Musikstatistik

Mich umtreibt ja gelegentlich die Angst, dass die Zahl derer, die einen ähnlich seltsamen Musikgeschmack wie ich pflegen, nicht mehr in einem eng überschaubaren Rahmen liegt. Oder anders gesagt: vielleicht bin ich schon eine alte Pophure geworden und weiss es nur noch nicht.

Weil ich bekanntermaßen kein Radio höre und auch jede Chartshow souverän auslasse, verbleibt immer ein Rest Unsicherheit. Dankenswerterweise stieß ich kürzlich auf die Seite Musicline.de, in der man seine Lieblingsband eingeben und sodann staunend deren albumbedingten Chartsverbleib in den letzten Jahren verfolgen kann.

Das beruhigende Ergebnis: bezüglich meiner Lieblingsalben der letzten etwa 18 Monate habe ich wohl schon allein durch meinen Kauf für einen Einstieg in die Charts gesorgt (gesunde Platzierungen um die Positionen #61-#89). Andere Scheiben (u.a. die in diesem Blog erwähnten) durften laut Musicline die Charts genauso wenig sehen wie alle Beteiligten von "Deutschland sucht den Superstar" Ahnung von guter Musik haben.

Schamhafte Ausnahmen:

- Nightwish ("Once") -
belegten für zwei Wochen die erste Position. Weshalb sie sich dann auch aufgelöst haben. Sonst hätte sich wohl das Weltall in einer Art von Geschmacks-Zeit-Raumkontinuums-Paradoxon selbst zerbröselt.

- Green Day ("American Idiot") -
Bestplatzierung #3

- Rob Thomas ("Something To Be") -
Bestplatzierung: #10

- Jimmy Eat World ("Futures") -
Bestplatzierung #33

Okay, daran arbeite ich noch. Aber ansonsten kann ich wieder beruhigt schlafen. Weil nun der Monat der Rückblicke ansteht, werde ich demnächst meine Favoriten inklusive Chartgeschichte präsentieren - auf dass sie weiterhin allesamt der Masse unbekannt bleiben.

Eine Statistik würde mich dann doch noch interessieren:

Wie hoch ist eigentlich die Selbstmordrate bei professionellen Musikern, wenn "DSDS" läuft ?

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