Humpeln - Redux

Die neueste Ausgabe der Humpel-Saga überrascht und stimmt nachdenklich zugleich.
Wir blicken zurück: unser Held entsagte dem hageren Ersatz-Knochen-Gelenk-Muskel-Sehnen-Druiden mit seinen eklig schmeckenden Tabletten und der hippen Reizstrom-Massage-Therapie. Denn auch nach drei Spritzen in den Rücken ging es sich und ihm nicht besser.

Es folgte die Rückkehr zum weisen Stammdruiden, der einst die pinkfarbene Infusionslösung zusammenbraute, als die Bandscheibe muckte. Doch der Zuschauer ist erstaunt, das Fachpublikum wundert sich, denn die Diagnose bringt einen alten Bekannten ins Rampenlicht:

Lange von den Fans gefordert, endlich wieder da: das Iliosakralgelenk, von Freunden auch ISG genannt. Unser Held manövriert sich auf die Liege, Arme und Beine werden positioniert, einmal tief eingeatmet und RUCK zieht es durchs Gebein. "Müsste jetzt besser sein", raunt der weise Druide. In der Tat, der Schmerz ist weniger geworden, der Protagonist sucht nicht schon nach zwanzig Schritten jammernd die nächste Sitzgelegenheit. Ein paar Besuche beim Krankengymnastiker müssten für weitere Abhilfe sorgen.

Der Film endet mit einer Podiumsdiskussion zu der epischen Frage "Weshalb hat der hagere Tabletten- und Reizstromdruide unseren Helden fast zwei Wochen leiden lassen und ihn vollkommen falsch behandelt, dieser olle Menschenschinder, also echt jetzt, da könnte man sich doch aufregen wie noch was". Studiogast ist der neue Gesundheitsminister Dr. Rösler, der aber auch keine Ahnung hat.

Kommentare

  1. Welch fieser Twist am Ende! Dabei mag ich es gar nicht, wenn die Drehbuchautoren ihre Helden erst auf falsche Fährten schicken. Das ist sowas von unkreativ.

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  2. Unkreativ ja und in dem Fall auch schmerzvoll...

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  3. Die heilende Kraft von Pastewka und Stromberg war das doch. ;)

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