Auf Nummer sicher?

Es gibt Momente, da finde ich das öffentlich-rechtliche Fernsehen richtig gut. Weil es einen positiv überrascht. Wie im Falle der SEK-Chöre, deren Ständchen für unseren Innenwolfgang gerade die Runde macht.

Als ich gestern bei guten Freunden eingeladen war, wurde mir die 71-minütige Science Fiction-Dokumentation "Auf Nummer sicher?" von David Dietl präsentiert. Eine eindringliche, nachdenklich stimmende und schockierende Abhandlung zum Thema RFID-Technologie, Datenmissbrauch und Überwachung. Die Diskussion um den ePass als Aufhänger benutzend, spinnt die Geschichte die damit einhergehenden "technologischen Segnungen" immer weiter und verstrickt sich dabei in einen Zeitreise-Plot. Letzteres mag nicht jedem gefallen; der aufklärerischen Bedeutung dieses Filmes in diesen Tagen kann dies jedoch keinen Abbruch tun.

Just als ich kurz davorstand, mich über die im Dezember fällig gewordenen GEZ-Gebühren nicht mehr ganz so sehr zu ärgern, bekam ich die Information, wann "Auf Nummer sicher?" vom ZDF ausgestrahlt wurde:

Am 14. Mai 2007. Um 0:10 Uhr.

Kommentare

  1. Worüber Du Dich wunderst ... die Pressesprecher des ZDF können sagen, der Sender sei seiner Verpflichtung als öffentlich-rechtlicher Informationssender nachgekommen und mit dieser Sendezeit bestand kaum Gefahr, dass einer sich sowas Orwellsches ansah und dem Innenwolfgang danach böse Briefe schreibt ... alles reine Präventivmaßnahmen ...

    AntwortenLöschen
  2. Nokturnale Grundversorgung, während abends zuvor in allgemeine Seligkeit geschlagert und geschunkelt wird.
    Ich sollte wirklich aufhören, mich über etwas zu wundern.

    AntwortenLöschen
  3. Vielleicht steckt dahinter System: der gemeine Zuschauer wird so lange mit Der-Blaue-Bock-Nachfolgesendungen zugeschüttet, bis er denkt, es sei alles in Ordnung ...

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Spieltagslyrik: Hummels

Spieltagslyrik: Herzlos forte