30. Mai 2009

IniRadio #81: Motörhead feat. Girlschool - Please Don't Touch

Zum krönenden Abschluss des "Women in Rock"-Specials noch ein Duett der Girlschool-Girls mit ... na, vielleicht hört ihr den männlichen Part ja heraus.

Craig Ferguson Huldigung, die 2.

Roland findet ihn klasse und angesichts dieses Show-Intros stelle ich mir die berechtigte Frage: "Wie kann man den Kerl eigentlich nicht klasse finden?". Da denken wir dieses Wochenende mal drüber nach.



Weitere köstliche Showstarter hier und da.

Und als Rausschmeißer die nochmals verlängerte Sean-Connery-Nummer aus Craigs Stand-Up "A Wee Bit O'Revolution":

Parker Lewis can't lose - but sometimes he kills people

Charmer.
Liar.
Serial Killer.
Na, wenn das am Ende rauskommt, wenn man der Coole von der Schule war...
Hat eigentlich jemand mal noch etwas von Rektorin Musso gehört?

29. Mai 2009

IniRadio #80: Allison Crowe - Hallelujah

Ich könnte schwören, dass ich mal etwas über diese Coverversion des Leonard Cohen-Klassikers geschrieben habe. Irgendwo in den letzten 1159 Beiträgen dieses Blogs. Moment....
.....
.....
.....

Ah ja, hier.
In der Auf die Ohren-Rubrik vom Dezember 2007.
Erstaunlicherweise funktionieren viele der Links immer noch. Der zu "Hallelujah" aber nicht mehr, weil man auf der myspace-Seite der Künstlerin nichts mehr herunterladen kann. Die Gänsehaut bei der Nummer wird aber auch nicht kleiner, wenn man nur dem Audio-Stream lauscht:

28. Mai 2009

Demnächst definitiv in meinem DVD-Player





Anvil - The Story of Anvil erscheint in England am 15.06.
Fanboys (also featuring Kristen Bell btw) hat bei amazon.co.uk noch keinen Veröffentlichungstermin *grmbl*
Genauso wie ich immer noch auf einen Termin für Dr. Horrible warte *doppelgrmbl*
Muss wohl der Amerika-Importeur ran...

IniRadio #79: Save Ferris - The World Is New

Ska? Bei dem heißen Wetter? Ja, das geht!

27. Mai 2009

Freddie lebt noch und er hat ein Monster an der Gitarre



War mein erster Gedanke nach Hören dieses Songs. Wird gekauft.

IniRadio #78: Bif Naked - F**k You 2

Man kennt die Geschichte: Frau liebt Mann/Frau. Mann/Frau verlässt sie für Mann. Frau singt darüber und verwendet unzüchtige Worte. So läuft das eben im kanadischen Punkrock.

26. Mai 2009

IniRadio #77: Heart - Tall, Dark Handsome Stranger

Heart - da sind wir uns alle einig - haben nie weltbewegende Texte geschrieben. Insofern reiht sich dieser Song in eine lange, lange Reihe ein. Es mag kleine, bleiche, unattraktive Vertreter der männlichen Spezies geben, die sich dieses Lied morgens vorm Spiegel reinziehen und beim "Oh, you're so beautiful" ein brunftiges "Yes, i am!" röhren. Schließlich singt ja die Tante Nancy Wilson, dass die üblichen Traumboys ihr so gar nix geben können.

Tja, ich bin wenigstens groß. Dunkel auch, wenn es sich aufs Gemüt oder die Stellen unter den Augen bezieht. Strange bedeutet doch auch seltsam, oder? Und attraktiv sein ist eh überbewertet und macht nur Arbeit.


Battle for the Island

LOST-Content! Schon über 2 Wochen alt, nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand, aber für Fans der Show lustig. Man beachte auch den Disclaimer.



Drüben bei Alph gibt es noch ein Promovideo mit Jack, der aber wirklich jeden Vorwand nutzt, um wieder auf die Insel zu kommen.

25. Mai 2009

IniRadio #76: Dover - King George

In meiner Eigenschaft als Frauenbeauftragter dieses Blogs habe ich mir soeben diese geharnischte e-Mail schreiben müssen:

Hey, du Obermacho-Arsch! Ist dir schon mal aufgefallen, dass von deinen 75 Songbeiträgen im IniRadio gerade mal jämmerliche 5(!!!!!!!) von Frauen gesungen werden? Das ist nur jeder 15.(!!!!!!) Song!!!! Oder umgerechnet 6,66 Prozent!!!! Wenn du nicht so ein verdammt unwiderstehlich charmanter Kerl wärst, könnte ich stundenlang auf dich einprügeln!!!!! Aber wehe, du bringst jetzt so ein widerliches Stöhn-Schmacht-Geheule von Britney Spears oder anderen Schlampen!

Ähem, ja. Ich entschuldige mich für die vielen Ausrufezeichen, aber das musste mal gesagt werden. Zur Wiedergutmachung fördere ich den Frauenanteil durch eine Steigerung auf satte 10 Prozent, indem ich diese Woche jeden Tag einen Song mit weiblicher Mikrofonbesetzung vorstelle. Britney muss aber wirklich draußen bleiben, keine Angst.

Beginnen wir mit einer weiteren in dieser Reihe schmachvoll unbeachtet gebliebenen Gruppierung: spanischen Rockbands.

Seriencheck (XXIII)

Diesmal mit den Saison-Abschlusszeugnissen für die Comedyserien. Alles, was eine längere Laufzeit als 30 Minuten hat und von mir gesehen wurde, bekommt seinen Senf später.
Neu: das Over The Top-Feature, in dem ich die Episoden nenne, die die Höchstwertung einfahren konnten. Quasi meine persönliche Very Best of Comedy Season 2008/2009.

30Rock (Season 3)

Habe ich schon erwähnt, dass ich die Show wegen ihrer kuriosen Einfälle liebe? Dass Liz und Jack ein großartiges Paar abgeben? Dass ich bei Tracy immer meine Hörverständnisrezeptoren justieren muss, um alles mitzubekommen? Dass sich Jenna besser ins Ensemble eingefügt hat als noch zu Beginn der Show? Und ich vor Kenneth immer mehr Angst bekomme? Okay, dann zur Saisonauswertung. 6 herausragende Episoden (siehe unten), aber auch 7 Folgen (also ein gutes Drittel der Staffel), die dann doch nur zufriedenstellend waren, zählt meine Datenbank. Daher gibt es dieses Jahr 5 von 6 Punkten.

Over The Top: Believe In The Stars; Gavin Volure; Christmas Special; Generalissimo; The Bubble; Cutbacks


Better Off Ted (Season 1)

Die erste Staffel hatte nur 7 Folgen, aber zu meiner freudigen und unerwarteten Überraschung hat ABC grünes Licht für eine 2. Staffel gegeben. Recht so, denn die Workplace Comedy um eine Firma ohne Moral, aber dafür zweifelhaftem Personal hat mich sofort überzeugen können. Schräge Aufarbeitung von Arbeitsplatzklassikern wie heimlicher Drogenverabreichung, Rassendiskriminierung oder Mitarbeiterkryogenisierung, kultige Werbeclips und obendrauf der staubtrockene Humor der Chefin Veronica, dargestellt von Portia de Rossi, lassen mich erfreut 5,5 von 6 Punkten in die Personalakte eintragen.

Over The Top: Win Some, Dose Some; Racial Sensitivity; Get Happy


Flight Of The Conchords (Season 2)

Flight Of The Conchords ist ein Sonderfall. Ich liebe die Musikeinlagen, besonders in den ersten Folgen toppte in der Hinsicht ein Highlight das andere. Wer damit nicht so recht kann, erfreut sich am inkompetentesten Manager der Musikgeschichte, zwei erschreckend einfältigen Musikern und gegen Ende der Staffel dem Ministerpräsidenten von Neuseeland, der an dargebrachter provinzialer Peinlichkeit deutschen Politikern in eigentlich nichts nachsteht. Mein Bruder übrigens hasst die Show, weil Zitat: "da keine einzige intelligente oder attraktive Person mitspielt". Ich hingegen lobe sie weiter in höchsten Tönen bzw. Noten.
6 von 6 Punkten
.

Over The Top: A Good Opportunity; New Cup; The Tough Brets; Prime Minister


Gary Unmarried (Season 1)

Klassische Familiensitcom. Hat mich zu Beginn positiv überrascht und konnte den guten Gesamteindruck während der kompletten Saison halten. Wer mit Stoff à la Still Standing, Everybody Loves Raymond oder Til Death seinen Spaß hat, wird sich auch mit Garys Abenteuern mehr als gut zurechtfinden. Eine zweite Staffel ist bestellt, allerdings sind die beiden Showrunner Ed Yeager und Ric Swartzlander wegen kreativer Differenzen mit dem Sender abgesprungen. Mal sehen, wie Gary das verkraftet. Für Staffel 1 ziehe ich 5 von 6 Punkten.

Over The Top: Gary Goes First; Gary Uses His Veto; Gary And The Trophy


How I Met Your Mother (Season 4)

Wen interessiert schon, wer die Mutter ist. Wahrscheinlich erfahren wir das eh erst ganz zu Ende dieser Serie, die bis dahin noch hoffentlich viele Folgen über den Sender jagen darf. Eine großartige Staffel ohne einen einzigen Ausfall, tollen Momenten, zwei ständig verdeckten Babybäuchen und eben Barney Stinson. Ich bin mir sicher, am Ende der Show werden sich ebensoviele Episoden-Klassiker zusammengefunden haben wie seinerseits bei den seligen Friends. Im Folgenden eine Liste meiner Nominierungen für den aktuellen Jahrgang:

Over The Top: The Naked Man; The Possimpible; Happily Ever After; Murtaugh; Mosbius Designs; The Three Days Rule

Wait for it... 6 von 6 Punkten


Kröd Mändoon & The Flaming Sword Of Fire (Season 1)

Sechs Folgen, die immer schwächer wurden. Das Ensemble bemüht sich, aber Fantasyparodie ist ein Acker, auf dem nur ein paar kleine schrumpelige Früchte wachsen, während der Rest in Witzeinöde verdorrt. Wie ich schon bei der ersten Vorstellung geschrieben habe: die ersten zwei Episoden kann man sich anschauen, den Rest darf man getrost zusammen mit dem Flammenschwert und den Kostümen irgendwo am osteuropäischen Drehort verscharren.
3 von 6 Punkten



My Name Is Earl (Season 4)

Earl war in der dritten Staffel im Koma, in der vierten wiederauferstanden und nun ist wohl endgültig Schluss, denn NBC hat wegen schlechter Einschaltquoten den Stecker gezogen. Eventuell springen andere Sender noch ein, wobei FOX bereits abgesagt haben soll. Wäre ich Entscheidungsträger, bräuchten die Macher nur die aktuelle Staffel als Bewerbungsunterlagen einreichen, denn die knüpfte an die großartigen Anfangszeiten an. Urplötzlich war wieder alles da, was die Show ausmachte. Gut möglich, dass diese Rückbesinnung zu spät kam und viele Fans von Earl und Randy der neuen Staffel keine echte Chance mehr gaben. Nominieren für den "truth in television award" möchte ich noch den Drehbuchautoren, der Earl in der Folge "Inside Probe (Pt1)" den Satz in den Mund legte "Come on, me in a coma? Nobody wants to see that!". Sollte es nicht weitergehen, habe ich noch genug damit zu tun, Jaime Pressleys gesammelte Monologe vollständig zu verstehen.
5,5 von 6 Punkten

Over The Top: Monkeys Take A Bath, Joy In A Bubble, Stole An RV, Nature's Game Show, Orphan Earl, Darnell Outed (Pt1), Witch Lady, Inside Probe (Pt2)


Parks And Recreation (Season 1)

Diese Show darf man im Auge behalten. Auch wenn man keine Baugrube in einen Park verwandeln will. Nach 6 Folgen ist es sicher schwer, eine Bewertung abzugeben, aber Unterhaltungspotenzial ist reichlich vorhanden - natürlich vor allem, weil Amy Poehler ihre Rolle vorzüglich ausfüllt. So vorzüglich, dass der Rest des Casts zu Beginn deutlich in den Hintergrund gedrängt wurde. Im Verlauf der Staffel schälten sich mit Ron Swanson und Tom Haverford aber Figuren heraus, die die Verwaltungskomödie (ist das nicht ein Oxymoron?) mittragen können.
5 von 6 Punkten

Over The Top: Canvassing, The Banquet


Scrubs (Season 8)

Wer es wirklich noch nicht weiß: Ende der 8. Staffel hört Zach Braff bei Scrubs auf. Alles klar, ohne JD braucht man das nicht weiter zu gucken, dachte ich mir. Hat man ihm denn einen würdigen Abschied auf den bekittelten Körper geschrieben? Jawohl, das hat man. Viele Episoden hatten nochmal die Frische und den Witz glorreicher früherer Folgen, was auch an dem stärkeren Engagement von Erfinder Bill Lawrence liegen könnte. Auch das Finale bot dem Fan, was er haben wollte. Höhere Wertungsweihen haben allerdings die neuen Interns verhindert, die der altgedienten Belegschaft wertvolle Comedyzeit raubten und mich entweder nervten oder mir komplett egal waren. Mittlerweile ist eine 9. Staffel mit Gastauftritten von Zach Braff und anderen Hauptcharakteren gesichert. Soll ich das jetzt doch gucken? Ich hätte Lust, den Hausmeisterkittel anzulegen und mich grundlos aufzuregen.
5 von 6 Punkten

Over The Top: My Lawyer's In Love, My Soul On Fire (Pt1), My Chief Concern, My Finale (Pt 1+2)


The Big Bang Theory (Season 2)

Immer noch für einen peinlichen sozialen Moment gut, die vier Physiker. Nirgendwo anders im amerikanischen Fernsehen kann man so hemmungslos dem Nerdtum frönen wie hier. Konsolen, Comics, Superhelden, Star Wars, Star Trek, Sheldons bekloppte Lebensansichten - es gibt genug Themen, die aufgenommen werden und mich zum Lachen bringen. Wenn dann auch noch Gastauftritte mit "Szenestars" wie Summer Glau hinzukommen, kann es nur auf eine hohe Gesamtwertung hinauslaufen. Ein wenig achten sollten die Macher vielleicht darauf, Sheldon nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen, denn in hohen Dosen können seine wasserfallartigen Analysen einfach nicht gut für die Hirndurchblutung der Zuschauer sein.
5,5 von 6 Punkten

Over The Top: The Barbarian Sublimation, The Cooper-Nowitzki Theorem, The Panty Pinada Polarization, The White Asparagus Triangulation, The Bath Item Gift Hypothesis, The Killer Robot Instability, The Vegas Renormalization


The Office (Season 5)

Wenn My Name Is Earl die große Überraschung der Saison war, dann gebührt The Office leider der Titel der größten Enttäuschung. Bisher bekam jede Folge der Show von mir mindestens 5, meistens 6 Punkte. Dieses Jahr hingegen waren gleich 8(!) Episoden mir nur einen 4er wert (wobei 4 Punkte der Wertung "naja, war okay" entsprechen). Woran es lag? Ich fand die Romanze zwischen Michael und Holly kaum komisch, zu Beginn fehlte mir Pam, Andy Bernard nervte mich weiterhin, es gab zu wenig Creed, zu wenig Toby. Richtig rundherum Spaß machte es erst wieder, als die Michael Scott Paper Company auf den Plan trat - mit all ihren Auswirkungen. Sicherlich ist es Jammern auf hohem Niveau, aber ein wenig war ich schon enttäuscht von dem Produktportfolio der Dunder Mifflin Paper Company 2008/2009.
5 von 6 Punkten

Over The Top: Frame Toby, The Surplus, Lecture Circuit (Pt1), New Boss, Dream Team, The Michael Scott Paper Company, Cafe Disco


The Simpsons (Season 20)

Ich war es gewohnt, bei den Simpsons Jahr für Jahr dasselbe Fazit zu ziehen. Halloween-Folge sehr gut, der Rest Durchschnitt, die besten Zeiten hat die Show hinter sich und lebt nur noch von ihrer Bekanntheit und Lebensdauer. Aber: in der 20. Staffel war die Qualität erfreulich hoch. Freilich gab es Ausfälle und Mittelmäßiges, aber in meiner Datenbank stehen auch satte 3 überragende und 9 sehr gute Folgen. Der Trend ging aus meiner Sicht nach oben, als die ersten Episoden in HD ausgeliefert wurden - vielleicht hat man sich da extra viel Mühe gegeben? Ich weiß es nicht. In der Form können Homer und Familie jedenfalls noch 20 Jahre weitermachen.
5 von 6 Punkten

Over The Top: How The Test Was Won, Gone Maggie Gone, No Loan Again Naturally


Two And A Half Men (Season 6)

Letztes Jahr war ich noch relativ enttäuscht von den Gebrüdern Harper nebst Nachwuchs. Heuer bin ich vollkommen zufrieden. Die Dialoge sitzen, die Charaktere spielen ihre zahlreichen Schwächen gnadenlos aus, Haushälterin Bertha bleibt die Coolste und das Team um Chuck Lorre hat es sogar geschafft, den ewigen Junggesellen Charlie in eine ernsthafte Beziehung zu stecken und daraus eine Menge Komik zu destillieren. Wenn Angus T. Jones allerdings so weiterwächst, heißt die Show demnächst schlicht Three Men (still living in Charlie's House). Ich würde es ohne Einwände weitergucken.
5,5 von 6 Punkten

Over The Top: Taterhead Is Our Love Child, It's Always Nazi Week, The Mooch At The Boo, David Copperfield Slipped Me A Roofie, Hello, I'm Alan Cousteau, Baseball With Better Steroids


Worst Week (Season 1)

Am Ende wurde aus der schlimmsten dann doch nur eine insgesamt in Ordnung gehende Woche. Die amerikanische Version der britischen Serie litt schwer darunter, dass man nicht 7, sondern 15 Folgen mit peinlichen Situation füllen musste. Und peinliche Situationen wollen wohl ausgedacht sein, denn in der Masse verlieren sie ihren Charme. So war es denn auch hier: oftmals erahnte man, was passieren würde, manches wirkte zu ausgedacht und aufgesetzt. Es war aber schön, Kurtwood Smith nochmal in einer knurrigen Vaterrolle zu sehen.
4 von 6 Punkten

23. Mai 2009

Whatever works for you, Larry

Normalerweise kann ich meinen Enthusiasmus ja zügeln, aber dieser junge Darsteller mit dem silbernen Haarkranz in seiner ersten großen Kinorolle könnte mich wirklich ins Lichtspieltheater treiben. Bisher gibt es jedoch noch keinen deutschen Starttermin. Wahrscheinlich ist der Regisseur auch einfach zu unbekannt hierzulande.



Curb Your Enthusiasm startet im Herbst in die 7. Season.
Inklusive Seinfeld-Cast-Reunion.

Bloony Wheel



Man binde einen Ballon an ein Einrad und gebe ihm als Lebensaufgabe, eine schwarz-weiß gescheckte Fläche zu erreichen. Natürlich kriegt dieses selten blöde Gespann das nicht alleine hin, sondern erwartet vom Spieler einfühlsame Drückereien auf den Pfeiltasten der Tastatur.

Bloony Wheel (Flash)
Bloony Wheel (Download)

Idealer Zeitvertreib, falls es heute nachmittag doch zu lange dauert, bis die Stuttgarter endlich das Führungstor gegen die Bayern erzielt haben.

22. Mai 2009

IniRadio #75: ZZ Top - Alley Gator



Für den Kunstunterricht habe ich mal tatsächlich eine ZZ Top-Marionette gebastelt. Mit Rauschebart, Sonnenbrille und E-Gitarre. Weil damals, vor über 20 Jahren, waren Gibbons, Hill und Beard noch der heißeste Scheiß und ich mit meinem ZZ Top-Schlüsselanhänger für knapp eine Woche der coolste Kerl der Schule.

Für die Marionette habe ich nur eine 3- bekommen (bitte jetzt das Gesicht zu einem Ausdruck tiefer Empörung verformen), damit war die bildende Kunst endgültig für mich gestorben. Witzig war noch die Auseinandersetzung mit der Lehrerin über ein später von mir eingereichtes linoleumgeschnitztes Reliefwerk:

Sie: Das kann ich nicht bewerten.
Ich: Wie bitte? Wieso denn?
Sie: Das hast du nicht gemacht.
Ich: Ja, wer denn sonst?
Sie: Weiß ich nicht, aber nicht Du.
Ich: Das ist ganz schön peinlich, dass Sie mir Plagiarismus vorwerfen, ohne Beweise zu haben.
Sie: Bis zur nächsten Stunde finde ich heraus, welches Bild Du da abkopiert hast.


Tja. Daraus wurde nichts. Denn die Frau hatte eben nie instrumentalen Hard Rock gehört:

21. Mai 2009

Wartezeit



Noch etwa 9 Monate bis zur 6. Staffel von LOST.
Könnte mal jemand an der Insel drehen?

(via skins.be)

20. Mai 2009

Project Trico

Teaser zum neuen Projekt der Macher der PS2-Kultspiele "ICO" und "Shadow of the Colossus". Gibt es auch in HD und wahrscheinlich verbringe ich den morgigen Feiertag damit, mir diesen Clip hochaufgelöst und mit schwummerigen Augen anzusehen. Ich will auch so ein Katzenrattendrachendingens!

19. Mai 2009

Ich habe den Toblerone-Bär gesehen!

Mmmh, Toblerone.
Konnte ich früher nie essen, weil da irgendwas drin versteckt war, woraufhin mein zentrales biologisches Steuersystem den Befehl gab, mein Gesicht in den schönsten allergischen Formen sprießen zu lassen, die sich ein Hautarzt so vorstellen kann.

Aber dank der wundervollen Cara alias LorettaLametta bin ich auf diese Seite mit 25 ausgeklügelten Logos gestoßen (u.a. auch das hier drin schon erwähnte FedEx-Logo) und weiß nun: es war dieser Bär, der sich mitten im stilisierten Alpenmassiv ein lauschiges Plätzchen gesucht hat. Mein persönlicher Problembär sozusagen.



[Andere Quellen behaupten, es sei der Honig in der Schokolade gewesen, der meine Allergien auslöste. Ich find die Story mit dem Bären aber interessanter]

18. Mai 2009

Wahllos zusammengestellte Gründe zur Freude

Eine Auswahl guter Nachrichten der vergangenen Stunden:

- Better Off Ted wurde für eine zweite Staffel verlängert
- Bayern wird wohl doch nicht Meister (Bremen strengt sich gegen Wolfsburg doch zwischen zwei Finalspielen nicht groß an)
- Ich hatte Recht, dass der deutsche ESC-Beitrag nix reißen wird
- Wir haben eine neue Waschmaschine! Und sie funktioniert! (Die alte hat den Transporteuren aufgrund ihrer massiven Bauweise schwer zugesetzt und am Ende einem der beiden noch einen Finger eingequetscht. Zähes, altes Ding, sowas wird heute einfach nicht mehr gebaut)
- Kaiserslautern wird nicht aufsteigen
- Meine rechte Armbeuge ist wieder infusionswillig (links wirken die Muskelrelaxanzien in der Infusionslösung viel früher und machen mich müde)
- Chuck wurde für eine dritte Staffel verlängert

CHUCK YEAH!
Darauf ein Loblied, dargebracht von der talentiertesten Band seit den Conchords und der Ross Geller Sound Experience

17. Mai 2009

IniRadio #74: Ayreon - Loser

Hurra, wir sind 20. geworden! Haben 5 (in Worten FÜNF) Länder hinter uns gelassen. Die popknödelnde Schwedin, den schmachtenden Litauer mit Hut, die identitätsverwirrten Spanier, den finnischen alten Mann (plus Blondschnecke), der Eurodisco immer noch voll töfte findet sowie - hallo! - die dicke Malteserin, die sogar singen konnte! Okay, an die textliche Brillianz und Girlie-Optik des rumänischen Beitrags kamen wir punktemäßig noch nicht ganz ran, aber nächstes Jahr lassen wir die knapp hinter uns. Unser Auftritt war super, Dita großartig, wir haben alles gegeben, es hat nicht ganz gereicht... sülz, heuchel, grins.

Selten habe ich meinen Rundfunkgebühren mehr nachgeweint als beim Verfolgen der Aftershow aus Hamburg. Man gibt ja die Hoffnung nicht auf, dass mal jemand einsieht, was für eine Chancenlosnummer wir dieses Jahr wieder zur europäischen Musiklotterie eingereicht haben und Tacheles redet. Stattdessen fröhliche Lobhudelei und endgültige Geschmacksbetäubung mit Jeanette, Matze "Luca Toni" Knop und Queensberry. Auf YouTube habe ich folgenden Clip gefunden, der meine Reaktion darauf so detailgetreu darstellt, dass ich gar kein Bild hochladen muss:



Eigentlich wollte ich doch nur einen Song präsentieren. Kommt aus Holland, hat Folkelemente, es wird gefidelt, gerockt, geproggt und am Ende sogar geschrien. An welches deutsch/amerikanische Duo, das uns dieses Jahr beim Eurovision Song Contest vertreten hat, ich beim Titel gedacht habe, verrate ich aber nicht.

15. Mai 2009

Eurovision Song Contest-Check 2009

Samstag Abend ist es wieder soweit!
Es wird geeurovisionssongcontestet, wie es auf Neudeutsch heißt.
Weil grandprixen bekanntlich schon seit Jahren voll out ist.
Diesmal wieder am Start und mit 50%-igem Stimmenanteilswert: die gute, alte Jury, wahrscheinlich bestehend aus Musikwissenschaftlern, Kulturbeauftragten, Pädagogen und anderen schwer gelangweilten Menschen. Mich hat natürlich wie üblich niemand beauftragt, aber im Dienste des musikhörenden Teils der Leserschaft dieses Blogs salbadere ich ein paar Zeilen zu jedem Finalteilnehmer.

01 Lithuania
Gleich zu Beginn schon die volle Klavierschmachtfetzenbreitseite. Junger Mann mit apartem Hut findet Gewalt gegen Kinder gar nicht gut. Da würde ich thematisch nicht widersprechen wollen. Solo-Boyband trifft auf Betroffenheitsgeheule, fehlt eigentlich nur noch, dass im Hintergrund Detlef D! Soost seine schwere Kindheit nachtanzt. Immerhin blitzt mal kurz die Gitarre auf, aber retten kann die auch nix.

02 Israel
Eine einzigartige arabisch-israelische Kooperation mit- (und nicht gegen-)einander singender Frauen. Natürlich wollen wir alle Frieden im Nahen Osten. Wobei in diesem Fall das Material für appellhafte israelische Eurovision-Beiträge wohl auf Jahre hinaus ausgehen würde, das bitte ich zu bedenken. Die Nummer wird sicher ein paar Herzen erwärmen, ich finde sie in ihrer Unaufdringlichkeit sogar recht angenehm.

03 France
Frau Kaas ist bekanntermaßen Botschafterin des Saarlandes, eine große Chanteuse sowieso und wenn ich jetzt was Falsches schreibe, werde ich in die Pfalz ausgewiesen, was wir doch mit Sicherheit alle nicht wollen. Vor allem ich nicht. Ist halt ein schwermütiger Chanson, handwerklich einwandfrei geschrieben und vorgetragen. Meine ehemalige Französischlehrerin wird bei der Nummer wahrscheinlich vor lauter Erregung drei Rotweingläser auf Ex runterkippen und mindestens 50 Mal für sie abstimmen. Während die Franzosen im Falle einer schlechten Platzierung endgültig gegen die Veranstaltung aufbegehren und nächstes Jahr ein Schild mit der Aufschrift "Imbéciles! Crétins! Monstres!" auf die Bühne stellen.

04 Sweden
Die Schweden, nein, du fasst es nicht, mit einer langbeinigen Blondine. Wer hätte jetzt darauf wetten wollen? Die Frau ist auch noch Mezzo-Sopranistin, aber leider hat sie die falsche Hintergrundmusik zugelost bekommen. Zu gepflegtem Geknödel passen nur Streicher und tiefgestimmtes Metallgeschrubbe als Beilage, das weiß doch nun wirklich jedes Kind. Pop geht nicht. Gar nicht. Das passt so gut zusammen wie Jazz und Kirmestechno. Uppsala, das war wohl nix dieses Jahr.

05 Croatia
Aaah, die ersten folkloristischen Klänge umspielen mein kaltes Herz. Da wird der Ostblock wieder toben, der Balkan ausflippen und ich mir zur Beruhigung irgendwas aus dem Kühlschrank suchen gehen. Geschätzte drei Minuten lang.

06 Portugal
Das ist jetzt auch traditionelle Musik, die mir aber um einiges mehr ins Ohr geht und hängen bleibt. Vielleicht liegt es am Akkordeon, den kecken Flötentönen, der lässigen Beschwingtheit, aber das entlockt mir doch tatsächlich ein leichtes Mitschunkeln in der Fußspitze. Darf gerne in die vorderen Ränge kommen. Ich hab das Video eben sogar nochmal gestartet, um reinzuhören!

07 Iceland
Yohanna aus Island konnte schon singen, bevor sie sprechen konnte! So preist ihre Biografie die blonde Isländerin an. Pah, das konnte ich auch, ist alles doch nur eine Frage der Begriffsdefinition. Meine frühkindlichen Ian Gillan-zu-Deep-Purple-Zeiten-Imitationen waren über die Hausgrenzen hinaus gefürchtet. Aber ich schweife ab. Ballade. Abendkleid. Streicher. Tut nicht weh. Wird in der Masse ziemlich sicher untergehen.

08 Greece
Griechenland heuer mit einer elektrobeathochgezüchteten Popnummer ohne jeglichen folkloristischen Unterbau, das schockiert mich schon ein wenig. Da dürfte sich Costa Cordalis vor Gram in die Panflöte stürzen. Aber die Kids werden sie damit zum Voting locken, denn der Typ ist Griechenlands Überpopstar und sieht gar nicht mal so schmierig-adonishaft aus wie die üblichen Vertreter seiner Zunft. Die Nummer bekehrt mich jetzt zwar nicht zur Diskokugel, aber ich habe schon Schlimmeres gehört. Wenn die Jury es nicht zu verhindern weiß, könnte das vorne landen.

09 Armenia
Ethno-Pop, bei dem mir die Tröten zu Anfang schon gleich die Plomben im Gebiss locker blasen. Das Damenduo überzeugt mich mit seinem gekünstelt wirkenden Gesang schon mal nicht und die englischen Textzeilen hat man wohl sorgfältigst aus einem Kindergedichteband zusammengebastelt.

10 Russia
Wenn ich jetzt nur auf den Namen der Schauspielerin käme, an die mich diese Russin erinnert. Dieser traurig bedröppelte Blick, das schwarze Haar, die dünnen Augenbrauen - ich komm nicht drauf. Ebenso habe keine Ahnung, wer oder was dieses Mamo ist, aber es scheint unserer Anastasia zum Ende des Songs hin doch schwer zuzusetzen. Ich muss da spontan ein wenig an Heintje und Mama denken. Sympathischer als die hochglanzpolierte und seelenfreie Nummer vom letzten Jahr ist es allemal, aber begeistern tut es mich nicht. Das Mädchen singt mir stellenweise zu tief. Das kann ich nur bei "Swing Low Sweet Chariot" ertragen. Moment, jetzt habe ich die Schauspielerin! Prinzessin Vespa aus "Spaceballs", Daphne Zuniga.

11 Azerbaijan
Clever, diese Aserbaidschainer. Erstmal ganz keusch traditionell trällern, hoffen, dass die konservativen Musikliebhaber schnell genug abstimmen und dann die schwere Synthie-Ethno-Beat-Nummer auffahren, dass der Kaukasus wackelt. Wieder muss ich anführen, dass das für tanzbaren Pop gar nicht schlecht gemacht ist, nicht ohne gleichzeitig dramatisch anzumahnen, bisher noch keinen Rocksong gehört zu haben *schnüff*

12 Bosnia & Herzegovina
Regina sind eine Band, dazu ohne weibliches Mitglied, da hat sich einer wirklich keine großen Gedanken über den Namen gemacht. Schwermütige Militärmarschmusik, über die ein bisschen Folklore regnet, wäre mein erster Eindruck gewesen. Sowas würden die Israelis niemals antreten lassen. Aber gar nicht übel, mir gefällt diese Getragenheit im Songaufbau. Mit englischem Text würde ich mir das sogar nochmal anhören.

13 Moldova
Moldawisches Jodeln für Fortgeschrittene gleich zu Anfang, so erobert man mein Herz. Nicht. Komischerweise ist die Nummer am besten, wenn nicht gesungen wird. Die Bläserfraktion ist ganz klar der Star und wird im Video deshalb sicherheitshalber fast immer schamhaft verdeckt. Dabei könnte ich mir die Jungs gut auf Tour vorstellen, vielleicht kann man bis zum Auftritt die hibbelige Rothaarige ja auch noch rausschneiden.

14 Malta
Gehört zu jedem Eurovision Contest wie dauergrinsende Moderatoren und Ralph Siegel: die leicht übergewichtige Künstlerin mit dem großen Herzen und der großen Stimme, die natürlich eine erhebende Ballade zum Besten gibt und am Ende die Stimmbänder so beeindruckend kreisen lässt, dass man keine spindeldürren Luder mehr ansehen geschweige denn anhören möchte. Gefällt und darf gewinnen. Yohanna aus Island wird sich ärgern, dass sie nicht rechtzeitig zugenommen hat.

15 Estonia
Also, Cello finde ich schon mal richtig gut, wegen Apocalyptica und so. Leider säuseln und gurren mir die 6 Girlies aus Estland dann aber doch die Aufmerksamkeitsspanne durch. Wie bei den Moldawiern ist der Instrumentalpart noch der beste Teil des Ganzen.

16 Denmark
Ronan Keating hat an diesem Lied mitgeschrieben, das hört man denn auch durch. Fluffiger Pop mit Alibi-Rockgitarren. Nein, das lasse ich nicht als Rocksong durchgehen. Harmlos, leicht, beschwingt die Hausfrau sanft beim Bügeln. Ja, ich würde mich als Beifahrer jetzt nicht aus dem Autofenster stürzen, wenn es im CD-Player liefe. Lauter drehen würde ich es aber genausowenig.

17 Germany
Alex swings, Oscar sings, no one wins. Was war eigentlich das Anforderungsprofil für diesen Titel? Mit Swing gingen wir doch schon vor zwei Jahren baden (die Dänen letztes Jahr), aber Roger Cicero war wenigstens lässig und authentisch. Weshalb er jetzt wohl auch konsequent gegen einen aalglatten Perlweißgrinse-US-Boy mit weit aufgeknöpftem Hemd ausgetauscht wurde, der auf mich in seiner unwiderstehlichen Gegeltheit den Eindruck macht, als würde er halbtags in Las Vegas alten Frauen die Jetons aus dem Handtäschchen charmieren. Noch ein Wummwumm-Beat druntergelegt und fertig ist die neueste Nullnummer made in Germany. Spätestens die Stepptanzeinlage und das Dubiduwapp-Skiddledididdledibo zerstören die letzte Hoffnung, dass das Ganze sich noch in irgendwas Mambo No.5-artiges retten könnte. Da müssen der strippenden Dita von Teese schon rein zufällig die bleichen Glocken aus dem Dekolleté hüpfen, damit das hier bleibende Aufmerksamkeit erlangt. Nächstes Jahr vielleicht mal Bebop mit James Last und Trance-Beat im Hintergrund?

18 Turkey
Die türkische Brütney heizt mit frenetisch-orientalischem Dancebeat der tobenden Menge junger geschlechtsreifer Osmanen ein. Ist sie nicht schön, ist sie nicht heiß? 12 Points from Germany, ruf an für dein bauchfreies Traumgirl! Ich hingegen sehne mir die Rocker des letzten Jahres zurück.

19 Albania
Ach, wie goldig. Minderjähriges naives Ding aus Albanien träumt vom Sieg beim Eurovision Song Contest, weil sie in Englisch immer eine 2+ kriegt, dieses Jahr sicher keiner auf die Idee kommt, mitten in den modernen Dancebeat ein crazy traditionell-heimatliches Gedudel zu mischen und ihr Produzent die alten Drumsounds von Modern Talking billig aufgekauft hat. Und um Mitternacht erscheint Thomas Anders und entführt sie auf seine Burg, weil sie so wundersupitoll war.

20 Norway
Der norwegische Wunderbursche mit der Fidel, der seine Songs selbst schreibt, einen Kinofilm dreht (noch nicht selbst, sondern als Darsteller, aber wer weiß...) und insgesamt sehr sympathisch rüberkommt. Da dürften Millionen besorgter Elternaugenpaare desillusioniert auf den Nachwuchs im Nebenzimmer schauen, der seit Stunden am Nachrappen der komplizierten Songs von Sido und Bushido scheitert. Eine wirklich charmante Nummer, der selbst ich alter Griesgram mich nicht entziehen kann. Größter Pluspunkt: kein Beatgewummer, sondern ins Ohr gehende, handgemachte Musik.

21 Ukraine
Und direkt das Gegenteil hinterher. Percussiongeilheit zum Anfang, gefolgt von der Frage, ob das Englisch ist, was die Frau da singt. Danach überproduziert bis zum Abwinken. Bläser, Beats aller Couleur, noch mehr Percussion, Elektrosounds - irgendwo in der Ukraine muss ein Tonspuren-Ausverkauf gewesen sein. Da will ich glatt nochmal den Norweger hören.

22 Romania
The Balkan Girls - bei dem Titel kriege ich schon Angst, ohne auch nur eine Note gehört zu haben. Und es kommt wie zu befürchten war. The balkan girls like to party like nobody, like nobody. Die musikgewordene Paris Hilton aus Rumänien. Sonderpunkte für den Humor, der in den Lyrics durchbricht: my hips are ready to glow, this record is so hot and i have so much to show. BRÜLLER! Ich kann nimmer, habe den Song mehrfach unterbrechen müssen, um mich auszuschütten. Live kann das nur gut werden, wenn ich besoffen wäre und zuviel Geld hätte, würde ich das glatt wählen.

23 United Kingdom
"It's my time", whitneyhoustet die junge Dame ins Mikro, dann setzt das Orchester ein, bevor die glockenhelle Stimme sich zum Ende hin fast zu überschlagen droht. Die ultraklassische "Ich bin hübsch und sing mir die Seele aus dem Leib"-Nummer, die schon seit Jahren nicht mehr beim europäischen Sangeswettstreit zieht. Heute laufen solche Titel nur noch, wenn man aussieht wie Paul Potts oder Susan Boyle. Ja, es ist schön eingesungen, wird aber keinen Erfolg haben.

24 Finland
No metal from Finland. Stattdessen lupenreiner Europop. Wenigstens haben sie einmal kurz einen verzerrten Gitarrensound eingebaut. Nein, ich kann das nicht unterstützen und nicht gutheißen. Wenn Finnland damit gewinnt, schicken die nie eine Melodic Death Metal-Truppe zu dieser Veranstaltung. Ich nehme aber auch an, dass das osteuropäische Publikum eher für die Ethno-Beats aus der Umgebung votiert als für den westeuropäisch geprägten Clubsound.

25 Spain
Hätte man mir diesen Beitrag zusammen mit denen aus sagen wir mal Aserbaidschan, Türkei oder Armenien vorgespielt, ich hätte gedacht: "Schade, die Spanier sind dieses Jahr ja gar nicht dabei". Wahrscheinlich war man sich sicher, dass am Ende eh was aus dem Osten gewinnt und will sich jetzt ganz gewitzt in die Stimmenphalanx einmogeln. Oder die anderen Länder in eine schwere Identitätskrise stürzen. Ich bin gespannt, ob dieser Plan aufgeht. Und frage mich, ob nächstes Jahr Mazedonien mit einer Flamenco-Kapelle auftritt.

14. Mai 2009

IniRadio #73: Spiritual Beggars - Homage To The Betrayed

Jetzt ist aber Schluss mit dem weichgespülten AOR-Stadionrock!
Am Samstag droht der Eurovision Song Contest und bis dahin muss ich meine Hörgeschmacksnerven auf rauh und die Schreibader auf gehässig trimmen. Deshalb aus dem wunderbaren Mantra III-Album die geistigen Bettler aus Schweden.

[Mit Dank an Alph, der mich auf Grooveshark gebracht hat]

Die Wahrheit schmerzt

Umfragen im Bekanntenkreis haben ergeben, dass die meisten dem VfL Wolfsburg im Endspurt der Bundesligasaison die Meisterschaft gönnen. Wie sagte einer: "Ich kann den Magath eigentlich nicht leiden, aber dieses Jahr ist für den Mann ja die letzte Chance, nochmal Meister zu werden"

Das tut weh.

11. Mai 2009

Beyond Good & Evil 2 Trailer

Fräulein Jade war wohl anscheinend im selben Jahr im Hindernisparcours-Fortbildungskurs wie Faith aus Mirror's Edge. Egal, das Spiel ist so gut wie gekauft.

Two Out Of Three Ain't Bad

Und 4 von 6 brachten mir heute 47 Euro in den Geldbeutel.
Sowie einen mürrischen Blick der Lottannahmestellebediensteten, weil ich keinen Cent der Summe in die dortigen Glücksspielangebote reinvestiert habe.

8. Mai 2009

CD des Monats: PAUL GILBERT - Burning Organ



Es ist gleich Wochenende, da erledigen wir das hier mal zügig im FAQ-Stil.

1) Wer is'n das, von wann is'n das? Bestimmt wieder alter Scheiß, oder?
Paul Gilbert, Gitarrist, 2002, relativ

2) Muss man den kennen?
Hat bei Mr. Big und Racer X die Saiten aufgezogen. Ist aktuell hauptsächlich in Japan erfolgreich.

3) Ach ja, Mr. Big, das waren doch die mit "To Be With You". Hach, war dat schön.
Die hatten auch rockige Songs *seufz*

4) Weshalb stehen auf dem Cover weder Titel noch Künstlername?
Diese Angaben stehen auf dem Seitensteg der in einem Super-Jewel-Case erhältlichen CD. Was soll die blöde Frage?

5) Weshalb hat der Mann einen roten Anzug an und weshalb brennt die Orgel?
Weil Paul voll crazy ist und jemand sie angezündet hat! Will denn keiner was über die Musik wissen?

6) Ist das wieder so eklige Rockermusik, wo jemand dauernd wild auf der Gitarre rumkratzt?
Ja. Auf Wiedersehen. Vielleicht ist nächsten Monat etwas für Sie dabei.

7) Was sind Ihrer Meinung nach die größten Schwächen des Albums?
Ogott, jetzt verirren sich schon Personalverantwortliche mit Bewerbungsfragensyndrom hierher. Also, die Texte sind ziemlich simpel bis ignorierbar, im Falle von "Suicide Lover" sogar leicht peinlich.

8) Wo sehen Sie diese CD in - sagen wir mal - 5 Jahren?
Immer noch in meinem CD-Schrank. Sogar zweifach, weil ich sie ungewollt doppelt gekauft habe. Haben wir die Bewerbungsfragen jetzt durch?

9) Ich bin noch nicht überzeugt. Nennen Sie mal Ihre Lieblingssongs, ich unterziehe die Titel dann einer ausgefeilten wortklanglichen Wohlgefallensanalyse.
Wäre es nicht cleverer, einfach reinzuhören?


Burning Organ

Meine Favoriten sind "My Religion", "Friday Night", "Muscle Car" und "Bliss". Der Rest ist aber auch klasse.

10) Betrug, Herr Inishmore!
Bei den Nummern 7 und 12 singt keiner und jedes Lied dauert nur exakt 30 Sekunden!

Die Tracks 7 und 12 sind Instrumentals. Für die kompletten Songs einfach auf "Play full song here" klicken. Klicken bedeutet die linke Maustaste niederdrücken. Einmal langt.

Sinnfreier Finanztipp #372523

Als Hersteller von Papierknüllkugeln würde ich jetzt an die Börse gehen!

7. Mai 2009

IniRadio #72: John Waite - White Heat/ Rockin' Horse

Heute gibt's 'nen lupenreinen Frühlingstag.
Fast ganz Deutschland kann sich über viel Sonne von Hoch Uschi freuen. Die Temperaturen steigen überall an. Im Südwesten werden bis zu 26 Grad erwartet.
Wettervorhersage für den 7.5. von wetter.rtl.de

Beeindruckend, wie der flapsige Schreibstil mit den zwei Auslassungszeichen im ersten Satz und der Name des Hochs so gut zusammenpassen, dass man direkt weiß: ja, ich bin bei RTL gelandet.

Nein, ich surfe da normalerweise nicht rum, ich brauchte nur einen Aufhänger für den aktuellen Vertreter des IniRadios. Dabei handelt der Song gar nicht von anstehenden Hitzewallungen bei bleichen Enddreißigern, sondern... naja, wer ein bisschen Englisch kann, kommt spätestens ab der zweiten Strophe drauf.

Ich liebe übrigens Rocksongs mit Saxophon an einem sonnigen Frühlingstag!



Und weil ich gerade wieder in einer schlimmen John Waite-Phase bin, lege ich "Rockin' Horse" als Bonus obendrauf.

6. Mai 2009

Quälix auf Schalke!

Das sollte jetzt ein ganz toller Artikel mit einem Knallerfoto werden. Denn ich erinnere mich ganz genau, dass bei uns unten im Keller ein Poster (mein Bruder meint eher ein Riesenpuzzle) der Mannschaft des 1.FC Saarbrücken aus den späten 70ern hing. Zweite Fußballbundesliga, damals noch mit Dieter Ferner, Bernd Förster und eben Felix Magath im schwarz-blau gestreiften Dress. Schnell ein Foto gemacht, noch die Überschrift "Ich wusste doch, aus dem Magath wird noch was" druntergeknallt und fertig. So der Plan.

Aber ich find's nimmer.

Deshalb nur: Ave Imperator Felix Schalkiensis.
Die Meisterschaftsgeweihten grüßen Dich.

Und wehe, das klappt nächste Saison nicht.

5 Features, auf die ich als nörgelnder Spieleveteran locker verzichten könnte

Weil in der Überschrift schon die Begriffe "nörgelnd", "Spieleveteran" sowie "locker" gefallen sind und es vielleicht noch ein paar Leute gibt, die ihn noch nicht kennen: der Spieleveteranen-Podcast der Herrschaften Heinrich Lenhardt, Boris Schneider-Johne, Anatol Locker und Jörg Langer ist für langjährige Verfolger der Gaming-Szene bereits nach zwei Ausgaben Pflichthörspiel mit Kopfnick-Garantie. Kult dürfte er spätestens dann werden, wenn die kleinen technischen Störfeuer behoben sind. Also wahrscheinlich ab Ausgabe #3, weil die vier ja schon länger im Computergeschäft unterwegs sind als das Internet selbst und alle Macken deshalb lässig beheben können. Müssten.

Bezugslinks:
Spiele-Veteranen-Podcast #1
Spiele-Veteranen-Podcast #2


Von soviel Altersweisheit inspiriert, präsentiere ich meine persönlichen 5 Features, auf die ich in aktuellen Spielen wirklich verzichten könnte.

1) Character customizing

Man könnte es auch "Zieh dein Püppchen an, wie es dir gefällt" nennen. Dafür bin ich ehrlich gesagt zu alt. Als ich mit dem Spielen anfing, konnte man die Raumschiffe aus Space Invaders auch nicht quietschrosa anmalen, Super Mario den Schnauzbart durch Wolverine-Koteletten ersetzen oder bei International Soccer auf dem C64 die Werbebande durchgehend mit dem Mutmachspruch "Schalke wird irgendwann doch noch mal Meister, es wird halt nur sehr, sehr, sehr lange dauern" verschönern.
Und warum gab es das damals nicht?
Weil man es nicht brauchte.
Heute ist das nicht anders.

2) Level up

Gegen die Faszination des Uplevelns eines Charakters bin ich ja seit Ewigkeiten immun.
Diablo
? Mit Mühe durchgespielt. Diablo 2? Aufgehört. Es ist mir auch noch nie passiert, dass ich morgens die Welt mit einem "JAAA, ICH BIN ENDLICH EIN ORKMAGIER DER 78. STUFE UND MEINE KEULE VERSPRÜHT TÖDLICHEN ZWIEBELGERUCH+25" begrüßt habe. Dafür weiß ich noch, wie cool es war, gegen 3:00 Uhr nachts an einem Wochenende endlich verstanden zu haben, wie man bei Monkey Island 2 die richtige Anzahl der Finger des Türwächters ermittelt. Ich erlebe lieber tolle Spielmomente, als gebannt auf den Levelzähler im rechten unteren Eck zu starren.

3) Achievements

Kommen hauptsächlich bei Videospielen vor, dürften aber bald verstärkt Einkehr im PC-Bereich halten. Es geht darum, teils schwer sinnlose Aufgaben zu erledigen, nur um die entsprechende Belohnung (=Achievement) zu bekommen. Diese Belohnung besteht zumeist in einem angekreuzten Kästchen auf einer Liste. Erstaunlich, was manche Spieler dafür auf sich nehmen: 25 Gegner mit dem Brotmesser attackieren statt mit dem Maschinengewehr - check! 1000 schwer versteckte, aber leicht leuchtende Schatzkisten einsammeln - check! Durch einen Level in unter drei Minuten hetzen - check! Den Ausgang rückwärts laufend vorbei an der verdutzten Gegnermasse erreichen - check? Das letzte Achievement habe ich mir gerade ausgedacht, könnte aber nicht ausschließen, dass es nicht doch schon in einem Spiel vergeben wurde.
Ich mach da in jedem Fall nicht mit.

4) Huge gaming environment

Riesige Spielwelten sind an und für sich natürlich nichts Schlechtes. Sofern es an allen Ecken etwas zu sehen und entdecken gibt. Aber sind wir doch ehrlich: meistens latscht bzw. fährt man von Mission zu Mission. Bei mir kommt noch erschwerend hinzu, dass ich mich dank meiner gottgegebenen Orientierungslosigkeit selbst mit der ausgeklügeltsten Umgebungskarte verirre (ich vermute, dass der damalige Action-Shooter Descent meine Wegfindungsroutine im Gehirn unwiderbringlich hat implodieren lassen)

Sollte man in der Grand Theft Auto-Reihe demnächst irgendwann die Option haben, per Taxi zum nächsten Überfall kutschiert zu werden, ich würde sie glatt nutzen. Einsteigen, Song aussuchen, aus dem Fenster gucken und entspannt zur nächsten Massenschießerei ankommen. Warum eigentlich nicht?

5) Style points

Meine erste Begegnung mit dieser seltsamen Spezies hatte ich bei Metropolitan Street Racer auf der Dreamcast, quasi der Mutter der heutigen Project Gotham Racing-Reihe auf der Xbox. Das damalige Kudos-System besagte, dass man nicht nur Punkte für gewonnene Rennen bekam, sondern auch für stilvolles Fahren. Also Mätzchen wie Driften mit der Handbremse, Überholen mehrerer Gegner, Nichttouchieren der Planken oder Überschlag in der Luft samt Landung auf möglichst vielen Reifen. Am Ende durfte ich manche Strecke mit Handbremsengezerre durch die Kurve eiern, nur um genügend Punkte für den nächsten freizuschaltenden Wagen zu haben.

Da bin ich ja Purist. Rennfahren bedeutet als Erster ins Ziel zu kommen, idealerweise möglichst schnell, gerne auch unter Ausschaltung sämtlicher Konkurrenten. Der Rest ist Firlefanz und gehört auf Tony Hawks Skateboard, aber nicht in mein Cockpit.

Demnächst:
5 Features, die ich als nörgelnder Spieleveteran gerne öfter sehen würde

5. Mai 2009

Der Staat lässt uns nicht zusammenkommen, Sarah!

Es klappt aber auch nix.

Anlässlich des heutigen Schnappszahldatums wollte ich den wohlausgeklügelten Plan weiter verfolgen, meinen Nachnamen in Deutscher-Meister zu ändern, Sarah Chalke zu heiraten, um fortan als Herr S.Chalke-Deutscher-Meister stolz durch die Lande zu wandeln, vom Einkommen der Frau fürstlich zu leben und vielleicht endlich Freikarten für die Arena zu erhalten.

Ausgerechnet jetzt bestätigt das BVerfG das Verbot von Dreifachnamen.

3. Mai 2009

Legendary ... wait for it ... MAGIC

28 zum Dritten

Vorgestern: 28 Days Later gesehen.
Gestern: 28 Weeks Later gesehen.
Heute: über eine mögliche Fortsetzung nachgedacht.
Gerade eben: das hier gefunden:



Morgen: Danny Boyle wegen Nebenrolle bequatschen.
Bringe eigenes Besteck mit.

Bandscheibenhumor (Witz 1 von 1)

"Sitzen ist in ihrem Zustand tödlich", meint mein Physiotherapeut.
"Das ist mein Ende", entgegne ich, "denn auf Anraten meines Arztes bin ich jetzt sogar Sitzpinkler geworden"
"Wie kommen Sie denn auf diesen Quatsch?"
"Na, mein Arzt sagt, ich darf wegen meinen Bandscheiben nichts Schweres heben".


Der einzige Vorteil meiner Bandscheibenvorfälle: ich kann endlich diesen blöden Witz unter die Leute bringen.

2. Mai 2009

IniRadio #71: Survivor - Didn't Know It Was Love

IniRadio sendet tapfer weiter, eventuell sogar noch häufiger als zuvor. Denn neben blip.fm nutze ich jetzt auch YouTube (die ollen Kamellen, welche ich da rauskrame, dürfte kaum jemand ernsthaft entfernen wollen) für diese kleine Musikreihe.

Das Problem mit YouTube: man sieht bewegte Bilder der Künstler.
Was - wie wir alle wissen - gerade bei Rockmusikern zum Problem werden kann. Deshalb binde ich die Videos so klitzeklein ein, dass man sich voll auf die Musik konzentrieren kann. Wer wirklich jedes Haarungetüm, jeden stick-in-die-luft-werfenden Drummer und jede peinliche Pose beim Gitarrenspiel sehen will, klicke auf den YouTube-Schriftzug. Ich übernehme keine Haftung für Schäden jeglicher Art.

Hier der Beweis, dass Survivor neben "Eye Of The Tiger" und "Burning Heart" noch andere Songs geschrieben haben:

1. Mai 2009

IniRadio #70: Dropkick Murphys - Worker's Song

2005 habe ich es vergessen. 2006 auch. 2007 ebenfalls. 2008, tja...
Aber dieses Jahr bringe ich ihn endlich unter, den "Worker's Song" der Dropkick Murphys.
Passend zum Tag der Arbeit.
Glückauf.