CDs des Monats: WITHIN TEMPTATION - The Heart Of Everything / ARCADE FIRE - Neon Bible

WITHIN TEMPTATION - The Heart Of Everything

Die Holländer auf den Spuren von Nightcence. Oder Evaneswish. Bisher hatte ich die ja eher in der Schublade "harmlose Nightwish-Nacheiferer" stecken - irgendwie konnten mich deren Songs einfach nicht so recht packen. Anno 2007 tendiert die Band zu Beginn ihres Albums stärker zu Amy Lees Truppe hin und macht ihre Sache dabei richtig gut.

Schon der druckvolle Opener "The Howling" bläst ordentlich die Gehörgänge frei. Eingängig, heavy und orchestral, dazu noch die exzellente Gesangesleistung von Frontdame Sharon den Adel - ich bin immer noch angenehm überrascht. Track #2, "What Have You Done" featuring Keith Caputo packt noch einen drauf und wäre von Evanescence sicher blind als Single ausgekoppelt worden.

Nach der Ballade "Frozen" (nicht verwandt mit Madonna) wird mit "Our Solemn Hour" auf opereskeren Pfaden gewandelt. Auch hier ist der Abstand zu Nightwish kleiner geworden. Gegen Ende geht der Band zwar ein wenig die Luft aus, aber die Qualität ist immer noch erfreulich hoch, einen echten Totalausfall gibt es nicht zu verzeichnen. Nachdem mich Therion ziemlich enttäuscht haben, treten Within Temptation nun an ihrer Stelle in den illustren Kreis meiner Symphonic Metal-Heroen ein. Ich bin gespannt, wie sich die neuen Outputs von Nightwish und Kamelot dagegen schlagen werden.

ARCADE FIRE - Neon Bible

Muss ich die Scheibe überhaupt erwähnen? Die Kanadier liebt doch eh jeder, der sich bei seinem Musikgeschmack nicht hauptsächlich von den Top 10 der Single-Charts beeinflussen lässt. Auch ich kann mich dem charmanten Beat z.B. eines "Keep The Car Running" nur schwer entziehen. Aufgenommen in einer eigens von der Band gekauften Kirche (wo findet man eigentlich sowas? eBay?), überzeugt "Neon Bible" von der ersten bis zur letzten Sekunde. Selbst die gute alte Kirchenorgel klang noch nie so gut wie in dem Song "Intervention".

Es ist dieses untrügliche Gespür für klasse Melodien, das Arcade Fire auszeichnet und sogar mich als Freund härteren Soundfutters in seinen Bann schlägt. Der Pomp-Faktor tut natürlich das Übrige, um mich zu überzeugen. Neben Eels und Bright Eyes derzeit meine Lieblinge aus der Kategorie "nicht so ganz Hardrock".

Wer mal reinhören will: bei den MP3s in der rechten Spalte lauert der Song "Wake Up" vom Vorgängeralbum "Funeral" und den Link zu "Black Mirror" als Vertreter des neuen Outputs gibt es hier.

Kommentare

  1. Hi, bin auch mal wieder auf der Durchreise!

    Also von Within Temptation kenne ich bisher eigentlich nur das Album "Mother Earth". Das fand ich damals ganz nett, vor allem wegen "Ice Queen". Nach Deinem Kommentar werde ich auf jeden Fall mal in das neue Album reinhören. Wie findest Du eigentlich das aktuelle Album der angesprochenen Evanescence? Ich hab's mir ja damals ziemlich bald nach Erscheinen zugelegt aber ehrlich gesagt bisher noch kaum angehört. Irgendwie habe ich noch nicht richtig reingefunden ... lediglich "Lithium" hat's mir sofort angetan!

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  2. Mit der neuen Evanescence geht es mir exakt genau so wie dir. "Lithium" ist auch bei mir sofort hängengeblieben, der Rest hingegen kaum.

    Gerade deshalb war ich von WT so überrascht; die beiden erwähnten Stücke "The Howling" und "What Have You Done" setzen sich sofort im Hörgäng fest.

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