Komplexes Bauen

Geschafft. Gestern habe ich zusammen mit einer insgesamt sechsköpfigen Erbengemeinschaft das letzte im gemeinsamen Eigentum verbliebene Baugrundstück verkauft. Der Notar bestand unbedingt auf einer Rücktrittsklausel für den Fall, dass die Käufer das Grundstück nicht wie gewünscht bebauen können. Da er einen der Käufer persönlich kannte, wollte er ihn natürlich hierdurch absichern. Seine Bürovorsteherin meinte zudem im Telefonat mit mir ein paar Stunden zuvor, dass eine solche Klausel gesetzlich zwingend vorgeschrieben sei.

Ich wusste gleich, hier würde ich Spaß haben.

Im Gespräch mit dem Notar und nach meiner kleinen Enthüllung, dass ich Volljurist bin, entpuppte sich die zwingend gesetzlich vorgeschriebene Klausel als Empfehlung aus einem Vertragshandbuch für Notare. Noch ein wenig Palaver, dann der stoisch vorgetragene Satz meines Bruders: "Einen Vertrag mit dieser Klausel unterzeichne ich nicht" und es kehrte betretenes Schweigen in die Runde ein. Wenige Minuten später war die Klausel Geschichte.
Wir kriegen Geld, die Käufer ein gutes Stück Land, das sie von mir aus bebauen können, wie sie gerade lustig sind. Folgende Bauweise empfehle ich trotzdem nicht.

Kommentare

  1. Sorry, aber ich find diese Wohnidee einfach nur geil.
    Unabhängig vom Bauland. :)

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  2. Ich find sie ja auch genial. Aber reich dafür mal hierzulande einen Antrag auf Baugenehmigung ein.

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