertragung im Fernsehen wie gewohnt souverän verpasst.

Vielleicht könnte mal jemand eine TV-Zeitschrift für intelligente Unterhaltung herausbringen, damit mir das nicht wieder passiert. Das Heftchen wäre zwar sehr dünn, aber ich würd's kaufen. Oder alternativ ein großes Warnschild in FSK-Logo-Größe neben die betreffenden Sendungen pappen, als Arbeitstitel schlage ich vor "Vorsicht! Diese Sendung könnte ihre GEZ-Gebühren wert sein".

Bis dahin gucke ich es halt auf YouTube und binde es hier ein:



via Nerdcore

1. Januar 2010

IniRadio #128: 30 Seconds To Mars - Vox Populi

Hoppla, da wird selbst der tattrigste Rockopa am frühen Neujahrsmittag wach und klatscht reflexmäßig in die Hände. "We Will Rock You" war gestern, heute trifft der Kinder-und Jugendchor auf Manowar-Lyrik. Aber dem Jared Leto kann ich nicht böse sein, schließlich habe ich drei seiner bekanntesten Filme in meiner DVD-Sammlung stehen. Und man stelle sich vor, eine gewisse Band aus Magdeburg würde so einen Song rausbringen: ich würde mich gar nicht mehr aus dem Haus trauen.

Eine der wenigen Nummern ohne Fanchor auf dem neuen Album gefällt mir auch ganz gut, aber Stranger In A Strange Land hat so was von gar keine elektrischen Gitarren und damit will ich so früh im neuen Jahr erst gar nicht anfangen.

Bitte ergänzen Sie folgende Zahlenreihe und leiten Sie daraus keine voreiligen Schlüsse für das nun angebrochene Jahr ab: 2010



Zeit, wieder Kontakt aufzunehmen. Meine Zugriffsstatistik hat in den letzten Tagen bittere Tränen geweint, weil sie nichts zum Zugreifen hatte. Das ändert sich jetzt aber, versprochen.

Wo wir bei Versprechen sind, dürfen Vorsätze nicht weit sein. Ich habe mir fest vorgenommen, auch dieses Jahr wieder nicht mit dem Rauchen anzufangen. Beim Saufen weiß ich noch nicht, ob ich endlich richtig anfangen oder es wie gehabt gleich ganz sein lassen soll. Muss sich noch einpegeln. Den Rest lasse ich auf mich zukommen.

Vor 10 Jahren meinte ein Kollege zu mir: "Das wird mein Jahrtausend".
Ich würde mich weiterhin mit einem brauchbaren Jahrzehnt begnügen.
In dem Sinne:

Willkommen in den Zehnern!