Seriencheck (XXVIII)

Der Seriencheck diesmal mit der Startcheck-Ausgabe. Kurze Eindrücke zu allen Serien, die ich verfolge - wobei einige das Stadium des Verfolgtwerdens bereits hinter sich haben.

30Rock

Der Einstieg in die vierte Staffel hat mich noch nicht überzeugen können. Natürlich wieder ein paar klasse Gags wie der Anfang, der Uterus-Witz oder Tracys Suche nach den Wurzeln - aber die Story wirkte doch eher bemüht. Dennoch bin ich mir sicher, dass sich das noch einspielen wird.

Accidentally On Purpose

Zwei Mal gesehen und nicht für ausreichend befunden. Die Show trifft nicht meinen Humor, die Konkurrenz ist zu groß, Jenna Elfman mir zu wenig sympathisch. Adieu.

Bored To Death

Ein Fall für nichtregistrierte Privatermittler: Wo ist die unvorteilhafte Frisur des Protagonisten in der dritten Episode hin? Das gibt Punktabzüge! Okay, in Folge 4 war sie wieder da. Abseits dessen ist es noch nicht der große Hit, aber hat genug witzige Momente, um mich am Schirm zu halten. Alleine schon wegen Zach Galifianakis, der seine Losertypenrolle wunderbar ausfüllt.

Brothers And Sisters

Großes Drama bei der Großfamilie Walker, krisenmäßig ist ja mal wieder so einiges gebacken. Bleibt meine bevorzugte Serie, wenn es um die familiären Hochs und Tiefs geht.

Californication

Hank Moody als Professor - das kann man eigentlich nur noch mit Hank Moody als Papst steigern. Duchovny weiterhin teils cool und teils kindisch in der Rolle seines Lebens. Mit Charlie Runkels neuem Boss Sue Collini will man zudem anscheinend einen weiblichen, sexsüchtigen Ari Gold in die Show einbauen. Bei der Stimmlage von Kathleen Turner treibt es mir natürlich eher die Lacher aus dem Hals denn die Erregung in den Unterleib.

Cougar Town

Hat nach dem gelungenen Piloten ein wenig nachgelassen. Courteney Cox und ihr Seriensohn Dan Byrd wissen zu gefallen, mit der Freundin Laurie und dem Vater Bobby kann ich aber deutlich weniger anfangen. Mal sehen, wie und wo es sich einpendelt.

Curb Your Enthusiasm

Larry is king. Zwar war die Seinfeld-Reunion bisher noch nicht der Überknaller, aber die zweite Episode Vehicular Fellatio eines der Highlights der jungen Saison. Ich bin mir sicher, der alte Mann lässt wieder nichts anbrennen.

Desperate Housewives

Ich glaube, ich werde langsam zu mann für die Show. Will sagen: die ganzen Konflikte interessieren mich als Kerl immer weniger. Als Dramaelement ist eine neue Familie mit einem mysteriösen und unheilvollen Geheimnis in die Wisteria Lane eingezogen - nicht gerade neu, das hatten wir schon mal. Kurz gesagt: ich fand den Auftakt langweilig und wenn es so weitergeht, verabschiede ich mich.

Dexter

All baby and no kill makes Dexter a sloppy boy. Die neue Umgebung, die neue Rolle als Daddy machen unserem Serienkiller schwer zu schaffen. Dazu noch zwei neue Mordserien, fertig ist der Beginn der 4. Staffel. Verspricht wieder sehr gut zu werden, auch wenn die dritte Episode um ein Haar fast in die okay-Wertung statt des Standard-Gut oder Sehr Gut gefallen wäre. Dranbleiben, Dexter!

Dollhouse

Für den Einstieg nach der Pause fand ich die erste Folge sehr enttäuschend. Mehr habe ich auch noch nicht gesehen. Kein Knall, kein Drama, die übliche Puppenshow der Woche - wie will man so neue Zuschauer an die Serie binden? Wird wahrscheinlich ohne mich weitergehen.

FlashForward

Nach der ersten Episode befürchtete ich schon, dass man nun jede Woche an einen neuen Erinnerungsschnipselort geschickt wird und das Fortschreiten der Handlung so gebremst wird. Mit der dritten Episode wurde diese Befürchtung leider Wahrheit. Wenn die Show den roten Faden beibehält, könnte sie sehr gut werden. Verstrickt sie sich aber in eher durchschnittlichen Folgen mit falschen Fährten und Andeutungen, könnte ich das Interesse verlieren. Noch bin ich aber an Bord.

Fringe

Fringe ist am stärksten, wenn es um den Storybogen mit dem Alternativuniversum und den Gestaltwandlern geht. So eine mutige Entwicklung hätte ich der Show nicht zugetraut. Wie schon bei Akte X stehen dem die Strangeness of the Week-Episoden gegenüber, die bisher aber aus meiner Sicht auch gut gelungen sind. Ich bin aber auch leicht zufrieden zu stellen, solange Walter ein bisschen in ekeligem Zeugs herumwühlt.

Gary Unmarried

Ordentlicher Start, orientierte sich dann aber in eine Richtung, die mir weniger gefällt und nahm von Folge zu Folge ab. Gary als Radiosportmoderator? Nicht mein Ding. Ich hätte lieber mehr putzige Auseinandersetzungen mit der ex-Frau. Vielleicht fängt es sich ja noch.

Hank

Ist tot. Spätestens mit der zweiten Episode. Sorry, Kelsey, aber einer muss es schreiben. Wahrscheinlich gucke ich trotz allem doch noch die dritte Folge, weil ich auf eine Auferstehung hoffe. Aber es würde mich wundern, wenn die stattfinden würde.

Heroes

Der dritte Versuch, an die starke Premierenstaffel anzuknüpfen. Manche sind begeistert, ich sehe es hingegen nüchterner. Es tut nicht weh, es nervt nicht, man ist offensichtlich bemüht, das Publikum nicht zu enttäuschen. Am Ende kommen bisher fünf Folgen heraus, denen man die Bewertung "jo, man kann es wieder gucken" nicht absprechen kann. Aber so gut wie damals ist es trotzdem nicht. Ich lasse die Show mal noch auf Bewährung laufen, wenn es wieder sehr gut werden sollte, melde ich mich mit einem Sonderbericht.

How I Met Your Mother

Läuft wie geschmiert, die Beziehung Barney/Robin schadet dem Höhenflug der Show nicht. Hat Spaß gemacht, wird weiter Spaß machen. Auch wenn mir immer noch jemand erklären muss, wie Ted so einfach Professor werden konnte. Aber für die daraus resultierenden Gags nehme ich auch das in Kauf.

Modern Family

Hält angenehmerweise seine Form. Selbst wenn eine der Familien humormäßig ein wenig schwächelt, reißt es eine andere wieder raus. Besonders Ty Burrell erweist sich in der Hinsicht gerne als Feuerwehrmann. Freut mich, dass auch das amerikanische Publikum am Ball blieb und so eine volle Saison ermöglicht hat.

Monk

Die 8. und letzte Staffel läuft ja schon länger und hält das bekannte Niveau. Shalhoub hat seine Figur im Griff und weiß, was die Zuschauer sehen wollen. Ich bin gespannt, wann der "Monk verfolgt die Spur des Mörders von Trudy"-Storybogen beginnt.

Parks And Recreation

Großartiger Start in die neue Season, die letzten beiden Folgen lahmt es jedoch ein wenig vor sich hin. Ich mag den Standup Comedian Louis CK, aber ich habe das Gefühl, dass er die Show als love interest für Leslie Knope ein wenig herunterzieht. Mal sehen, wie es sich weiterentwickelt.

The Big Bang Theory

Another show in the flow. Wie bei How I Met Your Mother habe ich auch hier das Gefühl, dass die Serie ihre Formel gefunden hat. Die Charaktere bieten genug Stoff, um witzige Momente zu erzeugen. Und wenn den Autoren mal gar nichts einfallen sollte, stecken sie halt Wolowitz in ein extrapeinliches Outfit. Okay, die Beziehung Penny/Leonard könnte ein wenig mehr Zündstoff vertragen.

The Middle

Nach zwei Folgen gehen weiter beide Daumen hoch bei mir. Ein sympathischer Malcolm in the Middle-Klon, wobei jedes Familienmitglied das Potenzial hat, mich zu unterhalten. Bitte so weitermachen.

The Office

Gefällt mir bisher besser als die 5. Staffel, auch wenn es wieder Schwankungen gibt. Von vier Folgen fand ich drei sehr gut gelungen, eine fiel aber so extrem ab, dass ich mich wunderte, ob dem Team diese Diskrepanz nicht auffällt. Oder habe ich den Humor von The Promotion nicht verstanden?

The Simpsons

Da bin ich die Diskrepanzen schon lange, lange gewohnt. Und dankbar, wenn es wie bei dem Season Opener Homer the Whooper nach oben geht. Am Ende wird es wieder eine Staffel mit Höhen und Tiefen werden. Wegen der Höhen bleibe ich der Show natürlich weiterhin treu.

Two And A Half Men

Kommt mir jetzt noch nicht so richtig in Schwung, muss ich gestehen. Immer abwechselnd gut und dann halt doch nur okay. Vor allem mit Jake scheinen die Autoren so ihre Probleme zu haben, seit er rein körperlich nicht mehr in das dickdoofe Schema passt. Ob die Harpers in festen Beziehungen so spaßig sind wie als tollpatschige Freigänger wird man auch abwarten müssen.

Kommentare

  1. Welch ein Mammutseriencheck! Ich werde einmal versuchen überall, wo ich mitreden kann, meinen Senf dazu zu geben:

    "Curb Your Enthusiasm" gefällt mir auch wieder pretty, pretty, pretty gut. Allerdings habe ich teils etwas das Gefühl, dass Larry zu mainstreamig wird. Klingt komisch, ich weiß. Bin dennoch nach wie vor bestens unterhalten.

    "Modern Family" ist eines meiner neuen Serienhighlights, läuft aber noch nicht lange genug um von Nachhaltigkeit zu sprechen.

    "Parks and Recreation" liebe ich inzwischen beinahe so sehr, wie "The Office". Anders und doch ähnlich. Hätte ich nie gedacht, aber zurzeit eine meiner Lieblingsshows.

    "The Office" macht immer noch enorm viel Spaß. Nicht mehr perfekt, aber noch oft genug nahe dran.

    Ansonsten hänge ich ziemlich nach und es warten noch folgende Shows auf mich:

    "Californication", "Dexter", "Dollhouse", "FastForward", "Fringe", "How I Met Your Mothe" und "The Big Bang Theory".

    Beigestert schaue ich im Moment übrigens noch die aktuellen Staffeln von "Peep Show" und "It's Always Sunny in Philadelphia".

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  2. CYE: stimmt schon mit dem mainstreamig, deshalb hat mich das freche Vehicular Fellatio auch so begeistert.

    MF: ich hoffe, es bekommt weitere Staffeln, damit aus dem gegenwärtigen Spaß auch etwas Nachhaltiges werden kann.

    P&R: gerade die aktuelle Folge mit den Venezuelanern hat wieder gezeigt, zu was die Show fähig ist.

    OFF: in der Tat, man muss Abstriche machen, aber auch ich gucke es immer noch gerne. Obwohl ich gerne mehr crazy Schrute, Creed und Toby/Michael-Konflikte sehen würde.

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  3. FlashForward ist auch nach der dritten Episode erstaunlich gut. Die Serie zeigt nach wie vor Potential und variiert auch die dramatischen Themen ein wenig, fährt sich nicht auf einer Schiene fest. Ich bleibe definitiv noch einige Episoden dran und schaue dann, wie es sich entwickelt hat.

    Californication ist auch irgendwie immer noch sehr gut. Nicht ganz so gut wie die erste Season, aber sehr, sehr sehenswert. Kathleen Turner treibt mir eine dezent anwidernde Gänsehaut über den Rücken, weil ich sie noch aus "Auf der jagd nach dem grünen Diamanten" in Erinnerung habe. In Califonication schätze ich sie auch gerade locker 10 jahre älter ein, als sie eigentlich ist.

    Fringe ist gut, netter Storybogen aber auf mich wenig ansprechende Monster-of-the-week-Episoden.

    Ansonsten bin ich dabei House, M.D. und Simpsons aufzuholen, aber noch weit von den aktuellen Episoden entfernt.

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  4. House habe ich übrigens den Season Opener gesehen und war sehr angetan. Nun schwenkt es aber ins übliche Schema ein, da warte ich, bis es auf RTL läuft und nehm es ab und zu mal mit.

    FlashForward Episode 4 gefiel mir bis auf den Schluss jetzt nicht so sonderlich gut, hoffentlich haben die nächsten Folgen mehr Zug.

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  5. Habe gerade die 4. Episode von FlashForward gesehen und muss eigentlich sagen, dass das wohl die bisher beste Episode war. Anfang und Ende genial inszeniert und die dramatische Komponente zwischendurch auch sehr gut umgesetzt (als die beiden in Indio den Gangster jagen und sich dann über den Tod des einen unterhalten). So darf die Serie gerne weiterlaufen. :-)

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  6. Interessant. Ich fand die vierte Episode eher langweilig, so als hätte sich das Autorenteam gedacht: "Hey, wir haben noch einen Knaller zum Schluss, da brauchen wir uns für die Story vorher nicht groß anzustrengen".

    Jetzt muss ich mir die Folge wohl nochmal ansehen ;)

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  7. Ach ja, jetzt weiß ich wieder, wieso ich so selten poste... Hier steht schon alles, was ich schreiben will. ;)

    Mit Flash Forward geht es mir ähnlich wie Ini. Zwischendrin denke ich immer, boah wie langweilig. Am Ende kommt dann meist was Interessantes und ich guck die nächste Folge auch noch. Wobei natürlich klar ist, dass dort dann nichts von dem Ende der vorangegangenen Folge aufgelöst wird, aber man ist ja genügsam. Besonders krass habe ich das auch bei der 4. Folge empfunden - Anfang interessant, Folge zum Einschlafen und das Ende BÄM. Aber etwas besser muss es noch werden, um mich langfristig unterhalten zu können. Ich werde auch auf Teufel komm raus nicht mit dem Joseph Fiennes warm, der ist mir irgendwie zu nichtssagend. Insgesamt bleiben die Figuren noch ziemlich blass, finde ich.

    CYE: Jop, die Folge war ganz großes Tennis, selten so viel gelacht. Aber auch die andere Folgen sind auf gewohnt hohem Niveau, da hab ich nix zu meckern. Okay, die letzte Folge mit dem Arzt war vielleicht ein wenig zu vorhersehbar - vielleicht ist es auch das, was ihr mit "Mainstream" beschreibt.

    Heroes habe ich irgendwann während der 3. Staffel abgeschworen. Kommt mir nicht mehr ins Haus. Cougar Town heb ich mir für rainy days auf. Dexter muss noch ein wenig zulegen. Fringe ist solide, da erwarte ich von vornherein etwas seichtere Unterhaltung, was aber überhaupt nicht schlimm ist in diesem Falle. Mr Spock!!!

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  8. Hey, das freut mich, dass ich meine Leserschaft schon selbst lesen kann, was den Seriengeschmack anbelangt ;)

    Zu FlashForward Episode 4 muss ich noch erwähnen, dass der Anfang wirklich richtig klasse war - um so mehr hat mich dann doch der Rest enttäuscht. In Sachen Fiennes bist du nicht allein, als Lead Character bin ich auch noch nicht zufrieden mit ihm.

    CYE: hab gerade die aktuelle Folge gesehen. Larry fällt aber wirklich immer wieder was ein, war eine erneut geniale Episode.

    Zustimmung in Sachen Dexter, da muss mehr kommen, die letzte Folge war für seine Verhältnisse wirklich schwach. Und zur letzten Übereinstimmung: auch bei Fringe bin ich mit wenig zufriedenzustellen. Komisch, ist aber so. Vielleicht kann ich großen Blondinen gegenüber einfach nicht kritisch sein ;)

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