Kraft ist nichts ohne Technik

Ich bin begeisterter Nichtsportler.
Deshalb war ich selbst von mir überrauscht (also überrascht und berauscht zugleich), dass ich mich zu Beginn des Jahres jeden Tag auf meinen Heimtrainer geschwungen und mir 5 Kilometer auf Tretwiderstandsstufe 3(!!!) aus dem Leib gepumpt habe.

Die nächsten Ziele leuchteten mir bereits vor den Augen:
  • 1500 Kilometer im Jahr
  • Tretwiderstandsstufe 4(!!!!)
  • explodierende Oberschenkel
  • neue Dynamik beim Gang zum Kühlschrank
Vor ein paar Tagen passierte mir jedoch dies: ich stieg auf meinen getreuen Muskelstähler und berührte unabsichtlich mit der linken Hand den linken Pulsfrequenzmessungssensor (den ich nie in Betrieb nehme, weil ich befürchte, er könnte meinen digitalen Erschöpfungstod ankündigen). Die Anzeige piepte, ich drückte gekonnt wahllos sämtliche Tasten und landete im Zahlenchaos.

Mittlerweile sind die Zahlen wieder unter Zuhilfenahme des menschlichen Verstandes nachvollziehbar - mit Ausnahme des Odometers, also des Gesamtkilometerstandzählers. Laut Anleitung kann man diese Anzeige nicht zurücksetzen, es sei denn, man schraubt die Batterie aus dem Mini-Computer raus.

Pöh. Bei mir steht dort seit neustem eine Zahl zwischen 58 und 65, je nachdem, wie schnell ich radele. Nennt mich den Zerstörer der Standraddistanzmessungstechnik!

Nun fehlt mir unverhohlen die numerisch angetriebene Motivation, weiterzumachen.
So endet eine vielversprechende Fitnesskarriere.
Ich hab es versucht, aber die Technik war einfach noch nicht soweit.

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